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Chrissy

Arbeiten mit MS

91 posts in this topic

Hallo Socke!

Dieses wetter macht jeden zu schaffen. Ob gesund oder krank (!?!). Ich bezeichne mich auch nicht als krank. Ich sage immer, das ich ein gesundheitliches Problem habe. Einen Scherbehindertenausweis würde ich mir nur besorgen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Dies muss aber jedes selbst für sich entscheiden.

LG Longracer

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Hallo! Was ist eigentlich so schlimm daran, behindert zu sein? Die meisten Menschen sind doch irgendwie behindert - da gibt es die sinnes Behinderten wie z.B. die Brillenträger, die sozial Behinderten, die psychisch Behinderten, die geistig Behinderten, die sonstwie Körperbehinderten. Ja, ich bin behindert - na und? Ärgerlich wird es nur, wenn ich am Leben behindert/gehindert werde (z.B. keine Aufzüg im öffentlichen Raum, wie den U-Bahn-Stationen, um arbeitsmäßig flexibel zu sein).

Gruß, Dagmar

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Hallo allerseits!

Das mit dem Wetter ist sicherlich richtig, ich merke nur, dass bei warmer Umgebung Symptome sich wieder melden, die eigentlich weg waren. Nervt mich halt zusätzlich zu dem was alle nervt.

Und na klar hat jeder irgendwas, das "behindert". Die Brillenträger sind als Beispiel genauso gut wie Legasteniker (schreiben die sich so?) oder meine Schwiegermutter mit ihrem Heuschnupfen.

Trotzdem ist der Gedanke, mich selbst "offiziell" zum Schwerbehinderten zu "machen" noch mal was anderes für mich. Im Grunde ist das völlig irrational.

Der Punkt meiner Kollegin war, dass es ein ziemlicher Aufwand sei, den ersten Antrag zu stellen. Wenn es einem dann irgendwann schlechter ginge und die Prozentzahl aufgestockt wird, wäre es dagegen dann problemlos.

Darum rät sie mir, jetzt wo es mir gut geht den Problem-Teil anzugehen.

Bin ziemlich ratlos, weil ich vom Bauch her eher fühle wie Longracer. Der Kopf sagt dann was anderes.

Die Gedanken scheinen ja aber auch andere Betroffene zu haben.

Liebe Grüße

rS

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Hallo Allerseits,

pro und contra eines Schwerbehindertenausweises gibt es unheimlich viele und die Entscheidung liegt ganz alleine bei einem selbst, auch wenn´s schwer fällt.

Ich habe mich sehr schnell für einen Ausweis entschieden, da damals im öffentlichen Dienst tätig und mein Kollege Personalratsvorsitzender mir dazu geraten hat. Lange Jahre habe ich davon profitiert. Zusätzlicher Urlaub, Steuerfreibetrag, erhöhter Kündigungsschutz und bei Antrag auf Arbeitszeitreduzierung kein Problem. Dazu kamen Vergünsigungen bei Veranstaltungen, Eintritten...

Doch nun, drum ich nach einer sehr langen Kinderpause wieder arbeitssuchend bin, steht mir der Ausweis im Weg. Die wenigsten Physiopraxen wollen eine "Behinderte" fest anstellen - Risiko zu hoch!!!!!!! Dabei war ich in den letzten 20Jahren wegen der MS so wenig krank geschrieben, das kann man an einer Hand abzählen und wegen einem Schnupfen oder Kopfschmerzen blieb ich nie zuhause. Natürlich könnte ich den Ausweis auch verschweigen und die MS auch, doch was ist wenn es mir dann wirklich mal nicht gut geht? Für mich wäre es ein Vertrauensbruch meinem Arbeitgeber gegenüber und auf Rücksichtnahme bräuchte ich dann auch nicht hoffen.

Fazit: zurzeit verhasse ich den Ausweis

vielleicht wird´s irgendwann wieder anders

wünsche für alle die richtige Entscheidung

LG Susa

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Hi Alle

Wenig Licht und viel Schatten.

Das schöne sind Bahnpreise, oder ein immer freier Parkplatz in der Nähe, ohne Gebühren, relativen Kündigungsschutz. Gut, wenn man einen sicheren Job hat und sich noch einigermaßen bewegen kann.

Und jetzt das Schlechte aus meiner Erfahrung:

Ermäßigter Eintritt? Gilt zB bei uns im Hallenbad nur in der Kindersammelumkleide. Ist toll, zusammen mit einer Schulklasse sich umzuziehen. Und von dort ist der Weg zum Becken zu weit und über viele Treppen und Türen, die schwer aufgehen, auf rutschigem Boden.

Die Parkvorteile habe ich nicht ausnutzen können. Autofahren?? Überhaupt zum Auto kommen? Wer einen Fahrer hat - ok. Ein Ausweis liegt wirklich in einer Grauzone. Blöd angeschaut wird man immer.

Der rel. Kündigungsschutz -

Verschweigen darf man den Zustand nicht. Auf Bewerbungen für einen ernst zunehmenden Job habe ich bisher nur ein amüsiertes Lachen als Antwort bekommen. Firmen müssen zwar eine Quote erfüllen, sind leider oft Hiwi Jobs mit befristetem Vertrag.

Der Ausweis ist nicht schuld an meinem Zustand. Er soll mir helfen .. Für mich ist der Ausweis ein Deportation-Stern.

:)

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Hi Maro, Du mußt Deinen Zustand bei einer Bewerbung nur offenlegen, wenn Du Dich auf eine Stelle bewirbst, bei der Dein Zustand relevant ist, d. h. Deine Arbeit so beeinflußt, daß Du für andere eine Gefahr darstellen könntest, oder die Arbeit für Dich ein Gefährdung bieten könnte. Ein Beispiel wäre "Dachdecker" - mit Gleichgewichtsproblemen sollte man wohl nicht auf einem Dach rumturnen etc. pp. Daß Du einen Behindertenausweis hast, mußt Du auch nicht sagen, aber ist natürlich blöd, wenn Du dann hinterher dessen Vorteile in Anspruch nehmen willst. Wenn Du den Ausweis erwähnst, kannst Du (falls es so ist) ja dazu sagen/oder im Anschreiben erwähnen, daß keine Einschränkungen bestehen, die Deine Arbeit tangieren. Bei Bewerbungen im öffentlichen Dienst hat der Ausweis den Vorteil, daß Du auf jeden Fall zum Gespräch eingeladen wirst. Eine Einstellungsgarantie ist das zwar nicht, aber immerhin die Chance, Dich präsentieren zu können. Insbesondere wenn sich Hunderte bewerben, bekommt man damit eine Chance (sich vorzustellen), die man als einer unter Hunderten sonst nicht bekommt, weil man halt dann eher im aussortiert-Stapel landen kann.

Ich wünsche Dir, daß Du bald was findest, was Dir gut tut und Spaß macht, viele Grüße von Magnolia

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Hallo wenn Du Behindertausweis hast musst du dich gar nicht bewerben sonder beim Arbeitsamt gibt es eine Abteilung die dafür zuständig sind

Bitte verlieren nicht den Kopf, du musst nicht suchen arbeiten es wird dir über den Weg geleiten

Du musst nur der richtige Berater finden und optimistisch bleiben

ich weiße über was gesprochen wird ich bin selbst drüber.

lg Bruna

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Hi Bruna, Magnolia

Behi Ausweis habe ich. Das AA meinte, ich soll/ darf in die Grundsicherung rein, oder, wenn ich will, eine Umschulung, egal was, machen. Hh, äh?? Wa?

Bleibt die Frage, was ist realistisch. Lehre nach Studium .. ja, warum nicht? Meine Akte ist erstmal zur Seite gepackt. Job kannst du voll vergessen. Fuck. Fuckfuckfuck. Sehr viel Frust in mir.

:/

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Hallo Magnolia

diese Situation hatte ich auch aber bei jedem ist anders

die Neurologin sagte mir ob ich Rente beziehe möchte

habe ich es ausrechen lassen ist wesentlich höher als ALG2

Die volle Erwerbsunfähigkeitsrente ist mir bewilligt.

Aber ich muss in die Reha so hat der Gutachter der RV in dem Gutachten vorgeschlagen und dass muss umgesezt werden.

Ziel der Reha ist bei mir die Gehefähigkeit zu verbessern , die ms zu aktzepieten und evt. eine Tätigkeit unter 3Std. täglich war zunehmen.

Ich weiße nicht wie bei dir ist liebe Magnolia du bist vielleicht junger als ich und hast du keine kinder

ich bin alleine mit 2 kindern

meinem Man hatte mich verlassen da er mit der krankheit nicht klar kam

liebe grüße Bruna

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Hi, nur als generelle Info:

wenn man mit Behindertenausweis zur AA muß, dann gibt es dort zwar extra für SB (Schwerbehinderte) zuständige Sachbearbeiter, je nach Größe der AA evtl. getrennt nach Akademikern/kaufmännisch etc.. ES IST ABER EIN TRUGSCHLUSS ANZUNEHMEN, DASS DIESE JEMAND DANN EINE ARBEITSSTELLE BESORGEN! -

Man muß sich, wie sonst auch, selbst bewerben, bekommt evtl. Umschulungsangebote, sofern man nicht schon so hoch qualifiziert ist, daß eine Umschulung keinen Sinn ergibt; in dem Umschulungs-Fall (falls man eine Idee hat, was man machen wollen würde) ist es gut, wenn man schon etwas Konkretes ins Auge gefaßt hat. Ich meine total konkret, am besten mit Institutionsname/Schule/Arbeitgeber/Ort/Kosten (schriftl. Infos schon mitbringen) etc. Die Wahrscheinlichkeit ist dann hoch, daß man es gleich bewilligt bekommt, weil man dann keine "Arbeit" verursacht. (Bitte nicht auf AA-Angebote verlassen, das gibt nur Frust und Enttäuschung, am besten sich selbst kümmern). ANSONSTEN: hat man sich "normal" zu bewerben, das heißt man hat eine "kundenorientierte" Integrationsvereinbarung mit dem Sachbearbeiter (auf "Freiwilligkeitsbasis" zu treffen, die dann so aussieht, daß Sachbearbeiter fragt, wieviel Bewerbungen man denn denke, in drei Monaten geschrieben haben zu können. Die Antwort: "das kommt darauf an, was es [auf dem Arbeitsmarkt] gibt" ist "unerwünscht" - obwohl sie natürlich der Realität entspricht. Je nach Branche und Beruf 4 - 6 (je qualifizierter und aufwendiger die Bewerbung desto weniger). Am besten ergänzen mit einem Wortschwall an konkreten Vorstellungen, wo man sich zu bewerben gedenke (Bereich und ein paar halb-konkrete Adressen). Man bekommt ein Formular mit, in das man Datum, Institution, Name, Tel. etc. der Bewerbungen sowie ob schriftlich, telefonisch, Initiativbew. etc. einzutragen hat. Das hat man ausgefüllt zum nächsten Termin in drei Monaten mitzubringen und wird dazu befragt/hat dazu etwas zu sagen... Wenn es nichts gibt, sollte man ein paar Initiativbewerbungen vorweisen können, meistens klappen die nicht. Nicht vergessen: jeder auf Einladung beruhende Besuch beim AA hat den Anspruch auf Fahrgeldzuschuß zur Folge (gefahrene km hin und zurück zu ich glaube 20 cent, hab ich vergessen, wieviel genau; besser man fährt (wenn möglich) mit dem Auto, das gibt mehr als ÖPNV), das muß man gleich beim Besuch noch beantragen, geht schnell, waren bei mir immerhin pro Besuch ca. 20 €).

Man muß außerdem aufpassen, daß man nicht in die Ecke "eigentlich nicht leistungsfähig" und "irgendwie arbeitsmarktmäßig weniger wert" gedrückt wird, sehr subtile Sachen... Damit sollen dann irgendwann Leistungskürzungen gerechtfertigt werden. Und ACHTUNG: Wenn es irgendwie geht, bei einer neuen Arbeitlos-/Arbeitssuchend-Meldung NICHT ankreuzen, daß nur Teilzeit möglich - worauf man sich dann tatsächlich bewirbt, ist ja nochmal was anderes. Der Hintergrund ist der, daß wenn man von vorneherein angibt, man könne nur z. B. 50 % arbeiten, das ALGI auch nur 50 % beträgt, d. h. man bekommt gleich weniger als einem zustünde, obwohl man ja noch gar nicht "weniger" arbeitet.

Man muß sich zu Anfang auch in den Bewerberpool der AA eintragen lassen, dazu auch Formular ausfüllen, was alles gemacht, was angestrebt. Das wird dann vom "Bewerberteam" der AA "bearbeitet." Das heißt konkret, wenn zum Profil passend erscheinende Stellen eingehen, prüft das Bewerberteam, ob denn ein SB dabei ist, der in Frage käme, DANN bekommt man dieses Stellenangebot geschickt und MUSS sich dort natürlich bewerben. ALLERDINGS ist die Wahrscheinlichkeit u. U. gering, daß da haufenweise Angebote kommen. Vor allem, je vielfältiger das eigene Profil ist, desto unwahrscheinlicher, aus dem "einfachen" Grund, daß die Software für die Profile "intelligenterweise" berufsbezeichnungsbasiert ist, was heißt, alles, was nicht direkt in einer gängigen/in der Software enthaltenen Berufsbezeichnung ausdrückbar ist, geht unter. Diese Berufsbezeichnungen sind auch noch ganz streng nach sog. "anerkannten Studien- und Ausbildungsgängen" definiert, die jenseits des gesunden Menschenverstandes liegen. Würde zu weit führen, das jetzt zu erklären. Also ein Maler ist einfach zu klassifizieren, aber ein/e Sozialarbeiter/in, Jurist/in, Forstwirt/in mit vielfältigen Sprachkenntnissen und sonstigen Forbildungen, die sich von ihrem Ursprungsberufsbild völlig entfernt haben und zuletzt z. B. im Kultur- und Bildungsbereich tätig waren, ist ohne Bezeíchnung. Also, da kann nun jeder die eigenen Schlüsse ziehen.

Es gibt für sehr schwer Körperbehinderte einige Hilfen von AUSSEN, es gibt auch die Integrationsfachdienste, die mit der AA zusammenarbeiten, die sind aber oft an einer AA-Zuweisung deshalb interessiert, weil sie da von der AA einen Vermittlungszuschuß bis zu 2.500 € bekommen; diese Zuweisung wird manchmal bei "schwierigen" Fällen gemacht, der Integrationsfachdienst soll dann innerhalb eines halben Jahres den Arbeitnehmer in Arbeit bringen; je schneller, desto mehr Zuschuß, die AA klinkt sich in dieser Zeit aus.

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Hallo,

ich habe auch eine Streßigen Job. Ich habe vor einigen Wochen erst die Diagnose MS bekommen. Deßwegen will ich aber meinen Job nicht an den Nagel hängen.

Ich würde es probieren. Nur Mut, das klappt schon. Man kann ja einen streßigen Job haben man darf den Streß nur nicht an sich ran lassen. Immer gelassen bleiben.

Gruß

Kerstin

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Guest

Hallo,

Gelassenheit muss man trainieren. Es gibt spezielle Kurse. Einfach mal die krankenkasse fragen. LG Lernmaus

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Hallo allerseits!

Ich merke gerade, wie viel Stress ich tatsächlich gut wegstecken kann, weil mein Kollege, mit dem ich das Büro teile, mich echt gut unterstützt. Und um wieviel mein Stresspegel steigt, wenn die Kollegin im anderen Büro wieder Alarm macht.

Hallo allerseits!

Im Grunde war es mir vorher klar dass Stress nicht gleich Stress ist, aber jetzt merke ich es "am eigenen Leib".

Die Herausforderung ist dabei, rauszufinden, wie viel Offenheit mit der MS richtig ist. Ich habe mit allen im engeren Umfeld offen gesprochen. Bei meinem Kollege war das genau richtig, beim Chef auch. Und mit besagter Kollegin wäre's vermutlich auch ohne MS anstrengend... Aber das Arbeitsumfeld macht schon viel aus! Der Hinweis auf die Berufspolitikerin mit MS war doch auch hier in einem der früheren Einträge, oder? Kann ich mir nur so erklären, dass sie ein gutes Team hat. Dann geht vermutlich viel mehr als man an schlechten Tagen denkt.

Was natürlich genauso in 1000 anderen Bereichen mit und ohne irgendwelche Handycaps gilt...

Liebe Grüße

rS

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Hallo Zusammen,

bin Kinderkrankenschwester und habe jetzt noch ein Studium absolviert, aber in dem Bereich keinen Job bekommen. Als Kinderkrankenschwester kannn ich im Schichtdienst nur ca. 30 Std die Woche arbeiten, daher habe ich jetzt reduziert auf 75%. Mein Behindertengard beträgt 40% und im letzten Jahr hatte ich zwei Schübe. Macht es dann Sinn eine Erwerbsminderungsrente teilweise zu beantragen?

lg Wüstenblume

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Hallo zusammen,

die Beiträge hier helfen mir schon viel. Hatte im Juli 2009 Doppelsehen. Erst später habe ich erfahren, dass dies nicht der 1. Schub der diagnostizierten MS war, sondern, dass ich bereits im Juli 2008 den 1. Schub mit wahnsinnigen Rücken- und Neackenschmerzen hatte. Auch hier sind Entzündungsherde entdeckt worden.

Seit ein paar Jahren bin ich immer sehr müde, jede Arbeit strengt mich an. Habe das auf die Schilddrüse geschoben. Mit Tabletten wurde es dann auch etwas besser, aber eben nicht ganz weg.

Nehme jetzt Copaxone und habe eine Antrag auf SB-Ausweis gestellt. Mal sehen, was die hier in Heilbronn geben. Der Betreuer und Einweiser meinte, ich werde wahrscheinlich 50 bekommen, weil man sich ja täglich spritzen muß, wie auch Diabetiker....

Bei der Arbeit habe ich es nur wenigen gesagt, meinem Chef nur angedeutet als "Verdacht auf MS". Bisher hat er nicht nachgefragt, ob es nun tatsächlich so wäre.

Werde versuchen, meine Arbeitszeit zu verkürzen von 38,5 auf 28 oder 30 Stunden. Ist in meinem Bereich aber nicht gut möglich. Mal sehen, ob es in dieser großen Firma was anderes gibt.

Mein Schub im Juli war durch einen Umzug intern im Haus ausgelöst worden. Es ging in ein Büro ohne Aufzug, ohne zu öffnende Fenster, ohne Klimaanlage. Schlechte Luft, Temperaturen bis 35 °C, schwere Pakete mit unseren Mustern musste man hochtragen, oder einen Staplerfahren anbetteln.....

Mein PC war auch erst nach 3 Tagen wieder benutzbar... plötzlich sah ich doppelt. Aber erst am Nachmittag war es richtig schlimm. Morgens wieder besser, aber am 3. Tag bin ich zum Augenarzt.... Nach Tagen in der Augenklinik: Diagnose MS...

Die Müdigkeit macht mir z.Zt. wieder zu schaffen: "bekomme den Hintern nicht hoch" wäre die beste Beschreibung. Alles strengt mich an... Vieles fange ich an, bringe es aber irgendwie nicht zu Ende.

Geht es auch anderen so?

lg Guzzihexe

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Hallo Sabine!

Ich würde dir erstmal empfehlen, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Denn du hast ab der der Beantragung einen (relativen) Kündigungsschutz. Wenn jetzt schon über einen Ersatz nachgedacht wird, solltest du alles tun um deine Rechte zu stärken. Dann kommt mir beim Lesen deines Textes spontan der Gedanke, dass es für dich vielleicht ratsam wäre, ein Reha zu machen. Mal raus aus dem Hamsterrad und mit etwas Abstand auf die Situation gucken. Dort bekommst du auch Anregungen und Unterstüztungen dafür, wie es weiter gehen kann. Wenn du z.B. nicht mehr den ganzen Tag arbeiten kannst ist eine Teilverrentung eine Möglichkeit. Das gilt auch für dich, liebe Guzzihexe. Du musst nicht deine Arbeitszeit reduzieren und auf das entsprechende Gehalt verzichten, wenn du aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr voll arbeiten kannst. Du kannst z.B. halbtags arbeiten und halbtags Rentner sein.

Ich habe auch ganz erhebliche Probleme mit der Fatigue. Bin immer müde und immer ganz schnell erschöpft und kraftlos. Seit ich nicht mehr arbeiten gehe (bin voll verrentet), geht es besser, weil ich mir meine Kräfte besser einteilen kann. Aber schon der Alltag mit Haushalt und 2 Kindern ist oft mehr als genug.

Außerdem habe ich mit Homöopathie ganz gut Erfolge erzielt. Seither ist es zwar nicht weg, aber wenigstens erträglich geworden und meine Gedanken kreisen nicht mehr nur noch um die Frage: Wo und wann kann ich das nächste Mal schlafen?

Ich wünsch euch beiden viel Kraft und dass ihr bald den richtigen Weg für euch findet, wie ihr mit den durch die Fatigue doch oft erheblichen Einschränkungen umgeht. Es ist nicht einfach. Aber gegen die Müdigkeit kämpfen ist sinnlos. Lebt mit ihr.

Liebe Grüße

Astrid

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Hallo Guzzihexe

Ich hatte auch den Irrglauben sofort auf 50% zu kommen.

Dem war aber nicht so.Ich bekam 40% und in der Kur hat man mir empfohlen doch einen Verschlechterrungsantrag zu stellen.Dies habe ich auch gemacht und warte nun seit fast 4 Monaten auf einen Bescheid.Mit der tägl. Spritzerei haben die Prozente nichts zu tun.Es ist aber wichtig einen SB zu stellen und auch Kuren in Anspruch zu nehmen.Denn danach muß ich ehrlich sagen fühlte ich mich wieder in stande einen Motorradurlaub zu machen und das als Selbstfahrer.Mir wurden wertvolle Tips gegeben wie ich mich bei verschiedenen Situationen zu verhalten habe.Meinem Arbeitgeber habe ich von vorne herein bescheid gesagt.Es ist ein Kirchl. Haus in der Altenpflege.Die haben auch den Ausschlag mit dem Behindertenausweis gegeben.Ich habs richtig gut angetroffen und meine Kolegen haben Verständnis für meine Situation.Fatigue und ab und zu Sprachprobleme nehmen die recht locker und helfen mir auch schon mal in der ein oder anderen dummen Situation.Wir haben uns die Krankheit doch nicht ausgesucht,oder?

Lieben Gruß Bärbel

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Hallo miteinander!

Ich bin auch relativ neu - in diesem Forum sowieso, aber auch mit meiner Krankheit. Letztes Jahr Verdacht auf MS, ein Jahr später (im Juli '09) Bestätigung. Seit 5 Wochen Copaxone-Therapie.

Meine Frage bezieht sich auf den SB Ausweis: ich bin Altenpflegerin und arbeite als Nachtwache in einem Altenheim. Da es dort keine ganzen Stellen gibt, muss ich eh nur um die 8 bis 9 Nächte/Monat arbeiten, was ich auch liebe. Niemals könnte man mich dazu bringen, in den Tagdienst - verbunden mit sehr viel Stress und mehrere Tage im Monat - zu wechseln.

Mein Arbeitgeber weiss (noch) nichts von meiner Erkrankung, nur meine direkte Vorgesetzte.

Nun ist meine Frage, ob der Arbeitgeber verlangen kann, dass ich mit einer solchen "Behinderung" in den Tagdienst wechseln muss? Das wäre eine totale Katastrophe für mich.

Hoffentlich hat jemand eine Antwort auf diese doch sehr spezielle Frage.

;-)

Viele liebe Grüsse,

-darandula-

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Hallo darandula,

genau weiß ich das auch nicht, aber soweit ich aus meiner Praxis als ehemals Chefin weiß, gibt es keine Handhabe, Dich aus dem Nachtdienst zu ziehen, so lange dieser nicht offensichtlich Deiner Gesundheit abträglich ist. Nen Tipp ist vielleicht NAchfrage (Mitgliedschaft?) beim VDK und /oder Gewerkschaft.. ggf. auch mal Anruf bei der DMSG, die haben da Arbeitsrechtler, die einen auch gut beraten.

Aus m einer persönlichen Erfahrung m uss ich sagen, ich würd imer zusehen, dass mein Arbeitgeber erstmal NICHTS von meiner MS erfährt.. ich Depp wollte sogar noch mit denen drüber reden, aber sie habe es dann quasi zufällig von ner Kollegin gehört. ICH war da noch in der Klinik, hab´s nur ihr erzählt (Freitag).. sie, arg geschockt, hat´s am nächsten Tag ner Kollegin erzählt.. dabei hat wer lange Ohren gemacht.. die Geschäftsführer angerufen.. und MOntag war klar, ich werde gekündigt.

Wie man den Einträgen der Vorredner entnehmen kann, gibt´s auch vernünftige Arbeitgeber.. meiner, angeblich gemeinnützig, war´s nicht. Also immer gut überlegen, wer was wissen soll- den Tipp kann ich nur absolut ernstgemeint geben.

Und abgesehen davon: kundig machen, kundig machen, kundig machen. Und wenn´s ggf. bissl was kostet- DAS Geld ist äußerst gut angelegt!

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Hallo Darandula!

Laut meines wissens und was ich in einen anderen Forum gelesen habe, braucht man von der MS nichts sagen. Ausser man hat einen Beruf, wie Dachdecker z. Bspl., wo die eigene Sicherheit oder die von anderen gefährtet wird, ist man verpflichtet es zu sagen. Auch vei offensichtlichen Problemen. Du hast aber den fehler gemacht und Deiner direkten Vorgesetzten etwas gesagt. Ich würde bei der Vorgesetzten klar stellen, das die MS kein Tätigkeitshindernis ist.

Sage in der Zukunft nur im aller engsten Kreis, je kleiner um so besser, etwas von der MS.

LG Longracer

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Hallo SchnickSchnack, hallo Longracer!

Vielen Dank für Eure Antworten. Den Tipp mit der Beratung bei der DMSG werde ich nun als aller erstes beherzigen.

Ja - Ihr habt beide recht. Ich war blöd, es meiner direkten Vorgesetzten zu erzählen. Jetzt kann ich nur hoffen, dass das keine Nachteile für mich bringt. Allerdings habe ich es ihr bereits im August dieses Jahres erzählt und bisher ist nichts nachgekommen. Hoffentlich bleibt's so, bisher hatte ich immer den Eindruck, dass ich in einer sehr sozial eingestellten Institution arbeite (und das seit 8 Jahren).

Und ich werde Infos raffen, wo ich sie raffen kann .. *g* ... das hatte ich sowieso vor.

Also danke nochmal und liebe Grüsse,

-darandula-

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Kleiner Nachtrag:

habe explizit bei einem Dozenten der DAA nachgefragt, als es um Arbeitsrecht und "muss man es sagen, ja oder nein" im Bezug auf chronische Krankheiten/ auch nur leichte Schwerbehinderung (20%) ging.

Definitive Aussage dort: Wenn man gefragt wird, MUSS man ehrlich antworten- wo aber keine Frage, da keine Antwort.

Und sollte man gefragt werden, so meinte dieser Herr, dann solle man einfach kurz& Sachlich antworten.. keine langen Erklärungen, warum man den Job kann.. Letzteres galt für den Neu-Einstieg in einen Job, nicht bei bestehendem Job.

Sagen muss man es natürlich IMMER, wenn es in irgendeiner Form dem JOb entegensteht. Sprich: Ein Dachdecker mit massiven Gleichgewichtsstörungen könnte ungewollt den Abgang machen.

Der auskunftgebende Dozent, wie gesagt, lehrt bei der Deutschen ANgestellten Kakademie werdende Bürokaufleute Bürowesen und eben Arbeitrecht.

Gruß

Schnick Schnack

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Hallo miteinander,

meine Dagnose bekam ich 1992 und bin seit 1988 bei dem geichen Arbeitgeber (Bank), allerdings schon in der 4. Stadt beschäftigt. Ich hatte mich erst "getraut" nach 5 Jahren meinem damaligen Chef Bescheid zu sagen und habe seit dem immer sofort menem jeweilgen Chef und auch Kollegen erzählt und damit sehr gute Erfahrung gemacht. Natürlich ist man dazu nicht verpflichtet, aber es wurde mir eine riesige Last bzw. Stress abgenommen. Wenn ich damals mal wieder einen Schub hatte, mit welcher Erklärung sollte ich diesmal kommen, wenn ich mal wieder für längere Zeit ausfiel. Mein Chef und die Kollegen sind sehr verständnisvoll und ich bin froh, dass ich nichts mehr erklären muss, wenn ich mal einen Gang zurückschalten muss.

Aber das kann man leider nicht verallgemeinern und hängt sehr von den jeweiligen Menschen ab, mit denen man zu tun hat-im Privaten wie im Beruflichen.

Gruß

Nathalie

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Hallo Ihr,

habe meine Diagnose als Jahrtausendgeschenk erhalten.Lebe jetzt seit 10 Jahren mit meiner Krankheit, wohlgemerkt ich mit ihr und NICHT sie mit mir. Habe damals meinem AG gleich Bescheid gegeben, da ich im medizinischen Bereich tätig bin (Rö-Assist.) bin ich auch dort auf Verständnis gestoßen und habe meinen Job auch heute noch. Allerdings bin ich seit 2009 teilberentet und arbeite nur noch 5 x 5 Std. in der Woche. Habe aber auch Tage dabei, da sind selbst 5 Std. zuviel. Habe aber jeden Tag das Elend anderer vor Augen und sehe meine Wehwehchen weniger gering an. Die Gehstörungen, Gefühlsstörungen beider Hände, Sehschwäche, schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Konzentrationsschwäche uvm. konnte ich bis jetzt ganz gut kompensieren und es gibt auch einige kleine Tricks und Kniffs mit denen man sich behelfen kann.

Habe aber auch sehr nette Kolleginen, die mich bei einem Hilfeschrei auch schnellmöglichst unterstützen. Also wie du/ihr seht ganz ohne fremde Hilfe geht es doch nicht immer. Also akzeptiere Hilfsangebote , spring über deinen Schatten und vergiss in manchen 'Situationen deinen verfluchten Stolz. Wenn's am Anfang auch schwer fällt, du mqachst die das Leben am Ende leichter. :-)

LG an alle die das lesen S.

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hallo an alle

habe meine diagnose seit 2 wochen,und spritze mir seitdem täglich copaxone...war in der altenpflege tätig...und habe jetzt durch meine erkrankung meinen job verloren....jetzt bin ich am überlegen ob umschulung was wäre ..hab bloß keine idee in welche richtung der job gehen sollte.

freue mich über anregungen

liebe grüße

steffi

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