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BundAl

Wie soll es beruflich und finanziell nur weitergehen?

43 posts in this topic

Hallo!

Wo fange ich an?

Arbeite momentan noch Vollzeit. Doch gut geht es mir nicht dabei.

Habe seit 2 Jahren die Diagnose MS. Letztes Jahr kam dann ein Lymphödem dazu.

Trotzdem hatte ich mich Anfang 2008 für eine Stelle in der Altenpflege beworben. Und die Stelle auch bekommen. Hatte allerdings nicht erwähnt, daß ich MS habe.

Nun habe ich endlich Antwort vom Versorgangsamt und 50 % Schwerbehinderung bestätigt bekommen. Hatte lange überlegt, meiner Chefin von der MS zu erzählen. Und es dann vor 2 Wochen doch getan. Hatte ihr gesagt, daß ich bis zum Ende meines Arbeitsvertrages am 31.3. 2011 noch so wie bisher weiterarbeiten werde. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, daß mein Vertrag dann nicht verlängert wird (wäre nach 2 Jahren ein Festvertrag geworden). Aber es kam gleich, daß sie schauen, wie sie mich dann weiter beschäftigen können.

Eine Kollegin hatte mich gefragt, wie ich mir denn meine berufliche Zukunft dort vorstelle. Darauf konnte ich nicht wirklich was sagen, außer, daß ich halt schon gerne aus dem Schichtdienst raus käme (ab April). Nun kam letzte letzte Woche die Meldung, daß sie mich ab Oktober aus dem Nachtdienst nehmen, um mich zu entlasten.

Gestern als ich zur Arbeit kam,drückte mir die PDL einen Zettel in die Hand, daß ich bitte ein formloses Schreiben an die Leitung geben solle, wo drin steht, daß ich aufgrund der Schwerbehinderung ab Oktober nicht mehr als 16 Stunden pro Woche arbeiten könne.

Habe dann mir ihr geredet, daß ich ja bis März noch so wie gehabt weiter arbeiten wollte. Aber sie meinte, daß ich die Krankheit nicht unterschätzen sollte. Nachdem ich mich halbwegs nach dem Schock beruhigt hatte, habe ich nochmal mit ihr gesprochen, daß ich ja auch 20 Std. arbeiten könne, eine Woche 2 Tage, die andere 3 Tage.

Und dann, als ich nach Hause kam, und es meinem Mann gesagt habe, meinte der, ich solle bloß nichts unterschreiben, ich hätte ja schließlich einen Vertrag über 40 Std.Ich solle mir einen Krankenschein holen.

Und noch irgendwas von Abfindung, und daß es ja ganz schön dreist sei, daß ich auf Druck von denen weniger arbeiten solle.

Klar kommt mir das psychisch entgegen, aber finanziell so gar nicht. Wenn ich jetzt eine Teilverrentung beantrage, darf ich ja nur unter 6 Std. pro Tag arbeiten, normal geht ein Dienst aber 8 Std.

Mein Mann ist arbeitslos, macht gerade eine Umschulung. Bis nächstes Jahr. Wenn er dann nicht direkt einen halbwegs bezahlten Job findet, droht Hartz 4. Und für Hartz 4 haben wir hier zu viel Wohnfläche. Und Umziehen mag ich auch nicht. Haben uns doch gerade erst eingerichtet, bzw. sind noch dabei, Stück für Stück, so weit, wie es halt finanziell geht.

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Hallo bundaAl

ich kann deine ängste gut verstehen, mei wertegang ist ähnlich, aber ich habe mein dignose schon fast 10 jahre, hatte auch ziemlich schnell 50% und habe dennoch in der altenplfege(insgesamt 24 jahre) gearbeitet, dann ging es nicht mehr und ich sollte verkürzt arbeiten, aber bei dem job musst du in 6 stunden genau das gleiche leisten wie bei 8 stunden, dass kennt man ja.

Als ich mich damit nicht einverstanden erklärte sollte ICH kündigen(ha,ha)

habe dann das integrationsamt eingeschaltet und die haben mir gesagt AUF KEINEN FALL SELBER KÜNDIGEN.

Inzwischen habe ich einen rentenantrag gestellt gehabt und auch gleich die VOLLE EU RENTE bekommen.

Mit dem job hatte es sich dann auch erledigt ich habe einen anwaltRechtschutzversicherung ein geschalten und der hat eine tolle abfindug in 5stelligen bereich rausgeholt.

Ich rate dir denke an deine gesundheit.

Ich habe inzwischen einen neuen job, wo ich 7 nachtdienste im monat in einem wohnheim für geistig behinderte junge erwachsene für 400,00€ mache, es ist einfach wieder etwas zu tun was in meinen kräften steht, denn bei voller rente kannst du 400,0€ verdienen.

Ich hoffe ich konnte dich motivieren und aufmuntern.

Viel glück und LG claudia

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Hm, das ist ja so ne Sache.. überleg Dir auf jeden Fall ganz in Ruhe Deine Schritte.

Einerseits hört sich Dein Arbeitgeber recht sozial-vernünftig an.. anederseits ist´s schwer aus der ferne zu beurteilen, was da nun wirklich hinter steckt. Unterschreiben, da geb ich Deinem MAnn recht, würde ich auf keinen Fall irgendwas ohne eingehende Überprüfung, was das eigentlich für Dich bedeutet.

Selber kündigen- tät ich GAR nicht, denn dann wird eine Abfindung ggf. auf ALG I angerechnet (cih hatte sow as ähnliches vor 1-2 Jahren; mein Arbeitgeber wolte mich netterweise von Chef auf Assistent runtersetzten.. mich dann unausgesprochen zu Kündigung motivieren- komischerweise, nachdem sie von 3. Stelle mine Diagnose hörten. Hab mir nen Anwalt genommen und mich natürlich auch bzgl. Kündigung, Abfindung und Co beraten lassen. Gleiches gilt übrigens bei Aufhebungsvertrag.. da gibtst Du inoffiziell zu, dass die Kündigung berechtigt ist, stimmst Ihr zu.. hasta la vista ALG. Also gut überlegen).

Andererseits, wenn es ein ernst-& gutgemeintesAngebot von deinem AG ist.. überlegs Dir genau. Denn in diversen Punkten hat er ja auch recht- die Belastung solltest Du möglichst am unteren Limit halöten, alles andere ist so ne Sache bei MS.

GGf: der VDK ist da ne echte HIlfe..wenn man den richtigen erwischt, auch die gewerkschaftsverbände (Mitglied sollte man sein.. unterstützen udn vertreten auch in juristischen Sachen).. DMSG hat fähige Arbeitsrechtler.

UND hlft Dir, auch Deine Krankheit zu berücksichtigen, die sollte man nämlich bei all den tollen Plänen nicht vergessen. Denn, auch das gilt´s zu bedenken: Du hast nix davon, wenn Du des Geldes wegen durchziehst.. und dann echte gesundheitliche Probleme anlandest,die eben auch die Finanzen beeinflussen werden.

Insofern geb ich Roberts/Claudias Rat absolut Recht- Russisch Roulette geht spätestens beim 5. Mal in die Vollen

PS: Und wenn auch Vorsicht die Mutter der Porzellankiste ist- genau abwägen, was die in Deinem JOb mitdenkend meinen oder eher "bösartig". Man kann ja auch mal ne gute Intention voll falsch auffassen.. und umgekehrt auch, klar.

Also doof gesagt.. lass Dir von KEINER Seite irgendwas aufreden, was Du nicht willst

(und. jaja, ich hab das alles schon hinter mir, Job-trala, ALG 1, Fortbildung mit wenig Geld, Hartz$ nicht weil zu viel Fläche; lebenspartner, selbst WG hätte angeblich für mich aufkommen müssen lalala.. also ich quak nicht auf blauen Dunst rum)

Halt die Ohren steif!

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hm..

wie is n das nu weitergegangen, frage ich mich.

das thema betrifft denke ich sehr viele, arbeit-ja-wieviel/wenig= geldsorgen; rente ja /nein-reichts zum leben..

wer oder welche stelle kann uns unterstützen?

ja.. würde mich interessieren, wie es weiter geht und sich dabei lebt..

lg, der chris

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Hallo der Chris,

hab damals (vor einem Jahr) auch gründlich überlegt, was nun wird. Ständig krank, Kollegen ärgerst irgendwann, Krankengeld ist auch nicht die Masse, bloß auf Arbeit gehen und schlaff rumhängen, naja, Kollegen ärgerst wieder, Chefin bezahlt mich nicht für´s anwesend sein. Also hab ich die Rente beantragt. Auch die volle Erwerbsminderung bekommen. Rente reicht für Miete, Strom, Gas usw. . Wohngeld bekomme ich nicht, weil das Azubigeld und der Unterhalt für das Kind mit angerechnet wird. Kann mir auch noch Geld dazu verdienen. Aber was wird, wenn ich die Kraft für das Dazuverdienen nicht mehr hab? Momentan halt ich mich irgendwie über Wasser. Vielleicht lerne ich ja mal einen reichen Mann kennen ;-).

LG Bambus

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Ich habe zum Glück eine gute Beratung während der Reha von der DRV gehabt und bin nun in einer Umschulung, die zu mir und meinen Fähigkeiten paßt. Ich leide aber auch nicht permanent an der Fatigue, nur wenn ich wirklich total überlastet bin, aber ich versuche halt immer ausreichend Schlaf zu bekommen,auch wenn sichalle drüber lustig machen...nach dem Motto: die alte Frau muß früh in die Heia. Mir doch wurscht. Hilft ja.

Aber ich sehe es auch sehr skeptisch, dass man wegen Erwerbsunfähigkeit zum absoluten Sozialfall wird. Ich hatte auch erkrankungsbedingt meinen Job verloren und war ein gutes Jahr auf ALG I und dann ALG II und das ist echt undankbar, vor allem wenn die nicht kapieren, dass man manche Dinge einfach nicht kann...auch wenn da ein Attest vorliegt. Ja, wie sagte mein Ex so schön:"In diesem Land muß keiner hungern, weil er krank und arbeitslos ist!" Das ist wohl leider leicht an der Wirklichkeit vorbei. Das ist ganz schön krank.

LG Grüße trotzdem und KOPF HOCH, ARSCHBACKEN ZUSAMMENGEKNIFFEN UND DUUUUURCH!

Oder so.

Raquel

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Ja wen plagen diese Sorgen nicht? Bin seit Aug´10 in EU-Rente (700€). Das reicht nicht wirklich zum leben und zum sterben. Wenn ich nicht im eigenen Haus wohnen würde und Unterhalt für meine beiden Kinder bekommen würde, dann sähe es duster aus. OK, im Moment schaffen wir das ganz gut. Doch was wird, wenn der Unterhalt der Kinder wegfällt,große Reparaturen am Haus kommen (und die kommen), die EU-Rente in eine normale Rente übergeht?

Ich will gar nicht dran denken, doch erst heute morgen 4:30Uhr haben mich diese Gedanken mal wieder nicht schlafen lassen :-(

LG von einer im Moment deprimierten susa

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Hallo :)

Also ich habe auch Probleme mit Fatigue und war jetzt auch öfter krank, immer nur für ein zwei tage... Gut im Dezember bis Januar für fast 4 Wochen, aber sonst immer so ein zwei Tage. Dann hatte ich letztens ein Personalgespräch, hatte natürlich totale Panik... Aber mein Chef hat mir geraten meine Stunden zu reduzieren, erstmal auf 30 und dann mal sehen wies läuft und damit ich finanziell nicht in Schwierigkeiten komme, (obwohl es ja jetzt "nur" 200€ weniger sind, aber haben oder nicht haben...) hat er einen Antrag ans Integrationsamt gestellt das die Praxis (ach ja, ich bin Arzthelferin) finanziell unterstützt wird und so bekomme ich mein altes Gehalt weiter. Es kann sein das ich meine Stunden noch auf 20 oder 25 reduzieren muss, weil man einen bestimmten Prozentsatz erfüllen muss, aber das ist in Ordnung solange ich das alte Gehalt bekomme ;)

Also, einfach mal beim Integrationsamt nachfragen. Unser zuständige Berater ist sehr nett und versucht auch wirklich uns zu helfen, so dass mein Chef und ich glücklich sind.

Viele Grüße

Sanni*

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Hallo sanni, also mir ging es ähnlich(war altenpflegerin) sehr oft für 2-3 tage krank, da war die diagnose noch nicht bekannt, als es dann feststand und mir das ganze ausmaß bewust wurde, hat man mir auch angeboten, auf 6stunden zu gehen, aber es war einfach so, dass man auch in 6 stunden schaffen wofür sonst 8 stunden angedacht sind, da brauchte ich mir nichts vormachen, dazu weinger geld und auch urlaub, dann hieß es auf eimal, ich sollte doch, nach 24 jahren, kündigen einfach so, habe mich anwaltlich und vom integrationsamt vertreten lassen und eine seht gut abfindung bekommen.

Jetzt bin in einem job bei der lebenshilfe sehr glücklich und verdiene mir zur EU-rente die erlaubten 400€ durch 7 nachtdienste dazu.

Lg claudia

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Guest stefros

hallo, ich bin momentan auch in einer zwickmühle. arbeite seit mitte februar (bin also noch in der probezeit!) und merke schon starke beeinträchtigungen durch die ms. heute habe ich erfahren, dass ich eine gleichstellung bekomme. eigentlich würde ich gerne die stunden reduzieren. in der probezeit damit anzufangen ist allerdings arbeitstechnisch betrachtet selbstmord, oder ? ausfälle aufgrund der belastung ist allerdings auch keine lösung. vielleicht habt ihr einen tipp für mich! LG Stefan

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Hallo Stefan!

Das ist ja wirklich eine Zwickmühle. Kannst Du vielleicht in Teilzeit arbeiten und eine Teilerwerbsunfähigkeit (Teilrente)

beantragen? Das ist die einzige Möglichkeit, die mir da einfällt. Dem Arbeitgeber mußt Du nichts von deiner Rente erzählen.

Ansonsten durchhalten!! Ich weiß, das ist nicht leicht. Ich drück die Daumen.

Mares

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Guest stefros

Hallo Mares,

danke für deine Antwort. Ich versuche seit Tagen ein Gespräch mit den Vertretern der Schwerbehinderten im Unternehmen zu bekommen, um die Möglichkeiten einer Stundenreduzierung hinzukriegen. Das ist aber leichter gesagt als getan!

Bist du denn noch berufstätig?

Stefan

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Hallo Stefros, bitte denk dran, dass wenn es uns schlecht geht, kein arbeitgeber kommt und bei uns zu hause klingelt und uns fragt wie er helfen kann, wir sollten bei Allem an uns selbst denken, auch wenn das mit einschränkungen behaftet ist, das was wir an gesundheit haben, sollten wir mit argusaugen hüten und so lange wie möglich erhalten

LG claudia

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Hallo Stefan!

Ja, ich bin berufstätig. Ich habe 2007 nach der Diagnose meine Stunden auf 20 reduziert. Und bin auch sehr froh darüber. Ich konnte aber auch offen mit der Diagnose umgehen. Ich war damals schon über 10 Jahre in der Firma. Für dich ist das jetzt bestimmt nicht leicht und Männer in Teilzeit ist gesellschaftlich sowieso schwierig.

Die Teilrente habe ich dann erst im Sommer 2008 beantragt. Den Arbeitgeber geht das gar nichts an.

Also, schreib mal wie es weiter geht.

Alles Gute Mares

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Guest stefros

Hallo Mares, hallo Robert (Claudia),

Ihr könnt mir morgen die Daumen drücken. Habe ein neues Vorstellungsgespräch in Bochum.

LG Stefan

Edited by stefros

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Hallo, habe 1997 die Diagnose MS bekommen da war ich Zeitsoldat. Der laufende Antrag auf Berufssoldat wurde abgelehnt. Eine Vorbehaltstelle, auf die man ja nach 12 Jahren als Zeitsoldat Anspruch hat, kam aufgrund der MS nicht in Frage. Kurz vor dem Ausscheiden habe ich eine 2-jährige Lehre als Pfarrhelfer beim Kath. Militärbischofsamt gemacht, da ich aufgrund der MS immer wieder Absagen bekommen habe. Die vom Bischofsamt haben es gewußt das ich MS habe.

Als ich die Lehre beendet hatte, habe ich meine mir zugewiesene Stelle in Waldüren angetreten. Einen Tag später wurde ich entlassen. Grund: MS.

Da die Bundesrepublik Deutschland und nicht das Militärbischofsamt einstellende Behörde war wurde ich entlassen.

Habe dann einen Job angenommen (Arbeitgeber weiß noch nichts von der MS) wo ich 2 Jahre lang Kartons auf Paletten geschoßen habe zur Verpackung. Dann intern 4 Jahre Gruppenakkord.

Und jetzt bin ich "kaputt". Wie es weitergehen soll, keine Ahnung.

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Hallo Bogger,

ich kenne die Probleme wenn der Arbeitgeber nichts von der Erkrankung weiss, aber Ehrlichkeit hat mir nach 2 Wochen Krankschreibung die Kündigung gebracht. Man ist, egal wie, immer in der Zwickmühle. Die Teilrente wurde bei mir abgelehnt, dann bin ich erstmal in die Reha, dort hat man festgestellt, dass ich in meinem Beruf als Zahnarzthelferin aufgrund der gestörten Feinmotorik nicht mehr arbeiten kann und nun soll ich eine Umschulung machen, bin aber nur noch 3 bis unter 6 Stunden arbeitsfähig. Wer stellt einen Umschüler nach Abschluß für 3-6 Stunden ein? Und bei den Gangstörungen die ich habe ist jeder Arbeitgeber beim Vorstellungsgespräch schon vorgewarnt und wird sich auch bei deutlich schlechterer Qualifikation für einen anderen Bewerber entscheiden. Da bleibt dann nur noch Arbeitslosigkeit und ggf. eine Umwandlung der Teil- in eine Vollrente.

Aber all das ist ein langer Weg und kostet viel Nerven und ist für unsere "Gesundheit" nicht gerade von Vorteil.

Gruß Sabine

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Hallo Sabine

Ich bin jetzt seit Anfang April krank zu Hause. Antrag auf Reha läuft. Wenn ich entlassen werde sieht es ziemlich düster aus. Bekomme jetzt Krankengeld. Den finanzellen Verlust ist bei einem 5-köpfigen Haushalt (Frau und 3 Kinder) ziemlich hoch. Meine Frau geht jetzt Teilzeit um den Verlust so gering wie möglich zu halten. Die Arbeit kann ich zur Zeit so nicht mehr durchführen.

Dachdecker habe ich gelernt, kann man aber wegen dem Gleichgewichtssinn vergessen. Habe noch einen Bürokaufmann und einen Meister (während der Zeit bei der Bundeswehr gemacht), aber da nimmt mich keiner wegen der fehlenden Berufserfahrung.

Gruß Gerd

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Ja, das ist schon eine große Scheiße...Stecke da ja auch drin, und mir wird schlecht, wenn ich nur dran denke. Hoffe jetzt auf die Reha, und dann werde ich weiter sehen.

@Sabine

Bei 3 bis unter 6 Stunden müsstest du eine halbe Erwerbsminderungsrente beantragen können. Wie das allerdings mit Umschulung, oder Bezug von ALG I ist, weiss ich leider auch nicht.

@Gerd

In wie weit beeinträchtigt dich die MS, bzw. was heißt "kaputt"?

Grüße,

Nick

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Hallo

Wenn man sich das so überlegt wir werden doch alle mehrfach bestraft: die sch... Krankheit, die teilweiße

Einschränkung der Lebensqualität, die ganzen Zuzahlungen bei den Medikamenten, unwissende Mitmenschen von denen wir uns Kommentare anhören, und dann noch Cefs und Firmen bei denen Menschlichkeit ein Fremdwort ist.

Gruß Jutta-Sternchen

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Hallo Gerd,

das hört sich alles nicht so gut an. Aber ich denke in der Reha wird man Dir weiterhelfen können. Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht. Ich drück Dir auf jeden Fall beide Daumen! Wäre schön zu hören wie es bei Dir weitergeht.

@Nick

Ja Du hast recht, ich stelle gleich einen Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente zusammen mit dem Antrag für die Umschulung (Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben heißt das ganze im Fachdeutsch, echt gruselig) Die Bezahlung läuft bei einer Umschulung auch über die Rentenversicherung, man bekommt dann für die Zeit Übergangsgeld. Ist halt nicht die Welt, aber besser als garnichts. Bei mir ist ja auch das Glück, dass mein Mann voll berufstätig ist. Also ein Gehalt ist auf jeden Fall sicher.

Gruß

Sabine

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Hallo Ihr,

ich gebe Jutta-Sternchen sooo Recht... Ich mache das auch gerade mit, daß für Chefs Menschlichkeit ein Fremdwort ist :(. Ich durfte mir anhören: "Ich habe keine Problem mit deiner Krankheit, solange du arbeiten kannst!" Na danke, da man mir die MS rein körperlich nicht ansieht und ich ja auch nicht ständig deswegen rumheule, wird auch keine Rücksicht genommen. Ich meine, ich kenne meine Grenzen der Belastbarkeit und die Fatique macht mir schwer zu schaffen und wenn ich dann mal "Nein, das ist jetzt aber wirklich zuviel Arbeit..." sage, werde ich noch dumm angemacht. Nunja und nun ist es soweit, daß mein Chef heute zu mir sagte, ich solle mich doch nach einer neuen Arbeit umschauen, er könne mich als "Risikofaktor" nicht gebrauchen und das nach 7 Jahren Tätigkeit für ihn :(. Mein einziges Glück ist die permanente Stelle. Doch was sage ich denn bitte beim Vorstellungsgespräch in einer neuen Abteilung? Die Abteilungsleiter halten doch sowieso Gespräche untereinander? Kann mir da jemand mal bitte einen Ratschlag geben? Ich weiß momentan wirklich nicht, wie ich das anstellen soll....

Gute Nacht Grüße,

Anja

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Hi Maoli, willst Du Dich denn im gleichen Unternehmen bewerben?

M.E. iist da die WAhrscheinllchkeit, dass sich die DAmen und Herren unterhalten wirklich gegeben.. deshalb hab ich mich auch nach Kündigung und Umzug nicht im gleichen UNternehmen (gibts bundesweit und hier waren nette Stzellen offen) beworben. Arbeitsamt verstand es zwar nicht, aber hey.. ich kenn meinen damaligen Verein, da kriegt einer meine Bedwerbung un d ruft dann mal eben meinen Geschäftsführer an. Der nmich zufälligerweise 1,5 Tage nach Bekanntwerden meiner Diagnose (ich selber wußte es zu dem Zeitpunkt grad mal 3 Tage, danke) sofort freigestellt hat und gekündigt.

Was mehrere Monate Rechtsstreit und schließlich eine fette Abfindung bedeutete.

heute, 2 Jahre später, bin ich grad aus der Phase Arbeitssuche raus.. und frage mich umgekehrt,w as passiert, wenn der neue Arbeitgeber auch innerhalb der Probezeit meine Krankheit, von der man null sieht/merkt, als Lieber-nicht-Kriterium ansieht?

Sprich: Da git es scheinbar fast keinen Rat für.. Ich weiss nur, dass ich das ungefragt nicht ansprechen werde, da es mir auch recht gut geht (habe auch bewusst nur Teilzeit genommen, weil ich meine werte MS nicht provozieren möchte).

WENN das gespräch drauf kommt, werde ich wohl offensiv damit umgehen.. darauf hinweisen, dass ich (nach früher 80 Wochenstunden), definitiv gelernt hab, bei aller Leistung schonend mit mir umzugehen, seitdem nix mehr hatte.. und dass meine jetzige Leistung doch wohl zeigt, dass ich mit diesem JOb sehr gut klarkomme (toitoitoi).

Nebenbei.. mein ehemaliger Job dauerte auch 7 Jahre lang. DA können wir ja nen Club aufmachen ;-)

(von wegen "Menschen wie Sie geben unserem Betrieb die Seele zurück"- keine 6 Monate später war ich fällig und genau der geschäftsführer, der mir das angesichts eines hervorragenden Management-Abschlusses sagte, meint dann zu mir, ich wäre ja wohl total unfähig und andere Frauen würden wenigstens weinen in meiner Situation *argrrrr!!*

KAnnst Du Dich nicht mal irgendwo arbeitsrechtlich beraten lassen? VDK, DMSG, Arbeitsamt, Gewerkschaft? Das ist nämlich Diskriminierung was dein Chef da amcht.. leider viel zu oft vorhanden, aber doch verboten.

Alles Gute!!

Simone

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Hallo Simone, danke für Deine Antwort. Leider muß ich mich im selben Unternehmen bewerben, da ich wie gesagt eine permanente Stelle habe. Es gibt auch keine Zweigstellen, leider.... Zudem ist es ein Institut des öffentlichen Rechts, sprich ich bin Angestellte im öffentlichen Dienst, was ich ungern aufgeben möchte. Ich habe fast 15 Jahre für eine permanente Stelle gekämpft :(... Betriebsrat und Personalabteilung wissen auch Bescheid, aber es passiert nichts.... Naja, wie heißt es so schön: "Eine Krähe hackt der Anderen kein Auge aus!" Und so sieht es leider aus... Nur hab ich jetzt noch ein anders Problem, seit dem ganzen Stress, flackern die alten Smyptome auf, sprich mein Visus im rechten Auge verschlechtert sich. Achman und dann kam auch noch die Rückstufung meines GdB von 50% auf 30%, dass kann ich nun nicht auch noch gebrauchen... :(

LG,

Anja

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Hallo Maoli!

So wie ich Dich verstanden habe. Passt Du deinen Chef nicht mehr. Das muss Dir am Ar.... vorbei gehen. Wenn Du ih nicht mehr passt, soll er Dich doch versetzen. Ich selber würde da erst mal gar nichts machen. Wenn er Dich ganz raus schmeisen will, hast Du doch eine gesetzliche Kündigungsfrist. Die dürfte bei Dir bei etwa 3 Monate liegen. Da musst Du ein richtige LMAA gefühl bekommen. Wenn du weist was ich meine, ich will es nicht offen ausschreiben.

LG Longracer

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