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Lillifee

Partnersuche MS

70 posts in this topic

Ich bin seit 2 Jahren Single und habe die Diagnose seit Anfang des Jahres. Nun bin ich doch sehr verunsichert, wie ich mit dem Thema umgehen soll, wenn ich einen neuen Mann kennenlerne. Zügig von meiner Krankheit erzählen (z.zT. merkt man mir nichts an..) oder erst später? Ich hatte einen Mann kennengelernt, der von der Krankheit wußte, da er die Phase der Diagnose Anfang des Jahres miterlebt hatte. Es wurde nichts aus uns beiden, weil ich mich nicht in ihn verliebt habe. Er meinte, er würde 'trotz' der MS eine Partnerschaft mit mir eingehen wollen, obwohl alle seine Freunde ihm dringend abgeraten hätten. Sie hätten gesagt, er soll bloß die Finger von mir lassen. Das hat mich total verletzt. Aber es ist vielleicht nicht auch so?...nun habe ich ein echtes Manko, wer sich mit mir einläßt, lebt mit einer tickenden Zeitbombe....Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Ist es aussichtslos, unbeschwert noch jemanden kennenzulernen? Wie geht Ihr damit um?

Lillifee

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Hallo Lillifee,

ih bin der Meinung, eine Beziehung auf einer Lüge aufzubauen ist der falsche Weg. Und wer sagt, du bist ne tickende Zeitbombe? Der Verlauf ist nicht vorhersehbar! Ich würde es nicht beim ersten Date sagen aber ziemlich früh, sobald ich mir meiner Gefühle bewusst bin. Was hättest Du davon, wenn die Beziehung später wegen Deiner Lüge (Verschweigung) in die Brüche geht? Ich finde, man/frau sollte immer ehrlich sein. Das ist die Basis einer guten und dauerhaften Beziehung. MS kann jeden treffen, das allein ist kein Grund sich dafür zu schämen, schämen sollte sich nur, er davon wusste und es nicht gesagt hat, Dein Partner hat ein Anrecht darauf, es zu wissen!

Ausserdem ist doch das Gefühl sehr schön, so geliebt zu werden, wie man ist und nicht, so wie man sich gibt.

Und nun viel Glück bei Deiner Suche, das wünscht Dir die Frau, die die Liebe ihres Lebens erst mit 38 Jahren gefunden hat.

Liebe Grüße

sissitt

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Hallo Lillifee,

ich hatte beschlossen, mit meiner MS alleine zu leben das war 1992 und ich war schon vor der Diagnose Single. Ich habe es geschafft bis 2001 - es war auch ne tolle Zeit allein zu sein und auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen, aber ich hatte auch niemanden zum Anlehnen. Ich dachte auch immer wieder ich darf mich keinem Mann zumuten (wer weiß wo ich lande - Rollstuhl?). Dann kam Klaus, den hat das überhaupt nicht interessiert, den habe nur ich interessiert und er ist mir regelrecht hinterher gelaufen - nach 3 Schüben in 2007/2008 hat er mir dann sogar einen Heiratsantrag gemacht und seit Juli 2009 bin ich glücklich verheiratet.

Ich denke wir sollten die MS zwar in unserem Leben mitberücksichtigen, aber nur wenn sie da ist und ansonsten leben wie jeder andere. Aber zu einer Beziehung gehört auch die Ehrlichkeit und je offener wir damit umgehen umsoweniger Angst hat unser Partner davor.

Gruß

Moni

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Danke euch beiden für Eure netten Beiträge!

Ihr macht Mut :-)

Mein Hauptproblem ist sicherlich auch, daß ich noch relativ frisch diagnostiziert bin und daher noch sehr mißtrauisch meinem eigenen Körper gegenüber bin. Gedanklich kann ich nur schwer abschalten und bei allen Entscheidungen (z.B. Reisen) kreisen die Gedanken in meinem Kopf. Einfach normal leben, wenn ich mich gut fühle...ich glaube, das ist wichtig zu lernen. Unter den jetzigen Voraussetzungen ist es sicherlich für einen Partner schwierig, damit umzugehen.

LG Lillifee

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Hallo Lillifee,

ich kann nur von mir sprechen, aber ich habe durch die Diagnose meinen Ehemann verloren,aber ein Freund wurde mein Partner. Sehr verwirrend ich weiß,aber er hat mich auch mit MS genommen,weiß genau, was auf ihn zukommen KANN und es ist kein Problem oder Thema. Er hilft mir auch beim Arm spritzen. Ich hatte Glück, ich weiß. Aber was ich damit sagen will ist, daß wenn Dich jemand wirklich mag, ist es ihm auch egal, welche Handicaps Du hast/haben wirst. Denn schließlich weiß derjenige auch ohne Diagnose nicht, was auf ihn selber zukommen kann... Wir wissen zwar, daß wir MS haben, aber keiner weiß und kennt den Verlauf!!!

Und zu den Freunden dieses Freundes kann ich nur sagen, daß sind meistens Menschen die überhaupt keine Ahnung haben und sich vorher erstmal erkundigen sollten, bevor sie "abraten"! Gott, sowas macht mich echt aggro..., aber auf der anderen Seite sind es solche Leute nicht wert, überhaupt ein Wort über sie zu verlieren, sie ernst zu nehmen oder gar ihnen Aufmerksamkeit zu schenken...!

In dem Sinne, Kopf hoch und alles Gute,

Anja

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hallo lillfee!

es ist sehr schwer einen parntner zu finden!aber ich würde sagen mann trift sich erst mal und unterhält sich!und bevor es um eine beziehung geht würde ich das mit meiner krankheit ehrzählen!! ich denke es ist auch ein schöner abend wenn man sich auch nur gut unterhalten hat!!!außerdem wenn man sich nur gut unterhalten hat kann auch ein schöner abend sein!

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Hallo lilifee!

Ich bin selber auch Single und habe die Diagnose seit April diesen Jahres. Ich habe auch viel darüber nachgedacht, wie ich damit umgehe. Aber ich denke wenn sich für mich eine Beziehung ergibt, will ich von Anfang an ehrlich mit meiner zukünftigen Partnerin umgehen und Ihr sagen das ich MS habe.

Viele Grüße

Jan-Sören

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Hallo Lillifee,

ich bin seid 12 Jahren Single. Hatte mal zwei kurze "Freunde", dass war´s. Die erste Zeit nach der Scheidung hatte ich sowieso kein Interesse an Männern. Dann habe ich mir gesagt, wenn´s passiert, dann passiert es halt. Bin nicht wirklich auf der Suche, aber würde mich schon freuen, nicht alleine alt zu werden. Sage immer (mehr als Spaß zu verstehen), ich suche nicht, ich laß mich finden. Ich würde aber auch ehrlich sein und meine Krankheit, die ich durch den Pinguingang eh nicht verbergen kann, nicht verheimlichen. Bringt im Endeffekt auch nichts. Wenn man sich richtig schön verliebt hat und dann erfährt der andere, vielleicht sogar noch von anderen, was man hat, ist die Endtäuschung auf beiden Seiten groß.

Wünsche Dir viel Glück bei der Suche und wenn es geklappt hat, einen lieben, netten Mann an Deiner Seite, der Dich auch viel verwöhnt.

LG Bambus

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Guest

Hallo Zusammen,

ich bin der Meinung dass man mit der Diagnose offen umgehen sollte. Wenn der Partner einen dann nicht mehr haben will, dann war er/sie auch nicht die Richtige. Sei selbstbewußt auch mit MS ist man es wert geliebt zu werden! Das Leben ist durch die Diagnose doch nicht zu Ende! Ich empfinde die Diagnose sogar als Zeichen noch intensiver zu leben und Beziehungen gehören dazu.

Ich wünsche Dir, dass Du einen lieben Partner findest, der Dich nimmt wie Du bist!

Liebe Grüße von Nykohle

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Hallo Lillifee, als Mann und Single habe ich auch die gleichen Probleme wie du! Viele Leute haben sofort Horrorszenarien, wenn Sie an MS denken! Ich finde die Einstellung von Nykohle sehr gesund ;)

Natürlich plant man/frau mit dem Partner die Zukunft. Diese Unsicherheit kann schon sehr belastend sein. Mein Hausarzt riet mir, eine Partnerin zu suchen, die auch nicht 100% gesund ist (dann kann man sich gegenseitig unterstützen)

Interessant ist auch die Statistik auf der Seite der DMSG, wonach mehr Männer ihre Partnerin verlassen, sollte Sie an MS erkranken als umgekehrt. Da stellt sich mir die Frage, ob Frauen die "besseren" Menschen sind ?

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Guest

@Stefros: ;-)

Ich habe ein gutes Gegenbeispiel in meiner MS Schulungsgruppe ist eine Frau deren Mann sie 2 Monate nach der Diagnose geheiratet hat (sie sind beide Ende 20) das ist doch mal nen Zeichen oder?

LG, Nykohle

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Hallo Stefros,

nicht alle Männer sind schlecht!

Hab selber bloß noch keinen "lieben" für mich ergattert. Aber ich bin "jung", kann warten, hab Zeit.

;-)

LG Bambus

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Guest

@stefros

Boah! Also was dein Arzt da gesagt hat geht ja mal garnicht! Das klingt doch fast schon nach "wenn du selber nix taugst, musst dich mit weniger zufrieden geben" find ich unmöglich - und das von einem ARZT!! So. Musste erstmal Dampf ablassen.

@sissitt

Ich kann dich ganz genau verstehen. Bin in ähnlicher Situation. Also ich fahr derzeit die Taktik, dass ich solange nix erzähl, bis ich mir sicher bin, dass da MEHR dahinter steckt. Aber sobald das in Richtung ernsthafte Beziehung geht muss meiner Meinung nach die Wahrheit auf den Tisch.

Ich würds im umgekehrten Fall ja auch wissen wollen, wenn mit IHM was nicht stimmt.

Ich hatte zum Zeitpunkt meiner Diagnose eine Partnerschaft. Für ihn war das mit der ms wohl kein Problem, glaub aber auch, dass er es nicht wirklich wahr haben wollte, was da alles dranhängen kann.

Die Beziehung hab ich dann aus anderen Gründen beendet, obwohl ich mich auch gefragt hab, ob ich mit so´ner Krankheit je wieder einen anderen find, und was man sich sonst in so einer Situation alles überlegt.

Habe zwischenzeitlich einen Mann kennengelernt, mit dem es ernst wurde. Hab ihm von der ms erzählt und er hat total entspannt reagiert. Man wisse ja auch bei einem gesunden Menschen nie, was noch kommt... Leider ist daraus jetzt doch nix geworden.

Aber ich versuch auch ganz fest daran zu glauben, dass es den RICHTIGEN nicht abschrecken wird.

Lieber Gruß und toi toi toi für die gaaaanz große Liebe,

Judith

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Hallo Judith,

du hast aber eine sehr interessante Sichtweise! Ich fand die Aussage meines Arztes (war eigentlich nur der Vertretungsarzt) eigentlich okay. Wenn der Partner auch eine (chronische) Erkrankung hat, wird er mehr Einfühlungsvermögen mitbringen als ein Gesunder. Ich rede hier nur von neuen Beziehungen. Wenn ein Partner erkrankt, sollte der andere Partner das nicht als Option für einen Partnerwechsel betrachten. LG Stefan

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Hallo stefros!

Kann ich leider so nicht bestätigen. Ich hatte vor Jahren eine "Beziehung" (Ich hasse dieses Wort!) zu einem Mann mit MS. Also gleiche Startbedingungen. Hat trotzdem nicht funktioniert.

Warum nicht?

Wir passten schlicht und ergreifend nicht zusammen und es hätte auch ohne MS nicht funktioniert!

Im übrigen halte ich persönlich nichts von verkrampften Suchaktionen. Ich glaube, wenn man das Leben entspannt auf sich zukommen lässt, ist da vielleicht auch der oder die Richtige dabei.

"Manchmal kommt das Glück durch eine Tür, von der man gar nicht wusste, dass man sie offen gelassen hat."

Gruß Monika

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Hallo Monika,

ich stimme dir zu, dass Singles unverkrampfter an die Sache herangehen sollten anstatt gezielt zu suchen, aber bin immer noch davon überzeugt, dass Partner sich eher akzeptieren, wenn jeder irgendwie vorbelastet ist. Natürlich muss die Chemie stimmen, sonst läuft überhaupt nichts!

LG Stefan

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Hallo Monika,

das ist ein schöner Spruch.

Ich werde mal abwarten, ob ich auch mal eine Tür vergesse zu schließen. Die Hoffnung stirbt ja zuletzt.

LG Bambus

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Guest

Hallo Zusammen,

das Problem des "Partner findens" ist ein Problem der Gesamtbevölkerung (darum ja die vielen Singles in unserer Gesellschaft), insofern finde ich die Ansage des Arztes auch sehr grenzwertig. Sie zeugt von fehlender Empathie des Herrn. Menschen passen nicht zwangsläufig zusammen, weil sie die gleiche Hautfarbe, die gleiche Krankheit oder den gleichen Job haben. Mir ist vollkommen egal wie der Mann den ich liebe aussieht, was er beruflich macht, ob er ne chronische Krankheit hat oder sonstwas. Die Hauptsache ist doch, dass mein Bauch sagt der isses und wir ne schöne Zeit miteinander haben.

Liebe Grüße von Nicole

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Nicole, finde ich auch.

ist doch viel schöner, wenn man sich ergänzt und der Partner etwas hat, was einem fehlt. Gegensätze sind, solange sie zusammen halten, gemeinsam stärker als Gleichgesinnte.

Kann schon Gründe geben, Gleiches gezielt zu suchen:

Gütererweiterung, Religionszugehörigkeit, häuslichen Frieden, etc, wenn das wichtig ist. Ich finde, man muss sich leiden mögen. Vieles, was in einer Beziehung sonst noch wichtig ist, beweist sich sowieso erst später oder zu spät (Verlässlichkeit). Das ist kein Suchmerkmal.

Wenn ich suche, werfe ich mich ins Leben, mache mich wertvoll und vertraue :)

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Guest Sabrina1982

.. ich verstehe die leute nicht, die meinen sie hätten es jetzt schwerer einen partner zu finden. es ist immer das selbe. entweder stört die ms oder es ist halt was abderes, wie zum beispiel der kleidungsstil.

bin auch der meinung, dass man es früh sagen sollte - je länger man wartet desto mehr wartet man auf den richtigen zeitpunkt.

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Also mein Mann und ich sind jetzt 13 Jahre zusammen und davo 12 Jahre verheiratet und haben 2 süsse Kinder.

Ich hab sofort mit offenen Karten gespielt auch bei meinen anderen Beziehungen.

Offentheit ist das A und O einer Beziehung.

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Hallo Lillifee,

ich habe auch MS und das wurde auch anfang 2010 festgestellt bin auch single, wollte dich gerne frage ob du dich mit mir vielleicht ausstauschen würdest?

liebe grüße sendet dir angelday

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Hallo Lillifee,

als ich meine Diagnose bekam, war ich in einer beziehung und dass diese endete hatte nichts mit der Krankheit zu tun.

ich dachte dann, niemals mehr eine Beziehung eingehen zu können/wollen, wer soll sich denn auf einen Menschen einlasen der krank ist, wem will man das denn zumuten?? Was für ein Blödsinn. Meine Seelenheilerin hatte schon recht als sie sagte:"wenn sie jemanden treffen und sie sich beide verlieben, dann ist die MS etwas, das sowas von egal sein wird!"

Und sie hatte recht. Seit einem halben Jahr bin ich gar glücklich verliebt und habe ihm auch von Beginn an gesagt, wie es um meine Gesundheit steht. Ich wollte gerne, dass er sich entscheiden kann, ob er sich darauf einlassen möchte. Und klar hat er es getan, denn das Gefühl war einfach viel stärker als die Angst. Ich hätte ihm gerne viele schubfreie Jahre mit mir gegeben, damit er nicht gleich damit konfrontriert wird, aber daraus wurde nix. Wir waren gerade mal 8 Wochen zusammen und ich bekam einen Schub...na prima.....und das ganze noch mit einer Fernbeziehung. Ich glaube für ihn war das ganze viel schlimmer als für mich, weil er nicht da sein konnte....aber wie auch immer.....ja, Liebe ist wohl stärker als Angst und ich bin froh, dass ich keinen Rückzug gemacht habe und ihm von Beginn an sagte wie es aussieht :-)

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