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Erfolgsgeschichten

19 posts in this topic

Guest

vielleicht hätte der eine oder andere von euch Lust hier mal ein paar aufmunternde Zeilen zu einem "guten" ms-Verlauf zu schreiben....

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Ja, gerne. Ein ganz frischer Eindruck von gestern:

Bei uns in Solingen gibt es jährlich ein Tanzfest, dass über 2 Tage geht und an dem viele Tanzgruppen teilnehmen. So auch meine orientalische Tanzgruppe. Und wir haben gestern eine sehr schönen und guten Auftritt hingelegt. Und auch ich habe mitgetanzt und meine Mutter hat mir mit Tränen in den Augen mitgeteilt, wie glücklich sie war, mich da so "leichtfüßig" auf der Bühne zu sehen.

Die "Leichtfüßigkeit" war zwar ein hartes Stück Arbeit. Vor zwei Jahren kam ich mit großen Mühen maximal 500 Meter weit. Und mein Gleichgewicht war auch ziemlich dahin. Trotzdem bin ich meiner Tanzgruppe treu geblieben, auch wenn ich oft weit mehr als die Hälfte der Trainingsstund auf dem Hocker verbracht habe und dort "schöne Arme" oder ähnliches geübt oder einfach nur zugeschaut habe.

Mehrfach hat es mich viele Tränen gekostet und ich habe auch zwischendurch "aufgehört", was ich allerdings nicht länger als 14 Tage durchhielt, weil einfach mein Herz daran hängt. Und außerdem hat es mir meine Physiotherapeutin verboten. Sie meinte, ich könnte kaum was besseres als Tanzen machen, um an meinen Defiziten zu arbeiten.

Und gestern Abend sagte mein 12-jähriger Sohn: Mama, du warst gar nicht schlechter als die anderen.

Ich freu mich so, dass es wieder so gut klappt!

Astrid

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Hallo Astrid,

Deine Geschichte ist super.

Mach bitte weiter mit dem Tanzen. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du es noch laaaange kannst und den anderen zeigst, dass man auch mit MS noch vieles kann, was andere ohne MS mitunter nicht können.

LG Bambus

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Liebe Astrid,

kann mich Bambus nur anschließen. Freut mich auch, dass deine Mutter das sehen konnte und ich finde es schön, dass sich deine Kinder immer mit freuen, wenn du was schaffst.

Glückwunsch, zu dieser Familie!

Herzliche Grüße

Karola

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Dann will ich auch gleich mal was schreiben:

Obwohl ich manchmal wirklich ein Kopf wie ein Sieb habe, seit meinem ersten Schub, hat sich doch EINIGES getan. Trainiere nicht nur fleißig meine Knochen, sondern arbeite ständig an meiner Konzentration. Ich konnte anfangs auch nur 500 Meter laufen wie Astrid, momentan bin ich zwar auch wieder was lahm, aber ich hab inzwischen oft schon 2 Kilometer geschafft. Außerdem kann ich - wenn ich gut drauf bin - schon eine Rolltreppe hoch fahren und bei Topform fahr ich sogar Rolltreppen runter. Mit Festhalten an beiden Seiten, aber ich schaff es. Anfangs konnte ich beim Memory (ein Super Gedächtnistraining, da findet man auch immer Leute, die freiwillig mit trainieren) höchstens 5 Paare hinlegen, damit ich MAL etwas geschafft habe. Inzwischen hab ich schon mit einem ganzen Spiel (72 Karten) meinen Mann geschlagen. Schaffe auch Kreuzworträtsel leichter. Da hab ich früher oft gemacht, dann war es auf einmal eine Katastrophe. Jetzt fängt es langsam wieder an, Spaß zu machen.

Also: Durchhalten.

Nochmal liebe Grüße

Karola

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Ich habe gestern meinen Sohn von einer Zirkus-Freizeit abgeholt. Bin (für meine Verhältnisse) sehr weit und ohne Probleme Auto gefahren, wir waren noch im Kino und ich bin richtig froh :)

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Guten Abend Ju_81,

habs schon an mehreren Stellen hier geschrieben (wenn ich doch wüßte, wo!), die Diagnose MS bekam ich vor gut 30 Jahren, anfangs viele Schwierigkeiten, alles was die MS so zu bieten hat. Und so gut wie alles ist vollständig zurückgegangen. Habe viele Jahre absolut keine Beschwerden gehabt, keine Medikamente wegen der MS genommen und erst seit einigen Jahren stellt sich eine leichte, kontinuierliche Verschhlechterung ein, seit Februar 2009 spritze ich Copaxone und es geht mir super gut. Jedenfalls MS-mäßig. Und wenn die "Verschlechterung" in dem Tempo weitergeht, werde ich auch mit 110 noch fröhlich herumlaufen.

Wenn das kein GUTER Verlauf ist.......

Schönen Abend wünscht Momoken

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Hallo Ihr,

das ist eine sehr schöne Rubrik!!! Denn meiner Erfahrung nach gibt es schöne Geschichten zu diesem Thema kaum. Als ich meine Diagnose bekommen hab, war das www mein bester Freund und ich hatte richtig Angst.... Denn es schreiben wohl nur Leute, denen es schlecht geht im Internet, aber kaum welche, die "Erfolgsgeschichten" haben/erleben!!!

Finde ich absolut klasse *alleDaumenhoch*! Weiter so, daß macht nämlich den "stillen" Lesern/Betroffenen richtig Mut, auch mir...!

Danke Euch und liebe Grüße,

Anja

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hallo leute

hab die diagnose seit sommer 2010 bin 41 und eigentlich geht es mir gut. habe "blos" ein schlenkerbein und manchmal kraftlosigkeit in der hand.ist halt so. mit dem nächsten maraton wird es nix aber war noch nie sportlich. am meisten freue ich mich das meine frau und ich regelmäßig tanzen gehen(ü30 in leipzig).meine ms geht auch mit.muß immer mal ein päuschen machen aber man wird ja auch nicht jünger.wenn es so bleibt ist alles ok und wenn nicht kann ich es auch nicht ändern.lasst euch nicht fertig machen........und immer kopf hoch........ich lebe ich liebe ich hab spaß.......

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Hallo Ferki,

jawohl: wir leben, wir lieben, wir haben Spaß.

... und zur nächsten Ü30 Party in Leipzig nimmst Du mich und meinen Bruder mit.

LG Bambus

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hallo miteinander,

Lebe mit meiner MS seit 10 Jahren. Habe meine Einschränkungen akzeptiert und lebe ganz gut damit. Meine Gehstrecke hat sich zwar im Lauf der Jahre erheblich verkürzt, was schon ätzend war. Auch das Autofahren mußte ich aufgeben, wollte keine Gefährdung für andere und mich sein, da einfach die Kraft in den Beinen fehlt. Okay, genug gejammert. Habe mir im Juni 09 einen Elektroroller (Dreirad) angeschafft und bin seitdem wieder relativ unabhängig. Juhuu ein Stück Freiheit zurück gewonnen.

Möchte meinen "Ghost" nicht mehr missen.

LG rötussi

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Hallo allerseits!

Was meine MS anbelangt, kann ich sagen, dass sie sich seit etwa 8 Jahren (Zeitpunkt der Diagnose) eher vornehm im Hintergrund hält. Sie ist da und ich bin mir dessen bewusst. Sie kann sich verschlimmern und dessen bin ich mir auch bewusst.

Aber (!):

Ich arbeite nach wie vor mit voller Stelle und unterm Strich immer noch mit viel Freude im Schuldienst, treibe Sport (könnte mehr sein), fahre Fahrrad, gehe wandern, steige mit Vorliebe auf Türme, beackere meinen Garten.

Auch versuche ich, nicht jedes kleine Zipperlein mit MS in Verbindung zu bringen. Viele meiner KollegInnen in meinem Alter (Mitte 50) schildern oft Beschwerden, die ich bei mir auch gelegentlich feststelle: Rückenprobleme, Verspannungen, Müdigkeit. Solcherlei sortiere ich eher in die Abteilung "berufsbedingt".

2 Dinge halte ich für wichtig und versuche sie zu berücksichtigen:

- Gelegentlich mal "nein" sagen.

- Räume bewusst freihalten für Schönes und Erbauliches: mein Chor, den Freundeskreis pflegen, Theater, Kino, verreisen (auch mal kurz), gutes Essen genießen...

Um mir all das (auch meine Arbeit) weiterhin erhalten zu können, habe ich jetzt mal eine Reha beantragt. Bin gespannt, was draus wird.

Fazit: Abgesehen von Kleinigkeiten geht es mir gut (mit/trotz MS)!

Gruß Monika

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Hallo Leute!

Ich habe meine Diagnose jetzt seit 3 1/2 Jahren.

In den ersten 1 1/2 Jahren hatte ich zwei schwere Sehnerventzündung. Aber seitdem lässt mich meine MS in Ruhe. Hoffe natürlich, dass das so bleibt. Spritze jetzt fast 2 1/2 Jahre Copaxone, was bei mir gut zu wirken scheint.

Habe eine Tochter von 5 Jahren und das zweite ist nach langem Hin und Her auch in Planung.

Mache sehr viel Sport (reiten, Fitness, joggen), lese viel, treffe mich mit Freunden.

Arbeiten gehe ich 25 Stunden in der Woche. Habe vor kurzem auf der Arbeit bekannt gegeben, dass ich MS habe und alle haben es super aufgefasst.

Mir geht es eigentlich richtig gut.

LG, Nadine

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Tut gut all das zu lesen, ich habe gerade eine kleine Phase der Krise und hoffe, dass es wieder besser wird. Ich stehe vor der Frage, ob ich einem Arbeitskollegen von meiner Diagnose erzähle, damit er manche Verhaltenseigenarten meinerseits vielleicht besser verstehen kann. Wie seht Ihr das?

LG, Raquel

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Grüß dich Raquel

habe mit dem Bekanntgeben meiner Diagnose vor nun fast 11 Jahre sehr positive Erfahrungen gemacht.

Habe damals noch vom Krankenhaus nach Diagnosestellung meinen Chef informiert, der hat es mir freigestellt ob oder ob nicht. Bin nach 3 Monaten wieder voll ins Berufsleben eingestiegen.Habe dann gleich die Kolleginnen mit denen ich ständig zusammen arbeite von meiner Krankheit in Kenntniss gesetzt, allerdings mit dem Zusatz, dass ich allein zurechtkommen will und erst um Hilfe bitte, wenn ich sie auch benötige.

Hat bis jetzt ganz gut geklappt, bin kein Außenseiter im Betrieb; naja und mit allen muß man ja auch kein Treppengeländer rauf rutschen.

Bin ganz froh, dass ich damals gleich mit offenen Karten gespielt habe, so war es nämlich auch vor 1 Jahr kein großes Problem mit Teilrente. Arbeite im Moment 25 Std/Wo. wobei auch das an manchen Tagen schon schwer fällt.

Also wie du siehst, habe ich positive Erfahrungen gemacht, kommt aber auch auf dein Betriebsklima und Verhältnis zu deinen Kollegen an

LG Sabine

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Hallo Raquel,

habe auch sofort mit offenen Karten gespielt, schon bei der Einstellung vor 18 Jahren habe ich es meinem Chef erzählt und er hat mich trotzdem genommen und hat es denke ich nie bereut. Jetzt bin ich auch in Teilrente - seine Aussage. Sie können soviel arbeiten wie sie wollen, Hauptsache sie kommen noch.

Von Kolleginnen bekomme ich auch nur Verständnis - ist einfach super.

Moni

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Ich hatte gestern ein Gespräch mit einem Kollegen. Da wir heute eine gemeinsame Dienstreise machen mußten, habe ich mich "geoutet", da ich auch denke, dass manche Sachen /wie zum Beispiel öfter auf Toilette müssen, meine Blase ärgert mich z.Z./ schon seltsam aussehen, oder wenn ich einfach mal nicht hinterherkomme beim schneller laufen. Er fand es super, dass ich das Vertrauen habe und für mich war es heute wesentlich entspannter, als es ohne Gespräch gewesen wäre. Kurios finde ich, dass wenn ich es jemandem erzähle, erstens die Reaktion weitaus weniger entsetzt ist als erwartet und zweitens kennt sowieso jeder einen weitern MS-Patienten. Ich werds auch nicht jedem erzählen, aber ich denke, da sollte man auch seinem Bauchgefühl vertrauen. Ich bin jedenfalls froh.

Raquel

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Jaa.. da fällt mir auch was ein!

Gekündigt nach bekanntwerden meiner Diagnose.. Umzug von Nord nach Süd und endlich nach 14 Jahren mit meinem Schatzi zusammenwohnen, ich finde das ist schon mal ne tolle Nebenwirkung.

DAnn kriegte ich und kriegte ich keinen Job.. machte in einem halben Jahr, auf meine Berufserfahrung gestützt, die Fortbidung zur Bürokauffrau. Natürlich geht das nicht nur happy.. nach einem missglückten FAlltraining im Sport hatte ich, was mir nicht klar war, wohl eine Gehirnerschütterung- die mich dann esrtmal zerlegte und ich stellte zu meinen Schrecken fest, dass die ghanze Theorie (ich war eben in der Praxis) der Buchhaltung getiltet war.. delet.. weg. Toll, noch 3 Monate bis zur prüfung.. ich lernete wire ein Tier, übertrieb es auch und mein Freund setzte mir immer wieder den Kopf zurecht (mach ne Pause.. geh raus.. komm mit wandern, das ist ungesund, was Du da machst)

Trotzdem stresste ich mich schon, war mir halt wichtig.. und merkte passend zur schriftlichen Prüfung die leichten Anzeichen eines Schubs. Naa toll. Corto oder nicht? Ich entschied mich dagenen (bin nen aufbrausender Mensch.. nachher erschlag ich in der Prüfung irgendwen der stört ;-) )

jaa, und die Prüfung war auch doof, Blackout am Anfang, aber Ruhebewahrt und weitergeschireben.. gerenne und Gequatsche im letzten Prüfungsteil (und ich hatte mir die schwierigsten Sachen für den schluss aufgehoben, nicht ahnend, dass dann schon so Trubel

äre.. die Prüfungsaufsichten quatschten überall mitr den schon fertigen leuten).

Gott war ich gefrustet!

DAchte, das wars..

Und krieg nach 2 MOnaten die Ergebnisse.. ha!

Hab ich gelacht!

Die Mündliche war auch knackig aber geschenktt.. und platt gesagt, trotz dezentem Schub 94 von 100 Punkten als Endergenbis.. hey Leute, sagt nie von irgendwas, das könnt Ihr nicht- (jaj, mir hatten nette Kurskollegen auch gesagt.. ohh.. mit MS, das schaffts Du doch eh nie!)man kann verdammt viel wenn man will!

Und ist das nicht eine gute, wenn vielleicht auch platte Erkenntnis?

ich halt´s mit dem Pareto-Prinzip:

80% der Arbeit schafft man in 20% der Zeit-

die restlichen 20% Arbeit fressen dann 80% der Zeit. ist manchmal vielleicht unvermeidbar- aber ich hör mittlerweile sehr in mich rein: Isses das Wert?

Muss was so perfekt sein?

When too perfect lieber Gott böse!

Jaja, und when too perfekt sein wollen, MS wachwerden und hämisch lachen ;-)

Seitdemich das erkannt hab (Diagnose in 2008 nach totalem Dahlschlag.. vorher schon Burnout der nettesten Sorte..)

Also, seitdem ich mir das mal klar gemacht hab.. schipper ich auch an Schüben fröhlich vorbei, seit 2008 hatte ich 2, einen stärker, einen dezenter) und sehe eben: Die kommen, wenn ich mich echt stresse.

Manche nennnen es dann unambitioniert.. z.B. weil ich bewußt nicht noch eine weitere Qualifikation in 1/2 Jahr statt 3en angeshclossen hab.. ich denk mir, hey, ich war schon ganz oben.. ich weiss was ich kann.. ich weiss auch, was ich nicht mehr möchte.. ich möcht einen weiteren Abschluiss eben nicht mit weiteren dauerhaft gefühlsgestörten Fingern.. gehproblemen.. dem Verlust von Spass an Sex oder ähnlichem bezahlen.

Wenn man das nämlich mal bei nem Schub so alles kennenlernen durfte.. ist man doch so schnweinefroh, wenn sich wieder zurückbildet- dass man sich bei passenden gelegenheiten eben fragt, okayyy.. und was wäre mir das Wert? Arm; Bein, Auge hmm?

Wem muss ich da was beweisen- wenn ich selber genau weiss, was ich kann?

Also seh ich zu, den ungesunden Stress in Schach zu halten.. und den guten nehm ich mit :-), der beflügelt nämlich auch (z.B. beim Klettern.. oder ähnliches).

Det is nich unambitioniert- das ist Selbsterkenntnis und überhaupt.

Und das ist, finde ich ein echter Erfolg, dahin zukommen (und meines Erachtens auch ziemlich schnell).. sich eben nicht für anderer Leute Ansichten zu zerfleischen, sondern sich selber im Auge behalten und seinen eigenen Weg gehen, konsequent und unbeirrt.

Tja..also falls irgendwer eben versteht, was ich damit meine.

hey-ho ;-))

Alles Gute da draussen!

Simone

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Hallo Simone,

genauso seh ich das auch.

Wer hilft uns denn, wenn wir manches nicht mehr können oder schaffen?

Die, die denken wir sind unambitioniert oder faul oder so, die kommen zuletzt helfen.

Also, das was geht geht und das andere wenn´s wieder geht.

Schönen Sonntag noch.

LG Bambus

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