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yabes

Die Sache mit dem Alter

19 posts in this topic

An Tagen wie heute ist die einzige Motivation, die ich habe, mich auf das Sofa zu werfen und mich den ganzen Tag von blöden TV-Sendungen, von denen ich im Grunde gar nichts mitbekomme, berieseln und den Tag dösenderweise an mir vorüber gehen zu lassen.

Das wirklich Frustrierende daran ist, dass Tage wie heute momentan (wieder) etwa 70% meiner Werktage ausmachen und ich mich mehr schlecht als recht zur Arbeit motivieren kann.

Maaaaaann – ich bin doch erst 30!!

So, wollte ich nur mal eben los werden. Danke. =0)

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Hallo Yabes,

ist doch gut, dass Du den Frust auch mal rausläßt.

Durch die Hitze geht es mir auch so. Kaum Antrieb, wenn man was macht, sieht man hinterher noch nicht mal, was ich gemacht habe, weil alles irgendwie nicht effektiv ist. Am besten, Schwamm drüber, Tag abhaken. Was soll´s.

Gehst Du noch voll arbeiten? Vielleicht wäre da eine Teilrente nicht ganz schlecht. Hast Du da schon mal drüber nachgedacht?

LG Bambus

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Huhu Bambus,

muss manchmal einfach sein. ;0)

Genau! Nur das mit dem Abhaken klappt nur am Wochenende. Wobei es da nicht ganz so schlimm ist, weil ich es da in meiner Geschwindigkeit angehen kann. Allein das treibt den Motivationsfaktor ziemlich in die Höhe.

Bei der Arbeit ist das so ja leider nicht möglich.

Ja, ich arbeit voll. Teilrente...neeee. Ich glaube, so schlimm isses nu auch nicht. Es widerspricht meinen Ansprüchen an mich selbst, mit 30 wegen oller Anlaufschwierigkeiten über sowas auch nur nachzudenken. Zumal es mir sonst ja wirklich gut geht. Ich habe mir allerdings schon überlegt, vonn 100% auf 80% in der Arbeitszeit runterzukurbeln. Wobei das zum einen eine Geldfrage ist und zum Anderen...ich mag nicht jetzt schon ALLE meine Karriereaussichten ins Klo werfen. Ich habe meine Ansprüche diesbezüglich eh schon runtergeschraubt.

Ich nöle einfach weiter ein bisschen rum und irgendwann ist es auch wieder besser. Optimismus!

Lieben Gruß,

yabes

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Hallo Yabes,

kann Dich verstehen!

War halt so ein Gedanke von mir. Wenn Du so damit soweit klar kommst, ist das doch okay. Die finanzielle Seite ist eben auch zu bedenken. Denke aber dran, Gesundheit geht vor! Man schiebt das zwar gern zur Seite, aber es ist halt so. Es nützt keinem was, wenn man sich kaputt spielt, da hilft das Geld auch nicht weiter.

Ich drücke Dir die Daumen, dass es Dir noch lange so gut geht und Du über Rente und Co, Dir erstmal keine Gedanken machen mußt.

Und solche scheußlichen Tage, kennt wohl fast jeder von uns. Nöle weiter rum, dafür sind wir doch auch da, nicht nur zum Spaß machen.

LG Bambus

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Na also, wenn ich weiternölen darf, dann:

Ich saß gerade eine geschlagene Stunde im Wartezimmer meines Neuros, nur um danach in 3 Minuten abgefertigt zu werden (quartalstechnisches Kontrollgespräch). Ergebnis: Fatigue besser, momentan verstärkt. ??? Und gegen den Schwindel soll ich Spannungsübungen vor dem Aufstehen machen! Ich erwarte ja keine Patentlösung, aber...grrrrrr...

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SOlch nettes Gespräch mit einem kompetenten Arzt baut einen doch ungemein auf ;-)

Ich löse das Motivationsproblem ganz praktisch: 5 Uhr klingelt der Wecker und 5:45 muss ich los, da ist mir noch nicht nach Nachdenken zu Mute. Das Nachdenken kommt dann erst im Büro, da ist auch schon wieder 14 Uhr Schluss, weil ich nur noch 80% arbeite (zumindest im Büro, mein 2 "Arbeitsverhältnis" beginnt auf dem Nachhauseweg mit dem einsammeln der KIds).

Ne ganz im Ernst, ich bin froh das ich raus muss, denn nur zu Hause ist so zwischendrin ganz schön, aber nichts auf Dauer.

Von meiner Karriere habe ich mich allerdings schon verabschiedet und bin froh, dass ich mit meiner Diagnose rel. sicher im Öffentlichen Dienst sitze. Das sah vor 10 Jahren aber auch noch anders aus. Aber Spaß muss der Job schon machen, egal ob krank oder nicht.

Aber zum ausnölen stehe ich gern bereit.

lg sanne

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Hey Sanne,

so ähnlich geht das bei mir auch: Morgens um sechs aufstehen, ab zur Arbeit. Die ersten zwei Stunden gehen dann auch wunderbar. Danach...kann man mich - momentan - in die Tonne kloppen. Schluss ist bei mir dann nach mind. 8 Stunden und bis ich zu Hause bin...hab' ich einen 12-Stunden-Tag hinter mir. (2 1/1 Stunden davon sitze ich im Zug...)

Und ja, eines der guten Dinge im ÖD: Sicherer geht es fast nur noch, wenn man Beamter ist. ;0) Das Problem ist aber, wie in jedem anderen Job, wenn man die Arbeitszeit runterstuft, hängt man da fest. Wäre super, wenn man zwischen Juni und September 50 bis 80% arbeiten könnte und in den restlichen Monaten dann wieder voll. *träumt*

Und was den Doc angeht: Hmpf. Der ist gar nicht so verkehrt, eigentlich. Nur manchmal...man hat das Gefühl, wenn man nicht wie ein Häulein Elend vor ihnen sitzt, tun die alles unter "nicht so schlimm" ab.

Gruß,

yabes

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Meine Teilzeit ist immer nur für ein Jahr befristet, das heißt ich sitze auf einer vollen Stelle. OK, ich mach auch 1,5 Stellen in meinen 32 Std., aber ich kann halt eher gehen. Als Beamte wollten die mich nicht, ich bin überqualifiziert :-)))

Ich habe eine super nette Kollegin mit im Zimmer, wir bauen uns bis zum Mittag immer gegenseitig wieder auf. Mir hilft nach der Arbeit immer ein kurzes Nickerchen oder einfach mal eine Pause, bis ich meinen Jüngsten abhole. Für diese Pause habe ich meine Std. reduziert.

Teilzeit und Karriere sollte eigentlich kein Problem sein, wenn man Frau Schröder so hört. Leider sieht die Realität in vielen Unternehmen anders aus. In welchem bereich arbeitest du?

lg sanne

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Ich arbeite an einer Hochschule. Teilzeit und Karriere passen meist wirklich nicht zusammen. Nicht wenn man innheralb der Teilzeitanstellung aufsteigen will. Danach in Teilzeit zu gehen ist ja schon wieder was ganz Anderes. Ach ja. Das Leben ist ungerecht. Und böse. Und übehraupt. Ich mag's trotzdem. ;0)

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Ich dachte immer an Hochschulen geht das mit <teilzeit noch am besten, da viele nur Drittmittelverträge oder Honorarverträge haben. Ist zumindest bei uns an der Uni so.

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ich steh immer um 5:10 Uhr auf, beginne meist so gegen 6:40 Uhr mit der Arbeit und so um 16:30 Uhr geht´s heim. Ich habe ne mobile Klimaanlage im Geschäft bekommen.....sonst würde ich um 13 Uhr kaputt sein.

Ich schaff auch voll und bin froh darüber.

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Hey Sanne,

naja, das kommt immer auf den Bereich an, in dem Du sitzt und was für einen Job Du da machst, ne?

Davon mal abgesehen: Runterfahren mit den Stunden kannst Du immer; ich glaube, "verbieten" können sie Dir das nicht. Nur hoch kommst Du dann halt nicht mehr (so einfach). Außerdem...weigere ich mich mit gerade mal 30 und davon erst 5 Jahre im Beruf vehement dagegen, schon abzubauen. Nein nein nein... =0)

Hallo Fenix,

igitt, das ist ja mitten in der Nacht. Fünf vor sechs ist bei mir das höchste der Gefühle. Im Grunde wäre ich auch wesentlich früher zu Hause, ich hab' nur leider einen Arbeitsweg von knapp anderthalb Stunden einfach. Das haut natürlich zusätzlich noch ganz schön rein.

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Hey Sanne,

....... Und was den Doc angeht: Hmpf. Der ist gar nicht so verkehrt, eigentlich. Nur manchmal...man hat das Gefühl, wenn man nicht wie ein Häulein Elend vor ihnen sitzt, tun die alles unter "nicht so schlimm" ab.

Gruß,

yabes

Guten Tag, guten Tag,

also, diese Erfahrung mache ich immer wieder.

Doch ich habe einfach keinen Bock, vor dem Neurologen zu sitzen und zu jammern.

Und bin der Meinung, wenn ich dem erzähle, ich stolper grad viel und lasse dauernd Zeug fallen und breche "grundlos" in Tränen aus, verflixt, da ist doch klar, das was nicht in Ordnung ist! Doch wenn ich vor dem nicht heule und nicht sage, ähh es geht mir ja soo schlecht, ich fühle mich nicht gut nicht gut nicht gut (und bitte das alles in sehr weinerlichem, geradezu anklagendem Tonfall!), dann werde ich auch nicht wirklich ernst genommen. Hat er mir doch grad mal keine KG mehr verschrieben! Ich saß halt zu munter vor ihm und da ich viel an die frische Luft gehe, sehe ich natürlich auch aus wie das blühende Leben, was ja auch stimmt. Nur, diese Beschwerden habe ich ja trotzdem. Und die sind belastend für mich, auch wenn es anderen Mitstreitern schlechter geht.

Ich glaube, die Ärzte haben so ungeheur ständig klagende und jammernde Patienten, dass sie inzwischen zu der Meinung gekommen sind, nur dann geht es einem Menschen schlecht. Ohne jammern kann es ja gar nicht schlimm sein.

Also wieder jammern? Doof und schade. Wenn ich zu viel künstlich jammere, zieht mich das einfach runter!

Güße von Momoken und schöne, jammerfreie Tage

Oh, Nachtrag. Sehe gerade, unter welcher Rubrik ich das geschrieben habe, hat mir Alter ja nix zu tun. Und ich bemängel so etwas imme. Ts,ts,ts,ts! Ist ja aber doch ein Kommentar zu einem hier erschienenem Betrag. ;-)

Edited by momoken16
Steht irgendwie falsch an diser Stelle.

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Hey momoken,

am Thema vorbei geschrieben hast Du aber nicht. ;0) Man kann vorher schließlich nie wissen, wie sich ein Thread entwickelt.

Jedenfalls beschreibt das genau mein Problem mit den Neuros, die ich bisher hatte. Und wenn man manche Posts hier so liest, hat man den Eindruck, man hat dreifach Pech gehabt...so Einige scheinen ja doch recht engagierte und verständnisvolle Docs zu haben. Mich würde mal interessieren, wie weit deren MS-Stadium ist...bzw. wie "fit" sie sind. (Vielleicht besteht da ja ein Zusammenhang?)

Gejammert wird nicht, da müssen wir durch! ;0)

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Ne falsch bist du damit nicht, ich denke das geht vielen von uns so. Deswegen habe ich auch noch keine Reha und keinen SBA. Aber doof ist es schon, vor allem wenn man mit Fatigue zu kämpfen hat, was einem leider keiner ansieht.

Meine Hausärztin habe ich aus diesem Grund auch gewechselt. Ich war max. 2x im jahr bei ihr, wenn es mir wirklich so schlecht ging, das ich eine AU brauchte. Wenn man dann diskutieren muss, ob man krank geschrieben wird, da hatte ich keine Lust mehr drauf. Jetzt habe ich einen älteren polnischen Hausarzt und bin super zufrieden. Mein mann ist noch bei der Ärztin und berichtet mir immer, das ich mal wieder bei ihr vorbei kommen solle, sie würde mir eine Reha empfehlen. Ja nach Feststehen der MS kann sie sich plötzlich kümmern. Aber der Zug ist abgefahren. ;-)

In der MS-Ambulanz habe ich bessere Erfahrungen gemacht als bei meinem ehemaligen neuro. Ich denke das liegt aber daran, das die Ärzte dort jeden Tag mit MS zu tun haben und die sichtbaren und unsichtbaren Einschränkungen besser kennen und einschätzen können.

lg sanne

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Das mit der Reha ist auch so 'ne Sache. Wenn man sich so "umliest", hat man das Gefühl, das Rehas an der Tagesordnung sind - egal wie sich die MS äußert. Auf sowas muss man wohl von selbst kommen? Das ging/geht mir übrigens ständig so: Man hat das Gefühl, man muss den Ärzten erklären, wie ein Symptom wann kritisch ist und wann nicht. Oder welche Therapiemöglichkeiten es gibt (ich hab' tatsächlich meinen ersten Neuro über die BT-Therapien aufgeklärt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt) bzw. welche therapiebegleitetenden Möglichkeiten wir haben. Ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen, dass ich 'ne Reha machen könnte, wenn ich das hier nicht gelesen hätte, geschweige denn, dass mich meine Neuros darüber informiert hätten...

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Grundsätzlich schade es wohl nicht, wenn man sich selber mit der Materie auseinandersetzt, sprich: sein eigener Arzt und Sozialarbeiter wird. Es kann eben niemand in uns reinschauen, und beraten wird man selten richtig und ausführlich.

Das einzige, was wir leider nicht können, ist, uns die Medis und therapeutische Maßnahmen selber Verordnen. Dafür dürfen wir dann wieder bei überarbeiteten und wenig motivierten Ärzten für was-weiss-ich-wie-lange im Wartezimmer warten, bis wird dann unser Sprüchlein aufsagen dürfen, und nach 5 Minuten wieder auf der Straße stehen, in der Hoffnung, dass dieses Mal alles besser wird.

Gruß,

Nick

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Ich bin echt froh daß es dieses Forum gibt da fühlt man sich echt verstanden, und man merkt daß es anderen genauso ergeht.

Mein Arzt ist eigentlich ganz gut, nur meistens absolut überlastet.

LG Jutta-Sternchen

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mir hat mein Arzt auch vorgeschlagen, dass ich nach dem KH-Aufenthalt in Reha könnte aber ich fand, dass ich daheim bei meinem Schatz besser aufgehoben bin.....die Entscheidung habe ich NIE bereut (warum auch!?)

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