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"Sinniges"

2417 posts in this topic

Tagträume sind ein unschätzbares Geschenk - Ruhepausen für das Gehirn und Quellen grenzenloser Hoffnung.

(Paul Wilson)

Gruß Monika

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Nicht was wir gelebt haben, ist das Leben, sondern das, was wir erinnern und wie wir es erinnern, um davon zu erzählen.

Gabriel García Márquez

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Trost

Tröste dich, die Stunden eilen,

und was all dich drücken mag,

auch die schlimmste kann nicht weilen,

und es kommt ein andrer Tag.

In dem ew'gen Kommen, Schwinden,

wie der Schmerz liegt auch das Glück,

und auch heitre Bilder finden

ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. Nicht vergebens

zählest du der Stunden Schlag:

Wechsel ist das Los des Lebens,

und - es kommt ein andrer Tag.

(Theodor Fontane)

Gruß Monika

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Da es für die Gesundheit förderlich ist ,

habe ich beschlossen , glücklich zu sein !

(Voltair )

VLG Joghi

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Heulen des Sturmes ist mir liebliche Melodie,

Wenn wild er herabstürzt über die Mauern

In das Gedränge enger Gänge.

Wenn er mit Gebrüll

Sie zu zersprengen sucht,

Wenn sein flatternder Mantel

Gegen die Steine klatscht,

Wenn er in rasender Wut

Stäbe und Gitter packt,

Sie zu zerbrechen! –

Wenn sein kalt-heißer Atem

Durch Ritzen und Scheiben

Die Haut mir streift,

Das Blut mir siedet.

????

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Alle Hindernisse und Schwierigkeiten sind Stufen,

auf denen wir in die Höhe steigen.

(Friedrich Nietzsche)

Erfahrung ist nicht das schlechteste Geschenk

bitterer Stunden.

(Guy de Maupassant)

Gruß Monika

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Die Bildung kommt nicht vom Lesen, sondern vom Nachdenken über das Gelesene.

(Carl Hilty)

Gruß Monika

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Noch was Scönes zu Googeln:

Der Sprung in der Schüssel/ PpPräsentation

Ich finds großartig,gerade für uns handicaped persons

Alle Liebe und schönes WE

Connie

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Das Hügelland wogt wie ein weißes Meer im Schnee,

Vom Himmel nieder wuchten violette

Schneewolken, eine dichtverschlungne Kette,

Die in der Luft an roten Öfen hängt -

Die Sonne brannte sie -

Am Horizonte aber wölbt sich aus der weißen Flur ein Berg,

Mit Tann bestanden, schwarz gekappt,

Ein ungeheurer Igel, der den Schneefall

Von seinen Borsten schläfrig schüttelte.

(Klabund)

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Der Seufzer

Ein Seufzer lief Schlittschuh auf nächtlichem Eis

und träumte von Liebe und Freude.

Es war an dem Stadtwall, und schneeweiß

glänzten die Stadtwallgebäude.

Der Seufzer dacht an ein Maidelein

und blieb erglühend stehen.

Da schmolz die Eisbahn unter ihm ein -

und er sank - und ward nimmer gesehen.

(Christian Morgenstern; 1871-1914)

Winterlich-adventliche Grüße

Monika

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Weisheit des Winters

Strenger Winter! kalter Weiser! schonest weder Kraut noch Gras!

Was du nur berührst, du Frost'ger! wandelst du in starres Glas.

Bunte Blüten, grüne Blätter, die der milde Sommer gab,

Schlägst du, weil du's nicht geboren, mit den harten Fäusten ab,

Rufest stolz: »Ich hab' dem Flusse klar geführet den Beweis,

Dass er gar zu wässrig fließe, dass er werden soll zu Eis.

Nachtigall, dem läpp'schen Vogel, der naiv-dumm sang bei Nacht,

Rief ich zu: Du Abgeschmackter! hab' zum Schweigen ihn gebracht.

Auch der Lerche, die durchs Fliegen himmelhoch das Fleisch verlor,

Sagt' ich kalt: Lass deinen Wahnwitz! und sie kommt nicht mehr hervor.

Und der Sonne, die getrieben tolles Wesen mannigfalt,

Sah ich streng nur ins Gesichte, und sie ward verständig kalt,

Läßt nicht mehr den Regenbogen, den phantastischen, erglühn:

Denn ich hab' ihr klar bewiesen, daß der ohne Zweck und Sinn.

Auch dem Donner in den Wolken sagt' ich ohne alle Scheu:

(Und er schweigt) - daß er nichts anders als ein kind'sches Spucken sei.

Also kam durch mein Bestreben in die Welt nun Zeit und Maß,

Ha! beim alten tollen Leben wär' sie bald erstickt in Gras.«

Strenger Winter! Rezensente! mache dich nicht allzu weiß!

Sieh! auch dir wird einstens brechen in der Brust das harte Eis!

Fluss wird fließen, Vogel singen, Sonne warm und segnend sein,

Luft wird regnen, Donner rollen, aber du wirst nimmer schrein.

Justinus Kerner (1786-1862)

Pete

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Kalenderspruch von heute:

"Der Schlüssel zum Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit sondern immer unsere Liebe sein."

(Hermann Bezzel)

Adventliche Grüße

Monika

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Im Schnee

Wie naht das finster türmende

Gewölk so schwarz und schwer!

Wie jagt der Wind, der stürmende,

das Schneegestöber her!

Verschwunden ist die blühende

und grüne Weltgestalt;

es eilt der Fuß, der fliehende,

im Schneefeld nass und kalt.

Wohl dem, der nun zufrieden ist

und innerlich sich kennt!

Dem warm ein Herz beschieden ist,

das heimlich loht und brennt!

Wo, traulich sich dran schmiegend, es

die wache Seele schürt,

ein perlend, nie versiegendes

Gedankenbrauwerk rührt!

(Gottfried Keller)

Winterliche Grüße

Monika

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Der Eislauf

Der See ist zugefroren

und hält schon seinen Mann.

Die Bahn ist wie ein Spiegel

und glänzt uns freundlich an.

Das Wetter ist so heiter,

die Sonne scheint so hell.

Wer will mit mir ins Freie?

Wer ist mein Mitgesell?

Da ist nicht viel zu fragen:

Wer mit will, macht sich auf.

Wir geh'n hinaus ins Freie,

hinaus zum Schlittschuhlauf.

Was kümmert uns die Kälte?

Was kümmert uns der Schnee?

Wir wollen Schlittschuh laufen

wohl auf dem blanken See.

Da sind wir ausgezogen

zur Eisbahn also bald,

und haben uns am Ufer

die Schlittschuh angeschnallt.

Das war ein lustig Leben

im hellen Sonnenglanz!

Wir drehten uns und schwebten,

als wär's ein Reigentanz.

(Hoffmann von Fallersleben)

Winterliche Grüße

Monika

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Mag da draußen Schnee sich türmen,

Mag es hageln, mag es stürmen,

Klirrend an mein Fenster schlagen,

Nimmer will ich mich beklagen!

Denn ich trage in der Brust

Liebchens Bild und Frühlingslust.

(Heinrich Heine)

Momoken

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Das Männlein in der Gans

Das Männlein ging spazieren einmal

Auf dem Dach, ei seht doch!

Das Männlein ist hurtig, das Dach ist schmal,

Gib acht, es fällt noch.

Eh' sich's versieht, fällt's vom Dach herunter

Und bricht den Hals nicht, das ist ein Wunder.

Unter dem Dach steht ein Wasserzuber,

Hineinfällt's nicht schlecht;

Da wird es nass über und über,

Ei, das geschieht ihm recht.

Da kommt die Gans gelaufen,

Die wird's Männlein saufen.

Die Gans hat's Männlein 'nuntergeschluckt,

Sie hat einen guten Magen;

Aber das Männlein hat sie doch gedruckt,

Das wollt' ich sagen.

Da schreit die Gans ganz jämmerlich;

Das ist der Köchin ärgerlich.

Die Köchin wetzt das Messer,

Sonst schneidt's ja nicht:

Die Gans schreit so, es ist nicht besser,

Als dass man sie sticht;

Wir wollen sie nehmen und schlachten

Zum Braten auf Weihnachten.

Sie rupft die Gans und nimmt sie aus

Und brät sie,

Aber das Männlein darf nicht 'raus,

Versteht sich.

Die Gans wird eben gebraten;

Was kann's dem Männlein schaden?

Weihnachten kommt die Gans auf den Tisch

Im Pfännlein;

Der Vater tut sie 'raus und zerschneid't sie frisch.

Und das Männlein?

Wie die Gans ist zerschnitten,

Kriecht's Männlein aus der Mitten.

Da springt der Vater vom Tisch auf,

Da wird der Stuhl leer;

Da setzt das Männlein sich drauf

Und macht sich über die Gans her.

Es sagt: »Du hast mich gefressen,

Jetzt will ich dafür dich essen.«

Da isst das Männlein gewaltig drauf los,

Als wären's seiner sieben;

Da essen wir alle dem Männlein zum Trotz,

Da ist nichts übergeblieben

Von der ganzen Gans, als ein Tätzlein,

Das kriegen dort hinten die Kätzlein.

Nichts kriegt die Maus,

Das Märlein ist aus.

Was ist denn das?

Ein Weihnachts-Spaß;

Aufs Neujahr lernst

Du, was?

Den Ernst.

Friedrich Rückert (1788-1866)

Pete

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Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn

Dir was Gutes schenken,

Sage Dank und nimm es hin

Ohne viel Bedenken.

Jede Gabe sei begrüßt,

Doch vor allen Dingen:

Das, worum du dich bemühst,

Möge dir gelingen.

Wilhelm Busch (1832-1908)

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Neujahrsgebet

Herr, setze dem Überfluss Grenzen

und lasse die Grenzen überflüssig werden.

Lasse die Leute kein falsches Geld machen

und auch das Geld keine falschen Leute.

Nimm den Ehefrauen das letzte Wort

und erinnere die Männer an ihr erstes.

Schenke unseren Freunden mehr Wahrheit

und der Wahrheit mehr Freunde.

Bessere solche Beamte, Geschäfts- und Arbeitsleute,

die wohl tätig, aber nicht wohltätig sind.

Gib den Regierenden gute Deutsche

und den Deutschen eine gute Regierung.

Herr, sorge dafür, dass wir alle

in den Himmel kommen

- aber nicht sofort.

(Gebet des kath. Stadtdechanten und Pfarrers von St. Lamberti, Münster, Hermann Kappen, zu Neujahr 1883)

Alles Gute zum Neuen Jahr wünscht

Monika

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Jahreswechsel

Wenn hoch vom Turm die Glocken klingen,

In mitternächtlich ernster Stund'

Des Jahres Scheidegruß zu bringen:

Dann lauschen wir, als werd' uns kund,

Was nun der neue Lauf der Horen

Uns Erdenpilgern bieten mag -

Das Jahr ward neuverjüngt geboren

Und festlich grüßt sein erster Tag.

Doch ist vergeblich alles Fragen,

Die Antwort lautet immer gleich:

Propheten sind aus unsern Tagen

Verbannt ins dunkle Sagenreich.

Kein Blick darf in die Werkstatt schweifen,

In der des Menschen Los sich webt,

Kein Arm in das Getriebe greifen,

Das Schicksals-Fäden senkt und hebt!

Das mussten alle wir erfahren

In unsrer Lieben engem Kreis -

Gebrochen müssen wir gewahren

Manch hoffnungsgrüne frisches Reis,

Und wo wir's ahnend kaum vermutet,

Da kam uns Rettung aus der Not,

Indessen dort ein Herz verblutet

Weil ihm sein Liebstes nahm der Tod!

Nur eitel ist das ird'sche Hoffen

Das sich an äußre Zeichen hält,

Ist nicht in uns ein Himmel offen,

Von dem kein Stern herunterfällt.

Wie sehr auch Sturm und Donner wettert

Und frische Hoffnungssaat zerschlägt

Und alle Rosen uns entblättert,

Wie Staub in alle Winde trägt.

Ein Himmel, den wir sicher schauen,

Wenn sich der Blick nur aufwärts hebt,

Ein Himmel, den wir selber bauen,

Wenn wir zum höchsten Ziel gestrebt,

Ein Himmel, draus seit Ewigkeiten

Zu uns die Schöpfungsformel spricht,

Die heiligste für alle Zeiten

Kein Chaos mehr! - es werde Licht!

Kein Chaos mehr - in unserm Leben,

Kein Chaos mehr im Vaterland!

Es werde Licht, - dies unser Streben,

Die Waffe dies in unsrer Hand

Des Gottesfunkens treue Wächter

An heil'ger Freiheit Hochaltar,

Und Feinde aller Lichtverächter:

So grüßen wir das neue Jahr.

Louise Otto (1819-1895)

Euch allen ein "Absturzfreies" Jahr

Pete

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Mal was anderes zum Thema "EI":

Das Liebesbrief-Ei

Ein Huhn verspürte große Lust

unter den Federn in der Brust,

aus Liebe dem Freund, einem Hahn zu schreiben,

er solle nicht länger in Düsseldorf bleiben.

Er solle doch lieber hier - zu ihr eilen

und mit ihr die einsame Stange teilen,

auf der sie schlief.

Das stand in dem Brief.

Wir müssen noch sagen: Es fehlte ihr an gar nichts.

Außer an Briefpapier.

Da schrieb sie ganz einfach und deutlich mit Blei

den Liebesbrief auf ein Hühnerei.

Jetzt noch mit einer Marke bekleben

und dann auf dem Postamt abgeben.

Da knallte der Postmann den Stempel aufs Ei.

Da war sie vorbei,

die Liebelei.

(Janosch)

Gruß Monika

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"Die Erde schenkt uns mehr Selbsterkenntnis als alle Bücher, weil sie uns Widerstand bietet. Und nur im Kampf findet der Mensch zu sich selbst."

(Antoine de Saint-Exupéry)

"Nichts auf der Welt ist dem Menschen mehr zuwider, als den Weg zu gehen, der ihn zu sich selber führt!"

(Hermann Hesse)

"Um sich selbst zu erkennen, muss man handeln."

(Albert Camus)

"Sich selbst zu lieben ist der Anfang einer lebenslangen Romanze."

(Oscar Wilde)

Gruß Monika

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Heute gelesen

Wer hofft, riskiert enttäuscht zu werden,

wer wagt, riskiert zu versagen,

wer lebt, riskiert zu sterben.

Also ist unser Leben vom ersten bis zum letzten Atemzug ein Risiko.

(Lao Tse)

Irgendwie deprimierend und trotzdem genießt man das Leben.

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Der Einsame

Wer einsam ist, der hat es gut,

Weil keiner da, der ihm was tut.

Ihn stört in seinem Lustrevier

Kein Tier, kein Mensch und kein Klavier,

Und niemand gibt ihm weise Lehren,

Die gut gemeint und bös zu hören.

Der Welt entronnen, geht er still

In Filzpantoffeln, wann er will.

Sogar im Schlafrock wandelt er

Bequem den ganzen Tag umher.

Er kennt kein weibliches Verbot,

Drum raucht und dampft er wie ein Schlot.

Geschützt vor fremden Späherblicken,

Kann er sich selbst die Hose flicken.

Liebt er Musik, so darf er flöten,

Um angenehm die Zeit zu töten,

Und laut und kräftig darf er prusten,

Und ohne Rücksicht darf er husten,

Und allgemach vergißt man seiner.

Nur allerhöchstens fragt mal einer:

Was, lebt er noch? Ei, Schwerenot,

Ich dachte längst, er wäre tot.

Kurz, abgesehn vom Steuerzahlen,

Läßt sich das Glück nicht schöner malen.

Worauf denn auch der Satz beruht:

Wer einsam ist, der hat es gut.

( W.Busch)

Pete

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