MMchen

"Sinniges"

2220 posts in this topic

Die Ameisen

In Hamburg lebten zwei Ameisen,

Die wollten nach Australien reisen.

Bei Altona auf der Chaussee

Da taten ihnen die Beine weh,

Und da verzichteten sie weise

Dann auf den letzten Rest der Reise.

So will man oft und kann doch nicht

Und leistet dann recht gern Verzicht.

( Ringelnatz)

Pete

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Eigentlich wollte ich

über die Poesie im Netz schreiben

doch die Worte liefen mir weg

Sprache Werkzeug

der Gedanken und Gefühle

freigebig verschenkt

Fliegt über alle Grenzen

oder kennt keine

Schnell wie Schall und jetzt das Licht

Monde, Staub

Sombreros

Wörterschauer

das ganze Jahr

jeden Tag

Überall

springen Texte

rennen, spielen

schneiden Grimassen

und spazieren

mit mir

in den Virgo

Galaxienhaufen

(von Hartmut Sörgel)

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Ich lebe mein Leben ...

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,

die sich über die Dinge ziehn.

Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,

aber versuchen will ich ihn.

Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,

und ich kreise jahrtausendelang;

und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm

oder ein großer Gesang.

(R.M. Rilke)

Pete

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Weil doch morgen meteorologischer Frühlingsanfang ist:

FRÜHLING

Nun ist er endlich kommen doch

in grünem Knospenschuh;

"Er kam, er kam ja immer noch",

die Bäume nicken sich's zu.

Sie konnten ihn all erwarten kaum,

nun treiben sie Schuß auf Schuß;

im Garten der alte Apfelbaum,

er sträubt sich, aber er muß.

Wohl zögert auch das alte Herz

und atmet noch nicht frei,

es bangt und sorgt: "Es ist erst März,

und März ist noch nicht Mai."

O schüttle ab den schweren Traum

und die lange Winterruh:

es wagt es der alte Apfelbaum,

Herze, wag's auch du.

(Theodor Fontane)

Liebe Frühlingsgrüße!

Monika

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An alle Liebenden

Etwas aus bayrischen Landen.

hart aber herzlich.

Hoffe es mundet auch in diesem Kreis.

Frühlingsahnen

Wohlig merken unsre Sinne

Nun den Frühling allgemach,

Denn es trauft aus jeder Rinne,

Und es tropft von jedem Dach.

Leise regt sich im Theater

Dieser Welt ein Liebeston;

Nächtens schreien viele Kater,

Und der Hase rammelt schon.

So auch uns ergreift die Glieder

Wundersame Lebenskraft;

Selbst solide Seifensieder

Fühlen ihren Knospensaft.

Treibet das Geschäft der Paarung!

Lasset der Natur den Lauf!

Denn ihr wisset aus Erfahrung,

Einmal hört es leider auf.

Ludwig Thoma (1867-1921)

Gruß aus dem Süden

Pete

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Frühling

Wie ein Geliebter seines Mädchens Kopf,

den süßen Kopf mit seiner Welt von Glück,

in seine beiden armen Hände nimmt,

so fass ich deinen Frühlingskopf, Natur,

dein überschwänglich holdes Maien haupt,

in meine armen, schlichten Menschenhände,

und, tief erregt, versink ich stumm in dich,

indes du lächelnd mir ins Auge schaust,

und stammle leis dir das Bekenntnis zu:

Vor so viel Schönheit schweigt mein tiefstes Lied.

Christian Morgenstern (1871-1914)

Gruß aus dem Norden Italiens

Pete

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Auch wenn's heute regnet:

*Besagter Lenz ist da*

Es ist schon so. Der Frühling kommt in Gang.

Die Bäume räkeln sich. Die Fenster staunen.

Die Luft ist weich, als wäre sie aus Daunen.

Und alles andre ist nicht von Belang.

Nun brauchen alle Hunde eine Braut.

Und Pony Hütchen sagte mir, sie fände:

die Sonne habe kleine, warme Hände

und krabble ihr mit diesen auf der Haut.

Die Hausmannsleute stehen stolz vorm Haus.

Man sitzt schon wieder auf Caféterrassen

und friert nicht mehr und kann sich sehen lassen.

Wer kleine Kinder hat, der fährt sie aus.

Sehr viele Fräuleins haben schwache Knie.

Und in den Adern rollt's wie süße Sahne.

Am Himmel tanzen blaue Aeroplane.

Man ist vergnügt dabei. Und weiß nicht wie.

Man sollte wieder mal spazierengehn.

Das Blau und Grün und Rot war ganz verblichen.

Der Lenz ist da! Die Welt wird frisch gestrichen!

Die Menschen lächeln, bis sie sich verstehn.

Die Seelen laufen Stelzen durch die Stadt.

Auf dem Balkon stehn Männer ohne Westen

und säen Kresse in die Blumenkästen.

Wohl dem, der solche Blumenkästen hat!

Die Gärten sind nur noch zum Scheine kahl.

Die Sonne heizt und nimmt am Winter Rache.

Es ist zwar jedes Jahr dieselbe Sache,

doch ist es immer wie zum erstenmal.

Erich Kästner, geschrieben 1928

Schönen Sonntag!

Monika

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Für den Blick aus dem Haus

hinaus in die Natur

Frühlingsnacht

Übern Garten durch die Lüfte

Hört ich Wandervögel ziehn,

Das bedeutet Frühlingsdüfte,

Unten fängt's schon an zu blühn.

Jauchzen möcht ich, möchte weinen,

Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!

Alte Wunder wieder scheinen

Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen's,

Und in Träumen rauscht's der Hain,

Und die Nachtigallen schlagen's:

Sie ist Deine, sie ist dein!

Joseph von Eichendorff (1788-1857)

Pete

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Dem grauen Gruselwetter zum Trotz:

" Nennen wir es *Frühlingslied* "

In das Dunkel dieser alten, kalten

Tage fällt das erste Sonnenlicht.

Und mein dummes Herz blüht auf, als wüßt es nicht:

Auch der schönste Frühling kann nicht halten,

was der werdende April verspricht.

Da, die Amseln üben schon im Chor,

aus der Nacht erwacht die Welt zum Leben,

Pans vergessnen Flötenton im Ohr...

Veilchen tun, als hätt' es nie zuvor

laue Luft und blauen Duft gegeben.

Die Kastanien zünden feierlich

ihre weißen Kerzen an. Der Flieder

bringt die totgesagten Jahre wieder,

und es ist, als reimten alle Lieder

sich wie damals auf "Ich liebe dich".

- Sag mir nicht, das sei nur Schall und Rauch!

Denn wer glaubt, der forscht nicht nach Beweisen.

Willig füg ich mich dem alten Brauch,

ist der Zug der Zeit auch am Entgleisen -

und wie einst, in diesem Frühjahr auch

geht mein wintermüdes Herz auf Reisen.

Mascha Kaléko (1907 - 1975)

Monika

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Weil du nicht da bist

Weil du nicht da bist, sitze ich und schreibe

All meine Einsamkeit auf dies Papier.

Ein Fliederzweig schlägt an die Fensterscheibe.

Die Maiennacht ruft laut. Doch nicht nach mir.

Weil du nicht bist, ist der Bäume Blühen,

Der Rosen Duft vergebliches Bemühen,

Der Nachtigallen Liebesmelodie

Nur in Musik gesetzte Ironie.

Weil du nicht da bist, flücht ich mich ins Dunkel.

Aus fremden Augen starrt die Stadt mich an

Mit grellem Licht und lärmendem Gefunkel,

Dem ich nicht folgen, nicht entgehen kann.

Hier unterm Dach sitz ich beim Lampenschirm;

Den Herbst im Herzen, Winter im Gemüt.

November singt in mir sein graues Lied.

»Weil du nicht da bist« flüstert es im Zimmer.

»Weil du nicht da bist« rufen Wand und Schränke,

Verstaubte Noten über dem Klavier.

Und wenn ich endlich nicht mehr an dich denke,

Die Dinge um mich reden nur von dir.

Weil du nicht da bist, blättre ich in Briefen

Und weck vergilbte Träume, die schon schliefen.

Mein Lachen, Liebster, ist dir nachgereist.

Weil du nicht da bist, ist mein Herz verwaist.

Mascha Kaléko

Pete

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Zum astronomischen Frühlingsanfang DER KLASSIKER:

"Er ist's!"

Frühling lässt sein blaues Band

wieder flattern durch die Lüfte,

süße, wohlbekannte Düfte

streifen ahnungsvoll das Land.

Veilchen träumen schon,

wollen balde kommen. –

Horch, von fern ein leiser Harfenton!

Frühling, ja du bist’s!

Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike

Euch allen ein frühlingsschönes Wochenende!

Monika

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Wenn ich gerade durch das Schneetreiben blicke , denke ich tag träumend:

Wollte nicht der Frühling kommen?

Wollte nicht der Frühling kommen?

War nicht schon die weiße Decke

von dem Rasenplatz genommen

gegenüber an der Ecke?

Nebenan die schwarze Linde

ließ sogar schon (sollt ich denken)

von besonntem Märzen winde

kleine, grüne Knospen schwenken.

In die Herzen kam ein Hoffen,

in die Augen kam ein Flüstern -

und man ließ den Mantel offen,

und man blähte weit die Nüstern...

Ja, es waren schöne Tage.

Doch sie haben uns betrogen.

Frost und Sturm und Schnupfenplage

sind schon wieder eingezogen.

Zugeknöpft bis an den Kiefer

flieht der Mensch die Gottesfluren,

wo ein gelblich weißer, tiefer

Schnee versteckt die Frühlings spuren.

Sturmwind pfeift um nackte Zweige,

und der Rasenplatz ist schlammig.

In mein Los ergeben neige

ich das Auge. Gott verdamm

Erich Mühsam (1878-1934)

Allen trotzdem

frühlings hafte Grüsse

aus München

Pete

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Man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben:

"Die Sperlinge"

Altes Haus mit deinen Löchern,

geiz'ger Bauer, nun ade!

Sonne scheint, von allen Dächern

tröpfelt lustig schon der Schnee,

draußen auf dem Zaune munter

wetzen unsre Schnäbel wir,

durch die Hecken rauf und runter,

in dem Baume vor der Tür

tummeln wir in hellen Haufen

uns mit großem Kriegsgeschrei,

um die Liebste uns zu raufen,

denn der Winter ist vorbei!

(Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

Hoffnungsvolle Frühlingsgrüße

Monika

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"Der Lenz verschiebt seine Premiere"

Theater unten und Theater oben:

Erst kam die Sonne täglich zu den Proben,

und die Premiere war schon festgesetzt.

Da wurde sie (man kennt das ja) zuletzt

auf gänzlich unbekannte Zeit verschoben.

Die kleinen Sträucher stehn gekränkt im Garten.

Komparserie muss eben immer warten.

Die Sonne, heißt es, sei indisponiert.

Das Stück vom Lenz wird später aufgeführt.

Was machen wir nun mit den Eintrittskarten?

Am Himmel hingen schon die ersten Geigen.

Die Veilchen übten sich schon im Verneigen.

Doch weil die Sonne noch nicht scheinen will,

spielt man derweil das alte Stück "April" -

so einen Schmarren wagt man uns zu zeigen!

Die Damen ließen sich bereits die netten

getupften Premierenkleider plätten.

Die dicken Herren riefen "Gott sei Dank!"

und feuerten die Westen in den Schrank.

Und liegen jetzt mit Schnupfen in den Betten.

Wir führten unser Herz zu früh spazieren.

Nun regnet es. Und die Gefühle frieren.

Denn sie sind ohne Schirm. Und sind verwaist.

Fast wie ein Kind, das ganz vergaß, wie's heißt.

Man kann Geduld wie einen Knopf verlieren...

Mich läßt das kalt. Und wenn es morgens schneit,

der Frühling kommt schon noch. Ich habe Zeit.

Daß man den Lenz verschiebt, ist nicht so wichtig.

Hauptsache ist, die Aufführung wird richtig!

Denn - "die Billetts behalten Gültigkeit".

(Erich Kästner, 1899 - 1974)

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

Monika

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"Der Lenz verschiebt seine Premiere"

Theater unten und Theater oben:

Erst kam die Sonne täglich zu den Proben,

und die Premiere war schon festgesetzt.

Da wurde sie (man kennt das ja) zuletzt

auf gänzlich unbekannte Zeit verschoben.

Die kleinen Sträucher stehn gekränkt im Garten.

Komparserie muss eben immer warten.

Die Sonne, heißt es, sei indisponiert.

Das Stück vom Lenz wird später aufgeführt.

Was machen wir nun mit den Eintrittskarten?

Am Himmel hingen schon die ersten Geigen.

Die Veilchen übten sich schon im Verneigen.

Doch weil die Sonne noch nicht scheinen will,

spielt man derweil das alte Stück "April" -

so einen Schmarren wagt man uns zu zeigen!

Die Damen ließen sich bereits die netten

getupften Premierenkleider plätten.

Die dicken Herren riefen "Gott sei Dank!"

und feuerten die Westen in den Schrank.

Und liegen jetzt mit Schnupfen in den Betten.

Wir führten unser Herz zu früh spazieren.

Nun regnet es. Und die Gefühle frieren.

Denn sie sind ohne Schirm. Und sind verwaist.

Fast wie ein Kind, das ganz vergaß, wie's heißt.

Man kann Geduld wie einen Knopf verlieren...

Mich läßt das kalt. Und wenn es morgens schneit,

der Frühling kommt schon noch. Ich habe Zeit.

Daß man den Lenz verschiebt, ist nicht so wichtig.

Hauptsache ist, die Aufführung wird richtig!

Denn - "die Billetts behalten Gültigkeit".

(Erich Kästner, 1899 - 1974)

Ich wünsche Euch eine schöne Woche!

Monika

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Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,

Er flattert sehr und kann nicht heim.

Ein schwarzer Kater schleicht herzu,

Die Krallen scharf, die Augen gluh.

Am Baum hinauf und immer höher,

kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist

Und weil mich doch der Kater frißt,

So will ich keine Zeit verlieren,

Will noch ein wenig quinquilieren

Und lustig pfeifen wie zuvor.

Der Vogel scheint mit, hat Humor.

(Wilhelm Busch)

Das nennt mal wohl Galgenhumor, den wünsch ich Euch

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Der Mai

Im Galarock des heiteren Verschwenders,

ein Blumenzepter in der schmalen Hand,

fährt nun der Mai, der Mozart des Kalenders,

aus seiner Kutsche grüßend, über Land.

Es überblüht sich, er braucht nur zu winken.

Er winkt! Und rollt durch einen Farbenhain.

Blaumeisen flattern ihm voraus und Finken.

Und Pfauenaugen flügeln hinterdrein.

Die Apfelbäume hinterm Zaun erröten.

Die Birken machen einen grünen Knicks.

Die Drosseln spielen, auf ganz kleinen Flöten,

das Scherzo aus der Symphonie des Glücks.

Die Kutsche rollt durch atmende Pastelle.

Wir ziehn den Hut. Die Kutsche rollt vorbei.

Die Zeit versinkt in einer Fliederwelle.

O, gäb es doch ein Jahr aus lauter Mai!

Melancholie und Freude sind wohl Schwestern.

Und aus den Zweigen fällt verblühter Schnee.

Mit jedem Pulsschlag wird aus Heute Gestern.

Auch Glück kann weh tun. Auch der Mai tut weh.

Er nickt uns zu und ruft: "Ich komm ja wieder!"

Aus Himmelblau wird langsam Abendgold.

Er grüßt die Hügel, und er winkt dem Flieder.

Er lächelt. Lächelt. Und die Kutsche rollt.

(Erich Kästner: Die dreizehn Monate; 1955)

Blumige, duftende und maigrüne Grüße

von Monika

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Rückseite des gestrigen Kalenderblattes:

GLAUBE AN DIE WELT

Beut'st dem Geiste seine Nahrung,

so lass nicht darben dein Gemüt;

des Lebens höchste Offenbarung

doch immer aus dem Herzen blüht.

Ein Gruß aus frischer Knabenkehle,

ja mehr noch, eines Kindes Lall'n

kann leuchtender in deine Seele

als Weisheit aller Weisen fall'n.

Erst unter Kuss und Spiel und Scherzen

erkennst du ganz, was Leben heißt;

o lerne denken mit dem Herzen,

und lerne fühlen mit dem Geist.

(Theodor Fontane; 1819 - 1898)

Oder wie heißt es im Kleinen Prinzen:

Man sieht nur mit dem Herzen gut,

das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Einen schönen Sonntag!

Monika

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DIE LIEBE

Die Liebe ist langmütig und gütig

Die Liebe ist nicht eifersüchtig

sie prahlt nicht, bläht sich nicht auf

blickt nicht nach ihren eigenen Interessen aus

läßt sich nicht aufreizen

sie rechnet das Böse nicht an

sie freut sich nicht über Ungerechtigkeit,

sondern freut sich mit der Wahrheit

sie erträgt alles, glaubt alles,

hofft alles, erduldet alles

Die Liebe versagt nie

(1. Korinther 13)

Das muß wahre Liebe sein

CIAO Jacky

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MUT

Was immer du tun kannst

oder träumst, tun zu können,

fang damit an!

Mut hat Genie, Kraft und Zauber in sich.

(Johann W. Goethe)

Gefunden habe ich diesen Spruch auf dem Kalenderblatt vom 30. Mai; dem Tag, an dem ich allein ins "ferne" Bayern aufgebrochen bin, um liebe Menschen zu treffen, die ich über dieses Forum kennengelernt habe. Reich beschenkt und mit einem Rucksack voller Lichtblicke bin ich heute wieder zu Hause angekommen.

Monika

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Leben, es gibt nichs Selteneres auf der Welt.

Die meisten Menschen existieren, weiter nichts.

(Oskar Wilde)

Moni

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Ein Lächeln

Es verschafft dem Müden eine Pause,

Aufmunterung dem Mutlosen,

Sonnenschein dem Traurigen

und ist das beste Mittel gegen Sorgen.

Es ist nicht zu kaufen,

zu leihen oder zu stehlen.

Seinen Wert erhält es dadurch,

daß man es verschenkt.

Mancher Mensch ist zu müde,

um Dir ein Lächeln zu schenken.

Schenke Du ihm ein Lächeln von Dir,

denn es hat niemand so sehr ein Lächeln

nötig wie der,der kein Lächeln mehr geben kann.

Ein Lächeln kostet nichts,

aber es gibt so viel.

Es bereichert die,die es erhalten

ohne diejenigen ärmer zu machen,

die es geben.

Niemand ist so reich oder so mächtig,

daß er ohne es auskommt,

und niemand so arm,

daß er es sich nicht leisten könnte.

Ein Lächeln erzeugt Fröhlichkeit zu Hause,

fördert Wohlwollen im Beruf,

ist ein Erkennungszeichen der Freundschaft.

In diesem Sinne

wünsche ich Euch allen einen schönen Sonntag.

Connie....mit einem Lächeln

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Der Juni

Die Zeit geht mit der Zeit: Sie fliegt.

Kaum schrieb man sechs Gedichte,

ist schon ein halbes Jahr herum

und fühlt sich als Geschichte.

Die Kirschen werden reif und rot,

die süßen wie die sauern.

Auf zartes Laub fällt Staub, fällt Staub,

so sehr wir es bedauern.

Aus Gras wird Heu. Aus Obst Kompott.

Aus Herrlichkeit wird Nahrung.

Aus manchem, was das Herz erfuhr

wird, bestenfalls, Erfahrung.

Es wird und war. Es war und wird.

Aus Kälbern werden Rinder

und, weil's zur Jahreszeit gehört,

aus Küssen kleine Kinder.

Die Vögel füttern ihre Brut

und singen nur noch selten.

So ist's bestellt in unsrer Welt,

der besten aller Welten.

Spät tritt der Abend in den Park,

mit Sternen auf der Weste.

Glühwürmchen ziehn mit Lampions

zu einem Gartenfeste.

Dort wird getrunken und gelacht.

In vorgerückter Stunde

tanzt dann der Abend mit der Nacht

die kurze Ehrenrunde.

Am letzten Tische streiten sich

ein Heide und ein Frommer,

ob's Wunder oder keine gibt.

Und nächstens wird es Sommer.

(Erich Kästner: Die dreizehn Monate)

Liebe Grüße, Monika

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Leben ist mehr

Leben ist mehr als Rackern und Schuften,

Leben ist mehr als Kohle und Kies,

Leben ist mehr als Warten auf morgen,

Leben ist jetzt,Leben ist dies.

Leben ist mehr als Hetzen und Jagen,

Leben ist mehr als nur Theorie,

Leben ist mehr als Zweifeln und Fragen,

Leben ist hier,jetzt oder nie.

Leben ist Träumen,Lachen und Weinen,

Leben ist Zärtlichkeit und Gefühl.

Leben ist Lust und Leben ist Liebe,

Zeit für Musik und Zeit für ein Spiel.

Leben ist miteinander zu reden,

Leben ist aufeinander zu bauen,

Leben ist für einander zu kämpfen,

Leben ist Hoffnung,Mut und Vertrau`n.

Rolf Zukowski

In diesem Sinne....ein wunderschönes Wochenende

Connie

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FÜR ALLE LESERATTEN

Der Wurm und die Ratte

Hoch vom Bücherturm

sah der Bücherwurm

eine Leseratte

die kein Buch mithatte.

Leseratte, warte!

Ich hab eine Schwarte

tausend Seiten lang.

Achtung! Fertig! Fang!

Danke, lieber Wurm

auf dem Bücherturm

rief die Leseratte

die ein Buch nun hatte.

(Peter Maiwald; 1954 - 2008)

Gruß Monika

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