MMchen

"Sinniges"

2219 posts in this topic

DARUM LEBEN WIR

**************************

in jeder Nacht

bricht der erste Tag

vom Rest unseres Lebens an

und jeden Morgen

springen wir direkt

auf die Umlaufbahn

wenn nich Heute jetzt und hier

wann und wo denn dann?

keiner kann die Zukunft sehen

kennt den großen Plan

und ich sag zu dem Moment:

geh nicht vorbei

bleib noch

du bist viel zu schön

****************************

Cassandra Steen (2009)

Kein Klassiker... aber wie ich finde trotzdem schön und mit ganz viel Tiefgang (auch zwischen den Zeilen)

LG von P(eter)P

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Für das Poesiealbum

Wenn die Flüsse aufwärts fließen

und die Hasen Jäger schießen

und die Mäuse Katzen fressen,

dann erst will ich Dich vergessen!

Seifenblasen, rohes Ei gehen ach so schnell entzwei.

Aber unsere Freundschaft hält, bis die Welt in Stücke fällt.

Trennen uns einst viele Orte,

so behalte dennoch lieb,

diese Hand, die diese Worte

aus dem Herzen niederschrieb

Hingeschwunden sind die Stunden

uns'rer Freundschaft, wie Sekunden,

Dich vergessen, Freundin? Nein!

Unser Bund wird ewig sein.

Das größte Glück auf dieser Welt

ist nicht ein Konto mit viel Geld.

Das schönste ist:

ich will es dir nennen,

das ist einen Mensch wie dich zu kennen.

Freunde gibt's so viele im Leben,

wie es Muscheln gibt am weiten Meer,

doch die Schalen, drin die Perlen kleben,

sind gewöhnlich alle leer.

Es gibt zwei Arten von Freunden:

die einen sind käuflich,

die anderen sind unbezahlbar!

Mit vielen teile Deine Freuden,

mit allen Munterkeit und Scherz,

mit wenig Edlen Deine Leiden,

mit Auserwählten nur Dein Herz.

Rosen, Tulpen, Nelken,

alle Blumen welken.

Nur die eine nicht

und die heißt:

Vergiss mich nicht!

Blaue Augen,

roter Mund,

liebe ...

bleib gesund.

Bitte, reiß den Faden

der Freundschaft

nicht allzu schnell entzwei,

wird er auch neu geknüpft,

ein Knoten ist dabei.

Im Alter werden Freunde selten.

Darum, die du hast, die lasse gelten!

Recht kannst du manchmal leicht

behalten,

doch schwer den Freund, den guten,

alten!

Aus der Sammlung "Gartenspaziergänge "

des Kastelan Frater Castelano Pharus

Pete

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Zum meteorologischen Herbstanfang hier mein Lieblings-Septembergedicht. Erich Kästner hat es geschrieben und es gehört zum Gedichtzyklus "Die 13 Monate":

DER SEPTEMBER

Das ist ein Abschied mit Standarten

in Pflaumenblau und Apfelgrün.

Goldlack und Astern flaggt der Garten

und tausend Königskerzen glühn.

Das ist ein Abschied mit Posaunen,

mit Erntedank und Bauernball.

Kuhglockenläutend ziehn die braunen

und bunten Herden in den Stall.

Das ist ein Abschied mit Gerüchen

aus einer fast vergessnen Welt.

Mus und Gelee kocht in den Küchen.

Kartoffelfeuer qualmt im Feld.

Das ist ein Abschied mit Getümmel,

mit Huhn am Spieß und Bier im Krug.

Luftschaukeln möchten in den Himmel.

Doch sind sie wohl nicht fromm genug.

Die Stare gehen auf die Reise.

Altweibersommer weht im Wind.

Das ist ein Abschied laut und leise.

Die Karussells drehn sich im Kreise.

Und was vorüber schien, beginnt.

Lesetipp:

1. Lesen.

2. Noch einmal lesen und dabei das "Kopfkino" einschalten. Stellt Euch die Farben, die Gerüche, die Geräusche vor und spürt den Wind.

Glücklicherweise bin ich schon so alt, dass ich mich bestens an den Duft eines Kartoffelfeuers erinnern kann.

Einen hoffentlich schönen September für uns alle!

Monika

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Am Wochenende fand bei uns in Solingen ein Dichterwettbewerb für junge Menschen (14 - 24 Jahre) statt. Der erst Platz des Slams "Lost in Lyriks" ging an eine 19-jährige Heidelbergerin. Das Gedicht steht heute in unserer Tageszeitung und hat mich sehr berührt.

Ich weiß nicht mehr

warum hab' ich früher gedacht, dass es nie regnet

denn die Sonne scheint doch strahlendhell, wenn jemand lacht

und dass es nur dann Wellen gibt

wenn ein Wal eine Bauchlandung macht

Dann dacht ich, alle Menschen sind traurig bei Regen

und Sonnenuntergang gibt es nur

um die Welt mit Strahlengold zu belegen

Dann dachte ich, ein Komet ist ein Phönix

und Sternschnuppen eigentlich Glühwürmchen auf der Autobahn

und Löwen in Afrika waren für mich nur

lebendiger laufender Löwenzahn

Im Herbst glaubte ich, dass kleine Flammen an den Bäumen lodern

und Regenbögen entstanden für mich

wenn Graffitisprayer den Himmel erobern

Wen ich dann Drachen steigen ließ

wünschte ich mir immer

dass der Wind mich und den Drachen wegblies

der in der Luft ganz leise knistert

und mich wegträgt

bis er Wunderwörter wispert

Für mich war Schnee wie glitzernde Diamentenscherben

Sterne waren Albinosenfkörner

und funkelten nur, um den Mond zu umwerben

Blitze waren Momentaufnahmen von oben

Donner kam von Engeln auf der Kegelbahn

und Bäume waren nicht mehr als

Brokkoli mit Größenwahn

Zuckerwatte bestand für mich aus abgeschossenen rosa Wolken

die jemand um einen Holzstab rollte

heute weiß ich nicht mehr

warum ich den Wind mit einem Kescher fangen wollte

Ich weiß nicht mehr

wie Schatten Wandgemälde malen

ich weiß nichts mehr

von Mondsicheltänzen und Sonnenscheinritualen

Wenn ich jetzt einen Baum seh

denk' ich nur an Toilettenpapier

und bei Zuckerwatte ertapp' ich mich

wie ich im Kopf Kalorien addier'

Wann hab' ich verlernt, wie man den Atem verliert

wann hab' ich gelernt, wie die Welt funktioniert

wann hab' ich vergessen, wie der Himmel aussieht

wir sehen ihn ja nur, wenn er an verglasten Fenstern vorbeizieht

sitzen einbetoniert von Häusermauern

haben einleuchtende Erklärungen

die in Büchern wohnen und die Zeit überdauern

Und für mich ist es jetzt schon zu spät

ich hab' bessere Geschichten eingetauscht

gegen stichhaltige Rationalität

ich weiß nicht mehr, warum ich nicht an Drachen glaube

ich weiß nicht mehr, warum die Erde manchmal stillsteht

ich weiß nicht mehr, wie ich der Sonne Strahlen raube

und ich hab' vergessen, wie die Wiesen wispern, wenn der Wind durchweht

Wie konnte ich vergessen, was meine Wirklichkeit war

wie konnte ich aufgeben, wie ich die Welt in meinen Augen sah

Theresa Hahl

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Ich empfinde sehr viel Tiefgang in diesem Gedicht und betrachte es nicht als "trübsinning", sondern als Anlass, die Welt nochmal durch Kinderaugen zu sehen....., wenn wir es noch können. Oder vielleicht können gerade wir es?

Liebe Grüße

Astrid

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Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!

Die Luft ist still, als atmete man kaum,

und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,

die schönsten Früchte von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!

Dies ist die Lese, die sie selber hält,

denn heute löst sich von den Zweigen nur,

was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Friedrich Hebbel)

Wenn der Tag hält, was dieser Morgen verspricht, wird's wieder schön!

Liebe Grüße

Monika

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Herbstlich sonnige Tage

Herbstlich sonnige Tage,

Mir beschieden zur Lust,

Euch mit leiserem Schlage

Grüßt die atmende Brust.

O wie waltet die Stunde

Nun in seliger Ruh'!

Jede schmerzende Wunde

Schließet leise sich zu.

Nur zu rasten, zu lieben,

Still an sich selber zu baun

Fühlt sich die Seele getrieben

Und mit Liebe zu schaun.

Und so schreit' ich im Tale,

In den Bergen, am Bach

Jedem segnenden Strahle,

Jedem verzehrenden nach.

Jedem leisen Verfärben

Lausch' ich mit stillem Bemühn,

Jedem Wachsen und Sterben,

Jedem Welken und Blühn.

Selig lern' ich es spüren,

Wie die Schöpfung entlang

Geist und Welt sich berühren

Zu harmonischem Klang.

Was da webet im Ringe,

Was da blüht auf der Flur,

Sinnbild ewiger Dinge

Ist's dem Schauenden nur.

Jede sprossende Pflanze,

Die mit Düften sich füllt,

Trägt im Kelche das ganze

Weltgeheimnis verhüllt.

Schweigend blickt's aus der Klippe,

Spricht im Wellengebraus,

Doch mit heiliger Lippe

Deutet die Mus' es a

Emanuel Geibel (1815-1884)

Pete

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Altweibersommer

Gleich einer reifen Frau von schönster Sorte

streift jener Sommer noch einmal das Feld, die Flur.

Verwöhnt mit seinem lauen Atem viele Orte,

zeigt unverhüllt die Herrlichkeiten der Natur.

Noch küssen uns des Sommers warme Strahlen,

der Herbst, er scheint so weit und fern zu sein.

Und während Sonnenblumen sich gen Himmel malen,

erfreut den Menschen Obst und neuer Wein.

Wie lange mag der Sommer seine Tage mit uns teilen,

sein helles Antlitz und die übervolle, pure Lust.

Wir wünschten uns, er müsse nicht so schnell enteilen,

und mancher wehe Ton liegt auf der heißen Brust.

Schon bald hat er sein frohes Spiel verloren,

der Herbst tut eisern die Regentschaft kund.

Dann wird die Macht des Windes neu geboren,

der Bäume Blätter werden wieder welk und bunt.

Hansjürgen Katzer (geb. 1967)

Einen schönen Altweibersommerabend!

Monika

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Inschrift an einer alten Dorf- Schule im Allgäu

Nimm ein Kind an der Hand und lass Dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es Dir erzählt.

Zur Belohnung zeigt es Dir eine Welt, die Du längst vergessen hast

Pete

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TRAU DICH!

Ein Schiff, das im Hafen liegt, ist sicher. Doch dafür werden Schiffe nicht gebaut.

(aus meiner Postkartensammlung)

Man entdeckt keine neuen Weltteile, ohne den Mut zu haben, alte Küsten aus den Augen zu verlieren.

(André Gide)

Einen schönen Tag!

Monika

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Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,

noch träumen Wald und Wiesen:

bald siehst du, wenn der Schleier fällt,

den blauen Himmel unverstellt,

herbstkräftig die gedämpfte Welt

in warmem Golde fließen.

(Eduard Mörike)

Schönen Sonntag!

Monika

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Gemischtes für Verstehende und Träumende.

Es ist schön zu denken, dass so viele Menschen heilig sind in den Augen derer, diesie lieben.

(C.Morgenstern )

Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn Menschen gemeinsam träumen, ist es der Beginn einer neuen Wirklichkeit.

(Helder Camara)

Die Einsamkeit hat mich gelehrt, dass das Zusammensein mit anderen etwas ziemlich Schönes ist. Und das Zusammensein mit anderen hat mich gelehrt, dass die Einsamkeit etwas ziemlich Schönes ist. Und so habe ich viel Abwechslung und ein ziemlich schönes Leben.

(Günter Radtke)

Liebe ist die wunderbare Gabe, einen Menschen so zu sehen, wie er nicht ist.

(Hannelore Schroth)

Liebende zweifeln an nichts oder an allem.

(Honoré de Balzac)

Man würde aus der Liebe keine Gottheit machen, wenn sie nicht oft Wunder vollbrächte.

(Abbé Prévost)

Und wenn ein Freund Dich kränkte, verzeih's ihm und versteh: es ist ihm selbst nicht wohl dabei, sonst tät er Dir nicht weh.

(Friedrich Rückert)

Man muss es zugeben, die Liebe ist eine große Lehrmeisterin: sie bildet uns zu einem Wesen, das wir nie waren.

(Molière

Pete

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Herbst

Die Schwalben sammeln lärmend ihre Züge

und stieben von den Telegraphendrähten,

als ob der Herbst mit Daunenkissen schlüge

und wirbelnd aus den aufgeplatzten Nähten

die weiße Wolle in den Himmel würfe.

Dann fliegen sie in ferne Palmenländer –

und eine Krankheit wird die Welt befallen,

bis über ihre purpurnen Gewänder

die hohlen Winde aufeinander prallen

und lange Nächte durch unsinnig wüten.

Und hangend wie in ungeheuren Schächten,

wirst du mit weiten Augen lauschend liegen

in diesen lauten winde wilden Nächten;

kein Arm wird sich um deine Schulter schmiegen,

und dir wird sein, als ob dein Herz zerfiele.

Gustav Sack (1885-1916)

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SEPTEMBER

September, er wills mit der ganzen Kraft,

Dem störrischen Hochmut der Leidenschaft,

Das Fliehende will er noch halten.

Doch hüpfen die Äpfel vom Baum ihm fort,

Die Goldbirnen stürzen, das Gras verdorrt,

Die Flüsse und Weiher erkalten.

Die Wolken sind auch schon so weiß nicht mehr,

Und Pilzgeruch bringen die Nebel her

Auf regenfeucht schleppenden Füßen.

Den Brombeersucher, den mag er nicht,

Drum schärft er den Dolch, der die Hand zersticht:

Die Gier soll der Räuber nur büßen!

Nur manchmal, am Mittag, im weißen Glast,

Da tut er, als wär er der Sommer fast,

Da fühlt er sich noch wie ein Junger.

Da hat er noch Gold und ein Knabenherz,

Und treibt mit der Muhme, der Schlange, Scherz,

Und gibt ihr die Maus für den Hunger.

Nie schrie dann im Hof so verliebt der Hahn,

Es fangen die Blumen zu brennen an,

In Feuer stehn ringsum die Gärten.

Jetzt sammelt im Weine sich süß die Glut,

Drum heben die Winzer voll Dank den Hut

Vor ihm, den sie immer verehrten.

Doch nach einer regendurchtobten Nacht,

Scheel sieht er die nasse, vergilbte Pracht,

Zerrauft und wie Besen die Schober.

Da weiß er, nun gilt es nach Haus zu gehn,

Und ohne sich noch einmal umzusehn

Überläßt er die Welt dem Oktober.

(Georg Britting)

Euch allen einen schönen September-Sonntag!

Monika

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- Nachtrag zum gestrigen kalendarischen Herbstanfang -

Herbsttag

Herr: Es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren

und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten reif zu sein

gib Ihnen noch zwei südlichere Tage

dräng sie zur Vollendung hin und jage

die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr

wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird lesen, wachen, lange Briefe schreiben

und wird auf den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

(Rilke, Rainer Maria *1875-1926*)

Gruß Monika

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Einladung zur Kirmes

Der Nebel liegt auf Berg und Tal,

Das Feld ist leer, der Wald ist kahl,

Nur frischbesätes Land wird grün,

Nur hie und da noch Blumen blüh'n.

Es schwiegen längst des Waldes Sänger,

Der Tag wird kürzer, die Nacht wird länger.

Da denkt der Herbst: nun ist es Zeit,

Zu scheiden bin ich gern bereit.

Doch dass ihr freundlich denket mein,

So lad' ich euch zur Kirmes ein.

Kommt, Jung und Alt und Groß und Klein,

Heut soll's für Jeden Kirmes sein!

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Pete

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Komm in den totgesagten park...

Komm in den totgesagten park und schau:

Der schimmer ferner lächelnder gestade ·

Der reinen wolken unverhofftes blau

Erhellt die weiher und die bunten pfade.

Dort nimm das tiefe gelb · das weiche grau

von birken und von buchs · der wind ist lau ·

Die späten rosen welkten noch nicht ganz ·

Erlese küsse sie und flicht den kranz ·

Vergiss auch diese lezten astern nicht ·

Den purpur um die ranken wilder reben ·

Und auch was übrig blieb von grünem leben

Verwinde leicht im herbstlichen gesicht.

(Stefan George, 1868-1933)

Mit herbstlichen Grüßen

Monika

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Zu einem hoffentlich goldenen Oktobertag passend:

"Herbstlied"

1. Bunt sind schon die Wälder,

Gelb die Stoppelfelder,

Und der Herbst beginnt.

Rote Blätter fallen,

Graue Nebel wallen,

Kühler weht der Wind.

2. Wie die volle Traube

Aus dem Rebenlaube

Purpurfarbig strahlt!

Am Geländer reifen

Pfirsiche, mit Streifen

Rot und weiß bemalt.

3. Flinke Träger springen,

Und die Mädchen singen,

Alles jubelt froh!

Bunte Bänder schweben

Zwischen hohen Reben

Auf dem Hut von Stroh.

4. Geige tönt und Flöte

Bei der Abendröte

Und im Mondesglanz;

Junge Winzerinnen

Winken und beginnen

Frohen Erntetanz.

(Johann Gaudenz Frhr. v. Salis-Seewis)

Schönes Wochenende!

Monika

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Das Glück liegt nicht am anderen Ufer

bei den anderen Menschen,

denen es scheinbar viel besser geht.

¸.•’´Â¯)¸.•’´Â¯)

......¤ª“˜¨¨¯¯¨¨˜“ª¤...........^v^

Das Glück liegt in dir.

¸.•’´Â¯)¸.•’´Â¯)

......¤ª“˜¨¨¯¯¨¨˜“ª¤.....^v^

Es nimmt seinen Anfang in deinem Herzen,

und du gibst es weiter,

wenn Menschen gern mit

dir zusammen sind

In diesem Sinne ,liebe Grüße an alle !!

Heike

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DIE TAGE WERDEN KÜRZER ,ZEIT MAL DIE KLAPPE ZU HALTEN UND IN SICH ZU GEHEN, ZEIT DIE ZWEISAMKEIT WIEDER ZU ENTDECKEN.

Stiller Augenblick

Fliehendes Jahr, in duftigen Schleiern

Streifend an abendrötlichen Weihern,

Wallest du deine Bahn;

Siehst mich am kühlen Waldsee stehen,

Wo an herbstlichen Uferhöhen

Zieht entlang ein stummer Schwan.

Still und einsam schwingt er die Flügel,

Tauchet in den Wasserspiegel,

Hebt den Hals empor und lauscht;

Taucht zum andern Male nieder,

Richtet sich auf und lauschet wieder,

Wie's im flüsternden Schilfe rauscht.

Und in seinem Tun und Lassen

Will's mich wie ein Traum erfassen,

Als ob's meine Seele wär,

Die verwundert über das Leben,

Über das Hin- und Widerschweben,

Lugt' und lauschte hin und her.

Atme nur in vollen Zügen

Dieses friedliche Genügen

Einsam auf der stillen Flur!

Und hast du dich klar empfunden,

Mögen enden deine Stunden,

Wie zerfließt die Schwanenspur!

Gottfried Keller (1819-1890)

PETE

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Herbst

Der Garten ist nun herbstesmüd';

er hat des Sommers reiche Frucht getragen.

Zur eigenen Freude er in gold'nen Farben glüht

in diesen letzten warmen Tagen.

Frühmorgennebel hüllt den Garten sachte ein,

lässt ihn behutsam in den Tag erwachen.

Die späten Asternsterne in der Sonne warten Dein,

Dich vor dem Winter noch blaulila anzulachen.

Und ist in Deinem Leben Herbst gekommen,

die schwere Last der Pflichten abgetan;

lass in Dein Herz die kleinen Wonnen,

ein jeder Tag dient sie Dir an.

(Rosamunde Bushart)

Herbstgruß von Monika

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" MUT heißt ängstlich zu sein und

dennoch unerschrocken zu handeln !! "

Liebe Grüße

eure Heike

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Der Oktober

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.

Was vorüber schien, beginnt.

Chrysanthemen blühn und frieren.

Fröstelnd geht die Zeit spazieren.

Und du folgst ihr wie ein Kind.

Geh nur weiter. Bleib nicht stehen.

Kehr nicht um, als sei's zuviel.

Bis ans Ende mußt du gehen.

Hadre nicht mit den Alleen.

Ist der Weg denn schuld am Ziel?

Geh nicht wie mit fremden Füßen,

und als hätt'st du dich verirrt.

Willst du nicht die Rosen grüßen?

Laß den Herbst nicht dafür büßen,

daß es Winter werden wird.

An den Wegen, in den Wiesen

leuchten, wie auf grünen Fliesen,

Bäume bunt und blumenschön.

Sind's Buketts für sanfte Riesen?

Geh nur weiter. Bleib nicht stehn.

Blätter tanzen sterbensheiter

ihre letzten Menuetts.

Folge folgsam dem Begleiter.

Bleib nicht stehen. Geh nur weiter.

Denn das Jahr ist dein Gesetz.

(Erich Kästner; Die 13 Monate)

Golden-kalte Oktobergrüße

Monika

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Heute in der WAZ gefunden, sinnigerweise platziert unter dem Kommentar zum Untergang des Hauses QUELLE; aber vielleicht trifft es ja auch auf andere Lebenssituationen zu (MS?):

"VERZAGE NICHT; VIELLEICHT IST DAS UNGLÜCK DIE QUELLE DEINES GLÜCKS."

(Menander; 342-291 v. Chr., griech. Komödiendichter)

Gruß Monika

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