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coffee

Wichtig: immer die Spritze aspirieren .......

69 posts in this topic

Guest Turtle

Hier möchte niemand etwas besser als Dein Arzt wissen, Coffee, und drei Seiten Thread-Länge sprechen auch nicht für mangelndes Interesse.

Für mich ist die entscheidende Frage, wie ich aspirieren soll, wenn ich den Kolben nicht weit genug herausziehen kann, um zu sehen, ob Blut nachkommt. Und das ist vielleicht ein Aspekt, den wir Betroffene tatsächlich besser beurteilen können als die Ärzte, denn wir gehen mit den Spritzen um. Ärzte spritzen doch kaum noch selbst, sondern Schwestern, die ebenfalls medizinisch geschult sind und Dinge beurteilen können - und die sich hier auch zu Wort gemeldet haben.

Ich gestehe, dass ich hier im Forum früher selbst selbst empfohlen habe zu aspirieren, weil ich hoffte, so ließen sich auch Flushs verhindern. Bis ich dann merkte, dass nie Blut in den Zylinder fließt, auch dann, wenn ich ganz offensichtlich eine Ader traf.

Und selbst wenn man bei unseren Spritzen etwas sehen würde: Wie soll das denn gehen, wenn wir uns ins Gesäß spritzen? Wenn ich mich recht erinnere, hast Du auch dort eine Nekrose gehabt? Oder wenn jemand auf den Autojekt nicht verzichten kann oder möchte?

Du schreibst, es sei *Fakt*, wie bei dir die Nekrose entstand (Gefäß getroffen), aber in den Artikeln, auf die Du verweist, steht etwas von *Vermutung*. Aber auch wenn es eine Tatsache ist: Wir können nicht so sehr aspirieren, dass wir tatsächlich etwas sehen. Wenn Du jetzt sagst: "stimmt nicht, so und so wird's gemacht!" - prima, nur her mit der Info.

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Guest Turtle
nochmal: was muss man genau tun um das nicht zu bekommen? :D grad nochmal fix hingeschrieben vielleicht? passiert das auch bei den interferonen?

Kolben der Spritze etwas herausziehen, sehen, ob Blut in den Zylinder läuft. Wenn ja, Spritzstelle wechseln. Problem wird auch bei dir sein, dass Du den Kolben kaum bewegen kannst, ohne die Spritze zu zerlegen.

Keine Ahnung, ob es das auch bei Interferonen gibt. Bis vor kurzem wusste ich nicht einmal, dass es das überhaupt gibt. Aber Du spritzt ja deutlich seltener, als wird sich schon dadurch dein Risiko mindestens halbieren. Bei der Lipoatrophie ist es ja auch so.

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Bitte was? Davon habe ich noch nie gehört....ich spritze Copaxone seit 2008 und die "MS-Schwester", die mir das damals gezeigt hat, hat auch nie sowas gesagt. Ich spritze auch immer mit dem Injektor, wenn man mal ein kleines Äderchen trifft und ein paar Tröpfchen Blut kommen wird das doch wohl nicht schlimm sein... wäre mir jedenfalls neu!

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Trifft das vielleicht nur zu, wenn man ohne Injektor spritzt? Wurde vielleicht schon gesagt, habe nicht alles genau gelesen...

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guten Morgen Ihr Alle,

ich verstehe Eure Argumente durchaus und natürlich auch das so eine Nachricht Unsicherheit und Betroffenheit auslöst. Nachdem ich aber eben sowohl in der Klinik, also auch von verschiedenen Ärzten (die auch noch selbst Spritzen) und Spritzschwestern gesagt bekommen habe ich solle doch ab jetzt besser immer aspirieren auch bei sc. Wollte ich dies einfach hier weitergeben. Früher (also die letzten 6 Jahre habe ich das auch nicht gemacht).

Klar kann die embolia cutis medicamentosa was weiss ich wie da hin gekommen sein, ist aber nunmal an der Spritzstelle wo ich 24h vorher gespritzt hatte. Und daraus hat sich nun de Nekrose entwickelt. Egal wie und was, da muss ich jetzt wohl durch :/

Da es eine echt sehr seltene Nebenwirkung ist und auch draussen grundsätzlich wenig darüber bekannt ist (selbst im großen www) wollte ich hier halt informieren. Ein anderer Betroffener freut sich vielleicht.

Ich spritze ja jetzt auch wieder, die Geschichte hält mich also nicht davon ab weiter mit Copaxone zu arbeiten.

Also Danke fürs zuhören :-)

coffee

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Hallo coffee,

also zur embolia cutis medicamentosa kann es nur kommen wenn man in eine Arterie spritzt. Deshalb aspiriert man bei der i.m. Injektion, da sind die Nadeln wesentlich länger und man kann tatsächlich mal eine Arterie erwischen.

Bei der s.c. Injektion ist das aber nicht möglich, da trifft man nur kleinste Blutgefäße und das macht überhaupt nix aus.

In Wikipedia kann man das übrigens nachlesen.

Ich denke mal, dass sich bei dir die Injektionsstelle infiziert hat und es dadurch zu einer Nekrose gekommen ist.

Gruss kirchemaus

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meine Info sind anders, aber egal jetzt. Meine Ader lag vielleicht auch zu weit oben, Pech. Jetzt ist es erstmal so und ich muss das beste draus machen.

lg coffee

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also nochmal für dumme: ich piekse die spritze in eine stelle, drücke ein wenig flüssigkeit hinein, ziehe den kolben der spritze danach leicht nach oben, schaue ob blut in die spritze fließt...wenn nicht gut, wenn blut kommt, spritze rausziehn, woanders pieksen, das gleiche von vorne? so ungefähr? naja mit dem injektor geht das eh nicht, das heisst es geht nur wenn man sich die spritze selbst per hand injiziert, oder?

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Hallo Myelin!

Mit Aspiration meint man, das Du gleich ein wenig Luft anziehen sollst, bevor Du dann spritzt.

Aber bei unserer Art der Injektion ist es vollkommen out, daß zu tun, weil man dabei auch Gewebe kaputt macht.

Also ich hatte meine Krankenschwester-Ausbildung 1993-1996 und wir sollten das nicht mehr machen.

LG Mares

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Mir wurde auch noch nie was dazu gesagt, meine Beraterin meinte sogar, wenn mal etwas Blut mit rausgekommen ist, ist das nicht schlimm... Ich hab aber später wieder nachgefragt, weil es doch immer wieder passiert ist, dass ich gleich an der Oberfläche eins getroffen habe und da natürlich nicht reinstechen wollte. Die Beraterin hat mir daraufhin den Tipp gegeben, die Stelle deswegen einige Minuten vorzukühlen, damit sich die Gefäße zusammenziehen. Das mache ich seither jedes Mal und so ist es mir nur noch sehr selten passiert.

Aber ich merke das eigentlich immer sofort, wenn ich in ein Gefäß gestochen habe, da es dann gleich weh tut, ist das bei euch nicht so?

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Der Service hier ist unschlagbar ;) bin ja seit dieser Sache im sehr engen Kontakt mit den cop Leuten. Geht ja auch darum meine Sache nicht nur statistisch zu erfassen, sondern wissen für die Zukunft auch für andere zu haben. In enger Zusammenarbeit erfolgt dies mit einem Regen Austausch zwischen meinen Docs, mir und cop. Demnächst kommt dann auch einer der spritzschwestern zu mir. Um genaues miteinander zu erörtern.

Lg coffee

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Hm, ist die Frage woran das bei dir lag, Coffee.

Aber ich werde es weiter so machen, wie bisher. Ich glaube, wenn ich "Anfängerin" wäre, würde mich diese Konversation hier total bekloppt machen. Dann wüsste ich garnicht mehr was richtig oder falsch ist. Also ich würde raten, einfach spritzen wie man es gelernt hat. Und wenn mal ein Tropfen Blut kommt ist das kein Problem - das ist bei mir auch manchmal so! Und weh tuts manchmal ein Bisschen, meistens aber garnicht! Wenns etwas weh tut ist das auch nicht schlimm, heißt nur dass man einen kleinen Nerv getroffen hat. Das ist kein Problem!

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Guest Turtle

Guter Beitrag, SickChick (und guter Username),so sehe ich das auch. Ich gestehe auch, dass ich auch verunsichert bin, ob ich nun aspirieren soll oder nicht. Meine Spritzschwester hatte mir geraten zu aspirieren und meinte, dass der Zug zu gering sei, um Gewebeschäden zu verursachen. Andere hier sagen, dass sei veraltet, man solle nicht aspirieren, wieder andere sagen, es sei wichtig zu aspirieren. Ich bin kein Neuling, aber ich bin verunsichert.

Doomed if you do, doomed if you don't. So viel aber scheint sicher: Hauptsache, wir spritzen uns überhaupt.

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Hallo Ihr,

ich will ja nicht verunsichern, sondern versuchen aufzuklären. :-) Dinge ändern sich ständig, sind im Wandel, so auch eben Nebenwirkungen. Wo früher noch gar nix im Beipackzettel von dieser Nebenwirkung steht, steht heute eben schon etwas, zumindest ein Begriff. Und nur wenn ich als Betroffene meine Infos entsprechend kanalisiere und Mitteile kann man dafür sorgen das man aufmerksam auf solche Dinge wird.

Wie lange gibt es Copaxone? von einer Langzeitstudie kann man noch nicht mal sprechen. Und meiner recherge nach gab es wohl im laufe der Jahre doch den ein oder anderen Fall der meinem gleich ist. Sicher spielen bei so einer "seltenen" Nebenwirkung immer viele Dinge eine Rolle die sich auch schwer im Nachhinein beurteilen lassen. Fakten kann man aber nicht wegdiskutieren. (Ich spritze Copaxone, via subcutan, ohne aspirieren, und an der Spritzstelle kam es zu dieser embolia cutis medicamentosa mit anschliessender Nekrose)

Und nachdem mir jetzt nach dieser Nebenwirkung einheitlich alle Docs, die Copaxone Leute bisher geraten haben zu aspirieren (weil es dann eben vermeidbar ist) versuche ich es. Ob Ihr das macht kann ja jeder von Euch selbst entscheiden, Ihr seit alle mündig genug :-)

Ich spritze ja auch wieder und es macht mir nicht mehr oder weniger angst als vorher. Aber der Nutzen des Medikamentes überwiegt in meinem Kopf einfach.

coffee

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Also, ich muss mich hier auch nochmal einmischen.

Zu einer embolia cutis medicamentosa kann es nur kommen wenn man in eine Arterie spritzt. Nicht jedes Blutgefäß ist eine Arterie, es gibt auch Venen. Zudem kann man mit den kurzen Nadeln, die unsre Spritzen haben sowieso keine größeren Gefäße erwischen. Wenn nach dem Spritzen mal ein wenig Blut kommt dann hat man eine kleine Kapillare durchstochen. Das macht überhaupt nix aus und zu einer Embolie kann es mit Sicherheit nicht kommen.

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Also, ich muss mich hier auch nochmal einmischen.

Zu einer embolia cutis medicamentosa kann es nur kommen wenn man in eine Arterie spritzt. Nicht jedes Blutgefäß ist eine Arterie, es gibt auch Venen. Zudem kann man mit den kurzen Nadeln, die unsre Spritzen haben sowieso keine größeren Gefäße erwischen. Wenn nach dem Spritzen mal ein wenig Blut kommt dann hat man eine kleine Kapillare durchstochen. Das macht überhaupt nix aus und zu einer Embolie kann es mit Sicherheit nicht kommen.

http://www.akdae.de/Arzneimittelsicherheit/Bekanntgaben/Archiv/2006/757-200610201.pdf

@ Kirchenmaus: einfach mal den Link lesen. Ja es gibt hier bisher nur einzelne Fälle, ich habe die Quote um 1 Person erhöht. Hier zu schreiben das wäre Humbug und das es nicht passieren kann schiesst wohl weit übers Ziel hinaus. Ich sauge mir das nicht aus den Fingern......

lg coffee

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Hallo coffee,

sicherlich ist es bei dir zu einer Hautnekrose gekommen, das will ich überhaupt nich in Frage stellen. Nekrosen können allerdings ganz unterschiedliche Ursachen haben. Aber zu einer embolia cutis medicamtosa kommt es nur wenn man in eine Arterie injiziert und das ist mit unseren Kanülen nicht möglich. das grenzt nicht nur an ein Wunder, das wäre ein Wunder.

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hi community

was bedeutet den "Aspirieren"???

hab das jetzt einige male lesen können in den ganzen vorherigen schilderungen.........

kann aber nichts damit anfangen!

gruß dali

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hey dali!

aspiriren ist: spritze in die haut rammen, kolben hochziehn, schauen ob blut kommt und wenn nicht dann die suppe reinlaufen lassen... wenn blut kommt, dann hat man pech und sollte sich ne neue stelle suchen....

ich hoffe ich hab es verständlich ausgedrückt! SO wurd es mir in meiner lehrzeit erklärt!!!

glg niknak

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ach- ich hab vergessen zu sagen: mit dem autoinject geht das natürlich nicht!!!!

nur wenn man manuell spritzt.....

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Aspiration" = Ansaugung

Bei einer s.c. Injektion wird der Wirkstoff ja nur in das Unterhautfettgewebe gespritzt. Dafür haben die meisten Fertigspritzen nur kurze Kanülen!

Durch das Aspirieren kann sogar Hämatombildung gefördert werden, da bei dem Aspirationsvorgang ein Unterdruck in den Kapillaren entstehen kann.

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hallo niknak,

ja ist jetzt auch für mich verständlich,ich spritze erst seit zwei wochen

und daher bin ich mit dieser Materie nicht so vertraut,

da auch ich mit dem Schuss aparat das spritzen erledige ist da nichts mit

"Aspirieren" drin, hatte bis jetzt auch keine probleme damit.......

Danke trotzdem für die erläuterung...........

LG dali

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Hallo coffee,

sicherlich ist es bei dir zu einer Hautnekrose gekommen, das will ich überhaupt nich in Frage stellen. Nekrosen können allerdings ganz unterschiedliche Ursachen haben. Aber zu einer embolia cutis medicamtosa kommt es nur wenn man in eine Arterie injiziert und das ist mit unseren Kanülen nicht möglich. das grenzt nicht nur an ein Wunder, das wäre ein Wunder.

oh ein Wunder......hätte gerne verzichtet :-) gut das ebi allen Menschen sämtliche Arterien gleich liegen und auch die Fett/Haut Beschaffenheit bei jedem Menschen gleich ist, so kann so etwas nie passieren. Und die wenigen Fälle die man im Web dazu findet sind ja auch alle ein Fake und ich eine Fatamorgana..........

Ich spritze bisher OHNE Injektor sondern DIREKT mit der Spritze, vielleicht stelle ich um, empfand es bisher aber als umständlich erst einen Injektor zu nehmen wenn ich doch die Spritze direkt nehmen kann.

Ich warte jetzt auf den Besuch der Spritzschwester von Cop und bin sehr gespannt was sie dazu sagt :-)

@ Kirchenmaus, bist Du aus dem Medizinischen Bereich? Ärztin? Krankenschwester?

lg coffee

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Ironie, ist hier wohl fehl am Platz. Es gibt, wie bei vielem anderen verschiedene Meinungen.

Ob eine Aspiration bei s.c. Injektionen notwendig ist, wird jedenfalls kontrovers diskutiert und ist vom jeweiligen Arzt, dem Medikament und der Technik der Injektion abhängig. Die Gefahr mit aspirieren zusätzlich eine vermehrte Hämatombildung zu provozieren ist jedenfalls gegeben.

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