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Schnecke

Arztwechsel - Unterlagen

19 posts in this topic

Hat jemand von euch Erfahrungen, an die eigenen Unterlagen zu kommen.

Ich bin gerade dabei mir einen neuen Neurologen zu suchen bzw. vielleicht habe ich ihn auch schon gefunden. Dieser Arzt hätte gerne die Unterlagen von mir. Also habe ich heute bei meinem alten Neurologen angerufen und um die Unterlagen bzw. um Kopien der Unterlagen gebeten. Die Dame am Telefon wurde ziemlich pampieg. Das könnte nur der neue Neurologe mit einer Entbindung der Schweigepflicht von mir gegenüber dem alten Arzt machen.

Darauf hin blieb ich ziemlich ruhig, was mich ganz schöne Überwindung gekostet hat und habe der Damen erzählt, das ich ein Recht auf meine Unterlagen habe, da es ja meine sind. Da meinte sie dann, ich solle mir die Sachen vom Hausarzt besorgen. Ich habe ihr dann nochmal sehr ruhig und sachlich erklärt, das mir die Unterlagen zustehen und ich keine Lust habe, mit ihr darüber einen Rechtsstreit anzufangen. Da wurde sie noch pampieger und meint, dann müsste ich halt vorbei kommen und mit dem Arzt darüber reden, ob ich die Unterlagen bekommen. Ich habe dann sogar zeitnah einen Termin bekommen, wobei ich ihr schon sagte, ich rede nicht ob ich die Unterlagen bekommen, sondern ich komme zu diesem Termin um die Unterlagen mitzunehmen.

Wie seid ihr den in solchen Situationen vorgegangen?

LG Schnecke

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Guest BiKo

Ich bin ja selbst Arzthelferin. Und ich hab schon oft mitgekriegt, dass die Helferinnen es persönlich nehmen, wenn man von "ihrem" heiligen Arzt weggeht. Am besten nicht diskutieren. Der neue Arzt soll die Unterlagen anfordern (wenn die unbedingt wollen, mit Schweigepflichentbindung) und gut. Die Sachen stehen Dir zu, wie Du schon geschrieben hast. Meistens wissen die Ärzte gar nicht, dass ihre Helferinnen so sind. Es kann sein, dass er Dir die Unterlagen bei dem nächsten Termin anstandslos gibt!

Lg, BiKo

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Hallo BiKo,

ja, ich werde mal den Termin abfragen. Ich will aber ganz bewusst nicht, das der andere Arzt die Unterlagen anfordert, da ich noch nicht weiß, ob ich bleibe oder noch weiter suchen muss. Und dann ginge das Theater ja wieder von vorne los. Da habe ich sie lieber selber und gebe nur eine Kopie davon weiter.

LG Schnecke

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So hatte ich das bisher noch nicht. Die neuen Ärzte haben die Unterlagen bisher immer selbst beim alten Arzt angefordert. Aber unterschreiben musste ich noch nie irgendwas! Ich habe allerdings TEVA eine Schweigepflichtsentbindung für meinen Rheumatologen unterschrieben, weil ich und TEVA anscheinend auch nicht so recht bezweifeln mögen, dass meine Beschwerden, die ich zur Zeit habe, vom Cop kommen könnten.

Ich kann Dir nur den Rat geben, den Termin wahr zu nehmen und den Arzt dann zu bitten, Dir die Unterlagen auszuhändigen. Arzthelferinnen halten sich auch bei meiner Neuro für die Halbgötter in weiß, die ja eigentlich Ihre Chefs sein sollten ;-). Leg Dir am Besten ne schicke Ausrede parat, warum Du den Arzt wechseln möchtest, sonst fühlt der sich auch noch angepinkelt. Z.B. Ich will umziehen und möchte im Vorfeld schon mal den Neuro vor Ort ausprobieren, ob wir miteinander klar kommen. Ich kann nach meinem Umzug nicht jedesmal über zwei Stunden fahren, nur um hierher zu kommen. Tut mir ja leid, ich würde gerne ihr Patient bleiben, aber das traue ich mir nicht mehr zu. Dafür sollte sogar der alte Arzt Verständnis haben und wenn nicht, hat er seinen Beruf verfehlt. Bitte ruhig und sachlich bleiben bei dem Gespräch und nicht auf Deine Unterlagen auf Teufel komm raus bestehen. Ich denke mal, dann dürftest Du zumindest Kopien bekommen.

Vielleicht hat jemand anders noch nen besseren Tipp?

LG

sissitt

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Ich kenne das auch so, das der neue Arzt die Unterlagen beim alten Arzt anfordert. Meist sogar auf Überweisung. Wir haben einen Vordruck gemacht, den der Patient unterschreiben muß, das er einverstanden ist, das der alte Doc dem neuen Doc die Unterlagen zuschickt. Hat bis jetzt problemlos geklappt.

LG Bambus

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Guest Bettinachristiane

Hallo Schnecke,

du hast ganz Recht, die Unterlagen sind dein Eigentum. Schließlich geht es um dich, und deine Krankenkasse hat für die Untersuchungen etc. gezahlt. Ich habe mir zu Hause auch einen Ordner angelegt mit allen Untersuchungsergebnissen. So habe ich Alles zusammen. Viele Ärzte sind sogar ganz froh, wenn sie Untersuchungsergebnisse, wie z.B. CDs vom MRT loswerden und nicht in ihren Unterlagen aufbewahren müssen.

Versuch es freundlich aber bestimmt.

Drücke dir die Daumen!! GlG Tina

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Hallo,

ich kenne das so,das dem Patient die Unterlagen ausgehändigt werden müssen.Habe lange beim Allgemeinmediziener gearbeitet und wenn ein Patient seine Unterlagen wollte haben wir alles mitgegeben wenn nötig die Unterlagen bis 20 Jahre zurück.Ohne Probleme und Diskusionen.Haben es nur schriftlich notiert und der Patient musste unterschreiben das wir keine Unterlagen mehr haben.

LG Ped

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hi, ja, Unterlagen sind Dein, es geht ja schließlich um DICH.

HAb schon die diversesten Gründe für nicht geben gehört.. wiesoweshalbwarum lassen wir mal. jedenfalls hat mein Hausarzt sie schließlilch für mich angefordert und mir dann aklle gegeben, weile r es total beknackt fand, dass jeder Arzt die immera nfordern sollte (und dann noch, wo ich grad umzog und eh noch nicht wußte, welche Ärzte ich da dann haben werde). mein Neuro, den ich dann fand, sagte nur mal lapidar: Jaja, die nehmens immer persönlich und meinen, sie müssen den Patienten vor sich selber schützen.

Und dann sagte er noch genau das, was mein Hausarzt (der es ja jetzt leider nicht mehr ist) mir sagte: Kopieren Sie sich das und legen Sie sichs zuhause in Ihren eigenen Ordner, dann haben Sie immer alles.

Der gibt mir auch immer alle CDs von MRTs etc. mit, die wandern da genauso rein wie die Ergebnisse von meinen Blutbildern, die meine neue Hausärztin mir immer als Kopie aushändigt (der Neuro scannt die immer und legt MRTs etc. wohl auf nem Server ab. Technik!).

LG

:-)

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Auch ich habe vor vielen Jahren mal schlechte Erfahrungen gemacht, als mir mein Orthopäde nicht meine Unterlagen geben wollte - hab den fall dann der Ärztekammer gemeldet, dann gings. Nach einem Jahr habe ich dann eine eine Anfrage von der Ärztekammer bekommen, ob ich bereit sei auszusagen, da sich die beschwerden wohl gehäuft haben. Das hatte er dann davon.

Leider habe ich aber fast keine Berichte mehr aus meiner Jugendzeit - schade, hätten mir jetzt oft weiterhelfen können.

Auch ich habe mir angewöhnt mir von sämtlichen Untersuchungen Berichte geben zu lassen. Wer weiß wozu man die nochmal braucht.

LG

Bine

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seit ich MS hab und doch immer wieder des öfteren ärzte besuchen muss, schau ich, dass ich alle unterlagen kopiert bekomme und bei mir daheim nochmal im ordner habe. finde das recht wichtig, grad wenn man ständig was hat.

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Hallo Schnecke,

so, da geb ich dann doch noch einmal meinen Senf dazu. Also, wie du vollkommen Recht hast besteht ein Recht darauf, dei eigene Kranken-/Patientenakte zu bekommen. Bei meinem Wechsel zu einem neuen Hausarzt hatte ich nur ein ausgefülltes Rezept bekommen, welches dann an den alten Hausarzt geschickt wurde. Und der schickt es dann zu meinem neuen Arzt. Warum unnötig schwer machen, dachte ich mir.

Ich glaube nämlich auch, dass ich Probleme gehabt hätte, die Unterlagen schon sofort mitzubekommen. Aber das geht echt den meisten so.

Einen Tip gebe ich dir noch: Bei meinem alten Hausarzt wollten sie pro kopierte Seite 50 Cent haben, als ich die Akte haben wollte. Die wollten mir nicht einmal das Original rausrücken. Aber nun hab ich es über meinen Neuen machen lassen, so habe ich keinen Stress und keinen Kosten. Lass dich also bloß nicht auf so etwas ein.

Ansonsten alles Gute.

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Hallo Leute,

komme gerade vom Neuro, hatte richtig Glück, mein alter Neuro war heute so zur Aushilfe in der Praxis. Der hat mich gefragt, warum ich deswegen bei ihm einen Termin habe. Die hätte doch nur die Damen anrufen müssen und die hätten mir schnell die Kopien gemacht.

So sieht wohl jeder in der Praxis die Dinge anders.

Auf jeden Fall habe ich jetzt meine Unterlagen. Und was habe ich daraus gelernt, nur nicht klein bei geben und auf mein Recht bestehen.

LG Schnecke

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Hallo Schnecke,

Glückwunsch, jetzt hat es ja doch geklappt. Prima.

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Kurzer Bericht

Ich war heute Nachmittag also zum 2. Mal bei meinem neuen oder auch nicht neuen, da bin ich mir momentan nicht so sicher, Neurologen.

Ich habe meine Unterlagen mitgebracht, wurde kurz gefragt, wie es mir geht. Mir geht es ja momentan bis auf das Wetter und meinem persönlichen Streß ja ganz gut. Auf meine Bemerkung, das ich das Gefühl habe immer unbeweglicher zu werden, kam der Kommentar, es ginge ihr auch so und da müsse ich halt etwas Gymnsatik machen. Und das würde nicht mit der MS zusammen hängen. Ein kurzer Blick in die Unterlagen, dann die Aussage, für ihr Befunde geht es ihnen ja sehr gut. Da belassen wir alles beim Alten, also weiterhin keine Basistherapie, worüber ich auch sehr froh bin. Ich soll in 3 bis 4 Monaten einfach noch einmal vorbei kommen. Wenn was ist, natürlich sofort.

Nach 5 Minuten war ich wieder draußen. Ich war so perplex über die Kurzabfertigung, das ich gar nichts mehr gesagt habe. Ich weiß zwar nicht so genaue was ich erwartet habe, aber etwas mehr Zeit wie 5 Minuten ja dann schon.

LG Schnecke

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Guest BiKo

Hallo Schnecke,

kann mir gut vorstellen, dass Du Dir da mehr erwartet hast. Da macht man sich vorher Gedanken, was man dem Arzt alles sagt, besorgt die Unterlagen (unter verschäften Bedingungen) und dann fertigt der einen einfach mal so ab. Tut mir echt leid für Dich! :( Hört sich zwar nicht so an, als hätte er einfach nur einen schlechte Tag gehabt, aber vielleicht ist der ja beim nächsten Mal anders.

Warum willst Du eigentlich keine Basistherapie?

Lg, BiKo

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Hallo Biko,

warum ich keine Basistherapie will?

Ich bin nicht unbedingt der Medikamententyp, der Schulmedizinertyp auch nicht gerade. Klar, wenn es notwendig ist, gehe ich zum Arzt und nehme auch Medikamente.

Ich habe ca. 14 Jahr unentdeckt mit meiner MS ohne Medikamente gelebt und keine "bleibenden Schäden" zurückbehalten. Auf meine Frage an die Ärzte, ob es irgendeinen Beweis gibt, das die Basistherapie wirkt, konnte mir keiner mit Ja beantworten. Ich reagiere bei allen Medikamenten sehr stark mit Nebenwirkungen. Außerdem bekomme ich von Spitzen immer sehr leicht einen Abszess, zwar auch ohne Spitzen aber an Einstichstellen noch viel schneller.

Ich habe das Glück, das ich mittlerweile seit ca. 18 Jahren mit MS ohne Nebenwirkungen lebe. Habe nur zwei Schwachpunkt, einmal meine Beine und mein rechtes Auge, wobei der Sehnerv nicht betroffen ist. Ich habe im MRT immer die zwei selben aktiven Herde, seit Jahren unverändert. Und ich merke ganz genaue, wann diese bzw. warum diese sich Bemerkbar machen. Nur was mich ständig belastet ist die rasche Erschöpfbarkeit und dagegen hilft auch keine Basistherapie.

Es soll jetzt nicht der Eindruck entstehen, das ich Grundsätzlich gegen eine Basistherapie bin. Es gibt bestimmt ganz viele Menschen die eine brauchen und denen sie auch gut tut. Ich habe diese Entscheidung ja auch mit der MS-Ambulanz abgesprochen.

Ich habe anscheinend wirklich trotz der Diagnose eine gute Gesundheit, zumindest was die MS betrifft.

Kortision kann ich aufgrund einer Stoffwechselstörung nicht bekommen. Ich bin also der Aussitzertyp.

Natürlich gibt es Tage wo es mir ziemlich schlecht geht und da jammere ich dann auch leidenschaftlich vor mich hin.

Ich hoffe, du kannst mit dieser Erklärung etwas anfangen.

LG Schnecke

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Guest BiKo

Hallo Schnecke,

vielen Dank für Deine Erklärung:)

Ich kann sie in jedem Fall nachvollziehen, auch wenn ich mich für eine Basistherapie entschieden habe. Aber natürlich muss jeder selbst wissen, was ihm gut tut. Und es ist ja auch möglich, dass einer von uns (oder auch wir beide) sich noch mal umentscheidet. Die Hauptsache ist, es geht uns gut damit!

Wirklich bemerkenswert finde ich Dein gutes Körpergefühl. Leider merke ich immer erst, warum ich einen Schub hatte, wenn ich ihn schon habe :(

Lg, BiKo

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Hallo Biko,

ja, ich merke es zum Glück meistens sehr schnell, wenn sich was anbahnt. Und wenn ich es dann schaffe, sozusagen die äußerne Umstände zu ändern, bleibt es beim Warnschuß.

Nur jetzt in der Situation mit meiner Mutter ist halt nicht zu ändern und da muss ich dann schon ganz schön aufpassen.

LG Schnecke

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Guest BiKo

Hallo Schnecke,

ja, das kann ich verstehen. Daran kannst Du halt selber nichts ändern. Es tut mir wirklich sehr, sehr leid. Und ich hoffe, das wird wieder mit Deiner Mutter. Ich wünsch Euch beiden auf jeden Fall alles Gute!

Liebe Grüße, BiKo

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