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BundAl

Hat hier noch jemand (kleinere) Kinder?

26 posts in this topic

Hallo!

Frage steht ja schon oben.

Besuche zwar, sofern es zeitlich paßt, öfter mal die ein oder andere MS-Gruppe, aber das sind meist ältere Betroffene mit inzwischen erwachsenen Kindern oder Jüngere, (noch) ohne Kinder.

Auch in der Lymphgruppe, die ich wegen meiner anderen chronischen Erkrankung regelmäßig aufsuche, hat so gut wie niemand kleine Kinder.

Meine sind jetzt 4 1/2 Jahre (die "Kleine") und 6 1/2 Jahre (der "Große").

Die MS hat sich vor 4 Jahren bei mir bemerkbar gemacht. Inzwischen bin ich EU-Rentner mit einem GdB von 80 % und "G".

Ich finde es mit den Kindern so wahnsinnig anstrengend und fühle mich da irgendwie sehr allein in der Situation. Da ich nicht "behindert" aussehe und relativ unauffällig gehen kann, fehlt im Umfeld m.M. nach das Verständnis für meine Situation. Vor allem, wo ich auch noch starke Gewichtsprobleme habe.

Wer es nicht mitmachen muß, kann es sich auch nicht vorstellen, wie es ist, ständig müde, antriebslos und kraftarm zu sein. Und dann müßte ich mich rein theoretisch jeden Tag von morgens bis abends in eine Kompressionsbestrumpfung quetschen, bis über den Bauch. Fühle mich dann immer wie "gefesselt", total lahm gelegt.

Den Haushalt packe ich gar nicht mehr, überall nur Chaos. Mit 2 Kindern, die ständig und überall alles verteilen habe ich keine Chance das in den Griff zu bekommen.

Es tut mir so leid für meine Kinder, daß nicht einfach mal die Nachbarskinder zum Spielen vorbei kommen können.

Mein Mann ist mir leider keine große Hilfe im Haushalt. Als ADS-ler bekommt er das einfach nicht auf die Reihe. Außerdem ist er beruflich jeden Tag 14 Stunden (gestern waren es 17!) außer Haus. Am WE hängen dann die Kinder (v.a. die Kleine) wie Kletten an ihm, so daß er da auch nicht zu wirklich was kommt.

Von meinen Eltern kommen häufig so ganz unterschwellig Kommentare in Richtung Chaos, was mir psychisch noch mehr Druck macht.

Oder so Kommentare wie "Eigentlich müßtest Du doch jetzt ausgeschlafen sein?" nach gerade mal 4 Stunden Schlaf und 1 Stunde Ruhen nach Nachtdienst. (Schon etwas her, vor meiner Berentung)

Ich reagiere auch recht schnell gereizt (mit einer lauteren Antwort oder so), weil mir irgendwie alles zu viel ist.

Keine Ahnung, was ich jetzt mit diesem Post bezwecken möchte. Vielleicht einfach mal einiges los werden?

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Hallo, ich versteh dich ganz gut. Meine Beiden sind fast 4 und 8 Jahre alt. Mit kleinen Kindern kann man sich halt nicht einfach mal hinlegen, nur weil man kaputt ist, sondern ist immer präsent. Bei meinen Kindern behindern mich vorwiegend meine Lauf- und Gleichgewichtsprobleme. Der kleine lernt grade Fahrradfahren, da muss ich schon aufpassen, wo ich ihn üben lasse, denn hinterherrennen ist nicht. :-(

Im haushalt bin ich gelassen geworden, wir haben auch wieder jemanden der aller 14 tage für 2 Std. die gröbsten Sachen im haushalt macht. Da ich noch 32 Std. arbeiten gehe und auch 1,5 Std. fahrtweg mit dem ÖPNV sind, geht es nicht anders. Deine Kinder sind in KIGA und Schule? Versuch dir deinen Haushalt und Ruhepausen in kleinen Häppchen auf den vormittag zu verteilen, so das du nachmittags halbwegs gelassen bei den kids sein kannst. Bei uns gibt es auch einen ganz klaren tagesrhytmus, das hilft mir und den Kindern, so das ich nicht mehr so viel reden und nerven muss. Ich freue mich auch jeden tag, das sie etwas größer und selbständiger werden.

lg sanne

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Hallo,

Dreck von der Seele reden kann manchmal schon ganz hilfreich sein. Meine Kinder sind 10 (Tochter) und 12,5 (Sohn). Also schon etwas älter, wobei der Große jetzt scheinbar in die Pubertät kommt.

Leider hab ich auch noch nicht so viele Tipps, weil ich meine Diagnose erst seit einem viertel Jahr habe. Aber den Tipp von Sanne find ich gut. Ansonsten kann ich Dir nur raten: Lass Dich nicht unterkriegen, denk an Dich selbst...

LG Anja

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Hallo BundAI,

Was los lassen, vielleicht, sieht aber nach verzweifeltem Hilfeschrei aus ...

Du/Ihr braucht Unterstützung, bevor Dir alles über den Kopf wächst. Erkundige Dich Dir und Deiner Familie zuliebe nach einer Mutter-Kind-Reha. Gerade eine Bekannte von mir hat dies hinter sich. Es wird Euch allen gut tun und sicherlich bekommst eine Menge guten Tipps mit eingepackt.

Zudem hättest nicht ein Recht auf eine Haushaltshilfe? Auch da wäre es von Vorteil wenn Du da Infos holst.

Deine Eltern scheinen nicht wirklich Ahnung von der Krankheit haben, informiere sie oder lass sie durch jemanden informieren, schenk Ihnen ein Buch über die Ms oder bastle ein Buch mit Deinen Kindern, die es vielleicht auch aus Kindersicht erklärt ... so im Stil die Füsse und Hände machen nicht was der Kopf will usw. usw. Es wäre wichtig, dass gerade Deine Familie zu Dir hält, erkläre Ihnen dass Du nun viel Hilfe brauchst. Scheue Dich nicht um Hilfe zu bitten. Sei es die Eltern die die Kinder einmal pro Woche zu sich nehmen, oder eine Freundin die sie mal einen Nachmittag kümmert, so dass Du Dich entspannen kannst.

Ich drück Dir die Daumen dass Du den Mut aufbringen kannst, Deine Leute richtig zu informieren und um Geduld und oder Unterstützung zu bitten.

Silvie

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... sorry für meine inhaltlichen "Druck"Fehler .. war etwas in Eile ... Silvie

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Hallo!

Ich habe meine Diagnose jetzt seit März und habe einen Sohn der 17 Monate alt ist. Er bekommt zwar noch nicht wirklich etwas mit und ich hab auch noch nicht sichtbare Merkmale aber für mich ist es schon manchmal schwer. Bin oft müde und gereizt, gerade weil er jetzt in der Phase ist seinen Kopf durchsetzen zu wollen. Gebe oft einfach nach, obwohl ich genau weiß das es falsch ist :-) ... Versuche so viel Hausarbeit wie möglich am Morgen zu machen, wenn ich noch fit bin, ihm macht es Spass mir zu "helfen" und wenn ich ihn zum Mittagsschlaf hin gelegt habe, kann ich mich auch noch aufs Sofa werfen ;-) Was bei größeren Kindern etwas schwer ist, aber man sollte sie so früh wie möglich schon an einen anteil an der Hausarbeit gewöhnen, mit oder ohne MS :-) ...LG

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Hallo,

meine Jungs sind auch schon 27 und 21 Jahre.

Der Große wohnt nicht mehr zu Hause, aber der Kleine.

Aber glaube mir, Kerlchen kann noch genauso viel Spittel machen, wie als dreijähriger.

Wegräumen, das ist doch Arbeit und eigentlich nichts für Söhne, sondern für Mutti´s. Kinderzimmer aufräumen: Was ist das?

Manchmal helfen Worte, aber er sieht ja auch nicht wirklich, was Fatigue ist und kann es auch nicht wirklich glauben, das ich mehr kaputt bin, als er sich vorstellen kann.

Meine Jungs waren als kleine Kinder auch Quecksilber. Hätte ich damals schon MS gehabt, ich hätte genau die selben Probleme, wie Du jetzt.

Mein damaliger Mann, jetzt Ex-Mann, hat im Haushalt nicht einen Finger gerührt. Hausarbeiten sind ja Muttiaufgaben. Das waren seine Worte und er hat sich ja auch daran gehalten.

Auch sonst war er mir leider keine Hilfe.

Versuch wirklich mal eine Mutter-Kind-Kur zu bekommen. Ich glaube, das würde Euch allen sehr, sehr gut tun.

Viel Glück und übersieh einfach mal den Staub und Co., auch wenn es einen als Frau sehr aufstößt, Gesundheit geht vor und auch Deine Kinder.

LG Bambus

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Hallo BundAl,

ich habe meine Kleine 9 Monate vor der Diagnose bekommen, jetzt wird sie im August 3. Ich freu mich schon darauf, dass sie dann zumindest nachmittags in den Kiga gehen kann. Ich erledige den Haushalt auch morgens nach dem Aufstehen und vor dem Frühstück. Auch ich habe Probleme mit meinem Gleichgewicht und kann schlecht laufen, weil mein linkes Knie nicht mehr das macht, was ich will. Aber mit Zeit lassen bei den Arbeiten und ein wenig Hilfe von meiner Lütten, funktioniert der Haushal prima. Was sie altersgerecht machen kann, lasse ich sie auch machen und bitte auch um Hilfe, danach wird dann extrem gekuschelt! Im Augenblick üben wir neben dem Rollator her laufen, weil ich, wenn sie loslaufen würde, auch nicht hinter her käme. Geht so lala. Vieles kann ich im Haushaltt auch nicht machen, Fenster z. B. putzen geht nicht, weil wir extrem hohe Fenster haben und ich auf nen Tritt steigen müsste, da bitte ich dann meinen Mann. Wenn der nicht könnte, würde ich ne Freundin bitten und im Gegenzug bei ihr irgendwas machen, was ich kann. Das hat früher, bevor die MS kam auch schon funktioniert. Ich hab nämlich noch 2 Große, die nicht bei mir leben. Der eine ist sogar schon selbst verheiratet! Damals hab ich mit meiner Freundin getauscht, sie hat gebügelt und ich hab die Kiddies bespasst! Oder Fenster geputzt, weil sie das nicht mochte. Kopf hoch, es geht immer irgendwie weiter! Und wer nicht sieht, dass ich nicht so gut lauen und mich bücken kann, der kann gerne das Spielzeug, das meine Lütte überall verteilt, aufräumen! Das sage ich den Leuten auch genau so. Was meinst Du wie blöd die dann gucken?! Seitdem ich Tacheles spreche, kommen keine blöden Bemerkungen mehr! Ist schon seltsam;-).

So und nun Kopf hoch!

LG

sissitt

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Hallo,

meiner wird am Samstag 19 Jahre, kann aber trotzdem verstehen wie es in dir vorgeht.Habe auch stark mit der Fatique zukämpfen.

Ich denke auch eine Reha würde euch gut tun.

Vielleicht kannst du auch eine Haushaltshilfe beantragen,wenn du im VDK bist die können dich sicher beraten.

LG Ped

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Schon mal Danke für Eure Antworten!

Versuche nachher oder morgen mal näher und in Ruhe auf Euch einzugehen.

Muß gleich los zu einem Arzttermin und mich wühlt das hier doch sehr auf. Naja, und verheult zum Bus gehen mag ich dann doch nicht.

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Hallo BundAl,

ich habe einen vierjährigen Sohn, außerdem bekommen wir in ca. 3-4 Monaten unseren Zweiten.

Ich glaube, allein würde ich das alles, was so täglich anfällt, nur schwer schaffen. Ich stehe i.d.R. gegen dreiviertel fünf auf, bin um sechs auf Arbeit bis 14:30 - 15:30 Uhr. Zweimal die Woche danach noch Sport, einmal einkaufen (wo ich auch vorher bis ca. 16:45 Uhr arbeite) und einmal alle zwei Wochen kommt ein Freund meines Sohnens mit nach Hause, wenn ich ihn in der Kita abhole.

Den Haushalt teilen wir uns zwar, aber gestern bin ich z.B., während mein Sohn das Sandmännchen sah, einfach weggenickt für ne halbe Stunde, weil ich einfach nur fertig war.

Bei mir ist es halt so. Alles ist fest strukturiert, damit der Körper daran gewöhnt wird, ist und bleibt. Auch Samstags sind wir beim Sport, zweimal im Monat danach noch schwimmen mit dem Kind. Ja, und am Sonntag bleibt dann eben die Zeit für Ruhe, wenn wir nicht Besuch bekommen oder zu Besuch sind.

Damit ich alles auch nur annähernd schaffe muss ich alles strukturieren und gut organisieren. Also abends schon einmal alles fürs Essenmachen am Morgen vorbeireiten, so spart man morgens, wenn man schlaftrunken in die Küche stolpert ein paar Minuten.

Was ich dir auch nur, wie Andere vor mir, empfehlen kann ist, sich über eine Haushaltshilfe schlau zu machen. Je nach Krankenkasse (Beste mit 2 Buchstaben als Focus Money-Sieger vorne dabei, wechsle grad dahin) hat man bis zum 14. Lebensjahr der Kinder einen Anspruch darauf. Und bei deiner Diagnose und deinen heutigen Einschränkungen und Problemen dürfte das sowieso kein Problem mehr sein.

Ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass sich da für dich eine Besserung der Situation ergeben kann.

P.S.: Was arbeitet dein Mann, dass er so arg lange außer Haus ist? Selbst an meinen längsten Tagen (wie auch heute) komme ich max. auf 14 Stunden, und da ist mein Sport schon mit drin.

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HAllo Dee Spax, hast du Erfahrungen mit der Beantragung einer Haushaltshilfe über die KK? Ich dachte das gilt nur während einer reha, Kur oder Krankenhausaufenthalt?

lg sanne

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Hallo sanne,

selber Erfahrung nicht (noch nicht?!?), aber Bekannte sind bei der von mir beschriebenen KK und hatten keine Probleme bei der Beantragung einer Haushaltshilfe.

Ich sage immer: Versuchen, abgelehnt werden kann es immer noch.

Und wenn du es nicht versucht hast, dann machst du dir vielleicht hinterher Vorwürfe.

Hey, und ehrlich gesagt, gibt es doch kaum Gründe, die dagegen sprechen könnten bei den ganzen Gründen, aus denen du das beantragst.

Ach, und noch eine Frage diesbezüglich: Sind dein Mann und du in der gleichen Kasse? Dann wird das mit dem Beantragen einfacher. Ansonsten müssen nämlich beide Kassen sich die Kosten teilen. Elende Bürokratie.

Alles Gute und sag mal Bescheid, ob es geklappt hatte. Vielleicht auch als PN.

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Hallo DeeSpax, ich mich inzwischen mal schlau gemacht, es ist so , wie ich es vermutet hatte. Haushaltshilfe wird nur bei reha, Krkh gezahlt. die KK mit den 2 Buchstaben zahlt bei schwerer Krankheit als zusätzliche Satzungsleistung. Die Kosten werden immer von der Kasse übernommen, deren Versicherter krank ist. also müssten wir wechseln. Mal sehen.

lg sanne

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Hallo sanne,

ich drücke dir die Daumen, dass es funktioniert, damit du endlich entlastet werden kannst. Denn so kann und sollte es nicht länger gehen.

Hältst uns da bestimmt weiter auf dem Laufenden?!?

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hallo ihr lieben Eltern,

hatte vorgestern mein 6 Mon. altes Enkelkind für 10 Std. zum Einhüten. Sie hat genau 2 x 1/2 Std. geschlafen. Sie kann sitzen und versucht zu krabbeln, kommt rückwärte überal herum. Sie ist rechr friedlich wenn ich aus dem Zimmer gehe, aber wenn ich zurückkomme, will sie auf den Arm genommen werden. Überhaupt ist getragen werden das schönste. Der Opa glänzt momentan durch Abwesenheit. Hab außer Essen, Spielsachen aufräumen (Stolpergefahr) und Windel wegwerfen nichts gemacht und war abends total erschöpft. Brauchte danach erst mal einen Tag zum Ausruhen. Ein Glück, daß es das Enkelkind ist und ich es wieder abgeben kann!!!!! ich lieb sie ja abgöttisch!!!

Meine Hochachtung für alle Eltern!

Vida

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Guest BiKo

Ich hab zwei Freundinnen mit jeweils drei Kindern (beide haben auch einen Mann) und wenn ich die beobachte, kann ich mich Vida nur aus vollstem Herzen anschließen. Ich bewundere alle Eltern, wie sie das schaffen. Und ich frage mich immer, woher sie die Nerven nehmen. Ich bin schon mit mir allein überfordert! Also, liebe Eltern, ihr könnt echt stolz auf Euch sein!

BiKo

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Ich würde sagen man schöpft einfach sehr viel Kraft aus den schönen Momenten, wenn es mal nicht so schön ist, bzw. etwas stressiger...

Es gibt nix schöneres als wenn mein Sohn (17 Monate) meinen Kopf in seine kleinen Hände nimmt und mir einen Kuss aufdrück. Egal was er gerade für eine Schnoddernase hat ;-) ... Das füllt den Akku gleich wieder auf...

Letztens hat er eine Vase umgestoßen, da hat er einen Lappen geholt und wollte es ganz allein aufwischen... naja, es wurde dadurch nicht gerade besser aber kann man ihm dann noch böse sein?!

ICH NICHT !!! ;-)

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Ich hab zwei Freundinnen mit jeweils drei Kindern (beide haben auch einen Mann) und wenn ich die beobachte, kann ich mich Vida nur aus vollstem Herzen anschließen. Ich bewundere alle Eltern, wie sie das schaffen. Und ich frage mich immer, woher sie die Nerven nehmen. Ich bin schon mit mir allein überfordert! Also, liebe Eltern, ihr könnt echt stolz auf Euch sein!

BiKo

Danke, das beziehe ich gerne auf mich baldigen zweifachen Vater. ;)

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Hallo BundAl,

ich hab 2 Mädels (4 und 2). Meine Große ist sozusagen im Krankenhaus aufgewachsen weil ich alle 4 Wochen Immunglobuline bekommen habe und dafür ins KH musste. Dazu dann natürlich die Arzttermine wg. der dauernden Schübe (hatte nach der Geburt innerhalb von 16 Monaten 10 Schübe). War die Hölle.

Gerade hab ich eine Mutter-Kind-Kur hinter mir. Ich musste nach 2 Wochen abbrechen weil wir alle 3 ständig krank waren und ich zu guter Letzt einen Schub hatte oder noch habe.

Ich bekomm auch die EU-Rente weil ich oft schon morgends mit dem aufstehen denke: oh Gott, wie soll ich den Tag heute überstehen???

Man sieht mir auch noch nicht´s an. Immer heißt es: dir geht´s doch gut, was du nur hast! Du bekommst Geld für´s nix tun! So schön müsste man es haben!

Meine beiden Sonnenscheine halten mich aufrecht! Ich glaub wenn ich sie nicht hätte, könnt ich mir die Kugel geben.

Auch wenn es oft noch sooo schwer fällt immer gut drauf zu sein und sie bei Laune zu halten. Noch dazu weil sie beide auch sehr weit sind und meine große sehr viel Verantwortung übernimmt. Ich hab oft so ein schlechtes Gewissen weil doch ICH auf meine Kinder aufpassen muß und nich SIE auf mich. Was meine große Maus leider oft machen möchte.

Mein Mann hat auch sehr zu kämpfen mit meiner Krankheit. Immer wenn es mir schlecht geht zieht er sich zurück oder streitet mich auch mehr an.

Ich hab mir eine Haushalthilfe gesucht. Dann kann ich wenigstens in der Zeit mit den Mädels was machen. Und wenn ich nur dabei bin wenn die beiden im Hof Fahrrad (bzw. die Kleine Laufrad) fahren.

Ich hab mir zwar schwer getan abzugeben weil ich mein Zeug doch selbst schaffen will, aber Zeit mit den Kleinen ist wichtiger, werden sie doch sooo schnell Groß.

Ich hoffe ich hab Dich jetzt nicht zu sehr vollgejammert! Ich wollte damit nur sagen daß ich deine Sorgen teile und voll und ganz verstehe!

Herzliche Grüße,

Andrea

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Kinder

Kinder sind wie kleine Bäume,

die in deinem Garten steh´n,

lass die Sonne für sie scheinen

und du kannst sie wachen seh´n.

Kinder suchen eine Antwort

auf die Fragen uns´rer Zeit,

darum gib acht auf deine Worte,

Kinder brauchen Ehrlichkeit.

Kinder haben zarte Seelen,

die so leicht verletzbar sind,

lass sie nie um Liebe weinen,

Tränen machen ihre Herzen blind.

Manchmal bringt ein Kinderlachen

dir das Paradies zurück,

diesen kleinen Garten Eden,

den die Welt so sehr vermisst.

Leg die Zeit in Kinderhände,

sind sie heut´ auch noch sehr klein,

denn sie tragen deine Träume

in die neue Zeit hinein.

Kinder brauchen immer wieder

deine Liebe die sie hält,

Kinder sind der Morgen dieser Welt!

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Hallo Andrea, kein schlechtes Gewissen wegen der Haushaltshilfe. Dem Haushalt ist es egal von wem er gemacht wird, für deine Kinder ist deine Zeit und deine Gesundheit viel wichtiger. Gehen deine beiden in den Kindergarten? DAs wäre für dich zeit, um aufzutanken und die auszuruhen.

lg sanne

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@EA

Ein superschönes Gedicht!!!

So ist es wirklich!

DANKE.

LG Bambus

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Ja sanne, die beiden gehen in den Kindergarten. Die kleine jetzt erst seit April weil sie ja erst zwei geworden ist, aber sie wollte unbedingt gehen. Sie hat es ja von ihrer großen Schwester gesehen. Und mir tut die "Zeit für mich" wirklich gut. Sind zwar nur 3 Stunden aber immerhin!

Mit dem Haushalt hast Du auch recht. Hat aber lange gedauert bis ich mich daran gewöhnt habe.

LG

Andrea (ea*)

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Ich habe einen 6 Jährigen sohn, heute war abschiedfest im kindergarten und nach den ferien kommt er dann in die schule.

ich kann es total nchvollziehen das du das gefühl hast nichts zu schaffen und den haushalt nicht gebacken bekommst.

als ich erfahren habe das ich ms habe, war ich noch mit meinem ex freund zusammen, der hat auch nichts gemacht im haushalt und nicht gearbeitet.

ich habs erfahren als mein sohn 3 war, kurz nachdem er in den kindergarten kam, ich habe vollzeit gearbeitet, musste den haushalt schmeißen und habe mich um unseren sohn gekümmert. mein ex hatte depressionen und mit meiner krankheit, wurden die bei ihm schlimmer. ich habs dann noch 2 jahre mit ihm ausgehalten, und hatte dann so die schnauze voll, das ich ihm gesagt habe, er soll sich ne wohnung suchen, ich ertrage ihn nicht mehr. er war keine entlastung, schöne momente gabs gar nicht mehr und meine krankheit hat ihm viel mehr zu schaffen gemacht als mir. permanent hatte ich das gefühl, ich darf nicht krank sein, weil er dann noch tiefer fällt.

und dann hab ich noch diese ständige müdigkeit, ich schaffe es kaum 4 stunden wach zu sein, ich fall dann einfach so tief, das ich schlafen muss. und das kann auch keiner verstehen :-/

aber ich muss sagen, seid er ausgezogen ist, ist es für mich alles so viel einfacher.

ich schimpfe nicht mehr so viel mit meinem sohn, und das hab ich vorher wirklich oft und viel getan, weil ich so eiine extreme grundanspannung hatte, das die kleinsten kleinigkeiten mich zum ausrasten gebracht haben... er ist nun seid genau einem jahr raus aus unserer wohnung und in der gesammten zeit, habe ich kaum hausarbeit gemacht. ich hab das gröbste gemacht. abgewaschen wenn kein besteck und keine teller mehr da waren, die küche sah immer aus wie sau, weil ich meisten nur dann abgewaschen habe, wenn nichts mehr sauber war und ich dann nicht mehr kochen konnte :-D also wars nach dem abwaschen und kochen, gleich wieder alles unaufgeräumt.

staubgewischt hab ich gar nicht, fenstergeputzt auch nicht. und ich muss sagen, wenn ich besuch bekommen habe, dann nur mit anmeldung ;-)

aber seid ein paar wochen hat sich alles von heut auf morgen geändert. ich mache jeden tag die hausarbeit. der abwasch ist ne sache von 15 minuten wenn man es wirklich täglich macht. einmal die woche staubwischen reicht mit total aus. ich habe mir zwei katzenbabys abgeschafft und es ist totale entspannung für mich, wenn die sich auf meinen schoß legen und ich sie streicheln kann.

und mein sohn weiß das ich eine mittagruhe brauche. von 14-15 uhr geht er in sein zimmer und spielt alleine. das haben wir allerdings schon von seiner geburt an gemacht, immer eine mittagsruhe für ihn und für uns. und er hat sich gut damit abgefunden, eine zeitlang kam er alle 5 minuten angedackelt und meinte, er weiß nicht was er machen soll. aber ich habe es geschafft ihm das abzugewöhnen. er beschäftigt sich, und wenn er nur mit meinem handy spielt, aber ich habe meine mittagsstunde. und um 15 uhr dann wenn ich aufgestanden bin, gehen wir bis um 18 uhr jeden tag auf den spielplatz. da treffe ich mich dann mit meinen freundinnen und wir quatschen und schnacken und haben spaß.

das geht natürlich nur weil ich momentan nicht arbeite. allerdings war ich auch so fertig die letzen jahre das ich eh nicht gekonnt hätte. ich habs aber noch geschafft zur abendschule zu gehen und das hat echt wunderbar funktioniert. ich habe im juni meinen realschulabschluß gemacht :-D *stolz*

also du siehst, es kann auch wieder besser werden.

mach dir selbst nicht so einen druck, wems bei dir nicht gefällt, der soll halt weg bleiben

wenn deine beiden kinder in den kindergarten gehen, dann machst du halt vormittags ne stunde hausarbeit wenns geht und kannst dich dann ja vielleicht noch eine stunde hinlegen. und ich finde das eine stunde hausarbeit am tag reicht. man muss ja nicht jeden tag alles machen (ausser abwaschen ;-)

so ich habe nen roman geschrieben

gute nacht :-D

lg sabrina

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