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Neela

Gleich die Karten auf den Tisch?

12 posts in this topic

Hey ihr,

wann findet ihr sollte man jemandem, von der Krankheit erzählen? Ich bin gern alleine und auch noch ziemlich jung, aber vielleicht will ich ja doch noch mal irgendwann eine Beziehung. Bei Dates komme ich mir dagegenvor wie eine Mogelpackung. Seltsam, egoistisch und auch noch krank, das will man ja keinem zumuten. Sollte man der Fairness halber, gleich davon erzählen, bevor jemand anfängt einen zu mögen?

Lieben Gruß,

Neela

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Hallo Neela,

kann dich gut verstehen, das is nicht so einfach und man zerbricht sich immer wieder den Kopf darüber.

Ich bin der Meinung, dass das erstmal niemanden was angeht. Ich schade keinem damit und es gibt ja keine Ansteckungsgefahr oder sowas.

Ich hab sehr gute Erfahrungen damit gemacht, das Thema erst nach einiger Zeit anzusprechen, wenn ich die Person besser einschätzen kann und mir selbst sicher sein kann, dass es was ernsteres werden könnte, weil dann geht es ihn auch was an.

Aber das handhabt jeder ein bisschen anders, is auch davon abhängig, wie offen du generell damit umgehst.

Liebe Grüße

Carolin

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Hallo Neela,

da hat Carolin Recht. Jeder geht anders damit um. Ich würde auch nicht Hinz und Kunz von meiner MS erzählen. Aber sobald ich mir sicher wäre, es könnte was Ernstes werden, würde ich mit der Sprache raus rücken. Du bist keine Mogelpackung! Geht ja nicht jeden was an! Anstecken könntest Du keinen, oder laufen vielleicht Menschen, die HIV positiv sind mit einem Abzeichen rum? Die wären ja zumindest ansteckend! Deine Gesundheit geht keinen etwas an, nur wenn es wie schon gesagt ernster wird, würde ich vorsichtig antesten, was mein Gegenüber so denkt und dann entweder mit der Sprache raus rücken oder mich zurück ziehen, kommt auf die Reaktion des Gegenübers an. Warum sollte man Gefühle investieren, wenn sie rausgeschmissen sind?!

Irgendwann wird jemand kommen und Dich auch mit MS lieben und achten! Du hast Dir den Mist nicht ausgesucht, oder lag er etwa auf dem Grabbeltisch? Solange Du gern alleine lebst ist das vollkommen OK und nur Deine Sache, geht keinen etwas an!

LG

sissitt

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Guest BiKo

Hallo Neela,

wie gesagt, geht jeder damit anders um. Eigentlich wissen in meinem Freundeskreis alle über die MS Bescheid. Wenn ich also jemand kennen lerne, bekommt der das automatisch mit und kann sich selbst entscheiden, ob er das will oder nicht. Bin bis jetzt immer sehr gut damit gefahren, auch als es nur eine Verdachtsdiagnose war.

Lg, BiKo

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Hallo ihr Lieben,

danke für eure Einschätzung. Ich glaube ich werde es erstmal so machen, wenn ich jemanden kennenlerne, dass ich vielleicht nicht gleich von der MS erzähle. Vielleicht schreckt es doch ein bisschen ab. Wenn irgendwann daraus was Ernstes würde, muss man es natürlich sagen.

Lieben Gruß,

Neela

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Ich habe gerade mal wieder die Erfahrung gemacht, dass ich ehrlich war - warum auch nicht - und dann die Reaktion kam, man würde mich ja nicht wegen meiner Krankheit mögen oder eben nicht, sondern weil ich so bin wie ich bin und seit dieser ach so noblen Aussage herrscht Schweigen von der anderen Person. Warum können Menschen nicht zugeben, dass sie nichts mit Krankheiten zu tun haben wollen??? Das wäre viel einfacher als diese Heuchelei...Fuck it!

LG Henkel

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Da hätte ich jetzt eine leicht böse Antwort drauf.

Erspare ich mir aber ^^

Gruß,

Nick

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ist doch toll, so trennt man direkt die spreu vom weizen ^^

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Das hat Schäfchen wunder bar gesagt: ich finde,e s ist vielfach so, nicht mnur mit unserer Krankheit: Menschen erfahren was.. sofort klappt die Schubslade mit den Vorurteilen auf.. und man bekommt nicht mal die Chance, zu zeigen, das es eben nix als ein dummes Vorurteil ist.

Insofern versteh ich die Variante "Nicht so recht sagen- der andere wird sehen, wie bin ich drauf und beieinander- und dann, wenn derjenige weiß, wie man so ist,sagen" absolut.

Irgendwann langt´s einem doch, nicht mal ne Chance zu kriegen.. sei ´s in der Partnersuche, sei´s sonstwo.

Also viel Erfolg!!

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vor einiger zeit habe ich einen mann kennengelernt, und was besseres als der konnte mir gar nicht passieren! als ich ihm von der ms erzählt habe, hat er mich zuerst stumm in die arme genommen.

ab und zu ist die sache wieder ein thema zwischen uns, aber meist nicht. und wenn ich mal klitzekleine zweifel habe gerade wegen den vielen negativen sachen, die man so hört, weiß er wie er mir die sehr schnell nimmt.

eingentlich habe ich nur einmal eine nicht ganz tolle erfahrung gemacht. aber der war auch vorbelastet, da seine schwester vor jahren an einer extrem aggressiven ms-variante erkrankt ist und später daran verstorben. aber sonst hatte ich bislang kaum probleme.

liegt vielleicht auch am alter. wir sind anfang/mitte 50 und in dieser altersklasse können auch vermeintlich gesunde morgen schon einen herzinfarkt oder schlaganfall haben.

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Hallo Leute,

bei mir ist die Sache schon eine ganze Zeit her.Ich war anfang 30 und habe jemanden kennen gelernt.Damals war

bei mir noch nicht an MS zu denken.(Diagnose mit 43)

Ich hatte ihn in einer Disco kennen gelernt und wir haben uns drei oder vier mal dort getroffen bevor es ernster wurde.

An unserem ersten "richtigen" Date,als ich mit zu ihm nach Hause fuhr hat er mir von seiner Krankheit erzählt.Er war Epileptiker mit recht heftigen Anfälllen. Ich fand das absolut richtig und gut von ihm mich zu diesem Zeitpunkt zu informieren.

Noch hätte ich "Schluss" machen können ohne zuviele Gefühle zu investieren.

Das war aber für mich absolut keine Frage.Wir sind dann ca. 2 Jahre zusammen geblieben.Ob ich wegen der Krankheit die Beziehung beendet habe kann ich nicht mehr so genau sagen,aber es hat auf jeden Fall eine Rolle" gespielt.Sie hat unsere gemeinsame Zeit doch sehr beeinflusst.Es war aber nicht der ausschlaggebende Punkt,es kamen einige Unstimmigkeiten zusammen.

Edited by obi

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