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Guest philly84

Seit vielen Jahren ein Paar. Seit kurzer Zeit MS. Seit einigen Tagen ein Schub.

15 posts in this topic

Guest philly84

Hallo ihr Lieben,

ich bin total am Boden zerstört. Ich habe seit ein paar Tagen einen Schub. Ich streite mich nur in meienr Partnerschaft, weil ich so gereizt und aufgekratzt vom Kortison bin und komme nicht zur Ruhe.

Das hat leider dazu geführt, dass ich ihn fragte, ob er noch eine Zukunft mit mir vorstellen könne - schlechter Zeitpunkt? Denn er hat "nein" gesagt. Das tut weh. Aber ich bin so verletzend seidem ich diese Krankheit haben. Alle müssen mich verstehen. Ich bin oft sarkastisch, ungerecht und egoistisch. Und merke es anscheinend immer zu spät, dass ich mich falsch verhalte und es kein Wunder ist, dass ich viele meiner Freunde verloren habe. Es ist einfach zuviel für mich.

Kann das einen Schub auslösen?

Ich befürchte, dass ich aus diesem Stress, den ich mir selbst mache, diesen Schub bekam.

Vielleicht könnt ihr mir helfen vorab. Ich gehe auch schon zu einer Psychologin, weil ich einfach nicht alles an ihm "auslassen" möchte.

Nur im Moment hat sie Urlaub. Deswegen schreibe ich euch.

Danke schonmal vielmals für eure Antworten!!

Gruß, philly

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Hallo Philly,

erstmal willkommen hier im Forum.

Ich bin da jetzt wirklich kein Experte und kann auch nicht sehr viel zu sagen aber es ist schon klar, dass die Diagnose einen erstmal umhaut (also Euch beide) und die Veränderungen unter Cortison sind schon gewaltig. Ich denke, da hilft es nur wenn Du mit Deinem Partner offen drüber sprichst und um Geduld bittest. Wenn das Corti nachlässt geht das aufgekratzte usw auch wieder zurück. Ganz wichtig finde ich, die Diagnose gemeinsam zu verarbeiten, nicht jeder für sich. Viel und offen reden aber sich gegenseitig auch die Zeit geben, die der andere braucht. Und auch wenn es möglich ist schöne Dinge gemeinsam erleben, mal abschalten so weit es geht.

Ich drücke Dir/Euch die Daumen und hoffe ihr bekommt das schnell hin.

LG

Rüdiger

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Guest BiKo

Hallo Philly,

herzlich Willkommen hier bei uns im "Club der unfreiwilligen Mitglieder"!

Ich kann mich Rüdiger nur beipflichten. Es ist wichtig, offen über die MS miteinander zu reden. Sag ihm, wie es Dir geht und was das Korti mit Dir macht. Und auch, dass die Wirkung bald nachlässt. Vielleicht beruhigt er sich so wieder. Erwähne unbedingt, dass Du nicht Du selbst bist und es Dir auch nicht gefällt, wie Du im Moment bist und auch gar nicht so sein willst, es im Augenblick aber leider nicht ändern kannst.

Ich hoffe, es geht Dir bald wieder besser in Deiner Beziehung und auch in Sachen MS.

LG, BiKo

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Hallo Philly,

von mir auch ein herzliches Willkommen.

Kann mich Biko und Rüdiger nur anschliessen.

Redet miteinander, sagt Euch gegenseitig, was Euch bedrückt, was Eure Angst ist usw.

Habt Gegenseitig Verständnis für den anderen.

Dein Partner muß sich auch erstmal mit der MS auseinandersetzten, genau wie Du. Das braucht Zeit.

Gebt Euch trotzdem viel Liebe, auch das hilft.

LG Bambus

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Hallo Philly,

herzlich Willkommen bei uns im Forum, lass raus was dich beschäftig

wann immer dir danach ist bei uns bleibst du nicht allein mit deinen Problemen.

Ich hab am Anfang wenn ich über MS was gelesen haben immer mit meinem Mann darüber gesprochen

und hab ihn auch alles lesen lassen, er kann sich in dich nicht reinfühlen

du musst es ihm sagen wie du dich fühlst wie es dir gerade geht sonst versteht er es nicht.

Wenn dich grad mal alles nervt sag du brauchst grad deine Ruhe dich nervt grad alles die anderen spüren das nicht von alleine. Das wird ihm zwar auch manchmal auf die Neven gehen aber es muss sein.

Ich erzähl meinem Mann auch öfter was im Forum so geschrieben wird und dass ganz viele oft genauso drauf sind wie ich dann versteht er besser, dass ich oft nichts dafür kann weils von der MS kommt.

Offen damit umgehen ist für dich besser als alles in dich hinein fressen das ist nicht gut bei dieser Krankheit

und ruhig auch mal an dich selber denken schließlich musst du auch einiges aushalten.

Einen schönen Sonntag und alles Gute wünscht dir

wildwind.

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Moin auch!

Natürlich ist das Reden nen ganz wichtiger Aspekt damit uns unser Partner versteht! Was aber ganz wichtig ist! Wir müssen unsere Partner auch verstehen. Die stehen nämlich zumeist alleine mit ihren Sorgen da, weil sie keine Seite haben wo sie sich auskotzen (verzeiht mir diesen Ausdruck) können und Freunde, Verwandte können da evtl auch nicht helfen, also müssen sie das alles chic mit sich alleine ausmachen! Mal so als Denkanstoss!

Ruepel

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Guest philly84

Vielen, lieben Dank für eure Antworten!

Man muss doch kein Experte sein um sich besser zu fühlen. Es war mir wichtig von wenigstens irgendjemandem verstanden zu werden.

@wildwind: das möchte ich ihm noch nicht zumuten. Er kommt damit nicht gut klar, aber er fragt mich wie es mir geht, obs mir besser geht und begleitet mich auch zu Unterschungen. Das ist schon sehr viel wert für mich. Und den Rest möchte ich mithilfe von allen Leuten um mich herum, die es eben wissen, verarbeiten und bequatschen.

Mir ist es sehr wichtig, ihn da nicht so mitreinzuziehen. Er soll doch mein Auffangbecken bleiben und nicht mit in die Tiefe gehen. Ich weiß nicht, ob ich da völlig falsch denke. Klärt mich ruhig auf.

@Ruepel: Dass sehe ich ganz egnau so. Ich bin zwar die Kranke, aber ich möchte eben niemanden auch noch krank machen.

@Ruediger, Biko, Bambus: Erleben schöne Dinge, waren gerade erst im Urlaub - echt toll. Ja, ich habe ihm gesaagt, dass ich eben etwas aufgekratzt bin nach der Kortisonbehandlung. Er hat es auch verstanden. Ich bin jetzt erstmal bei Verwandten und entspanne dort. Ich hab soviel Redebedarf egrade. Und das ist schon verständlich für mich, daass das allein mein sensibler Freund nicht so ertragen kann. Ist schon okay so. Danke

philly

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Alldieweil ich eh ein kleiner Feuerkopf bin (eigentlich hatte ich das mal viel besser im Griff): Mein Partner weiss seine Mrs-Spring-ins-gesicht ja einzuschätzen, aber trotzdem, wenn ich Korti hab, ist meine Zündschnur sehr kurz.. eher mal willkürlich nicht vorhanden, grad noch okay und dann UAAARGGHH, werd ich hzum Hulk..

Deshalb sag ich,wenn mal wieder Korti ansteht, schon extra, "nimms nicht persönlich, du weisst, wie mich das ankratzt".

Mir selber kommts manchmal vor wie ne doofe Ausrede, aber ich weiss halt, dass das manchmal von eben jetzt auf gleich funkt.. und ich will einfach nicht, dass er das persönlich nimmt, denn es ist ja "nur" irgendein Jähzorn, der da ausbricht, es hat nichts mit ihm zu tun, ich kanns dann nur grad nicht kontrollieren.

Wäre schön, wenn s ginge, aber geht halt nicht und deshalb ists mir wichtig, dass er weiss, ich mein das gar nicht so, sprich ich weiss, es ist unfair, nur irgendwie brichts halt los wie so ein Springteufel.. und schreit BAAHH.

Und erwischt ausgerechnet den, der ja nix dafür kann.

Also insofern kann ich nur zustimmen: Miteinander reden ist echt wichtig, das klärt so einiges. Vielleicht nicht alles, aber vieles.

Ein Hoch auf die Verständnisvollen :-))

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Guest philly84

Ohja, reden hilft. Gesternn ging es ihm besser meinte er. Ich finde es eben nur wichtig, DASS man es angeht und es nicht für selbstverständlich hält, dass der Partneer so hinter einem steht.

Aber er tut es!! Und ich bin so glücklich, dass ich heulen könnte. Ich versuche jetzt erstmal runterzukommen und am Freitag wollen wir uns dann treffen um wieder auf dem einigermaßen "normalen" Stand der Dinge zu kommen. Reden ist das Ah und Oh... Sonsts hat das für mich auch keinen Zweck.

Ein Riesenhoch auf die Verständnisvollen ! :)

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Hallo Philly,

mein Partner hat am Anfang auch ne Zeit gebraucht bis er die Diagnose verdaut hat. Aber ... wie auch hier ja schon öfter gesagt: reden hilft!

Es ist auch heute noch manchmal schwierig für ihn immer richtig auf mich einzugehen (oder umgekehrt) , aber meistens kriegen wir das dann gemeinsam schon wieder hin.

Im übrigen haben wir ca. 1 Jahr nach der Diagnose geheiratet, auch wenns am Anfang noch etwas schwieriger war, schließlich lebten wir gute 4 Jahre "gesund" zusammen.

Alles Gute euch beiden, Eufemia

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sorry, mein beitrag ist im falschen thread gelandet. deshalb hab ich ihn jetzt rausgenommen!

Edited by claudia19

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Hallo Phylly,

Ich muß meinem Mann Abbitte leisten, wenn ich das so lese, muß mein Mann ja einiges mitgemacht haben, denn ich war damals sehr genervt!!! Aber nach mehr als 25 Jahren Ehe kannte er mich ja und hat die Zähne zusammergebissen. Ich glaube heute noch, daß es für ihn schlimmer war, als für mich. Auch heute noch denke ich manchmal:

"Hilfe, ich hab Ms und mein Mann leidet dabei!"

Alles Gute für deine Beziehung

Vida

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Halilö,

 

ich habe meinen Mann 2009 über das Internet kennen gelernt. Seit 1986 habe ich die MS am Hacken. Wir haben bevor 2010 geheiratet haben auch viel geredet, muss einfach sein. Seit der Hochzeit habe ich 10 Schübe gehabt, viel Cortison bekommen. Trotz allem steht mein Mann hinter mir obwohl es manchmal wirklich nicht einfach ist.

Also Kopf hoch!!!

 

LG Louise

:P

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Guten Morgen !

 

Mein 1. Mann kam einfach nicht mit dem Problem (Gehirntumor-Operation-Bestahlung-wieder gehen, sprechen, einfach leben-lernen) zusammen. Im Jahr 2000 kam dann noch die MS dazu. Wir haben uns nach 10 Jahren Ehe scheiden lassen. Meine Tochter hab ich mitgenommen.

 

Ich hab es nicht geglaubt, aber ich hab über Teletext, wen gefunden!

 

Er weiß vom 1. Tag an, das ich krank bin und hat sich auch über MS erkundigt. Beim 2. Treffen haben wir noch einmal darüber geredet und ich hab ihm auch erklärt, das es langsam schlechter wird. Er war nicht schockiert, sondern hat mir erklärt, das er mir immer zur Seite stehen wird, in guten und in schlechten Zeiten (echt kitschig).

 

Wir sind jetzt 4 Jahre verheiratet und haben eine verrückte, lustige aber auch sehr schöne Zeit zusammen.

 

Meine Mama hat gesagt, das für jeden Topf ein Deckel da ist. Recht hat sie!

 

Lg Karin

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