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Aentchen89

Kennt ihr das auch????

18 posts in this topic

Hey ihr Lieben...

ich hab ein Problem... Mein Freund und ich sind seit gut 4,5 Jahren zusammen, seit etwa 2 Jahren steht die Krankheit mit im Raum... zZ geht es mir wieder etwas schlechter und immer wenn ich solche Phasen habe, denke ich darüber nach mich zu trennen... Ich will keine Last für ihn sein!!!! Und ihn lässt das nunmal auch nicht ganz kalt, wenn er mich so sieht... Wir versuchen beide so gut wie möglich zu vergessen und zu ignorieren und auch was die Zunkunft angeht, versuchen wir uns nicht zu viele Gedanken zu machen.. Naja... nicht klug aber zur Zeit noch wirksam...

Außerdem hab ich Angst (nicht das ich es ihm zutraue, aber ich bin von Natur aus eher misstrauisch) das er es irgendwann nicht mehr aushält und geht, wenn ich es noch weniger gebrauchen kann...

Hat jemand von euch Erfahrungen mit solchen "Problemen" die einen innerlich wirklich aufwühlen???

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Hallo Aentchen,

das waren meine Gedanken bei der Diagnose!

Unsere Hochzeit stand 3 Monate später an und ich wollte alles absagen, um ihm nicht zur Last zu fallen.

Ich hab mit meinem damaligen Freund drüber geredet, daß ich ihn verstehen werden, wenn es nun vorbei wäre und er solle sich das gut überlegen, ist ja doch en großer Schritt für die Zukunft.

Ich glaube vergessen und ignorieren ist nicht der richtige Weg. Jedenfalls seh ich daß so und sag in letzter Zeit des öffteren, laß mich das machen, solange ich es noch kann, egal in welcher Situation ich bin.

Von meiner Seite aus wird das Thema oft angesprochen. Selbst wenn ich den Haushalt nicht schaffe, muss ich am Abend einfach sagen, ich hab es nicht gepackt, sorry.

Ihr müßt miteinander reden, wie du dich fühlst, wie er sich fühlt, was ihr euch für Gedanken jeweils macht.

Dann bekommst du vielleicht eine Antwort auf deine Zweifel.

LG sunflowerangie84

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Hallo Aentchen!

Ich schreib Dir das als Mann und wie mir der Schnabel gewachsen ist.

Du hast die MS und er weis dies von anfang an, allso 2 Jahre. Wenn er ein Problem damit hätte, wäre schon längst die Möglichkeit gewesen "Tschüs" zu sagen, aber er ist noch immer bei Dir. Warum machst Du dir deswegen gedanken, er musss sich die machen. Er hat sich bestimmt über die MS schlau gemacht und weis darüber bescheid.

Dann sei froh das Du ihn hast und verkraule ihn nicht mit Deinen unangebrachten Gedanken.

LG Longracer

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Hallo Aentchen,

ich glaub das was Longracer schreibt, macht Sinn. Ich glaub auch Männer ticken da anders als wir Frauen.

Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen. Hab einige Monate nach Beginn unserer Beziehung eine doofe Diagnose erhalten, werd nie eigene Kinder kriegen können. Hab das dann mit meinem Freund diskutiert........... und Ich hab für mich den Beschluss gefasst, dass ich mich trenne. 2 Tage bevor ich es ihm sagen wollte, hat er mit nen Heiratsantrag gemacht und wir sind noch immer glücklich verheiratet. Als dann letztes Jahr die Diagnose MS kam, hab ich mal wieder den Satz los gelassen... " Was hast Du Dir da nur angetan, mich zu heiraten" Und von meinem Mann kam dann: " Ich hab Dir damals schon gesagt, ich verbringe lieber mein Leben Mit DIR und ohne eigene Kinder, als ein Leben OHNE Dich und das ändert sich auch durch die MS nicht!!!"

Cooles Statement und ich liebe Ihn dafür.

Klar sind sicher nicht alle Männer so, Aber ich glaube, wenn es deinem Schatz zuviel wäre, dann hätte er sicher schon gehen können. Und Du bist auch mit MS eine LIEBENSWERTE FRAU :), daran darfst Du immer glauben.

Liebe Grüße Caro

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Hallo Aentchen !

Ich glaube auch wenn Dein Freund damit nicht klar kommen würde dann wäre er schon weg.

Wichtig ist in jeder Beziehung über alles reden was ein drückt.

Die Krankheit hätte ihn ja auch treffen können .Keiner ist befreit vor Krankheiten. LG Silke

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Hallo Aentchen,

ich hatte ähnliche Gedanken und hatte zum Glück in meiner Reha eine sehr fähige Psyhologin, mit der ich dieses Thema bearbeitet habe. fakt ist doch: keiner weiß oder kann vorhersagen, wann der nächste Schub kommt und was für Beeinträchtigungen sich ergeben werden. Deshalb kann man auch keine Vorbereitungen treffen und muss sich nicht verrückt machen. Wichtig ist doch, dass ihr beide die Gegenwart bewusst lebt und sozusagen in vollen Zügen genießt. Dass das leichter gesagt als getan ist, weiß ich :-) Wesentlich ist, dass DU schnell genug sagst, wann und welche Art der Hilfe du brauchst und dass ihr rechtzeitig fremde Hilfe holt, also die berühmte Putzfee für den Haushalt als Beispiel. Die Belastungen der Partnerschaft kommen oft erst dann, wenn man nicht offen ist und DInge dann nur noch eingeschränkt macht - der andere weiß nicht, warum und grummelt irgendwann. Je konkreter DU sagen kannst, welche Hilfe Du brauchst, umso einfacher wird es, Dir zu helfen.

LG

Schlawiener

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Hallo Aentchen!

Jawoll-ich hab gerade aktuell solche Probleme. Mein Freund, mit dem ich seit 2009 zusammenbin/war sagte mir, daß ich schon jetzt oft eine Belastung für ihn bin. Er ist schon überfordert, wenn ich ihm sage, daß ich mir nur mal Luft machen und kurz rummeckern muß. Ich gehöre nicht zu den Menschen, die dauernd rumjammern, aber manchmal sollte das schon drin sein....Er ist generell üerfordert-weil ich oft müde bin und eben die ganzen anderen blöden Symptome...ich kann mich nicht mit ihm austauschen, er ist im Streß und sagt, er hat kein Nerv um zuzuhören. Da er mir vorgestern gesagt hat, daß er sich unter keinen Umständen vorstellen kann mich zu pflegen wenn es mal so weit kommt, habe ich die Beziehung beendet. Ich erwarte von niemandem, daß er es schafft einen geliebten Menschen zu pflegen-aber in seinem Fall war`s für mich der Tropfen, der das Faß zum Überlaufen gebracht hat. Die endgültige Diagnose MS habe ich seit dem 13.8.2012-also noch recht frisch alles.... Aber die Symptome waren schon im letzten Oktober da. Ich denke, wenn man krank wird, merkt man wer richtige Freunde sind und ob der aktuelle Partner wirklich zu einem steht. Ich bin fertig-denn im umgekehrten Fall würde ich alles tun, um für ihn da zu sein....Aentchen, wenn Dein Partner sagt, daß er Dich liebt und es auch zeigt, indem er für Dich da ist, könnt Ihr es zusammen schaffen! Wichtig ist wirklich die Bereitschaft zu reden und sich auszutauschen! Ich wünsch Dir von Herzen alles Gute und ganz viel Kraft!!!!!!!!!!!!!

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Guest Sandra70

Hallo Aentchen,

hört sich schlimm an, aber sei froh, das es vorbei ist. Du warst ja eh nicht mehr glücklich in der Beziehung und nur wegen unseren Ausfällen daran fest zu halten, ist auch nicht die Lösung! Ja, ich weiß, ich bin manchmal sehr grausam mit meiner Einstellung, aber ich sehe das immer realistisch. Ich hab mich schon lange vor meiner Diagnose von meinem Partner getrennt, weil ich von ihm keinerlei Unterstützung hatte und damals war ich noch gesund!!!!!

Als ich ihn letztens traf und er sah das ich am Rollator laufe, fragte er nur, ob man das nicht operieren kann. Na mal gut, das wir schon getrennt sind, sonst hätte ich mich genau an dem Tag getrennt ;)

Sei nicht verzweifelt. Es kommen immer wieder andere Möglichkeiten sich zu verlieben und nette Menschen kennen zu lernen, auch wenn man krank ist.

Mach dir nicht zu viele Gedanken. Hoffe ich war nicht zu grausam zu Dir. Wenn ja, schlag zurück ;)

LG Sandra

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Hallo Aentchen,

das tut mir sehr leid für dich. Ich weiß ziemlich genau wie das ist, obwohl ich damals die war, die die Beziehung beendet hat. Ich war sogar verheiratet, als ich vor 14 Jahren die Diagnose bekam.

Aber es fing schon damit an, dass mein Ex-Mann es für absolut sinnlos wenn nicht gar blödsinnig hielt, zu zweit irgendwo im Wartezimmer zu sitzen. Meine Ängste und Bedürfnisse waren völlig egal, in den entscheidenden Momenten war ich immer alleine, also hab ich's dann beendet... dann wusste ich wenigstens von vorne herein, dass ich's allein durchstehen muss.

Aber mittlerweile habe ich seit vielen Jahren einen sehr lieben und fürsorglichen Mann, der sich kümmert und für mich da ist und der mittlerweile auch die zweite chronische Krankheit (habe seit 5 Jahren Colitis ulcerosa) tapfer mit mir trägt (und mich "erträgt").

Also: Nicht den Kopf hängen lassen, wir MS'ler sind stärker als man glaubt und auf Regen folgt zum Glück auch immer irgendwann Sonne (ohjee... 3 Euro ins Phrasenschwein ;-))

Ganz liebe Grüße

Ursi

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Hallo Aentchen!

Hm.

Dein Beitrag hat mich von Anfang an betroffen gemacht (und auch etwas an mich erinnert:()

Nun weiß ich aber nicht, ob ich dir sagen soll, dass es mir leid tut, dass ihr euch getrennt habt, oder ob ich dich beglückwünschen soll.:confused:

Für mich war die Trennung damals das Beste was mir passiert ist.

Ich wünsche dir viel Kraft und Glück auf deinem weiteren Weg.

Alles Liebe, Megare;)

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Guest Turtle

Ich halte eine Trennung "um dem Partner keine Last zu sein" für völligen Quatsch, sorry. Oder gibt sich da jemand dem Wahn hin, er täte seinem/ihrem Partner mit der Trennung einen Gefallen? Entweder ihr liebt euch oder nicht. In beiden Fällen erübrigt sich, die Erkrankung mit einfließen zu lassen.

Ich würde schon die Androhung "ich verlasse dich vielleicht, damit ich dir nicht zur Last falle" als Beleidigung betrachten und zurückfragen, für wie (wenig) belastbar du mich denn hälst.

> Außerdem hab ich Angst (nicht das ich es ihm zutraue, aber ich bin von Natur aus eher

> misstrauisch) das er es irgendwann nicht mehr aushält und geht, wenn ich es noch

> weniger gebrauchen kann...

Also planst du sowas wie Selbsttötung aus Angst vor dem Tod?

Ihr müsst die MS auch nicht schlimmer machen als sie ist und jeden Teufel und Dämon an die Wand malen, der euch mit viel Fantasie einfällt.

Ich kenne - zugegeben über eine Ecke herum - jemanden, dessen Frau so starke Medikamente braucht, dass sie danach nicht ansprechbar ist. Sie wirkt dann wirklich wie jemand mit doppeltem Jetlag und zwei Schlaftabletten intus, nur dass sie nicht schläft. Er ist berufstätig, macht für sie alles und denkt überhaupt nicht daran, sie zu verlassen.

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Umsonst Gedanken gemacht :-( Bin Single... wegen der netten Krankheit....

Hallo,

Mir ging es genau so immer ein hin und her bis er sich heute entschieden hat mir auch den Laufpass zu geben ,weil er keine Lust mehr hat mich so zu ertragen. Und das wobei es Montag richtig los geht, meiner hat sich auch immer getrennt wenn ich im Krankenhaus lag um dann sich woanders zu Vergnügen , nur diesmal kann er bleiben wo der Gott kein Licht mehr scheinen lässt ;)

Egal Leben geht weiter und solange ich auch nur eine Person habe die mich besuchen kommt , lebe ich und geb nicht der Krankheit die Schuld sondern den Menschen die einen mit so einer Krankheit nicht lieben können oder dann gehen wenn es mal ungemütlich wird.

LG

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Hallo Meow!

Ich besuche dich Online. Ich weiß ja nicht, wo du ins ab Montag bist:).

Es gibt mit Sicherheit viele Menschen, die dich besuchen wollen.

Mein Ex-mann hat mich auch damals betrogen. :mad:

Ich gebe aber Turtle recht, das hätte er so oder so getan.

Ich habe ihn verlassen, um mich und meine Kinder zu schützen, nicht um ihm einen Gefallen zu tun. Er wollte sich auch weiter um mich kümmern. Ich sollte in unserem gemeinsamen Haus ins Gästezimmer (Keller) ziehen und solange ich Haushalt und ihre und unsere Kinder schaffe, hätte ich auch bleiben können.:p

Die MS hat mich zum Handeln gebracht.

Nach der Trennung war ich 5 Jahre Schub-frei.:D

@Turtle

Seitdem habe ich wirklich Probleme jemandem zu vertauen. Mit der MS hat das schon etwas zu tun. Ich möchte mein Leben genießen, solange es geht und ich bin lieber allein, als wieder, wenn ich Hilfe brauche, verletzt zu werden.

Ich habe im Moment noch einen Partner. Solange ich fit war, war alles ok. Aber eine Stütze ist er nicht.

Ich bin schon skeptisch und habe Angst. Er will darüber nicht reden und zieht sich immer mehr zurück. Bleibt er, solange mein Geld reicht und ich den Haushalt schaffe? Das kommt mir bekannt vor...

:(

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Hallo...

also ich glaube auch, dass meine Trennung damals nur zum Teil meiner Erkrankung zuzuschreiben ist.

Sie war vielleicht der letzte Anstoß, aber Gründe gab es mehr und auch schon vorher ohne MS.

Es war für mich dann der einzige Weg mir weitere Demütigungen und Enttäuschungen zu ersparen und deshalb war es auch richtig und gut (für mich)

@megare

Das mit dem vertrauen können ging mir genauso, geht mir teilweise noch so obwohl ich seit vielen Jahren in einer neuen und guten Beziehung bin. Ich glaube, dass es schon auch mit der MS zusammenhängt, weil diese Erkrankung einen selbst ja stark verunsichert und ich mir quasi 'selbst nicht trauen kann'.

Außerdem hatte ich bei meinem Ex-Mann nie das Gefühl, dass es ihn interessiert, wie es mir geht oder was ich fühle.

Und das musste ich wirklich komplett neu lernen, dass da auf einmal jemand war, der wissen wollte, was ich fühle und denke, und der sich um mich und meine Gesundheit sorgt.

Das war garnicht so einfach, weil ich so viele Jahre alles mit mir selbst ausgemacht habe.

Aber zum Glück ist der Mensch ja lernfähig ;-)

ich halte zwar heute immernoch zu oft den Mund, aber ich arbeite daran :-)

Ich wünsch dir von Herzen, dass ihr reden könnt und du Klarheit und Sicherheit bekommst.

GLG Ursi

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Guest Turtle

Megare, das kann ich natürlich nicht beurteilen. Ausnutzen lassen geht natürlich nicht.

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Danke Ursi!

Ich werde es noch mal mit reden versuchen. Ich halte auch in der Beziehung lieber den Mund. Sonst bekomme ich Antworten, die ich nicht hören will. da ich sonst immer und überall meinen Senf zu geben muss, Mal sehen, erwartet von mir wahrscheinlich Keiner, dass ich, wenn es um mich geht lieber den Mund halte.

Also mal sehen, ob ich noch lernfähig bin.

Es freut mich sehr, das du nach deinen Schicksalsschlägen Jemanden gefunden hast, der zu dir steht.

@ Turtle

Danke!

@ Meow und Aentchen!

Ich hoffe es geht euch im Moment gut.

Megare

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also, dass ich von meinem ex noch kurz vor der diagnose geschieden wurde, war eines der besten dinge, die mir in meinem leben passiert sind. eine stütze wäre der garantiert nicht gewesen, er ist sowieso der meinung, so schlecht wie ihm gehe es keinem (dabei hat er überhaupt nichts!) und alle wollen ihm nur böses... was sollte man mit so einem?

habe dann gar nicht groß gesucht, sondern mich in meinem singledasein recht gut eingerichtet, habe ja zwei fast erwachsene töchter. dann lief mit allerdings ein mann über den weg, den ich nicht mehr gehen lassen werde! und ich bin mir sicher, auf den kann ich mich verlassen, egal was kommt! so einen wünsche ich euch allen, aber mit gewalt bei jemandem bleiben, der einem nicht guttut ... nee, würd ich nie machen!

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