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Whiteknight

Neu - Und verunsichert

24 posts in this topic

Hallo zusammen*,

ich bin quasi neu hier und habe vor ca. 5 Monaten die Diagnose "Klinisch isoliertes Syndrom" bekommen. In zwei Wochen steht ein Kontroll-MRT an und ich sitze derzeit zwischen allen Stühlen, da ich mich weder beruflich, noch privat offenbaren und über meine Ängste und Hoffnungen sprechen kann.

Ich stehe kurz vor der Übernahme einer Abteilungsleitung und fühle mich absolut nicht wohl dabei; auch daher, daß ich nicht sicher bin, wie ich meinem Arbeitgeber gegenüber reagieren soll/ darf.

Ich würde mich sehr freuen, wenn ein anderer "Betroffener" (ich hasse dieses Wort - wer sonst macht sich mehr nen Kopf - ha! - als Risikopatienten oder MS-ler?) sich einmal zum Reden bei mir melden würde.

Danke und viele Grüße

MS

Edited by Whiteknight
Korrektur

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Hi Whiteknight,

erst mal willkommen in unserer Runde.

Du hast also erst mal nur die Diagnose CIS. In welcher weise hat sich den der "Schub" bei dir gezeigt?

Wie du dich gegenüber deinen Arbeitgeber verhalten solltest liegt ganz bei dir. Da man aber bei dir ja noch nicht von MS reden kann, sehe ich auch kein Anlass dazu, sich deswegen den Kopf zu machen. Auch mal davon ab, bis du nicht gezwungen den Arbeitgeber darüber zu unterrichten solange deine Arbeit nicht darunter leidet. Es hängt halt auch sehr davon ab wie der jeweilige Chef so ist. Ob dieser Verständnis voll ist oder direkt schon einen abschreibt.

Die frage die du dir in erste Linie stellen musst ist: "Habe ich seit dem Beeinträchtigung im Berufsleben? Bin ich seit dem irgendwo eingeschränkt was mein Beruf belasten könnte?"

Gut, sicher machst du dir nun Gedanken, ist auch absolut nachvollziehbar, jeder will ja gern wissen woran er ist.

Ich kann dir aber auch mit Gewissheit sagen, das es genug Menschen gibt, die trotz MS sehr erfolgreich sind im Berufsleben und auch Privat.

Ich finde es aber auch gut, das du dich hier zu Wort meldest und deine Sorgen mal nennst, anstatt diese in dich weiter rein zu fressen.

Liebe Grüße

Dominik

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Guest Turtle

Hallo,

ich hatte im Januar 2008 auch ein klinisch isoliertes Syndrom (CIS) diagnostiziert bekommen. Bei mir (was für dich wenig bis nichts heißt) wurde im März 2009 dann eine MS draus. Da dann die Diagnose MS vorverlegt wird, habe also seit Januar 2008 MS. Und fühle mich prächtig. Ich hätte belastungsmäßig gar kein Problem damit, eine leitende Position auszufüllen.

Insgesamt ist gerade die schubförmige MS besser als ihr Ruf. Im Fall der Diagnose MS würde es sich bei dir ebenfalls um die schubförmige handeln. Die ist zwar auch nicht heilbar, lässt sich aber recht gut behandeln. Ein Drittel aller Patienten hat keine bis wenig Beschwerden, ein Drittel hat zwar spürbare Beschwerden, kann aber ganztags arbeiten, und nur das letzte Drittel muss beruftlich kürzer treten. Tendenziell wird es mit neuen Medikamenten auch eher besser als schlechter.

Ich würde dir raten, den Ball flach zu halten und nicht in Panik auszubrechen, und zwar auch dann nicht, wenn die Diagnose MS fallen sollte.

Ebenso würde ich dir dazu raten, Kollegen und Vorgesetzten nicht davon zu erzählen. Du bist dazu nicht verpflichtet, solange du nicht dich oder andere in Gefahr bringst.

Selbst *wenn* du MS bekommen solltest und *wenn* sich die Krankheit bei dir so deutlich bemerkbar machen *sollte*, dass du beruflicher kürzer treten muss, passiert das nicht gleich nächste Woche, womöglich auch nicht in den nächsten Jahren. Warum also solltest du jetzt schon den Mops in der Pfanne verrückt machen. Lass dir aus eigener Erfahrung sagen, dass der Grundsatz "ehrlich währt am längsten" hier nicht gilt. Die Wahrscheinlichkeit, dass du prophylaktisch rausgemobbt wirst, ist viel größer, als dass dich die MS fertig macht.

Gut's Nächtle

Norbert

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Hallo,

herzlich Willkommen bei uns im Forum.

Meine Vorschreiber haben ja schon ausführlich geschrieben,sehe das genauso wie sie.Mach dich erstmal nicht verrückt.Leichter gesagt ich weiß.

LG ped

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Huhu Whiteknight,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier fühl dich wie zu Hause.

gruß MissSnoopy

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Hi Whitek night.. kann mich den ersten beiden Antwortnen nur anschließen. Nicht Hundi in Pfanne gaga machen, immer mit der Ruhe. Noch ist viel zu viel unklar bei Dir, da gib keinem jetzt schon das Futter, Dich rauszukegeln. Du weisst ja noch gar nicht, wie.was.usw.

Wenn Du tatsächlich die Diagnose kriegen solltest, dann ist auch immer noch alles möglich.. mal platt gesagt, unabhängig von Partei: Malu Dreyer geht mit MS in die Politik. Auch so kann MS laufen.. würde sie das tun, traute sie sich das nicht zu?

Sic!

Und ehrlich: Mich haben sie aus nem leitenden Posten postwendend rausgeschmissen, als sie zufällig meine Diagnose hörten.. ja, und die Kommentare "packts dann eh nimmer" und "Rollstuhl", die wurden mir von meinem entsetzten team auch zugetragen (die werten Geschäftführer kannten sich da halt voll aus).

1 Jahr später mach ich mal eben ne externe IHK-Prüfung.. größtenteils hüpf ich immer noch fröhlich durch die Gegend.. mein Gedanke: So viel zu Vorurteilen.

Und denen setz ich mich heute nur noch sehr gezielt aus, w3eil ich da nämlich keinen Bock drauf hab. Und dass ich mich nicht weiter auf Management bewerbe, ist eoigentlich nur meine Entscheidung, weil ich die Sch* nicht mehr mitmachen will, ich weiss ganz genau, dass ich oft Dinge für den Betrieb vertreten müßte, die ich als Mensch nicht gutheiße. Also klink ich mich aus.

Was nicht heißt, dass ichs nicht könnte. Ich will nur einfach nicht mehr, insbesondere weil jeder, der meine angebliche Schwachstelle kennt, sich nur durch 200% davon überzeugen lässt, dass ich 100 kann. Und darauf hab ich eben keinen Bock mehr, das raubt mir zu viel Energie, die ich für mich selber haben will.

Tsja..

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Hallo Whiteknight,

herzlich willkommen hier.

Wie die Vorgänger auch schon schrieben, solltest du die Diagnose CIS oder was immer auch sich daraus entwickeln könnte, nicht direkt herauszuposaunen. Schliesslich hast du keinen Grund dazu.

Leider hat SchnickSchnack eindeutig Recht. Hatte meine Diagnose 4,5 Jahre verschwiegen, mich ganz nach oben gekämpft, 200% gegeben, Zusatzaufgaben, Geschäftsreisen, Überstunden, usw. Irgendwann, als ich 1x 4 Wochen krank war, bildete ich mir ein, die Diagnose meinem Chef offenbaren zu müssen und glaubte er könne es für sich behalten (Schweigepflicht). Jetzt sag ich mir nur noch, Mensch wie blöd warst du. Bin seit 2 Monaten mit der Diagnose Burn-Out krankgeschrieben - also nicht MS-bedingt. Aber was passiert. Heute ruft der firmeninterne Schwerbehindertenvertreter an und frägt, warum ich der ganzen Personalabteilung von meiner MS erzählt hätte? Hm, gute Frage, da ich nichts erzählt habe und die, die davon wussten, definitiv nichts weitergeben. Da kann ich meine Hand ins Feuer legen. Weiter berichtete mir der Kollege, man würde sich über meine neue Stelle in der Firma beraten, da ich MS-bedingt ausgefallen sei und nicht mehr meinen Job ausüben könne. Er hätte die ersten Vorschläge abgelehnt, da sie meiner Qualifikation gänzlich widersprechen. Hallo? Habe noch nicht mal vor einer Woche hier geschrieben, dass mein Chef so verständnisvoll sei, und und und. Scheinbar hat der Herr nur gewartet, bis er einen lächerlichen Grund hat, um mich loszuwerden - und dann noch alles hinter meinem Rücken. Dabei sollte man wissen, dass wir in der Abteilung einen durchgehenden Krankenstand von ca. 50% haben und ich nicht der erste Burn-Out-Fall bin und auch nicht die letzte bleiben werde (schon Nr. 6). Und dann alles auf die MS schieben... Bravo... Super Chef, super Konzernpolitik, jeder ist ersetzbar...

Dies für dich nur am Rande, damit deine Augen geöffnet werden und du intelligenter handelst als meine Wenigkeit. Wegen dem heutigen Anruf koche ich immer noch vor Wut und kann mich auf eine tolle Odysee freuen. Denn einfach so durchgehen lasse ich die Sache nicht - kostet aber Nerven.

Liebe Grüße

Talia

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Hallo Whiteknight,

auch von mir herzlich willkommen hier.

Also, ich bin jemand der sehr offen mit seinen Krankheiten umgeht, es sich aber auf Grund der Berufssituation auch leisten kann. Aber bei der Diagnose, die du jetzt hast, würde selbst ich nichts sagen. Als bei mir nach meinem ersten Schub noch nicht 100% klar war, ob ich MS habe und sie nur im Raum stand, habe ich auch erst mal nichts gesagt - obwohl ich nichts zu befürchten hatte und mir das Schweigen seeeehr schwer fiel; aber warum über eine Dauererkrankung reden, wenn noch die Hoffnung besteht, dass es die nicht ist. Ok, bei mir hat sich das dann innerhalb kürzester Zeit erledigt, weil die nächsten Schübe gleich folgten, aber das muss ja nicht so sein.

Wobei bei mir schon Leute, die MS aus ihrem Umfeld kannten, anhand meiner Symptome, die ich nicht verheimlichen konnte, darauf tippten. Aber die wurden dann halt später bestätigt ;-)

Mit der Entscheidung, wie sehr ich mich belasten kann und will, habe ich mich da schon schwerer getan, da man ja kein Hellseher ist. Aber auch da habe ich mir die Zeit gelassen, die ich brauchte, um eine Aussage treffen zu können. Die habe ich meiner Chefin dann auch mitgeteilt.

LG

Stockrose

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Hi Whiteknight,

herzlich Willkommen in unserem "unfreiwilligen" Club.Schön das du uns gefunden hast.

Ich kann mich nur meinen Vorschreibern anschließen.Erstmal den Ball flach halten und eine "Baustelle"

nach der anderen abarbeiten.

Als ich meine Diagnose erhielt habe ich nur 2 Kolleginnen davon erzählt;da wir auch befreundet sind

bin ich davon ausgegangen das nichts weiter erzählt wird.Es hätte auch böse daneben gehen können.Genau zu diesem Zeitpunkt herschte bei uns in der Firma eine Kündigungswelle.

Es sind etwas 18 Leute entlassen worden,zum Teil auch sehr langjährige Mitarbeiter, wobei ich zu der

Zeit 14 Jahre im Unternehmen wahr.Natürlich war ich sehr froh das die Mädels dicht gehalten haben,

sonst wäre ich mit draußen gewesen.

Mit meinem Chef(Abteilungsleiter) habe ich gesprochen als ich meinen SBA mit 60% hatte,zuvor waren es 30% und ich wußte

nicht das man einen Gleichstellungsantrag stellen konnte.Natürlich war mir klar das der SBA keine Versicherung

gegen eine Kündigung ist,aber es macht es dem Arbeitgeber schon etwas schwerer.

Ich bin froh das ich es so gemacht habe.

Mit meinem Chef und den Kollegen komme ich gut klar.Ich werde nicht in Watte gepackt,was ich auch

absolut nicht vertragen kann.Wenn ich jemanden brauche der mir hilft frage ich und das ist auch kein Problem.Nur

für mich selbst,da ich gewohnt bin meine Sachen alleine zu machen.Aber der Mensch ist ja lernfähig,also sollte ich

es irgendwann kapiert haben.

Ab April diesen Jahres habe ich meine Stundenzahl auf 32 von 40 reduziert und komme gut damit klar.

Also überlege dir genau wieviel du sagen willst.Denn gesagt ist gesagt!

LG

Edited by obi

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Hallo ihr Lieben,

ich bin noch immer total überwältigt davon, wie viele Leute mir geantwortet haben und wie offen ihr alle mit dem Thema ^hier in der Runde der Unfreiwilligen^ mit den Themen umgeht.

An dieser Stelle zuerst einmal ein ganz liebes ^dAnKe^ für eure Antworten und Tipps, vor allem aber, wie schon gesagt, für eure Offenheit!!!

Für mich waren die letzten fünf Monate seit der KIS-Diagnose mit die schwersten seit langem, da ich mit niemandem so wirklich richtig reden konnte, respektive das Reden eingestellt habe, da ich mich einfach nicht verstanden gefühlt hatte.

Klar, letzten Endes soll man niemandem einen Vorwurf machen, der nicht selbst das große Los gezogen hat oder zumindest schonmal ^in der engeren Wahl^ ist...

Bei mir war es anfangs so, dass ich die Diagnose erstmal tüchtig verdrängt habe und lediglich durch Das Copaxone-Frühstück und die ^Knubbel^ durchs Spritzen daran erinne wurde, dass da jetzt was Neues in meinem Leben ist. Zudem stecke ich aktuell beruflich in einigen globalen Projekten' die einem auch nicht wirklich viel Zeit lassen, sich tagsüber mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Die ersten Reaktionen der Familie und Anrufe von Verwandten, von denen man seit Jahren nix gehört hat (was gleichzeitig verdeutlicht, wie ernst die Familie meine Bitte, das ganze noch nicht an die große Glocke zu hängen, nimmt) und Kommentare, wie "ja dann stell'doch schonmal nen SBA-Antrag, dann haste Kündigungsschutz" und "Bla, bla bla" und das Vermeiden, mich bei irgendwelchen Tätigkeiten (Holz machen, Hof pflastern, etc.) noch zu Hilfe zu rufen ("du bist doch krank du Armer"), haben dabei ihr übriges getan, dass ich Sache mehr und mehr totgeschwiegen habe und sich der Restnur noch in meinem Kopf abgespielt hat. meiner Partnerin wollte ich das auch nicht zumuten, sie dauernd zuzusülzen, da sie die einzige ist, die mich wirklich unterstützt und immer für mich und meine Sorgen da ist, aber das sollte man eben auch nur dosiert "ausnutzen", finde ich.

Doch je länger ich jetzt auf die ^finale^ Diagnose warte und je näher Tag X rückt (wenn er es denn ist), umso mehr denke ich jetzt halt schon über diese ganzen Dinge nach, sollte sich MS-Verdacht bewahrheiten: "Kann ich guten Gewissen "Ja" zur Abteilungsleitung sagen?, Kann/ soll ich einen Antrag auf SB stellen? Erfährt mein Arbeitgeber dann über das Versorgungsamt davon? Wie reagierst du im Jahresendgespräch (lustig, dass das zwei Tage nach dem MRT passieren wird)? Wie gehst du mit Anfangsverdächtigungen um, die nach deiner "Sehnerventzündung" aufkamen?

Daher nochmal ganz vielen lieben Dank an euch alle für eure Schilderung der eigenen Erfahrungen. Was mich besonders beeindruckt, ist, dass fast alle, die mir geantwortet haben, sehr deutlich gemacht haben, dass sie in anderen Dingen Offenheit und Ehrlichkeit sehr schätzen (sehe ich übrigens genauso), aber fast alle sagen, dass es in diesem konkreten Fall doch besser ist, mal weniger offen zu sein, da man ansonsten auf die Schnauze fällt. Schon komisch, aber ich glaube, dass mir das fast am meisten geholfen hat, da das immer mein Problem ist, mit Offenheit anzuecken oder eben Nachteile zu erfahren, wenn man zu seinen Prinzipien steht.

Ok, bevor ich jetzt weiter über Missstände in der Grundhaltung des Großteils der Gesellschaft anfange, zu philosophieren, vielleicht noch ein paar Eckdaten von mir:

Alter:34

Familienstand:Verlobt

Kinder: 2 Katzen (... :D...)

Nochmal vielen lieben Dank an euch alle bis hierher. Ich werde versuchen, jedem nochmal direkt zu antworten, da ich vielleicht noch das eine oder andere nochmal direkt mit dem/ der Jeweiligen diskutieren möchte und vielleicht auch den ein oder anderen Tipp geben kann; nicht, was die MS betrifft, aber vielleicht andere Dinge, mit denen ich im beruflichen Alltag aus der anderen Perspektive schonmal beschäftigt war. Vielleicht kann ich mich so ein wenig dafür revanchieren, dass ihr mir mit euren Antworten in den letzten beiden Tagen wirklich Auftrieb gegeben habt, was mir zeigt, dass ich eben doch nicht so allein mit dem ganzen Mist bin...

Ich wünsche euch Lieben ein superschönes Wochenende!!!

MS (das ist übrigens kein Zynismus. Ich heiße so)

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Guest Turtle

>> "ja dann stell'doch schonmal nen SBA-Antrag, dann haste Kündigungsschutz"

OhgottohGottohGott ...

Mit hanseatischer Zurückhaltung würde ich sagen: "Da ist etwas Wahres dran."*

_________

* Wenn ein eingefleischter Hanseat das sagt, meint er damit: "80 Prozent sind grober Unfug, über den Rest können wir reden."

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Hola Whiteknight,

herzlich willkommen in unsere Runde.

Ich hasse auch den Begriff "Betroffener", deshalb habe ich schon einmal "Myelitis-Inhaber" (hat eben nicht jeder :-)) benutzt.

Zur beruflichen Situation habe ich gestern (30.11.2012) im Forum "Sonstiges", Beitrag #22, von mir berichtet. Vielleicht hilft Dir das etwas weiter.

LG

EC3

008

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Hallo Whiteknight,

auch von mir ein herzliches Willkommen!

LG Ursi

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Hallo Whiteknight,

auch von mir ganz herzlich Willkommen und schön, dass du bei uns bist.

LG wildwind

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Hallo Whitenight!

Auch von mir -etwas verspätet- noch ein herzliches Willkommen.

Meine Vorschreiber haben schon viel Wahres geschrieben. Ich kann Dir nur aus eigener Erfahrung davon abraten, die Diagnose (die bei Dir ja auch noch nicht feststeht) offen zu machen, bevor Du so massive Ausfälle hast, dass Du eingeschränkt bist.

Ich war zwar auch sehr zurückhaltend, habe aber meinem Chef und dem Abteilungsleiter relativ früh reinen Wein eingeschenkt, als ich noch überhaupt keine Einschränkungen hatte, die sich auf meine Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hätten (es geisterte aber ein wildes Gerücht herum, in die Welt gesetzt, um mich zu mobben). Da ich im sozialen Bereich arbeite und eigentlich viel von meinen beiden Chefs gehalten habe, hoffte ich auf Verständnis, zumal ich in den nächsten Jahren auch bewiesen habe, was ich zu leisten im Stande bin. Offenbar habe ich meine Chefs total überschätzt und werde seitdem mit immer anderen Gründen von jeder höher dotierten Stelle ferngehalten (natürlich alles nur aus Fürsorge für mich -haha). Im Nachhinein muss ich sagen, dass es einfach viel zu viel Unwissenheit (und vielleicht auch Unsicherheit) über die Erkrankung gibt und die wenigsten Nicht-Erkrankten sich auch gar nicht damit auseinandersetzen wollen, um Entscheidungen zu treffen, die die Realitäten berücksichtigen. Die Meisten haben leider das mitleiderregende Bild des hilflosen Rolli-Fahrers, der nichts mehr alleine schafft, vor Augen - und dem kann man natürlich keine Leitungsstelle zumuten. Dass das in den seltensten Fällen so ist, interessiert keinen.

Also: wenn Du die Stelle haben willst, sieh´ zu, dass Du sie kriegst und nimm´ keine falschen Rücksichten für den Fall, was kommen könnte. Denn das ist das einzige, auf das man sich bei der Tante MS verlassen kann: Du weißt nicht, was kommt.

Ich habe mich auch mal wieder auf eine höher dotierte Stelle beworben. Bin schon gespannt, welche Gründe ich dieses Mal am Donnerstag im Vorstellungsgespräch zu hören kriege, warum ich die Stelle nicht bekomme, obwohl ich die Voraussetzungen erfülle.

Ganz liebe Grüße

Gabi

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Hallo und herzlich Willkommen, Whiteknight:

Das Wort"Betroffener" ist sehr negativ belastet. Versuch einenpositiven Aspekt daran zu finden, oder mach vorschläge, was für ein Wort sonst noch möglich ist. Ich suche auch. Aber immer noch besser als "Kranker". Bisher suche ich nur positive Assoziationen zu "Betroffener".

Sorry, ich bin ins Schwaffeln gekommen...

LG Megare!

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Hallo nochmals,

@Whiteknight bzw. MS

Vielleicht hilft dir bei deiner Entscheidung bezüglich der möglichen neuen Stelle, was mir mein Verlobter immer wieder vor Augen führt: "Man weiss nie, was die Zukunft bringt. Wer sagt, dass nicht ein Auto ums Eck kommt und die kerngesunde Person umfährt und dann der Rolli droht. Oder kennst du nicht selbst Fälle, bei denen von heute auf morgen das gesamte Leben auf dem Kopf stand?"

Ich habe lange gebraucht, um seine Denkweise zu verstehen, aber jetzt weiss ich, dass er Recht hat. Einer meiner Lieblingskollegen hatte kürzlich einen Schlaganfall und das mit 30 Jahren. Wir hätten niemals damit gerechnet. Also, keine falsche Bescheidenheit. Vielleicht zählst du zu den Glücklichen und wirst keine bedeutenden gesundheitlichen Probleme erfahren? Wieso sollte ein anderer besser für die Position geeignet sein? Hat die andere Person eine Garantie, dass sie gesund bleibt, oder auch den Job erfüllen kann? Inzwischen kenne ich genug Leute mit MS, die über viele Jahre mindestens das gleiche erfüllen können wie andere. Nicht alle müssen kürzer treten.

Du solltest dir nur die Frage stellen, ob du die neue Stelle ausfüllen kannst und willst, nicht ob du den Posten 5,10,20 Jahre durchstehst oder den Chef enttäuschen könntest.

Liebe Grüße

Talia :)

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Hi,

nochmals danke euch allen für die vielen offenen Worte und vor allem für die Schilderung eurer persönlichen Situation.

Ich für mich habe mich nun entschieden.

Da das private Leben tausende Male wichtiger ist, als jedes berufsmäßige Weiterkommen und auch, weil schon jetzt, nach der Sehnerventzündung und dem KIS (von dem niemand etwas bei mir im beruflichen Umfeld etwas bekannt ist) wilde Vermutungen und Unterstellungen unterwegs sind, werde ich den Weg gehen, der mir langfristig der wichtigere ist; nämlich, die Zeit mit den Menschen, die mir wichtig sind, so lange und so intensiv erleben zu können, wie ich es kann.

Bitte versteht das nicht als "Endzeitstimmung" , da bei mir ja noch nicht einmal die "endgültige" Diagnose feststeht, aber ich bin ein Mensch, der (manchmal) viel zu viel nachdenkt und meine Quintessenz ist es, glücklicher zu sein, morgens in den Spiegel schauen zu können, um sich zu sagen, dass man sich nicht verbogen hat, um irgendeinem Dahergelaufenen beweisen zu wollen, dass die vorgeworfene, angeblich fehlende Energie und vermeintlich mangelnde, früher vorhandene fremdsprachliche Kenntnisse weiterhin vorhanden sind... Diesen Kindergarten werde ich mir zukünftig ersparen und mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren.

Das Leben ist einfach zu kurz, als sich über Personen ärgern zu wollen, die einen nicht im Mindesten interessieren. - frei nach Alfons Schubeck -

Von daher und auch, weil ich hier so viele nette Leute kennenlesen durfte und auch, weil ich ja nicht mehr ganz "neu" hier bin, würde ich vorschlagen eine neues Thema zu eröffnen, das mich sehr bewegt: Wie vermeidet man diese Knubbel beim Copaxone-Spritzen??? Ich hab bald keine freie Stelle mehr für den Injekt und die Arme gehen nun mal gar nicht!!! ;-)

Liebe Grüße und euch allen einen schönen Abend!

mS

Edited by Whiteknight

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Gegen die Knubbel mache ich Folgendes: Ich spritze z.B. Montag in den linken Oberschenkel oben rechts, Dienstag in den rechten Oberschenkel oben rechts, Mittwoch in den Bauch oberhalb des Bauchnabels rechts, etc. wenn ich dann wieder am ersten Bein ankomme, nehme ich linker Oberschenkel unten rechts, etc. Immer einen Tag nach der Spritze mis zur näcxhsten Spritze in das Gebiet creme und massiere ich fleißig. So habe ich - obwohl ich auch einge Stellen gar nicht nutzen kann - bisher noch keine bleibenden Knubbel, bisher sind sie immer nach 1-2 Wochen wieder weg. *klopfaufholz*

Stockrose

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Hi Stockrose,

ich gehe ähnlich vor; allerdings gehen die Oberschenkel bei mir gar nicht. Ich habe es dreimal versucht und hatte jedes Mal nach dem Spritzen ein taubes Bein und von weiteren Selbstversuchen sehe ich jetzt lieber ab (...). Daher nehme ich den Raum um den Bauchnabel und die rechte und die linke Hüfte und creme danach fleißig mit Ringelblumensalbe.

Wenn du sagst, dass die Knubbel bei dir auch bis zu zwei Wochen anhalten, scheint das ja normal zu sein. Ich dachte schon, ich spritze falsch....

Viele Grüße

mS

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Ja, ich bin aber auch immer wieder froh, wenn sie weg sind, denn da ich drei Einstiche am Tag habe (spritze auch noch andere Dinge), könnte ich es gar nicht gebrauchen, wenn da jetzt Stellen ausfallen würden. Leider machen auch die anderen Medikamente die Spritzstellen eine Weile unbenutzbar :-( Aber es scheint immer unterschiedlich zu sein - manche Knubbel jucken tagelang heftig, manche bleiben 2 Wochen, etc. Mich beunruhigt das inzwischen nicht mehr.

LG

Stockrose

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Knubbel haben bei mir auch von 24 Std. bis zu einer Woche gedauert, aber was ist bei MS normal? Da kann man die ganze Bandbreite finden von ganz kurz bis fast unendlich.

Seit ich nur noch manuell spritze, hab ich so gut wie keine Knubbel mehr, da man so viel schonender spritzen kann. Auch blaue Flecke und anderes gibt es kaum noch.

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Also bei mir sind die Knubbel trotz von Hand spritzen. Ich habe von Anfang an manuell gespritzt, da ich das von meinen anderen Spritzen schon jahrelang kannte.

LG

Stockrose

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Ich spritze auch von Hand. Mit dem Injektor komme ich gar nicht klar. Als ich das Ding ausgepackt habe und zum ersten Mal in Betrieb genommen habe, ist mir das Ding beinahe aus der Hand gefallen, weil ich mich von dem "Klack" so erschreckt hatte...

Daher spritze ich auch ausschließlich manuell. Ich hatte halt gehofft, dass irgendjemand ein "Geheimrezept" hat, wie man die Knubbel ganz vermeiden könnte.

LG

mS

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