Liebe PSP und Community Mitglieder,

unser Forum ist nun seit langem ein Teil unserer Aktiv mit MS Seite. Durch eure zahlreichen Beiträge und Kommentare blicken wir auf eine spannende und austauschreiche Zeit zurück. Da die Beiträge im Laufe der letzten Jahre immer weiter abgenommen haben, mussten wir nun eine schwere Entscheidung treffen und werden das Forum zum 15.12.22 schließen.

Die Beiträge werden bis auf Weiteres sichtbar sein, können ab dem genannten Datum jedoch nicht mehr kommentiert werden. Auch die Funktion neue Beiträge zu posten werden wir zu diesem Termin abschalten.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern ganz herzlich für den langjährigen Forumsaustausch und hoffen euch zukünftig mit neuen Ideen bereichern zu können.

Euer Aktiv mit MS Team

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Berta123

Wie soll man denn bitte mit MS glücklich sein?

65 posts in this topic

Hallo,

also ich saß heute den ganzen Mittag in der Sonne vor unserem Haus.Wir haben da eine Bank stehen(westseite) und habe Kaffee getruken,Kuchen gegessen und mein Mann hat sein Rennrad geputzt.Es war einfach nur herlich.

Also genieße jeden Tag.

LG Ped

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Hi,

ich denke auch das man mit oder trotz MS genauso glücklich und oder unglücklich sein kann wie vorher.

Das hat doch nichts mit der Krankheit zu tun, naja, manchmal schon, aber es gibt so viele Dinge.

Heute war so ein schöner Tag, mein Kleiner hat mit seiner Kettensäge den ganzen nachmittag Holz gesägt und war so eifig bei der Sache, einfach herrlich. Und ich hab das Wetter genossen. Einfach so.

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Boa, wo war heute die Sonne? Schickt mir mal ein paar Strahlen ;) ;)

Bei uns wars heute nur grau in grau!

Aber morgen soll sie da sein, dann schick ich euch auch Sonnenstrahlen :D:D

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Liebe Berta123,

auch für mich war es ein tiefes Loch als ich 2010 die Diagnose MS bekam, werde auch ständig ausgebremst, bin zufreiden das die Behinderung so ist wie sie ist, aber ich bin trotzdem ein glücklicher, positiver Mensch.

Freu dich über die Fortschritte deines Sohnes, die umarmungen und liebkosungen.

Ich wurde im mai 2011 zum erstenmal Großmutter und bin über jede Umarmung meiner Enkelin glücklich.

ich genieße jeden Tag und freue mich wieder über jeden Schmetterling den ich sehe, man vergisst soviel in der hektischen Zeit heute.

Kopf hoch, laß dich drücken liebe Grüße Daniela62

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Hallo Daniela62.

Erstmal herzlich Willkommen hier in diesem tollen Forum, bin auch noch nicht so lange dabei. Der Kleine gibt mir natürlich viel Kraft, aber genauso habe ich auch gleichzeitig Angst, mal nicht mehr zu 100% für ihn da sein zu können. Ich hoffe einfach inständig das diese Ängste durch meine Therapie besser werden.

Liebe Grüße

Berta123

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Hallo Berta,

ich möchte nicht „zu dem Ganzen“ Deines Postings antworten, sondern zu einzelnen Punkten, die Du aufgeführt hast:

„… mein eigenes glückliches (!), lächelndes und zufriedenes Gesicht“ – warst Du Dir in diesem Moment Deines Glückes tatsächlich so bewusst oder kommt es Dir vielmehr jetzt etwas irreal vor, wie glücklich Du aussehen konntest?

„… am nächsten Tag schon im Rollstuhl zu sitzen“ – natürlich kann das passieren, aber DU wirst es schaffen, in der nächsten Woche wieder aus dem Rollstuhl aufzustehen.

„… nur 3 Stunden am Tag arbeite“ – drei Stunden am Tag sind nicht wenig, zumal das bedeutet, dass Du Dich JEDEN Tag auf den Weg zur Arbeit machen musst etc. Diese täglichen drei Stunden bedeuten zudem, dass Dir im Moment nicht allzu viel Zeit bleibt, diese doch heftige Diagnose zu verarbeiten.

„… alle sagen immer, Kopf hoch, das wird schon wieder“ – nein, mit einer chronischen Krankheit ist das natürlich Blödsinn. Aber: Was hätten wir früher zu demjenigen gesagt, der uns erzählt, dass er eine unheilbare chronische Krankheit hat? (Das klassische „…, der werfe den ersten Stein“)

„… man weiß nieeee, was kommt“ – das weiß sowieso keiner (auch nicht die Freunde von Schnickschnack, als sie zum Skifahren starteten). Wären wir glücklicher, wenn wir wüssten, was morgen ist?

Und zu guter letzt:

„MS-Diagnose jetzt seit ca. 5 Wochen“ – das ist zur Verarbeitung einer solchen Diagnose verdammt wenig Zeit; ich glaube nicht, dass sich irgend einer hier nach so kurzer Zeit schon wieder als glücklich hätte bezeichnen können.

„…dass man das Glück was man früher gespürt hat, niemals mehr so spüren kann“ – sag niemals „nie“, denn Dein Glas ist nicht halbleer, sondern halbvoll. Dass Du dieses im Moment (noch) nicht sehen kannst, bedeutet nur, dass Du absolut normal reagierst.

Ich hatte früher einen Spruch im Poesiealbum stehen:

"Wer nicht den Mut hat, traurig zu sein, wenn ihm traurig zumut ist,

der hat auch nichts vom Sonnenschein, wenn ihm gut ist."

Nimm Dir alle Zeit und Hilfe, die Du brauchst; dann wirst Du in nicht allzu langer Zeit anderen Neuen hier im Forum erzählen können, dass man auch mit (oder trotz) MS glücklich sein kann.

Alles Gute + liebe Grüße

Tanja

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Manchmal denke ich auch, vor einigen Jahren rannte noch ne lebenslustige immer an ihre Grenze gehende ( vielleicht zu oft ) Tina rum, nun ists anders, aber Berta ich denke oft, einige meine Freunde starben z.B. an Krebs, so auch meine beste Freundin, ich war damals noch topfit und begleitete sie bis zum Ende, ich lebe, falle natürlich auch öfter mal in tiefe Löcher weil ich einen heftigen Fatique habe und meine Hände immer wieder ausfallen, ich lange nicht mehr so renne wie ich mal mit meinen Hunden rannte, die Hunde und einer ist ein richtig großer passen sich mir an, sollte ichs dann nicht auch tun, anstatt immer dagegen anzukämpfen? Wir sind Menschen, haben Körper und diese können erkranken oder man kann einen Unfall haben, das Leben bringt dieses Risiko von Geburt an mit sich. Ich bin durch die MS genauer geworden, ich gucke genau hin, was mir gut tut und was nicht. Eigentlich sollte das jeder tun, auch der Gesunde. Wir wären dann alle mehr bei uns und in unserer Mitte. Mach Schönes Berta und nicht so viel was dich anstrengt, such dir jeden Tag schöne Eindrücke, tue Körper und Seele gut, der Anfang ist schwer, sehr schwer, aber du wirst den Weg finden, ganz bestimmt. Es macht keinen Sinn nachzudenken was mal war, dann hängen wir fest im Gestern und es hat uns im Griff, es stresst, auch angst vor morgen ist sinnloser Stress, auch einem Gesunden kann morgen die Dachpfanne auf den Kopf fallen, sei im Jetzt, guck was Jetzt schön ist. Auch du warst mal MSfrei, hast du da über MS nachgedacht? Ebenso wenig tuts dir gut, zu überlegen, das du morgen Symptome haben könntest, klar könntest du aber als Gesunder auch, immerhin waren wir alle mal gesund. Fang an deinen Körper zu lieben, auch mit MS, tue ihm gutes.

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Mein gedanke am Montagmorgen: Ehrlich gesagt, möcht ich auch gar nicht vorher wissen,w as noch alles kommt.

Höre öfter mal von Bekannten "hach, wär ich nochmal 18 und wüßte, was kommt"

Tja, und ändert man dann wirklich was? Kann man was ändern? Wird, egal was man ändert, es doch wieder so kommen?

Habe nun, ach! Philosophie,

Juristerei und Medizin,

Und leider auch Theologie!

Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.

Da steh ich nun, ich armer Tor!

Und bin so klug als wie zuvor...

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oh ja, der dr faustus ... der erste teil ist einfach nur unheimlich gut! der zweite ist mir zu "klassisch", aber der erste hat leben in sich. auch als "nicht-goethe-fan" muss ich zugeben: i love faust!

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Ja, liebe Claudia, ich auch :-)

Da dank ich heute noch unserem Deutsch LK-Lehrer, der hat es einfach geschafft, unseren Kurs alle Mann voll zu begeistern- und so ists dann eben die letzten 22 HJahre auch geblieben.

Zumal es auch faszinierend ist, wo überall in anderer Literatur, Filmen usw. man auf Anleihen, Zitate stößt..

Meinen Onkel aus Amiland konnt man bei jährlichen Treffen immer mit "von Zeit zu Zeit seh ich den Alten gern" ködern ;-)

Grad gestern noch ne russsische Verfilmung frei nach Faust gesehen, also nix typisch deutsch, das beschäftigt quer durch die Völker.

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freuen tu ich mich auch nicht!! hab meine Diagnose im mai 2012 erfahren, und mir geht es mies. manchmal würde ich mich am liebsten selbst verkloppen, weil ich mich so schwach nicht kenne...ich heule, schreie, brülle in den wind! oftmals denke ich, wenn ich die katze nicht hätte, würd ich mich umbringen... tschuldigung, aber ich fühl mich so. meine cousine ist 35 jahre jung und läuft seit 11 jahren gar nicht mehr. sie ist eigentlich nur noch ein passagier ihres eigenen körpers. meine Verzweiflung versuche ich mit härte mir gegenüber zu kompensieren. ich verbiete mir, mich hinzulegen, wenn die Müdigkeit mich auffrisst, egal, wie stark meine schmerzen sind, ich laufe mit tränen in den augen in die Stadt.sorry, aber manchmal geht es nicht anders... nachtschlange

Edited by nachtschlange

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Hallo nachtschlange,

hast du es mal mit einer Reha versucht?

Da gibt es auch gute Psychotherapeuten mit denen man gut reden kann.

Nachdem ich deinen Beitrag oben gelesen habe ist mir diese Idee gekommen.Wollte dir aber nicht zunahe treten.

LG Ped

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danke, ped! :-)) du bist mir nicht zu nahe getreten!! irgendwie bin ich noch immer mit mir im zwiespalt, manchmal sage ich zu mir:" du hast ES nicht! ich versuche, ES zu verdrängen!! und wenn ich mich dann selbst vor mir sehe, als eine schwachmatin, dann verzweifle ich mittelschwer. ich glaube, das dauert einfach, bis frau soweit ist...

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Hey Nachtschlange.

Ich versteh Dich, ich versteh Dich gut.

Allerdings würde ich niemals, wirklich niemals an nen Suizid denken !!!

Es ist schon manchmal erschreckend wenn man sich selbst so beobachtet......

Wenn man sich vergleicht mit früher / vorher.......

Ich bin ein ganz anderer Mensch geworden doch ich denke das auch dieser andere Mensch irgendetwas haben muss das ihm Freude, das ihm Spass macht und genau DAS....... werde ich auch noch finden.

Manchmal allerdings..... da glaub ichs auch einfach nicht !!

Dir viel Erfolg beim akzeptieren oder annehmen oder wie auch immer und

liebe Grüsse

von Ute

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Hallo ihr,

Wie soll man mit MS glücklich sein war Eingangs mein Satz. Erst die beschissene Diagnose. Leider muss ich in letzter Zeit anscheinend an einer richtigen Pechsträhne leiden. Heute morgen einen kleineren Autounfall. Mein Lieblingsgrieche (Essen bestellt) hat mich das erste Mal nach 3 Jahren vergessen. Was ist bloß los?! Ich fühle mich echt vom Pech verfolgt.

Kann das alles überhaupt wahr sein ?

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naja, wie heißt es "shit happens"... das mit dem autounfall und der diagnose verstehe ich ja, aber wenn dein glück oder unglück von einem vergessenen essen abhängig ist, sorry. das hat nichts, aber auch gar nichts mit vom pech verfolgt zu tun. und der autounfall ist ja auch ein kleinerer.

solltest vielleicht mal von diesem trip runterkommen. das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. klingt doof, weiß ich. aber solche pechsträhnen (so es denn welche sind) kennt wohl jeder

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Jep - das kann wahr sein!

Ich kenne das Gefühl. Hab erst meinen Papa verloren -nach 4 Monaten Sterbebegleitung-, danach einen Schub, Krankenhaus-Aufenthalt Kordisonbehandlung, Basis Therapie angefangen, hingefallen - Fuß gebrochen

Mal sehen was als nächstes passiert - hab das Gefühl ich zieh im Moment das Unglück richtig an.

Und bei all den Ereignissen soll man noch gute Laune haben und nicht an seine Erkrankung denken.

Man da braucht man ein ganz schön dickes Fell.

Lächle den es könnte schlimmer kommen und ich lächelte ..................

Edited by Zuckerfee

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Hallo ihr Lieben,

wenn ich das hier so lese, dann denk ich mir, warum macht ihr euch selber das Leben sooooo schwer????

Hab innerhalb von 2 Jahren so stark abgebaut, das ich in Rente gehen musste, nicht mehr Auto fahren kann, am Rollator laufen muss und meine Mutter verloren habe.

Ich glaube, wenn man sich hängen lässt und in Selbstmittleid zerfließt, ist das nicht die Lösung!!!

Es ist nicht immer alles einfach, aber das ist es auch ohne MS nicht.

Also, mal zusammenreißen. Augen zu und durch.

LG Hasilein

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ich denk auch: was soll ich mich selbst zerfleischen? Vielleicht etwas provokant, aber wenn man so weit ist, wäre der Schritt zu einem Profi durchaus angebracht.

Nur weil man "nix hat", hat man Glück auch nicht gepachtet, vergesst das nicht.

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Liebe Berta,bei mir ist die Diagnose MS auch wie ein Unheil über mich herein gebrochen, war in der Neurologie und habe am Vorabend der Entlassung gesagt bekommen,sie haben MS damit müssen sie nun Leben. Am Morgen hatte ich noch eine Gürtelrose gehabt und durfte nach Hause.

Wenn Rückschläge kommen rappel dich auf und du wirst sehen,es gibt so viel schönes.

Ich habe noch mehr schreckliche Diagnosen, wie Epilepsie,Rheuma,Diabetes.....................

Ich kann dir nur raten, verarbeite erst einmal alles und nehme jeden Tag als Geschenk. Frage dich nicht was kannst du nicht mehr, freue dich über alles was du kannst. Mache Pläne und erfülle deine Wünsche.

Ich freue mich im Mai geht es wieder nach Dänemark und Kurzurlaube sind auch geplant.Mein Freund war 20 Jahre nicht Krank und bekam Krebs. Nach Chemotherapie und Bestrahlungen haben wir es auch geschafft,nun geht es ihm wieder gut.

Liebe Grüße und mögest du auch das schöne sehen, was noch auf dich wartet.

martin60

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Hallo,

ich denke das Selbstmitleid der schlechtste Weg ist damit umzugehen.

Auch "gesunden" geht es so mit der Pechsträhne und man kann nicht alles auf die MS schieben,das wäre zu einfach.

Ich nehm die Tage wie sie kommen,es gibt gute und schlechte Tage und da wird zurück gefahren und an guten Tagen genieße ich mein Leben.

Man kann sich das Leben auch selber kompliziert machen.

LG Ped

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Hallo,

Habe die letzte Woche komplett flach gelegen, wegen Stirnhöhlenentzündung usw. Das hat mich mal wieder richtig runter gezogen. Sagt mal, ich befinde mich in psychologischer Behandlung wegen der Diagnose MS. Antidepressiva nehme ich noch nicht. Meint ihr man kann es schaffen aus diesem tiefen Loch ohne das Zeugs wieder raus zu kommen?? Manchmal denke ich, Hey warum machst du es dir selbst so schwer, nehm das Zeug und die Welt ist wieder schöner, oder zumindest wieder auszuhalten.

Eure Meinungen interessieren mich sehr. Was habt ihr für Erfahrungen gemacht?

MfG Berta123

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::allesgut:Liebe Berta,

ich weiß noch genau den Tag, als ich meine MS-Diagnose bekam. Es war wie ein Schlag mit der Bratpfanne, volle Lotte auf die Birne!!! Ich dachte, alles ist aus, dein Leben ist jetzt vorbei, gottseidank ist dein Kind groß! Es brauchte eine gewisse Zeit, bis ich mich mit der Diagnose auseinander gesetzt hatte und die MS als meinen "Freund" angesehen habe. (Gute Freunde tun sich nichts). Was ich dir damit sagen möchte: Du hast noch ein Kind, was ein Recht hat mit seiner Mami glücklich zu sein und was dich sicherlich auch sehr glücklich macht, wenn du es zulässt. Meine Erfahrung, ist meine Psyche schlecht und habe ich düstere Gedanken, merke ich es auch sofort körperlich. Deshalb: Freue dich über jeden Tag und mache dir positive Gedanken. ich würde dir unbedingt eine begleitende Psychotherapie raten, das hat mir sehr geholfen. Und wenn es dir schlecht geht, dann melde dich hier im Forum. Wir werden dir den Kopf wieder zurecht rücken und dir ganz viel positive Gedanken schicken. Es ist halt immer ein auf und ab, aber gemeinsam sind wir stark "BÄRENSTARK" und schaffen alles.Nur Mut und ganz viel Kraft.

GLG v. Friedrichs

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Hallo Berta,

vor meiner MS-Diagnose (Juni 2012) hatte ich Depressionen und so hübsche Tabletten - Antidepressiva - verschrieben bekommen. Leider habe ich sie genommen. Mir ging es damit noch schlechter und als ich sie abgesetzt habe, hatte ich 2 Wochen Seegang und selbst meine beste Freundin dachte, ich wäre ständig total betrunken. Ich hab mir geschworen, nie wieder solche Tabletten zu nehmen.

Dann kam der Juni 2012 und mich hat die Diagnose MS ereilt. Das hat mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt. Bis dahin hat mein Körper einfach funktioniert und nun ist alles anders. Inzwischen habe ich meine Höhen und Tiefen wie jeder andere (auch gesunde) Mensch und ich lebe mit der MS. Ich habe eine Tochter und sie gibt mir neben meiner Familie und meinen Freunden ganz viel Kraft. Ich habe mir außerdem mein Leben entsprechend anders eingerichtet. Ich höre besser auf meinen Körper, gönne mir mehr Ruhe, nehme Kleinigkeiten nicht mehr so wichtig und sorge gut für mich selber. Meine Prioritäten liegen viel mehr bei mir als bei anderen. Ich kann Friedrichs nur beipflichten: achte auf deine Psyche und vielleicht solltest du dir wirklich Hilfe holen. Ich bin ohne Tablette wieder aus meinem Loch gekrochen und seit einiger Zeit in Thearpie. Das hilf mir sehr.

Ich bin mir sicher, dass du hier im Forum immer wieder ein offenes Ohr findest! Nutze es!

Liebe Grüße Brigitta

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Hi, ich persönlich finde, es kommt auf die Tiefe des scfhwarzen Lochs an.. und habe bisher Antidepressiva verweigert, halte aber ggf. was von Johanniskraut a la Laif (ne hohe Dosierung) Nahm ich mal bei akuter Jobburnoutsache, half gut. Und ansonsten, denn das ist erwiesenermaßen stimmungsaufhellden: regelmässig mal Sonnenlicht tanken, Sport treiben.

Hängt vielleichta uch damit zusammen, dass ich so einiges im leben schon weit vor Diagnose erlebte und festgestellt hab.. über kurz oder lang ist das meiste eben vorübergehend.

Bei schwerwiegenden Sachen würde ich heute aber definitiv zu Medis und Therapie greifen, man muss sich nicht die Hölle antun, wenn man es vermeiden kann.

Und das rate ich mittlerweile auch jedem, der mich danach fragt: geh ernsthaft in Dich.. iste s eine vorübergehende Verstimmung, wo du irgendwie selberw eißt, das geht wiederw eg? Oder ist es das große schwarze Loch, das dich womöglich auffrisst?

ist es das- und sei ehrlich mit dir selbst- dann such professionelle Hilfe. In Form von Medis, in Form von Therapie.

Denn wie gesagt, Hölle muss nicht sein..

ich bild mir auch ein, man lernt sich da,w enn man ehrlich mit sich selber ist, auch besser kennen und kann das dann schon einschätzen,w as Sache ist.

So hab ich nun zwischendurch mal düstere Phasen.. aber ich weiß, die sind vorübergehend, ich beobachte michd a sehr genau und rede auch mit meinem Freund drüber.

Bisher hab ich seit dem Burnout (das paar Jahre vor Diagnose lag) keine Medis mehr gebraucht (wie gesagt, damals hochdosiertes Johanniskraut); ich weiss,wie ich Verschlechterung vermeide, platt gesagt :-S

Z.B. doofe Spielchen nicht mehr mitmachen. Da bnion ich mittlerweile sehr konsequent udn steig vorher aus (auchw enn das z:B. jobtechnisch ein nettes Thema ist.. aber so einen Mist wie damals vor´m Burnout, das würd ich nie mehr mitmachen, da wär ich lieber arbeitslos, gar ohne Bezüge).

Mömpf..

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