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Knubbel

Mein Freund...

22 posts in this topic

Ich schon wieder... ich denke mal dass ich hier nicht die einzige bin die in einer Beziehung ist, also wollte ich mal fragen ob eure Partner/Partnerinnen Probleme mit der MS haben?

Ich habe ja die Diagnose erst während meienr jetzigen Partnerschaft - vor ca. 1,5 Jahren - erhalten, aber erst letzte Woche habe ich wieder mit meinen Freund geredet, der totale Angst hat dass ich irgendwann noch "kränker" bin... also im Rollstuhl oder Ähnliches. Ich weiß und auch er weiß es - dass es nicht zwangsläufig dazu kommt, trotzdem macht er sich verrückt und will so viel Zeit mit mir verbringen wie es geht, weil er Angst hat dass wir irgendwann nicht mehr so viel Zeit haben werden... ist jetzt schon blöd da er im Schichtsystem arbeitet und mir das irgendwie ziemlich aufs Gemüt schlägt, aber da kann man ja nichts tun... (ich weiß zwar dass in seiner Firma auch 1, 2 Kollegen nur Frühschicht fahren damit sie sich um ihre Frauen kümmern können, da diese wohl schon älter sind und extrem unter der MS leiden, aber ich denke das wird seinem Arbeitgeber bei mir egal sein oder nicht? --- Frage am Rande)

Ich will nur einfach wissen wie ich meinen Freund da irgendwie aufmuntern kann, klar ich bin selbst ab und zu depri weil ich Angst davor habe, aber ich will nicht dass mein Freund jede Sekunde daran denkt.

Wie gehen eure Partner damit um? Kann mir jemand helfen?

Ich muss dazu sagen dass sich mein Freund wirklich sehr bemüht und mir auch meine Ruhezeiten lässt und Rücksicht nimmt und er mir auch immer wieder sagt dass auch die MS uns nicht trennen wird...

Danke für eure Antworten und liebe Grüße - aus dem gerade mal wieder sonnigen - Hildesheim...

Edited by Knubbel
Ergänzung

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Ich habe meine Diagnose erst bekommen, als mein Mann und ich 1 Jahr verheiratet waren. Er geht ganz toll damit um, wenn ich mal in ein Loch gefallen bin, hat er mich rausgeholt. Er sagt immer er liebt mich, ob ich nun MS habe oder nicht, dass würde nichts ändern. Nun habe ich seit einem Jahr auch noch Rheuma dazu. Er klagt nie, wenn ich mal was im Haushalt nicht machen kann, er macht es dann einfach. Mich ärgert das natürlich, ich bin ja "nur" Hausfrau und Mutter. Ich versuche natürlich möglicht viel selbst zu erledigen, kann aber leider nicht alles. Er hat sich noch nicht ein einziges Mal beschwert, wenn ich mal wieder unten bin, nimmt er mich einfach in den Arm und sagt: "Du hat mir vor vielen Jahren ein Rollatorrennen im Altersheim versprochen! Halt Dich gefälligst an Deine Versprechen!" Den Rollator habe ich inzwischen schon, ich bin also geübter als er, wenn wir im Altersheim landen.

Ich denke, wir helfen unseren Partnern am meisten, wenn wir sagen was wir brauchen. Wir Frauen neigen ja immer dazu, zu denken, Männer könnten hellsehen, so wie unsere beste Freundin es oft kann. Männer können das nicht! Männer brauchen für uns eine Gebrauchsanweisung. Versuche möglichst viel selbst und alleine zu schaffen, dass macht nicht nur Dich stolz, ihn auch! Verwöhne ihn, mit einem leckerem Essen und extra Streicheleinhéiten. Geniesse die Zeit mit ihm, grade wenn er demnächst Schicht fahen muss. Fahrt in Urlaub und verbringt viel Zeit miteinander, aber lasst Euch auch Eure Freiheiten. Männer müssen auch mal mit Kumpels einen Draufmachen dürfen!

LG aus dem seit gestern sonnigen Delligsen (grade aus dem Landkreis HI draussen)

sissitt

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Also mein Freund und ich waren grad mal 1 Jahr zusammen als das erste Mal die Diagnose MS im Raum stand. Sowas ist grad am Anfang einer Beziehung schon hart, aber ich glaube es wird im Laufe einer Beziehung auch nicht einfacher so eine Diagnose zu verdauen. Gerade ich hatte am Anfang natürlich schon etwas Bedenken, ob eine frische Beziehung sowas aushält. Aber mein Freund hat von Anfang an gesagt wir stehen das gemeinsam durch.

Er versucht auch immer stark zu sein und ist immer für mich da, wenn mir das Thema MS mal über den Kopf wächst. Klar macht ihm das auch Angst und das sagt er auch ganz offen. Aber er will mich damit nicht alleine lassen und im Zweifelsfall sitzen wir dann halt mal zusammen auf dem Sofa und verdrücken ein paar Tränen. ;-)

Mein Freund ist aber auch ehrlicherweise ein Mensch, der immer sehr positiv in die Zukunft blickt. Das ist schon manchmal sehr hilfreich, wenn man selber down ist. Aber unterm Strich teile ich seine Meinung, dass es niemandem hilft, wenn wir einsam und traurig zu Hause sitzen. Wir genießen jetzt die Zeit, die es mir gut geht und alles andere kriegen wir auch irgendwie auf die Reihe. :-)

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Hallo,

ich habe mit meinem Mann das so besprochen,das ich nicht krank bin und ich mich melde wenn ich Hilfe benötige.

Solange ich nicht schreie,ich benötige jemand der mir hilft,mache ich alles alleine.

Wir reden schon über die MS und er liest auch mit im Forum aber eigentlich läuft alles wie vor der Diagnose außer das ich in Rente bin.

LG Ped

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Hallo alle zusammen,

ich muss jetzt erstmal wieder Groß- und Kleinschreibung üben.....sorry.

Also meine Diagnose bekam ich, da war ich glücklich geschieden und lebte mit meinem Partner seit 3,5 Jahren in einer Beziehung zusammen. Der Schock war natürlich gross für uns, für mich aber schlimmer als für ihn. Er hat mir Kraft gegeben und mich wieder aufgebaut! Das brauchte ich auch, ich war ja mal so voller Wünsche und aktiv...das Ganze war für mich sehr schwer zu verdauen...ich hatte doch schon soviel Pech, warum auch noch MS???

Da kamen echte Zweifel auf...aber das Leben geht weiter und jeder Tag bringt neue Herausforderungen mit sich!!

Lieben Gruss

Espe

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Ich find, das Wichtigste ist, dass beide miteinander echt ehrlich sind.

Und man sollte als Kranker halt auch nicht vergessen,dass für den Partner diese Diagnose eben auch nicht einfach ist- so doof sich das vielleicht anhört! Der/ die liebt einen ja und ist somit wegen so was auch erstmal platt.

Aber generell hört sich das doch an, als ob Ihr schon auf dem richtigen Dampfer seid.

Ich hab mit meinem Partner insofern echtes Glück: Als ich ihn kennenlernte (muss 1994 gewesedns ein), da war er grad Zivi in der Einzelpflege eines MS-Kranken. Wir kamen zusammen und hielten es auf 500km Distanz aufrecht, auch ne Leistung. Als ich dann 11/2008 meine Diagnose kriegte, dachte, das war´s.. da hat er mir viel mehr Info gegeben als jeder Arzt und stand so zu meiner Seite.. *wow, sprachlos*

Selbst als ich bei (3 Tage nach Diagnosestellung) Bekanntwerden meiner Diagniose schlagartig gekündigt wurde, blieb er, im Gegensatz zu all den tollen Freunden ("irgendwas muss sie ja doch gemacht haben") unverbrüchlich an meiner Seite.

Als Prozeß Arbeitsgericht vorbei war, zog ich sofort im Mai 2009 zu ihm und seitdem hab ich nichte inmal gedacht, ich bin beim falschen Kerl.

Wichtig am Ganzen ist wohl, dass wie einfach verdammt ehrlich zueinander sind, dass er meine Krankheit versteht und wir einfach wissen, dass wir eben über alles reden können, einander vertrauen können (manchmal denk ich, vielleicht ne gute Basis für ne Beziehung,wenn man sich über ein Hobby kennenlernt, wo man im Endeffekt sein Leben dem anderen anvertraut.. da erlaubt man sich keine faulen Sachen >> Klettern. Das heißt nicht, dass alle Kletterer Hammerbeziehungen führen).

*seufz*

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Hi,

wir waren grad mal 2 Monate zusammen, als es herauskam aber mein Schatz hat glei gesagt, dass es ihr egal ist, dass ich MS habe....

...und in knapp 2 Monaten ist die Hochzeit *freu*

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Glückwunsch @ Fenix1982

Das Glück soll für immer bei Dir bleiben !!

Ute

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jetzt sind es nurnoch 7 Tage und mein Schatz hat weiterhin kein Problem mit der MS. Sie schaut immer nach mir. Ich bin sooo froh, mein Schatz zu haben. Gestern hatte se den Junggesellenabschied

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Hallo an alle,

ich möchte auch mal was schreiben :)

Ich hab einen Freund, der ist unglaublich!!!!! Nein, wir sind nicht zusammen, aber er ist immer für mich da,wenn ich ihn brauche. Er fährt mich überall hin, wo ich hin muss und ist mir immer ne große Hilfe.

Wir waren Arbeitskollegen und haben uns vor 9 Jahren kennen gelernt. Er hat meine MS-Geschichte voll mitbekommen, weil die Diagnose erst 2010 kam. Er hat mitbekommen wie ich mich dagegen gewehrt habe und versucht habe alles als "nicht so schlimm" ab zu tun. Er war damals immer im Hintergrund für mich da :)

Jetzt bin ich schon in Rente (mit 42) und würde lieber weiter arbeiten. Er richtet mich immer wieder auf und gibt mir Halt.

Wollte nur mal sagen, das es auch Freunde gibt, die nicht auf Beziehungsbasis arbeiten.

Allen ein dickes Danke und den "normalen" Freunden ganz besonders ;)

LG Hasilein

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Hallo Knubbel!

Als ich MS-Neuling war, ging es mir auch so wie dir und deinem Freund: ich konnte keine Termine ausmachen, weil ich ja nicht wußte ob ich bis dorthin nicht einen neuen Schub haben werde, ich hatte Angst alleine mit meiner Tochter (war damals 3) zuhause zu bleiben, während er Nachtschicht hatte.

Seit 5 Jahren leben meine Tochter und ich in einer neuen Partnerschaft. Mein jetziger Mann ist ganz anders als mein geschiedener: beim ersten Treffen hab ich ihm erzählt, das ich MS habe und er hat mich nur tröstend in den Arm genommen. Zuhause hat er dann im Internet nachgesehen, was MS ist und was man dagegen tun kann. Beim 2. Treffen haben wir stundenlang über die Krankheit geredet. Und das tun wir immer noch: stundenlang (meistens in der Badewanne) über unsere Probleme reden.

Ich hab gelernt Grenzen zu suchen und meine Unsicherheit zu überwinden. Jetzt weiß ich: wenn ich 4 Stunden einkaufen gehe, liege ich am Tag darauf vor dem Fernseher und mein Mann massiert meine Beine oder wenn ich einen Nachmittag im Freibad verbringe, mit den Kindern, werde ich am nächsten Tag rasten. Wenn ich einen Schub habe kümmert sich mein Mann um den Haushalt und meine Tochter um den Hund. Keiner hat ein schlechtes Gewissen und können mit der Krankheit umgehen.

Ich wünsche euch, das ihr auch eine stessfreie und gemütliche Zeit verleben könnt!

Lg Karin

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@Hasilein: Solche "Kumpel-Freunde" sind Gold wert! Ich schick nen kleinen Lorbeerkranz, den kannste ihm heimlich anheften ;-)

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@SchnickSchnack

Werd ich ihm dankend anheften. Dann schämt er sich wieder :)

Er ist wirklich toll:) :)

LG Hasilein

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also ich machs mit meiner Freundin z.B. so, ich mein Zukunft kann alles mögliche sein, man kann von einem auf den anderen Tag überfahren werden oder sonst was... am besten ist es in der Gegenwart zu leben und weder vorraus noch zurück zu schauen so ist man am fröhlichsten also find ich jetzt. klar kann das irgendwann passieren das ist ihr auch bewusst aber sie hat von haus aus gesagt sie ist dann da egal was ist und ich werd sie nichtmehr los, habe meine diagnose letztes jahr juni bekommen und wir sind im juli jetzt dann 3 jahre zusammen, bis jetzt gabs keinerlei probleme wir beachten die krankheit nicht so, klar rauch ich jetzt nichtmehr usw. und misch die tabletten nicht mit alk usw.. aber wir leben eben wie "normale" Menschen.

LG Doern

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ich gehe ja sehr offen mit meiner ms um, weil da was zu verstecken, wär mir ehrlich gesagt auf dauer viel zu anstrengend.

und meinem neuen partner hab ich es auch gleich beim ersten treffen gesagt. auf was hätte ich warten sollen? auf den berühmten "richtigen augenblick", der ja sowieso nie kommt? nein, ich bin da grad raus. und was mach er? nimmt mich in den arm und sagt: "na und?!" ... ist jetzt erst knapp ein jahr her, aber es läuft einfach gut.

er ist geschieden wir ich und kennt gesundheitliche probleme von seiner exfrau, die frau eines kollegen hat eine sehr heftige ms ...aber er lebt nach dem motto: welcher gesunde weiß schon, ob er nicht morgen einen schlaganfall bekommt, einen unfall hat und gleich im rolli sitzt!

und ich sitz noch nicht im rolli! was kommt, das kommt - und dagegen kann keiner was tun!

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Ich gehe damit auch offen um, ich kam mit meinem Freund 9 Tage nach meiner Diagnose zusammen.

Er wusst von Anfang an bescheid und hat sich auch viel damit beschäftigt, er sagte immer er nimmt mich wie ich bin, ob mit Krankheit oder nicht, denn das ändert ja am Menschen nichts.

Er ist mir wirklich eine sehr große Stütze die immer für mich da ist wenn irgendwas ist oder ich mich nicht gut fühl..

Nur das Problem ist wenn ich manchmal sage ich habe Schmerzen habe ich das Gefühl er nimmt das nicht wirklich ernst, ich habe akut einen neuen Schub und am Wochenende war ich beim ihm und ich sagte ich fühle mich nicht gut da ich strake Schmerzen habe in den Beinen habe aber er das irgendwie leichtfertig hinnahm, bis er Nachts dann gemerkt hab dass ich vor Schmerzen wach lag und weinte.

Auch wenn mein Freund manchmal schwer von Begriff ist und ein kleiner Trottel ist in der Beziehung Krankheit, was ich ihm überhaupt nicht übel nehme (weil ich denke ich wäre manchmal sicher auch überfordert mit meinem kranken Partner), ist er echt der liebste und tollste Mann für mich weil er echt alles für mich tun würde und immer für mich da ist.

Er sagt ja immer: egal was kommt oder egal was passiert ich werde immer bei dir sein, das habe ich dir versprochen.

Und ich finde es einfach schön wenn man eine feste Sütze in seinem Leben hat und gönne jedem Menschen so ein Glück!

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Hallo an Alle,ich bin neu hier.

Ich habe vermutlich auch eine MS,ist aber noch nicht ganz klar.

Ich habe einen Entzündungsherd in der HWS,sonst keine Symptome.

Hier angemeldet habe ich mich ehrlich gesagt,um zu erfahren wie euer

Partner auf die Diagnose reagiert hat.

Ich habe grosse Angst das sich mein Freund von mir trennt!

Wir kennen uns erst seit Januar und führen eine Fernbeziehung.

Wie habt ihr es euern Partner gesagt?

Wenn man MS googlet,und das wird er sicher tun,liest man ja gleich viele

Horrorgeschichten. :(

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Huhu Finnja82,

erst mal willkommen in unserer Runde.

Wie meine Partnerin da reagiert hat, kann ich dir leider nicht sagen, da ich schon lange Single bin doch würde ich dir gern sagen, wie ich damit umgehen würde.

Die Diagnose MS ist ja schon kein leichtes stück, doch halte ich auch nichts davon diese zu verheimlichen in der Partnerschaft.

Ich würde es meiner Partnerin aufjedenfall erzählen, denn dies wird man auch nicht ewig Verheimlichen können. Wichtig ist, das du ihn aufklärst wie du dich fühlst, wie es bei dir verläuft. Lass nicht ihn selber herausfinden was sein könnte, da malt man sich nur die schlimmsten Horror Geschichten aus.

Ich würde selbst von meiner Partnerin erwarten das sie mir von ihrer Krankheit erzählt und auch mich aufklärt, damit ich selbst weiß, wie ich damit dann bei ihr umzugehen habe und auch ihr beistehen kann.

Was natürlich die Sache nicht so leicht macht, ist eure Fernbeziehung. Versuch dich ran zustasten, mach dich vor allem selbst schlau was ist MS ist, auch wenn es bei dir bisher nur vermutet wird.

Dies ist zumindest aus meiner Sicht wie ich darüber denke. Ich halte von solchen Geheimnisse nichts in einer Beziehung, vor allem wenn es um Krankheiten geht. Es recht dann man will man doch gewissheit haben das der/die Partner/in zu einem steht, oder nicht?

Liebe Grüße

Dominik

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Hallo Dominik,

danke für deine Antwort!

Nein verheimlichen will ich es ihm auch nicht.

Nur ich möchte auch niemanden verrückt machen

wenn noch gar nix richtig fest steht.

Das ich diese Entzündung habe davon weiss er!

Vielleicht wendet sich ja noch alles zum Guten!

Ist es denn normal das ich überhaupt keine Symptome

habe?

Kann sowas durch heftigen emotionalen Stress ausgelöst

werden?

Ansich würde ich auch gerne mit ihm darüber reden,

aber noch überwiegt die Angst! :(

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Huhu Finnja82,

es ist normal, das auch wenn du nun MS hättest, zur zeit keine Symptome hast. MS ist halt eine Krankheit der Tausend Gesichtern.

Auch ich habe manchmal Tage wo ich frei von Symptomen bin.

Ich will dir nun keine Angst machen, aber offiziell habe ich auch keine MS sondern bin KIS, da mir für die offizielle Bestätigung ein Schub fehlt. Ich hatte 2011 meine Schub und wurde dann im Krankenhaus behandelt. Alle Untersuchungen sprachen für die MS nur halt der eine Schub fehlt zur Bestätigung (positive LP, MRT Bestätigung, Symptom Erscheinungen etc pp). Seither werde ich trotzdem als MS Patient behandelt und sollte so früh wie möglich mit der BT beginnen um den nächsten Schub so weit wie möglich hinaus zu zögern.

Die Entzündung selbst kann auch einfach nur eine blöde Entzündung bei dir sein die durch unterschiedlichen Sachen ausgelöst worden ist.

Mein Rat:

Fass dich ans Herz und geh offen damit bei deinem Freund um, klär ihn auf. Wenn sich doch noch alles zum guten wendet, wunderbar.

Ich wünsche dir was dies betrifft natürlich das es sich zum guten wendet und es nur ein blöder Fehlalarm ist.

Liebe Grüße

Dominik

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Hallo Zusammen,

mein Freund und ich sind jetzt fast 10 Jahre zusammen. Gleich am Anfang unserer Beziehung hatte ich eine Sehnerventzündung am re Auge. Da wurde auch schon das Thema MS angesprochen. Aber nicht bestätigt. Augenprobleme hatte ich jeweils im 2 Jahresrythmus und dabei wurde das Thema MS immer wieder angesprochen, aber nicht bestätigt. Nun wurde die Diagnose diesen Jahres im März bestätigt und mein Freund viel aus allen Wolken!! Er hatte bis dato alles komplett ignoriert. Er hatte auch nie verstanden warum ich so kaputt und müde war.

Er war sogar über die Diagnose so entsetzt, dass ich ihm sagen sollte, wie lange ich noch zu leben hatte. ????? Ich war verletzt und das nicht wenig. Verstand aber auch, dass er mit der Situation komplett überfordert war.

Abends entschuldigte er sich für sein Verhalten und wir sprachen über die Zukunft (ihr müsst wissen, wir sind gerade dabei zusammen zu ziehen). Mittlerweile ist es so....er weiß darüber Bescheid, ich bekomme Medikamente und gut...alles andere schiebt er wieder von sich weg. :-( Aber so ist er nun mal...Als sein Vater an Krebs erkrankte, war er auch da nicht anderst. Ich muss nun mal seine Art, wie er es verarbeitet, akzeptieren. Ansonsten ist er ein ganz toller Kerl!

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Hallo an euch,

also ich habe mir hier auch mal eure Beiträge durch gelesen und möchte jetzt auch mal kurz und knapp meine Geschichte erzählen.

Also ich habe meinen Freund im Dezember 2006 kennengelernt. Im November 2007 kam unsere Tochter zur Welt. Dann im April 2008 bekam ich meine Diagnose. März 2013 kam unser Sohn auf die Welt. Meine Krankheit verlief von Anfang an schleichend, das heißt es wurde Schritt für Schritt schlechter. Wir fahren/fliegen jedes Jahr in den Urlaub, gehen auf Konzerte, tanzen (auch wenn ich dieses nicht mehr kann), gehen ins Kino, schlicht weg, wir machen immer noch alles was uns Spaß macht.

Als ich damals mit meinem Sohn schwanger war, haben sich alle Gedanken gemacht und gefragt ob ich das auch wirklich schaffe. Verständlich, aber völlig unnötig. Denn jeder Kranke, weiß am besten, was er sich zutrauen kann und schafft. Mein Freund und ich hatten nie Zweifel daran, das ich das nicht gebacken bekomme. Jetzt bewundern mich alle, das ich das wirklich gut hinbekomme mit 2 Kinder. Aber warum??? Gesunde Mütter werden doch auch nicht gelobt oder bewundert! Mein Freund ist von morgens bis abends auf Arbeit. Ich selber bin EU-Rentnerin. Ich bringe die Kinder zur Kita und hole sie ab. Gut, wir haben eine Haushaltshilfe, aber ansonsten mache ich alles alleine.

Die Krankheit behindert uns in keinster Weise, auch wenn ich einige Sachen/Dinge nicht mehr machen kann. Trotz meiner doch schon starken gehbehinderung (teilweise auf den Rollstuhl angewiesen) fahren wir in den Urlaub, gehen auf Konzerte und gehen unseren Hobbys nach.

UNSER Lebensmotto ist: Die Krankheit hat sich meinen Körper ausgesucht, also muss sie auch mit UNS leben und nicht WIR mit ihr. Die Krankheit gehört zu unserem Leben, aber sie bestimmt es nicht!

Ich finde das wir damit schon recht lange und gut leben...auch wenn es gesundheitlich immer etwas von Zeit zu Zeit schlechter wird.

Edited by sweethobbit

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