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Flocke183

Blutspenden trotz MS....?

34 posts in this topic

Hallo ihr Lieben,

ich habe mal eine Frage: kann ich trotz MS auch weiterhin Blut spenden?

Auf der Internetseite vom DRK habe ich dazu nichts gefunden. Allerdings weiß ich, dass ich dort immer so nen langen Fragebogen mit allen möglichen Krankheiten mit "ja oder nein" ankreuzen musste. Ich kann mich natürlich nicht ansatzweise erinnern, ob MS da auch aufgetaucht ist.

Hat da jemand von euch Erfahrungen mit?

Liebe Grüße

Jessica

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Hallo Flocke,

ich war auch Blutspenderin. Unser Blut würden die nehmen, gilt übrigens auch für Organe, falls jemand nen Spenderausweis hat. Allerdings sollten wir im Hinblick auf unsere MS und der Möglichkeit eines Schubes, der nach der Spende von Blut auftauchen kann (wegen des Stresses, den der Körper dabei hat), darauf verzichten. Falls es irgendwen interessiert, ich bin als Spender übrigens auch aus der Knochenmarkspenderdatei gelöscht, dank unserer Freundin! Ob die Frage bei dem Fragenkatalog auftaucht weiß ich leider nicht. Meine verschiedenen Neuros haben mir von Blutspende übrigens auch abgeraten!

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

Liebe Grüße

sissitt

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Hi sissitt,

vielen Dank für deine Antwort. Dass eine Schubgefahr durch die Blutspende entstehen könnte, habe ich ehrlicherweise bis jetzt überhaupt nicht bedacht. :rolleyes: Aber wenn dein Neuro dir davon abgeraten hat, dann werde ich da wohl auch besser mal die Finger von lassen.

Bist du denn freiwillig bei der DKMS gelöscht oder ist das auch auf Anraten deines Neuros? Oder hat die DKMS das selbst gemacht wegen der MS?

LG

Jessica

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Die Ärztekammer sagt dazu:

Mit der MS Diagnose ist man Träger einer Krankheit und kann somit den Blutempfänger gesundheitlich gefährden. Schon ein leichter Schnupfen würde ja auch für eine Ablehnung ausreichen.Diese Regeln sind alleine zum Schutz des Blutempfängers gedacht und nicht zum Wohl des Spenders.

Auch der ärztliche Beirat der DMSG rät in diesem Punkt grundsätzlich davon ab und sagt:

Viele Menschen mit MS werden langfristig mit immunsuppressiven oder immunmodulierenden Medikamenten behandelt, sie kommen daher ohnehin als Blutspender nicht in Betracht.

Ebenso ist MS ein Ausschlußkriterium für eine Stammzellenspende. Auch können Menschen mit einer MS in der Regel keine Organe spenden.

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Oha, das sind ja ganz klare Ansagen. ;)

Dann werde ich mich wohl auch mal vom Blutspenden und aus der DKMS abmelden und mein Organspendeausweis scheint dann ja auch überflüssig zu sein. :(

Aber danke für die Infos, W E R ! :)

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Ich habe auch jahrelang Blut und Thrombozyten gespendet.

Als ich mal wieder angerufen wurde, ob ich sofort und ganz dringend Thrombozyten spenden kommen könnte, musste ich mitteilen, dass bei mir MS

diagnostiziert wurde.

Daraufhin wurde ich auch sofort aus der Spenderdatei gelöscht. Jetzt habe ich schon fast ein schlechtes Gewissen sooo oft, unwissentlich meiner Krankheit,

gespendet zu haben.

Viele Grüße

Kerstin

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Guest Phönix80

ich habe auch direkt nach meiner diagnose bei der dkms auf der seite nachgeschaut, ob ich so noch spenden darf, war echt niedergeschlagen, als ich dann dort angerufen habe und die mir sagten, schade, dann kommen sie als spender nicht mehr in frage. mein neuro meint, es ist einfach nur eine richtlinie der dkms selbst, theoretisch würde nichts gegen uns als spender sprechen, da wir ja nicht ansteckend sind.

lg konny

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Ja, schade finde ich es auch, wenn man nun auf einmal nichts Gutes mehr tun kann mit einer Spende. Aber naja, lässt sich ja nunmal nicht ändern. :(

Aber dafür werd ich dann vielleicht mal den ein oder anderen Euro als Spende dort hin geben, weil ich die trotzdem gerne weiter unterstützen würde. :)

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Hallöchen,

naja spenden können wir schon. Ich habe mir gestern bei meiner Neuro ein Infoblatt von der "MS Brain Bank" mitgenommen. Da kann man einen sog. MS-Spenderpass beantragen. Damit gestattest du, dass nach deinem Tod Gewebe aus Gehirn und Rückenmark entnommen und erforscht werden darf. Mit der Analyse erhoffen sie sich wichtige Erkenntnisse über die Ursachen und Entstehung der MS und damit die Chancen auf neue bessere Therapien. Die Zustimmung kann auch jederzeit widersprochen werden.

Ich finde das gar nicht so verkehrt, werde mich allerdings vorher noch genauer darüber informieren bevor ich mein Einverständnis gebe.

LG Dori

Edited by DG1980

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Oh, das ist ja mal ein super Hinweis.

Ich frage mich immer, warum sowas nicht mehr publik gemacht wird. :(

Ich werde mich da auch mal drüber schlau machen.

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Also ich habe damals direkt mal im Krankenhaus und beim Roten Kreuz nachgefragt und beide haben gesagt, daß ich damit als Spender nicht mehr in Frage kommen würde ... alleine schon wegen des Risikos für mich selbst.

Habe dann auch mal nachgefragt wie es mit einer Knochenmarkspende aussehen würde denn wegen meiner Mutter hatte ich mich damals mal typisieren lassen und bin seit dem in der Knochenspenderdatei regestriert und selbst dafür komme ich nicht mehr in Frage.

Fazit ich hätte direkt meinen Blutspende-Ausweis ausäschern lassen können ... was meinte mal eine Dame vom DRK: behalten sie den doch als Andenken *grmpf*.

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Naja, ich habe mich jetzt aus beiden Registern löschen lassen. Hab heute auch eine ganz liebe Antwortmail vom DRK bekommen, in der sie sich für die Info und meine bisherigen Spenden bedankt haben.

Den Blutspendeausweis werde ich trotzdem behalten, weil dort ja die Blutgruppe vermerkt ist und das kann ich ja zweifelsfall für mich nochmal von Vorteil sein, wenn ich z.B. nach einem Unfall oder so selber Blutkonserven bekommen muss. Vielleicht wäre das ja auch ein Grund für dich den Ausweis zu behalten. :)

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Hallo, @ Alle,

ja auch mir ging es so, mit dem Blutspenden und Dkms Kartei.

Aber ich versuche, wenn irgendwie das Thema im Freundeskreis oder Bekanntenkreis angesprochen wird, die anderen zu ermutigen, doch Blutspenden zu gehen.

Das ist dann wenigsten ETWAS was wir noch tun können.

Ich war selbst beim DRK 30 Jahre Ehrenamtlich tätig und habe auch beim Blutspendeteam geholfen.

Edited by wienie 25

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So, ich habe grad mal ne nette Antwort von der BZGA bezüglich Organspende bekommen.

Grundsätzlich werden wir MSler dort nicht als Spender ausgeschlossen. :)

Man soll aber in seinem Organspenderausweis ne Notiz anbringen, dass man MS hat. Dann wird vor einer Spende noch genauer die Eignung zur Spende untersucht.

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Guten Morgen,

wollte gestern Blutspenden und ich wurde aufgrund meiner MS zurück gestellt. Die Erklärungen des Arztes habe ich auch verstanden, aber dennoch frage ich mich, ob ich mit meiner "ruhenden MS" wobei ich auch keine Medikamente nehme, nicht trotzdem spenden könnte? Was meint ihr dazu?

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wir können kein blut oder anderes spenden, da es noch nicht bewiesen ist ob die ms so übertragbar ist oder nicht

bei anderen krankehiten ist es bereits bekannt, das es übertragbar ist

aber wenn not am mann wäre würden sie auch spenden eines ms patienten nehmen, wenn der empfänger damit einverstanden wäre

natürlich würde dann vorher alles genau untersucht werden , das es soweit auch ok ist

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Denke auch, wenn es um Leben oder Tod bei mir ginge, würde ich im Notfall ja auch Blut nehmen von nem MS Kranken. Aber wie gesagt: Im Notfall. Spende seither auch kein Blut mehr. Hab aber auch ne 08/15 Blutgruppe. Bei ner seltenen würd ich mich auch weiter anbieten.

Liebe Grüße

Karola

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Hallo,

meine erste Frage nach der Diagnose galt dem Blutspenden. Ich weiß nich, warum mir ausgerechnet dies als allererstes in den Kopf kam. Die Antwort der Neurologen war ein klares "Nein". Also mir wurde die weitere Blutspende untersagt.

LG

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Es sind im Prinzip alle Arten von Spenden möglich (Organe , GEWEBE......) es muss nur die MS mitgeteilt werden. (Ausweis ,Patientenverfügung....)

Die MS und die Entwicklung der Erkenntnisse zum Thema ist einer ständigen Entwicklung unterworfen.

Es muss also im akuten Fall jeweils abgewogen werden , ob man die Verwendung der Spende riskiert werden kann oder muss.

Die Frage ob in die Kiste oder lieber weiterleben mit der Chance eventl MS zu bekommen, sollten wir im dann doch lieber anderen überlassen,wenn es denn keine Alternative gibt.

Die MS ist nicht tödlich , nicht ansteckend und gibt die Chance auch zu überleben.

Wir sind keine Gefahr für die Umwelt wie Pest oder Ebola Opfer , sondern lebendige Menschen mit Handikap.

( Nach Gespräch mit einem Notfallmediziner und Pathologen am 28.10.2014)

Pete

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Die Frage ob in die Kiste oder lieber weiterleben mit der Chance eventl MS zu bekommen, sollten wir im dann doch lieber anderen überlassen,wenn es denn keine Alternative gibt.

Die MS ist nicht tödlich , nicht ansteckend und gibt die Chance auch zu überleben.

Wir sind keine Gefahr für die Umwelt wie Pest oder Ebola Opfer , sondern lebendige Menschen mit Handikap.

( Nach Gespräch mit einem Notfallmediziner und Pathologen am 28.10.2014)

Pete

 

natürlich?! ich lege mein leben in gottes hände (oder eben akkademischen würdeträgern?)

jo, wir sind nicht ansteckend aber, bei mir zumindest, auch nicht mehr interessant für "normale" menschen!

aber ist nur nen individuelles kindheitstrauma.....

ich kompensiere das mit meiner sos-patenschaft, nicht mit blut- oder organspende......

wie bereit ist denn der mediziner oder arzt 31€ monatl. von seinen fünfeinhalbtausend € dafür zu spenden?!

ich komme nicht über 700 € erwerbsminderungsrente.

natürlich mediziner haben einen eid geleistet und widmen sich gemäß ihrer proffession dem leid wildfremder menschen, verstehe, dann erübrigt sich das.

oitanasie ist ein kontroverses thema und ich beklage nicht meine lebensqualität!

informiert hab ich mich trotzdem bei dignitas!

die medizin hat auch festgestellt, das organe, gespendete, beim empfänger dieselben zellerinnerungen wie der spender sie hatte damit übergibt. gleiches gilt für knm zellerinnerungen.

hat was mit quantenphysik zu tun.......

wir betrachten wunder der natur nur als wunder weil unsere sprache und die der wissentschaft noch keine begriffe für diese natur hat.

nur meine individuelle meinung (weil die medizin ja angeblich alle 7 jahre wieder ne entwicklung macht)

mfg

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Guest Phönix80

mensch, ich hab den threat gar nicht gesehen. ich habe damals, ich ich die diagnose bekommen habe, aus irgendeinem grund direkt gedacht, toll, ich darf nicht mehr stammzellen spenden und habe dann bei der dkms angerufen und wurde gelöscht. das war irgendwie echt schlimm für mich. mein neurologe versteht das nicht, weil es theoretisch nicht möglich ist, dass wir unsere krankheit weiter geben können, aber die regelungen bei der dkms sind halt so :( da kommt ein gefühl auf, als hätte man aids oder so. das wir kein blut und keine organe spenden dürfen habe ich mir schon gedacht, es aber nicht gewusst. ich behalte den ausweis trotzdem. mal ehrlich, wenn man die wahl hat zwischen tod und ms, dann ist ms doch eine tolle alternative und wer weiß wie hoch die wahrscheinlichkeit ist, dass unsere organe jemanden krank machen?!

lg konny

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Hallo zusammen,

ich hatte damals direkt beim Roten Kreuz angerufen. Dort hat mir eine Ärztin gesagt, wenn ich Medikamente nehm, darf ich nicht mehr spenden (hatte bis dahin 60x gespendet). Den Blutspendeausweis haben sie mir neu gemacht mit dem Vermerk "Als Spender nicht geeignet" Bei der DKMS steht, dass Spender mit Autoimmunerkrankung nicht aufgenommen werden. Da hab ich mich dann auch streichen lassen...

LG

AngelStar

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