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Devidia

Mein Partner ignoriert meine MS

21 posts in this topic

Hallo zusammen,

ich bin neu hier. Ich habe vor etwa 18 Monaten meine Diagnose bekommen. Glücklicherweise verläuft meine MS sehr sanft. Ich spüre sie kaum.

Leider hat mein Mann nicht so reagiert wie ich es mir eigentlich vorstelle. Vielleicht bin ja auch empfindlich und habe zu hohe Ansprüche. Er hat von Anfang an die Diagnose ignoriert und mir gesagt nun steigere dich da nicht hinein. Er hat mich bisher nicht ein einziges Mal mit zum Arzt begleitet um seine eventuellen Fragen beantworten zu lassen. Ich habe am Anfang zwei Bücher gelesen und mich viel im Internet informiert. Ich musste ihn quasi dazu zwingen mal ein Buch zu lesen mehr hat er nicht getan. Wir reden nie darüber. Und wenn ich meine Ängste mal ausspreche sagt er nur "das schaffen wir schon" und ich solle mich da nicht so hineinsteigern. Ich rede sehr selten darüber, da ich kaum Beschwerden habe. Er tut halt so als wäre nichts passiert.

Ist das normal? Habe ich zu hohe Ansprüche? Irgendwie fühle ich mich im Stich gelassen.

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Tag

@ Devidia

Ich bin auch ein Man. Es ist halt so. Schau mal ob er im altag auf dich Rücksicht nimmt zb beim Einkauf oder Abends

wen ja ist alles in Butter also alles bestens. Dan hat er dich verstanden mag aber nicht darüber Reden. Eine Art hilf los sichkeit.

s f g

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Ich weiß schon das Männer anders ticken und nicht ständig reden wollen. Er redet nur nie darüber. Es ist so als ob ich keine MS habe. An Tagen an denen es mir nicht so gut geht, versuche ich darüber zu reden. Er schweigt dann oder redet es klein. Das ist nicht gerade hilfreich. Ich traue mich schon gar nichts mehr zu sagen, er nimmt das dann ja sowieso nicht ernst. So wirklich Rücksicht nimmt er auch nicht auf mich. Was ist wenn es mir irgendwann so schlecht geht, das ich seine Hilfe brauche? Ich weiß nicht ob ich auf ihn zählen kann.

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Hallo Devidia!

Männer ticken da anders. Sie machen sich nicht so gerne über Sachen Gedanken, die noch gar nicht aktuell sind.

Er ist schon mal nicht weg gelaufen als die Diagnose stand. Das spricht für ihn.

Worauf soll er nun eigentlich Rücksicht nehmen, wenn Du selber sagst, das Du keine Einschränkungen hast?

Man muß ja auch keine Probleme machen, wenn gar keine da sind.

LG Mares

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Hi Devidia!

Bei mir verläuft die MS bis jetzt auch eher mild und im normalen Alltag spüre ich sie nicht wirklich.

Bei uns ist es so, dass wir eigentlich nur über die MS sprechen, wenn ich es möchte bzw. wenn irgendwas konkretes ansteht.

Mir persönlich ist es auch recht so, weil ich nicht möchte, dass dieses Thema ständig präsent ist. Gerade weil mir ja (noch) nichts fehlt und wir unseren Alltag ganz normal weiterleben.

Ich weiß, dass mein Freund immer für mich da ist, wenn ich ihn brauche oder einfach nur reden möchte. Aber auch dann beschränkt sich seine Funktion eher auf´s zuhören. Und das liegt glaube ich daran, dass es für Nicht-Betroffene schwer ist, sich in unsere Lage hinein zu versetzen.

Ich wage zu bezweifeln, dass meine Freund jemals ein Buch über MS gelesen hat. Er weiß sicher über´s Internet etc. über die Krankheit Bescheid, aber über Einzelheiten sicherlich nicht.

Ich erlaube mir aber mal die Frage, worauf dein Partner Rücksicht nehmen soll, wenn dir im Moment nichts fehlt? Bitte verstehe das nicht falsch. Aber ich wüsste nicht, warum man uns jetzt mit Samthandschuhen oder so anfassen sollte, wenn der Alltag weiterhin relativ normal abläuft. Ich glaube, gerade diese Normalität hilft dabei, mit der MS umzugehen.

Vielleicht musst du versuchen, der MS weniger Präsenz in eurem Leben zu geben. Ich kann deine Angst vor der Zukunft mehr als gut nachvollziehen, aber wir müssen nunmal damit leben und sollten versuchen unser Leben so gut es geht weiter normal zu führen und es nicht von der MS bestimmen zu lassen.

LG

Jessica

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Hallo Devidia,

ich muss meinen Vorschreibern Recht geben.

1. Er ist nicht weg gelaufen! Also liebt er Dich!

2. Er lebtden Alltag normal weiter, das solltest Du auch!

Sollte Deine MS Dir irgendwann mal Einschränkungen bescheren, dann sag ihm klipp und klar, wie er Dir helfen soll, er kann nicht hellsehen! Männer reden nicht gerne über ungelegt Eier, dass sollte uns Frauen nun endlich mal klar werden! Sprich mit Deinen Freundinnen über diese ungelegten Eier, aber ohne Dich all zu sehr über Deinen Freund zu beschweren, das könnte irgendwann mal durch nen dummen Zufall auch ihm zu Ohren kommen, und dann hast Du echt ein Problem.

OK, Du bist krank, das bin ich und sind viele andere auch! Davon geht die Welt nicht unter. Liest sich jetzt vielleicht böse, ist aber nicht so gemeint! Dies schreibt Dir ne Frau, die gelernt hat, mit der Diagnose zu leben und trotz Einschränkungen versucht, alle so normal wie irgend möglich zu bewältigen. Lass auch mal alle fünfe grade sein und lebe Dein Leben einfach weiter.

Liebe Grüße

sissitt

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@devidia

Männer reagieren wie das Kind im Laufstall, wenn es Angst hat.

Es macht die Augen zu !

Wenn ich nichts sehe , kann mich auch keiner sehen. Gefahr ist nicht mehr da, Entspannung angesagt.

Dein Herzbube ignoriert nicht etwa die MS , sondern hat schlichtweg die Hosen voll ,hat aus Angst um Dich ,aus Scham seine Unwissenheit/Schwäche einzugestehen, die "Augen zugemacht".

Eine oft zu beobachtende Erscheinung bei der Spezies "MÄNNLEIN".

Nicht weiter gefährlich , aber gelegentlich schwer verdaulich.

Hab einfach Geduld und laß ihn in aller Ruhe von selber aufwachen.

Pete

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Hallo,

Ich persönlich bin froh, dass das Thema in meiner Beziehung nicht immer präsent ist. So komme ich nicht so schnell in Versuchung mich hängen zu lassen und der Alltag läuft weiter.

Meinen Partner binde ich nur in soweit ein, dass er mich ab und an spritzen "darf" ;-)

Und Gespräche führe ich eher mit Menschen, die sich mit der Krankheit auskennen oder wenn jemand direkt an mich heran tritt.

Männer sind halt nicht so emotional wie wir Frauen.

Sprich mit Freundinnen, in der Selbsthilfegruppe oder hier darüber.

Solange dein Mann dich nicht überfordert sehe ich keinen Grund zur Beunruhigung.

Mir scheint es eher so, als würdest du fishing for compassion betreiben... ;-) net bös gemeint

Kopf hoch und Brust raus... Life goes on

Lg SN!

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"fishing for compassion"

He, auch das ist erlaubt. Devidia weiss es denke ich auch selber, wenn sie diese Beiträge gelesen hat.

"Sprich mit Freundinnen, in der Selbsthilfegruppe oder hier darüber."

Ja dieser Tip ist gut und heilsam für eine Partnerschaft.

Ich bin Single und gebe zu, seit die MS in meinem Körper wohnt, fehlt mir genau das "compassion"=Mitgefühl immer mal wieder. In diesem Sinne.

Sonnige Grüße an alle

Catherine

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Hallo devidia,hab mich bei dir gerade wieder gefunden.genau das gleiche.Hab seit 2 Jahren MS und alle 4 Monate einen Schub.Er sagt dann ich soll viel mehr Ruhe machen...Aber ich glaube das die Mädels Recht haben.Männer ticken echt anders.Wenn es dann vielleicht irgendwann so weit ist,werden sie für uns da sein sonst wären sie jetzt vielleicht schon weg.Lg

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Hallo!

Ich glaub, es ist schwierig sich in die Lage eines MS-Kranken hineinzuversetzen. Man weiß ja teilweise selbst nicht, was los ist, wenn wieder mal was nicht funktioniert.

Meine Ärztin war schon ratlos. Wir haben Cortison ausprobiert und verschiedenen Tests gemacht, dann aber nach 2 Jahren herausgefunden, das meine Probleme nicht in 1. Linie mit der MS zusammenhängen, sondern von der Wirbelsäule kommen. Ich war bei der Physio und meine Übungen zahlen sich aus. Nach dem Vergleich der letzten Bilder liegt meine MS im Tiefschlaf, seit gut 1 Jahr.

Also, wenn man selbst nicht so recht weiß, warum was so ist und die Ärztin auch nicht weiter weiß, woher soll es dann ein Mann wissen, der es ja auch nur ein paar Stunden am Tag sieht, wie ich mich verhalte?

Männer können es sich vielleicht nicht vorstellen, das man gekränkt ist, wenn er 3 Meter vorne hin läuft und man selbst nicht nachlaufen kann, weil der Fuß nicht mitmacht. Oder keinen Wein trinkt, weil man Medikamente nimmt...

Vielleicht können wir das verbessern, indem wir den Herren mal erklären, warum es uns ab und zu nicht gut geht.

Liebe Grüße Karin

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Hallo :)

Also mein Freund geht mit mir auch so um, als hätte ich überhaupt keine MS und ich muss ehrlich sagen, dass ich das gut finde. Wenn man ständig daran denkt, macht man sich nur selbst verrückt. Natürlich hatte ich am Anfang auch viele Gedanken darüber, aber mittlerweile nur noch, wenn es um etwas geht was ich noch nicht so kenne, da ich erst seit knapp 1Jahr die Diagnose habe.

Genieß einfach das schöne Gefühl, dass er bei dir geblieben ist, egal was du hast, denn das ist Liebe.

Sollte es dann mal sein, dass du die MS durch einen Schub oder ähnliches merkst, dann glaube ich schon, dass er für dich da sein wird. Das war bei mir auch so. Ich hatte vor kurzem meinen ersten und er und meine Familie standen mir sofort bei und haben mir geholfen, denn erst dann fiel ihnen ein "Ach ja, sie hat ja MS, wo sie mal einen Schub bekommen kann".

Ich lebe wie immer, nur mit dem Unterschied, dass ich es "gechillter" angehe. Also mach dir keinen Kopf und lebe deine Liebe ;)

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Es. Ich bin en Mann :-( nix gegen uns......aber leider habt ihr recht und wir können.nicht immer unsere Gefühle zeigen.

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Ich denke aber schon, dass ihr Männer gefühlvoll sein könnt, wenn es eine ernste Situation ist. :)

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Guest Phönix80

mein mann sieht das eher praktisch. solange es mir gut geht, soll ich mein leben weiter leben und wenn ich dann doch irgendwann einen rollstuhl baut er mir eine hightech startrampe vor die haustür. mein mann ist heimwerker mit leib und leben. und da er aus der fliegerei kommt will er natürlich auch noch eine startbahnbefeuerung in den boden machen damit ich die haustür auch mit rolli finde. männer sind halt so, die sind halt nicht so sentimentale heulsusen wie wir frauen ;)

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Hallo Konny4480 !

Mein Mann sieht das auch so, wie dein Mann. Er ist zwar nicht wirklich technisch begabt, aber eine Landebahn aus Briocheteig würde er super und lecker beisteuern, damit du flauschig weich ankommst von deinem Flug!

Lg Karin

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Hallo,

das ist ja hier spannend zu lesen ^_^

Mein Mann ist auch so :lol: .

Er weiss nicht mit Krankheit umzugehen und deshalb redet er lieber gar nicht drüber. Ich hab mich daran gewöhnt und mir andere Leute zum Reden gesucht. Vor mir versucht er sich nichts anmerken zu lassen, aber als ich diesen Sommer deifinitv die Diagnose MS bekommen habe, hat das nicht ganz geklappt. Da habe ich auch von unseren Freunden erfahren wie es ihn getroffen hat...

Deswegen redet er im "Alltag" aber immer noch nicht mit mir darüber. Wenn ich sage, dass es mir nicht so gut geht im Moment, ignoriert er das im Gespräch, allerdings meint er dann bei nächster Gelegenheit z.B. ich soll mal was für mich machen und unterstützt mich dabei, dafür Zeit zu finden und motiviert mich. :rolleyes:

Sonst versucht er alles aufzulockern und macht Späßchen drüber, wenns aber drauf an kommt hilft er mir.

So sind eben viele Männer..mein Vater auch . Also konnte ich mich schon mein Leben lang daran gewöhnen und musste mich nicht umstellen von einem zum nächsten :P

LG

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Hallo,

kann mich meinen Vorredner nur anschließen.Männer sind eher praktisch veranlagt und sie Handeln und reden wenn es an der Zeit ist.

Wenn dich die MS im Alltag nicht wirklich behindert,dann ist es doch gut und "Mann" muss ja nicht darüber reden und sich Gedanken machen.

Bei uns ist es so,das wir nur darüber Reden,wenn ein Arztbesuch ansteht oder es wirklich brennt bei  mir und dann hört er zu und Handelt auch,und es wird dann überlegt wie wir das Problem angehen.

LG Ped

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Hallo Devidia,

 

als Mann mit MS kann ich sowohl Deinen Partner als auch Dich verstehen. Meine (gesunde) Frau reagiert auf meine MS eher etwas "herb", obwohl sie voll zu unserer Ehe und auch zu mir steht: 

Ich soll mehr für meine Beweglichkeit tun, regelmäßig mit dem Hund raus gehen, ruhig auch mal einen Wasserkasten holen und mich wegen der lästigen Copaxone-Spritzerei nicht so anstellen.

Mir ist das aber lieber als wenn sie sich auf einmal berufen fühlen würde, mir Trost zuzusprechen ("Armer, armer Mann, Du bist übel dran, aber das wird schon!").

Spätestens dann würde ich mich wirklich krank fühlen. Es reicht mir, dass ich es unbestreitbar bin. 

 

Marcell

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Hallo,

die anderen haben Recht, Männer ticken anders und das ist auch gut so.

Habe die Diagnose auch erst ein Jahr und bin grad mit meinem 3ten Schub beschäftigt.

Mein Mann ist auch eher einer, Diagnose steht, das 
Leben geht weiter, aber auch wenn er nicht viel Worte macht, weiß ich dass er 100% zu mir steht, er zeigt es mir halt auf seine Art. 

Da ich evtl.beruflich von 100% runter reduziere, sammelt er jetzt schon Überstunden, um evtl.Einschränkungen vom finanziellen her abzufangen.

 

Reden tun wir auch nur, wenn wie jetzt die Reha ansteht oder was besonderes ist, laß nicht zu, das die MS Dein bzw.Euer Leben regiert,

genieße die Zeit mit Deiner Familie besonders jetzt um die Weihnachtszeit.

 

Ganz liebe Grüße

Renate :rolleyes:

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Hallo,

als mir die Diagnose gesagt wurde, war mein Mann mindestens genau so schockiert wie ich, er hat schon einen Bruder an MS verloren. Um mich nicht noch mehr zu beunruhigen, hat er sich eher zurückgehalten.

Mittlerweile ist der Alltag bei uns wieder eingekehrt und darüber bin ich sehr froh. Wir genießen unser Leben wieder und ich lasse nicht zu, dass die MS darin eine Rolle spielt.

LG Marita

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