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Manuela81

Wut und Angst... mal so gefühlt....

7 posts in this topic

Jetzt sitz ich hier alleine…alleine ohne dich…alleine mit meiner Wut…alleine mit den 1000 Sachen die mich beschäftigen ob wohl ich das gar nicht will!!!! Wieso kann es nicht so sein wie vor 3 Wochen, wo alles noch ok schien!? Ein kleiner Teufel im Kopf, aber nicht in meinen immer gegenwärtigen Gedanken!!!! Meine Gedanken flüstern leise, ka wer sie hören will, wer sie hören darf….aber ich würde so gerne schreien! Meine Wut hinaus schreien, meine Aengste!! Aber wer will sie hören? Wird es nicht von mir erwartet den Kopf oben zu halten? Zu flüstern? Die Säule zu sein…

Plötzlich scheinen kleinigkeiten so gross, und Grosses so klein…Alltägliches so ufassbar…Ich habe Angst vor dem was mit mir passiert, was noch passieren wird, vor den Reaktionen der Leute…das Unverständnis, davon dass du die Schnauze voll hast von mir, dass ich die Schnauze voll hab voll alle dem…mein Rücken schmerzt von all den Lasten die er tragen muss und ich hab das Gefühl darunter zu brechen, zu scheitern und nie wieder auf zu stehen.

Dieses immer müde sein fängt schon an meinen Tag zu bestimmen, meine Gedanken, meine Gefühle. Es wird die Kontrolle über mich nehmen…mein eigener Wille wird von mir selber gebrochen, meinem eigenen Körper. Ich wünsche immer noch aus diesem fiesen Traum auf zu wachen und zu wissen das alles ist nicht real, das alles passiert nicht mir, aber es passiert nicht. Ich klammer mich immer noch an diesen 2ten Termin, die 2te Meinung, der noch so lange dauern wird, aber je mehr ich lese, je mehr Leute erzählen, umso mehr schwindet die Hoffnung und die Realität steht vor mir. Was wird mein Schicksal sein? Das was ich selber bestimme? Das scheint mir nicht mehr so…

Wieso stellt das Leben mir dauernd solche schweren Aufgaben? Was habe ich getan, dass es mich keine Ruhe finden lässt??????

Ich möchte gerne weinen, meine vergiftenden Gedanken rauslassen aus meinem Kopf, aber ich kann nicht, ich brodle doch es geht nicht…

Was werden jetzt meine Ziele sein…macht das alles so noch Sinn? Dieses Planen? Aber ich muss stark sein, die Säule!

Ich bin so wütend und fühl mich grad sehr allein… Hab mich gefreut nach Hause zu kommen, mich schön gemacht für dich, wollte mich zusammen reissen mit nach Trier zu fahren obwohl der Weg nach Hause schon endlos schien…Und dann …kein Lächeln an der Tür, ein festes in den Arm nehmen, nur ein verknittertes Hallo aus dem Bett. Du hast geschlafen…wirst noch fitter sein als ich, und ich bin neidisch, darauf dass du nicht müde sein wirst, ausgeruht bist und ich jetzt schon irgendwie fertig…Ach scheisse ist das Alles! Ja ich wollte bischen mehr Aufmerksamkeit, mehr als nur ein müDes hallo… Statt dessen komme ich heim und fühl mich schlecht, weil ich schon wieder müede bin… und schon wieder habe ich Angst! Angst dich zu enteuchen, deine Erwartungen nicht zu erfüllen, nicht die sein zu können wo ich gerne möchte, es nicht zu schaffen die Säule zu sein…Es macht mich fertig! Geh weg du giftiger Gedanke!!!!!!

Ich bin Starr vor Wut, starr durch meine Gedanken, und du gehst… und lässt mich hier allein…Heute nur für ein Paar Stunden, ein ander Mal vlt für immer….

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Liebe Manuela,

Deine Wut und Deine Ängste können wir hier sehr gut nachvollziehen. Aber glaube mir, es ist nur eine Phase. Jeder von uns macht sie durch. Wir brauchen jeder unterschiedlich lange dafür.

Du mußt nicht immer die Säule sein. Manchmal ist man klein und hilflos. Wer kann Dir helfen? Kannst Du eine Kur machen?

Wahrscheinlich hast Du gar nichts weiter getan, als Dein Leben gelebt. Du hast keine Schuld. Dein Körper funktioniert halt nicht so wie der von "Gesunden" Leuten. Das ist Realität.

Worüber kannst Du Dich freuen? Was entspannt Dich?

Sage den Menschen um Dich, was genau Du von ihnen erwartest. Enttäuschen kannst Du nur jemanden, der Dich nicht mit ganzer Seele annimmt.

Fühl Dich ganz fest in den Arm genommen, gedrückt und gehalten. :kopfhoch:!!!

GlG KarU

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Vielen Dank für deine lieben Worte! Heute geht es mir auch schon wesentlich besser...Schlaf hat gut getan und geholfen den Kopf wieder ein bischen klar zu bekommen. Gestern war halt einfach so ein Tag an dem mir richtig bewusst geworden ist, wie die MS mich schon im Griff hat durch die Fatigue und überhaupt mal so langsam die Diagnose angekommen ist bei meinen Gefühlen...War so voller Wut und Gedanken und irgendwie musste es rauhls

und ich dachte mir wenn nicht hier wo denn....

Vielleicht fühlt jemand das Gleiche dachte ich...

Vielleicht trauen sich ja noch andere es einfach mal über die Tastatur hinaus zu schreien!

Ich bin mir sicher dass ich es schaffen werde damit klar zu kommen...mit der Zeit und ich bin froh, hier zu wissen dass ich nicht alleine bin!

Vielen Dank an dich und an alle anderen!

LG Manuela

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Du kennst vielleicht den Spruch: ich habe MS, aber sie hat nicht mich!!! Wir müssen uns neu orientieren, sehen, wo unsere Grenzen sind. Das ist nicht immer einfach. Die Grenzen zu ignorieren kostet aber viel mehr Kraft.

Die Diagnose ist "nur" eine Diagnose. Sie sagt noch nichts darüber aus, was wirklich passiert.

Die Kraft kommt mit der Zeit. Wir wachsen an allem, was uns nicht umhaut ;)

GlG KarU

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Liebe Manuela,

ich kann Dich nur zu gut verstehen. Als bei mir alles vor über 5 Jahren anfing, musste ich auch durch kein ganz ganz tiefes Tal. Es war die zeit zwischen den ersten symptomen, Untersuchungen und der Diagnose mit einer Holzhammermethode. Ich wollte ständig nur wegrennen, oder einfach im Bett liegen bleiben und nie mehr aufstehen müssen, ich konnte nicht allein sein. Jeden morgen wacte ich auf und dachte, der Alptraum ist vorbei. Hatte damals aber eine gute Allgemeinärztin, die mich nach ein paar Tagen Auszeit zu einem anderen Neurologen geschickt hat, der mir in endlosen Gesprächen Mut gemacht hat und mir meine Angst vor der Krankheit genommen hat. Sicher, man weiß nie was die Zukunft bringt, ob mit dieser Krankheit oder einer anderen, auch gesunden Menschen ereilen Schicksalsschläge. Ich bin dann langsam wieder aus dem tiefen Tal herausgekommen. Es gibt heute auch immer noch Tage, an denen man mit dem Schicksal hadert. (besonders, wenn das Wetter mies ist und in der dunklen Jahreszeit) Inzwischen habe ich gelernt, mich an kleinen Dingen zu erfreuen, tue viel für mein Wohlbefinden, treibe Sport und gehe viel Spazieren (mein Neurologe hat gegen die Müdigkeit täglich mindestens 10.000 Schritte empfohlen - ich glaube das hilft auch), gönnen mir Auszeiten, mache mich schick und freue mich über Komplimente. Einen großen Anteil hat aber auc mein Mann, bei dem ich mich auch mal Ausheulen kann. Auch bei mir auf Arbeit haben meine engsten Kollegen Verständnis, wenn es mal nicht so geht (bin ich unheimlich dankbar dafür)

Also kurz und gut, Du siehst, auch ich habe das Tal der Tränen durchschritten und Du schaffst das auch, auch dank der vielen netten Leute hier im Forum (man ist nicht allein- geteiltes Leid ist halbes Leid!) Ich wünsche Dir ganz viel Kraft dafür, genieße jeden tag und erfreue Dich an den kleinen Alltagsfreuden!

LG Silka

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Hallo Manuela.

Hut ab vor Deinem Mut Gefühle zuzulassen und Verzweiflung heraus zu schreien. So richtig laut und heftig !! Damit ist ein Schritt in die richtige Richtung getan denn Du machst Dir Luft und bekommst einen etwas freieren Kopf. Das ist gut, so muss es sein.

Vielen, wenn nicht allen von uns geht es so.

Manche früher und die anderen haben es später. Dieses Gefühl des verloren seins in sich selbst.

Erkennen, akzeptieren, tolerieren und danach handeln..... Scheint so einfach zu sein, ist es aber ganz und gar nicht.

Immer wieder müssen wir uns uns selbst stellen und einsehen..... so wie bisher geht es nicht mehr.

Immer wieder brauchen wir dann den Mut und die Kraft uns "Umwege" zu suchen.

Doch wir schaffen das.

Wir schaffen das weil wir es wollen !!!

Ich war gerade in einer Reha....

Sie liegt nun gute 2 Wochen zurück und jetzt kann ich sagen, es hat etwas gebracht.

Etwas Gutes für mich selbst.

Mir dies einzugestehen, mir manches selbst zugeben zu müssen und danach zu handeln...... einfach war es nicht.

Doch ich bin überzeugt davon, für mich hab ich Wichtiges gelernt und ans Laufen gebracht.

Es wird sicher noch einmal schwierig es nun auch anderen um mich herum WIRKLICH zu vermitteln aber ich / wir werde(n) das sicherlich schaffen.

Dir alles Liebe und ganz viel Kraft

wünscht Ute

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Vielen lieben Dank für all die Lieben aufmerksamen Worte! Echt stark von euch! Habs jetzt schon paar mal gelesen und freu mich immer noch, fuer die Aufmunterung, das Verständnis....

LG Manuela

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