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Engel_Werden

Ziele - Motivation

5 posts in this topic

Heute ist für mich ein besonderer Tag, denn vor genau 10 Jahren stand ich mit meinem Vater auf dem Gran Paradiso.

 

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Aus diesem Anlass schreibe ich mal ein paar Erfahrungen, noch lange vor der MS, aber nach anderen Krankeits-Tiefs auf. Vor allem wie dadurch ich weiter gekommen bin und immer noch Kraft daraus schöpfe:

 

2001 habe ich mir kurz vor dem Abi das Kreuzband beim Klettern ohne Seil in Absprunghöhe über einer Matte (auch Bouldern genannt) gerissen. Damals hatte ich schon die Aufnahmeprüfung bei der Polizei für den höheren Dienst geschafft. Nach der Kreuzband-OP in der Osterferien war ich mit schmerzendem Bein beim Fäden ziehen. Da ist dann eine tiefe Beinvenenthrombose festgestellt worden. Musste 5 Tage im Bett liegen (=> Bettpfanne)  und habe Heparin bekommen (allerdings über mind. 24 Stdn., also die ganze Zeit "verkabelt). Danach konnte ich das Bein im sitzen gerade mal 5 cm bewegen!!!

Als ich da so elend im Bett saß und meine Zukunft schwinden sah sage mein Vater zu mir:
"Wir gehen auf dem Gran Paradiso". Wir hatten den tollen Film etwa ein halbes Jahr vorher gesehen. Zu Weihnachten 2002 schenkten mir meine Eltern dann die Tour zum Gran Paradiso. Für mich war es eine super Motivation, nachdem ich 2002 schon eine leichte Mountain-Bike Alpenüberquerung geschafft hatte. Es war so ein geniales Gefühl mit meinem Vater dort oben auf 4063 müNN zu stehen.

Ach, das mit der Polizei hat dann natürlich nicht mehr geklappt, aber dadurch bin ich einen anderen Weg gegangen, der glaube ich viel besser ist!

 

Lange Rede kurzer Sinn:

Es ist motivierend zu wissen wofür man etwas tut. Die Ziele können ja ganz unterschiedlich sein, je nachdem was man gerne macht. Wenn man das Ziel dann erreicht kommt nach dem Hochgefühl evtl. eine Leere. Danach kann man aber immer wieder von dem erreichten Ziel zehren.

 

Ich muss nur die großen Bilder vom Gipfel des Gran Paradiso anschauen wenn ich glaube, dass es nicht weiter geht und das Leben nur noch abwärtst geht. Denn dann weiss ich was ich schon geleistet habe und das ich, wenn ich will, so viel erreichen kann.

 

Als Abschluss noch das Schlusswort aus dem Film "Gran Paradiso":

 

Ich hätte nie erwartet höher zu steigen als auf das Dach der Winterhuder Anstalten.
Und erst recht nicht Freund zu finden die mir helfen ins wahre Leben zurückzukehren.
Auch wenn wir es manchmal nicht so recht glauben können,
wir waren dort oben, auf dem Grand Paradiso. ...
Wir alle tragen diesen Berg in uns,
als Erfahrung das nichts unmöglich ist wenn man nur will und nicht alleine ist.

 

ANNA
 

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Traut sich keiner was zu schreiben  ;-)

 

Keine Ziele, große Ziele..

 

NAchdem ich passend zu meinem 40. Geburtstag Schub hatte, Fussheber, schon 500m Kopfsteinpflaster ne echte Herausforderung waren.. Korti half.. dachte ich die ganze Zeit, ich will wieder in Südafrika durch die Berge stapfen (da war ich im Jahr vor dem Schub schon).

 

Und?

 

Neuer Arbeitgeber, 3 Wochen Urlaub wurden genehmigt.. diesen Mai wars wieder so weit.

 

Als ich da wieder über den Wanderweg lief und dachte "hätt ich nicht gedacht.." hab ich mich schon total gefreut

 

:-)

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Hallo Anna!

 

Dein Bericht tut so gut. Ja, es geht immer auf und ab.

Mein Ziel war dieses Jahr Sankt Petersburg und nun bin ich gerade zurück von meiner Reise.

Jedes Mal klopfe ich mir innerlich auf die Schulter, weil ich stolz bin auf mich, es doch noch geschafft zu haben.

Und es gibt überhaupt keinen Grund an sich zu zweifeln...alles Kopfsache.

Also suchen wir uns alle neue Ziele!

LG Mares

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ich hab zwar kein handfestes Ziel, aber ich hab eine große Motivation:

Ich bin seit 5 Jahren psychisch krank: Selbstverletzendes Verhalten, Magersucht, Panikstörung, Depressionen und nun hab ich vor einem halben Jahr verssucht mich umzubringen. Naja, dann mal wieder Psychiatrie, kannte ich ja schon, hatte schon 2 lange Klinikaufenthalte hinter mir.

Eine woche nach meinem Suizidversuch hab ich Sehstörrungen bekommen. Da ich eh im KH war wurden gleich alle möglichen Untersuchungen gemacht, schließlich kam MS in mein Leben.

Nun hatte/ hab ich zwei Möglichkeiten: Aufgeben oder kämpfen, mein Leben ändern, leben wollen, auch mit der Diagnose.

Ich hab mich entschieden zu kämpfen. Irgendwie war die Diagnose für mich auch ein Weckruf. Ich will es irgendwie allen beweisen, aber vor allem mir selbst.

Meine Motivation ist mein anspruch mein Leben auf die Reihe zu kriegen trotzund mit MS.

Lg

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Doch Schnick-Schnack ... getraue mich ... Finde einfach Klasse, dass Ihr Euch Ziele gesteckt hattet und sie erreicht wurden. Für Jene die dran sind: auf, weiter so, dran glauben und schlussendlich stolz über das Erreichte sein.

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