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jonny89

"Wie geht es dir"

81 posts in this topic

Naja von anderen wie gehts dir ist mir eig egal, weil fast keiner von meiner ms weiss;) daher reagiere ich ganz normal. Aber wenn meine mutter gehlzielt fragt geht es besser mit deiner krankheit, was machen die therapien und das während eines schubes, während ich ganz locker an nichts böses denke. Ich versuche mich zusammemzureissen und sage ja wie du siehst gehts mir gut und ich will nicht darüber reden. Im ernst in dem Augenblick denke ich mir nur ja danke das du mich an meine sensi Störungen erinnerst die ich seit 3 monaten habe und mich daran erinnerst das ich diese scheisse krankheit habe die nie wieder weggeht. Trotz das ich es noch "nett" ausdrücke ist sie angepisst. Versteh einer die welt... Wer will schon dauernd über seine krankheit reden? Ist ja net so das ich eine Erkältung habe nein sondern etwas das immer da sein wird, von daher geht es mir beschissen! Ich hab meine arbeit verloren habe keine Perspektiven bin unheilbar krank will sie wirklich das höhren?? Ich denke nicht..... das will keine Mutter.

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@ceza

 

Deine Mutter versucht wahrscheinlich, sich "einfach nur" mit Deiner Krankheit auseinanderzusetzen. Sie will es gern verstehen und Du bist nun mal die Quelle ihrer Erkenntnis. Wenn es ehrliches Interesse ist, kommt man mit Liebe und Nachsicht :rolleyes: besser.

GlG KarU

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Ich weiß nicht wo ein Probleme ist, wenn jemand nach dem Befinden fragt. Der Fragende   will mich wohl nie und nimmer an die MS erinnern, weiß vielleicht noch nicht einmal davon. Und wenn man nicht näher darauf eingehen will, ignoriert man die Frage oder antwortet ganz einfach :“danke der Nachfrage“ o.ä. und schon ist es erledigt.

An die MS werde ich durch ganz anderes erinnert und zwar täglich. Schon alleine durch eventuelle Beeinträchtigungen, die Spritze oder sonstigen Medikamente, aber doch nicht durch eine Frage: „wie geht es dir?".  Da gibt es  gravierenderes und wichtigeres,  es sei denn,  man sucht regelrecht nach nervendem.

Sorry, aber so denke ich darüber. Wenn man schon sehr lange mit MS lebt hat man gelernt, viel gelassener manchem gegenüber zu sein. Dazu gehören auch Fragen, die z.B. oft nur eine Floskel sind und der Einleitung eines Gespräches oder  Kommunikation dienen.

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Hi ceza,

meine Ma wohnt in einer anderen Stadt. Jedes Mal, wenn ich es ihr erzählen wollte, sprangen bisher Leute da rum, denen ich es nicht zutraue damit umzugehen bzw. die mir in Zukunft auch gar nicht helfen könnten. Mein 'Supportsystem' sind meine engsten Freunde, die es alle wissen. Da gibt's zum Beispiel eine Freundin, die alles richtig macht. Und dann den einen oder anderen, der für mich nicht immer auf die beste Weise antwortet. Ich überlege mir dann in Ruhe, warum manche Antworten nicht sehr hilfreich sind, weil sie z.B. mir in aller Deutlichkeit vor Augen führen, was schwierig ist, ich aber so gar nicht zu hören brauche.

Ich kenne sie lange genug, um zu wissen, dass es aus einem Gedankenprozess heraus entsprungen ist und sie mir eigentlich nichts Böses wollen. Wenn das nächste Mal was kommt, sage ich ruhig, warum das nicht hilfreich ist. Das funktioniert gut.

Oben hatte schon mal jemand vorgeschlagen, dich auf eine Tasse Tee mit deiner Mutter zusammenzusetzen und es ihr zu erklären. Hier hast du deine Chance deine Mutter zu erziehen - manchmal dauert der Prozess ein bisschen länger, aber du hast schließlich nur eine Mutter.

Mach dir eine Liste, was gut ist und was nicht. Keine Ahnung, lass dir eine Broschüre schicken, die du ihr geben kannst. Hab auch eine vom Betaplus-Serviceteam (Referenzreihe Multiple Sklerose, Teil 1) in der Tasche, die ich meiner Ma geben werde. Erstatte einmal im Monat Bericht. Und wenn du sagst "Soweit gut", ist alles gut. Oder so.

Viel Glück,

weltoffen

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Es hängt eben sehr davon ab, in welchem Maß wir mit unserer Verarbeitung vorangekommen sind. Die MS angenommen, akzeptiert haben und wieder fest im Leben stehen, oder noch völlig aus der Bahn und neben der Spur sind. Die Relationen verschieben sich. Für jeden unterschiedlich schnell.

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Da hast Du sehr recht Karin Uta. In einem Moment, in dem einem die Krankheit gerade sehr bewußt ist (vielleicht auch egal, ob gerade kurz nach der Diagnose oder später mal, wenn es einem nicht gut geht) reagiert man sicherlich empfindlicher.

 

Das ist sicherlich auch der Grund, warum mich die Frage meines Arbeitskollegen gerade so nervt. Ich weiss damit einfach noch nicht wirklich umzugehen aber woher soll er das wissen.

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Ja ich kann damit auch noch nicht umgehen... ist ja nicht so das wir uns selten sehen.. das wäre was anderes. Wir wohnen zusammen und diese gezielte frage auf die ms, macht mir klar das ich es habe und ich nicht weiss wie ich mit klar kommen soll...

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Hallo zusammen,

 

nachdem ich viel für mich getan habe, um mit positiv wie negativ gemeinten Anreden für mich gut umzugehen, versuche ich in Kürze mir ein Bild des Menschen, der mich anspricht, zu machen.

Da ich das Glück habe, ein sehr positiver Mensch mit guter Intuition zu sein, sage ich bei denen, die mich kennen - je nach echter Befindlichkeit: Danke, psychisch gut, körperlich nicht so, ODER  derzeit nicht so prickelnd, aber das wird schon wieder, ODER besch..., wenn ich mich behindert fühle, weil ich so schlecht laufe und unbeweglich bin...

Schön, dass du jemand bist, der mir meinen Weg zutraut, mir aber auch hilft, wenn ich ich Hilfe benötige.

 

Bei denen ich bemerke, dass es rein rethorische Fragen sind, oder sie es mir nicht wirklich gut meinen, sage ich: Danke bestens, denn wenn du/sie hörst/er, dass es mir schlecht geht, freust/en du/sie dich/sich möglicherweise... Also will ich dazu nicht mehr sagen!

 

Beides klappt bisher ganz gut und man kann manchen Menschen den Wind aus den Segeln nehmen! 

 

Selbstbewusster, offener Umgang mit der Krankheit wirkt m.E. sehr positiv - für mich und auch für andere!

Denkt immer daran: Bei jedem ist irgendwann irgendwas - egal wie, denn:

UNTER JEDEM DACH EIN ACH!

 

In diesem Sinne alles Liebe und Gute,

Petra :rolleyes:

 

 

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"Am liebsten gut" muss ich mir merken... Ist mal was Neues. ;)

 

Durfte mir ja schließlich auch schon anhören, dass ich nicht immer "ja, ganz gut" auf die Frage "Wie gehts dir?" antworten soll (hat aber nur ein entfernter "Freund" gesagt, von daher kann ich einigermaßen damit leben :D) Ich glaube, diese Frage ist eh nur ein Floskel. Die meisten wollen doch gar nicht wirklich wissen, wir es einem geht und was man für "Wehwehchen" hat...

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Jonny,

Deine Wut, Dein Ärger und sicherlich Deine Sorgen sind ganz deutlich zu lesen und es tut weh zu sehen, dass so ein junger Mensch wie Du, sich beinahe aufgibt (momentan hoffentlich nur) und der Mutter keinen Einblick erlaubt.

Vielleicht nur harte Wörter Deinerseits mit:

"Ich hab meine arbeit verloren habe keine Perspektiven bin unheilbar krank will sie wirklich das höhren?? Ich denke nicht..... das will keine Mutter."

Männer lassen häufig Unüberlegtes raus um nicht zu explodieren.

Vielleicht aber steckt wirklich mehr dahinter? An Dir zu analysieren.

Aber klar ist, dass wenn eine Mutter mehrfach nachfragt, sehr in Sorge um Dich ist. Sie weiss noch weniger als Du und möchte verstehen und Dir mit Ihrer Erfahrung des Lebens weiterhelfen. Lasst Euch Beide über die Krankheit aufklären oder hilf ihr zu verstehen, was Dich bewegt. Nur so kann sie Dich verstehen, ihre Ängste abbauen und wenn von Dir gewollt, Dir helfen.

Glaub mir, es gibt hier mehr als ein User, dessen Eltern nie nachfragen, oder die MS abtun oder einach ignorieren.

Gib ihr die Chance eines Tages von Dir zu erfahren, was los ist. Vertröste sie auf ein späteres Gespräch, bis Du so weit bist.

p.s bin eine Mutter mit 27 jährigem Sohn, der vor drei Jahren was ausfras, nur weil er mich nicht damit belasten wollte. Ich spürte schon immer, das was nicht stimmt und war zutiefst beunruhigt. Heute ist er erleichtert und froh, dass ich es weiss und ihm, so gut es ging, aus der miesen Lage helfen konnte. Er kann wieder lachen ...

Auf, mache Dir Gedanken zu Dir, lass Dich nicht hängen und wenn Du wieder runter gekommen bist und die MS akzeptiert hast, KOMMUNIZIERE!

Viel Glück!

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Die Frage, wie es mir gehe, wird mir selten gestellt. Ich gehe offen mit der Krankheit um. Wer mich kennt, weiß daher, dass ich MS habe.

"Wie gehts?" benutzen viele nur als Floskel. Die Antwort, dass es zur Zeit eher schlecht gehe, will niemand hören. Probiert es doch einmal aus. Bei einem "Mir geht es heute schlecht" gerät natürlich sofort das Gespräch ins Stocken und das Gegenüber muss auf die Antwort eingehen - das ist unbequem, lästig und kostet Zeit.

Als ich kurz nach der MS-Diagnose von Freunden oder Verwandten gefragt wurde wie es mir gehe, habe ich manchmal zurück gefragt: "Meinst Du wegen der MS, oder weil das Wetter schlecht ist / morgen Montag ist / die Ferien bald vorbei sind ...". Die Rückfrage nicht um die Frage abzuschmettern, sondern aus Interesse, denn ich will zur Zeit nicht als Kranker behandelt werden.

Vielleicht wird das einmal anders wenn es mir wirklich einmal schlecht geht.

 

Gruß, Marcell

 

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Hallo!

Meine Tochter hatte am Wochenende Geburtstag. Dazu hat sich ihr Vater eingeladen, mit seinen Eltern. Ihr müsst wissen, das ich von dem Herren schon fast 10 Jahre geschieden bin und seit gut 5 Jahren wieder glücklich verheiratet bin.

Jedenfalls haben die Großeltern wieder mal festgestellt, was er nicht für ein "Hirsch" ist, weil er uns gehen ließ, wo sich doch meine Krankheit gar nicht so schrecklich verschlechtert hat. Sie hat ja eh noch keinen Rollstuhl!

Mir ist momentan nix drauf eingefallen, aber meine Tochter (15) hat drauf gesagt: " Jetzt hat sie ja auch eine Familie, die sich kümmert!"

Zum Abendessen sind sie nicht mehr geblieben und ich glaub, nächstes Jahr sehen wir sie sicher auch nicht wieder!

Lg Karin

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Wenn ich so etwas lese, graust es mir ehrlich gesagt ein wenig vor den Feiertagen. Ich hoffe meine werte Familie hält sich zurück, jetzt da sie Bescheid wissen. Ich habe echt keinen Bock auf solche Tischgespräche.

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Ja, eine ziemlich eklige Frage, auch weil sie irgendwie nur eine Antwort zulässt: gut. Ehrliches Interesse ist da meist nicht dahinter, sonst würde man schon etwas gezielter fragen. Eine Höflichkeitsfloskel ohne Wert. Meistens drücke ich dann ein gut schwäbisches "passt scho" raus und das Thema ist erledigt. Wenn einer wirklich mehr wissen will, kann er ja nachhaken. Ist nicht so, dass ich mit dem Thema MS hinterm Baum halte.

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Hallo,

 

gestern rief Schwiegermutter an *ggg und wollte mir noch nachträglich zum Geburtstag gratulieren da war ich aber ja im KH - muss hier einfügen, dass ich meinem Mann verboten habe es jemanden zu sagen, ich bin diejenige die entscheidet wer es wissen soll oder nicht - Schwiegermutter eben nicht - so sagte ich nur gut und sie ja ich würde mich gut anhören und dann eben das Gespräch beendet, ich kann nicht mit ihr und das schon 30 Jahre........

 

Gut wenn es mal zur Sprache kommt weil die Kids wissen es ja und eben dann ist es so aber bewußt sagen nein.

 

Und ansonsten ja es gibt auch bei mir Menschen die es ehrlich meinen und die die nur floskeln reden aber die wissen es eh nicht.

 

Meine Mama ist dann diejenige die mir dann doch "in den Po tritt" wenn sie merkt ich hänge durch sie fragt auch nicht viel sie handelt.

 

LG
KLaraursula

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in meinem Umfeld wissen alle Bescheid, weil ich von Anfang an offen mit der Diagnose MS umgegangen bin.

Mittlerweile habe ich festgestellt, dass ich am besten damit klar komme, wenn ich antworte: "Mir geht es gut" und versuche, das Gespräch auf ein anderes Thema zu bringen. Egal, ob die  Frage nur aus Höflichkeit gestellt wurde und sowieso keine andere Antwort erwartet wird, oder aus echter Anteilnahme.

Denn wenn es mir gut geht, möchte ich sowieso nicht über Krankheiten sprechen und wenn es mir nicht gut geht, ändert es auch nichts, wenn ich herumjammere. Es belastet mich zusätzlich, wenn ich weiß, dass sich meine Familie Sorgen um mich macht.

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Eigentlich ist es doch gut, wenn wir von Menschen nach unserem Befinden gefragt werden, die wissen, dass wir MS haben. Auch wenn das Gegenüber mit einer Antwort wie "heute eher schlecht!" nicht viel anfangen kann zeigt es doch, dass er/sie unbefangen mit der Krankheit umgehen kann.

Und das ist mir weitaus lieber, als wenn sich keiner traut zu fragen.

Marcell

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Marcell, da hast Du recht. Ich habe auch überhaupt keine negativen Erfahrungen damit gemacht, es gesagt zu haben; weder auf der Arbeit noch in meinem privaten Umfeld. Schließlich hat ja jeder irgendwelche Probleme, sei es gesundheitlich, Beziehungsprobleme oder was auch immer.

Wenn ich nach meinem Befinden gefragt werde, ist es immer nett gemeint. Ich möchte nur nicht immer über die Krankheit sprechen sondern wieder Normalität in mein Leben bringen, und wenn ich sage "gut", dann wird nicht weiter nachgefragt.

Dagegen ist es so, dass meine Eltern (beide Ende 70) sich echt Sorgen machen. Wenn sie anrufen und fragen, sage ich daher lieber auch "es geht mir gut", um sie zu beruhigen.

Marita

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Hi Marita,

 

schlechte Erfahrungen habe ich auch noch nicht gemacht - weder im Job, noch privat.

Meine Eltern (auch beide über 70) gehen vernünftig damit um. Sie wissen was MS bedeutet und was nicht. Sie wissen, daß ich daran nicht sterben werde, aber berufliche Einschränkungen habe. Sorgen macht ihnen daher mehr meine materielle Existenz als mein Dasein.

 

Klingt hart, aber ich sehe das genaus so.

 

Marcell

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Das mit der Vernunft ist so eine Sache. Eltern machen sich halt Sorgen und wollen nur das Beste für ihre Kinder, egal ob die Kinder 5 oder 50 sind. In meiner Familie war MS bislang nur durch den Krankheitsverlauf meines Schwagers bekannt, und der ist nur 47 Jahre alt geworden. Entsprechend groß war der erste Schock bei meiner Diagnose und die Erkenntnis, dass MS heutzutage aufgrund des med. Fortschritts nicht mehr zwangsläufig Rollstuhl und Sterben bedeutet, hat eine Weile gedauert.

Ich wollte mit meinem Beitrag auch nur ausdrücken, dass ich für mich entschieden habe, auf Fragen nach meinem Wohlbefinden, mit "gut" zu antworten, um damit weiteren Nachfragen auszuweichen.

Und wenn mir danach ist, texte ich dieses Forum voll, weil ich hier unter Gleichgesinnten bin, und anschließend stelle ich den PC aus und mein Kopf ist wieder frei.

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Lieber jonny89,

 

ich kann dich da schon verstehen, wenn es gehäuft vorkommt, kann das sicherlich nervig sein. Mir geht es da etwas anders. Ich habe es bewusst nur meinen Eltern und Schwestern erzählt, mit der Auflage, es für sich zu behalten. Das hat natürlich nicht funktioniert :P Und so traf ein was ich befürchtete:

Wann immer ich auf Tanten, Onkel etc. treffe, ist das der Horror. Meine Cousins fragen so total offensichtlich "Na, was ist so los bei dir?". Darauf reagier ich ja mal garnicht! Meine Tanten sind am schlimmsten: sie trauen sich keine 5 Meter mehr an mich ran, starren mich "aus der Ferne" mitleidig an, als könnten sie meinen Anblick/meine Anwesenheit auf Familienfesten nicht ertragen.

 

Ich würde mir echt wünschen, jemand würde offen auf dich zugehen und fragen: "hey, stimmt es, du hast MS? Wie gehts es dir damit?"

Ich bin da eigentlich offen, gehe damit aber nicht hausieren und reibe es keinem unter die Nase. Vielleicht kannst du (v.a.) mit deiner Mama darüber sprechen, dass du weißt sie meint es gut, aber nicht ständig gefragt werden möchtest.

 

Ansonsten hilft nur ein dickes Fell, vor allem bei der buckligen Verwandschaft :P

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Hi würde mich mal Interessieren wie ihr reagiert wenn man euch öfter frägt "wie geht es dir??" Vorallem in der Schub phase.

Habe seit nun bissi mehr als 2 Monaten einen schub,sensistörungen, und gerade wenn ich so einigermaßen nicht daran denken muss kommt diese gezielte frage wie geht es dir, ist es besser?

Früher habe ich (in nicht-förmlichen Situationen) auf solche Fragen meist etwas süffisant geantwortet wie "Wie es mir geht? Beschis*en wie immer.".

Nun bin ich dazu übergegangen zu sagen "Beschi*sen wie immer, bin halt krank im Kopf". :lol:

Ich persönlich halte nichts von den "Wie geht es denn so"-Floskeln. Weder bei gesunden noch bei kranken menschen. Wenn ich ernsthaft daran interessiert bin wie es jemandem geht dann frage ich, ansonsten nicht, dann reicht ein "Guten Tag", "Schön Dich/Sie zu sehen" usw. :rolleyes:

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Ist mir letztens wieder aufgefallen: bei Floskeln floskele ich zurück.

Ich habs auch schon mal, als ich von so einem fröhlichen Ego-Menaschen,d er eh immer nur ichichich kennt, gebracht, zu sagen: "Was soll die Frage, das willste doch eh nicht wirklich wissen"

(ohhh, das gibt Abzüge bei den Karma-Punkten und KEIN Weihnachtsgeschenk!!).

Naja, sonst wie gesagt rumgefloskel.

Wenn ich merke, die Frage ist durchaus errnst gemeint, dann geb ich auch mal ne ernsthafte Antwort. Das hatte ich letztens eben mit einer Frau, die ich mal als Kollegin kennenlernte.. paarmal traf.. aus den Augen verlor.. und jetzt wieder traf. Und nochmal traf. Und wieder.

Sie ist irgendwie einfach anders drauf, und es kam irgendwie an diesem Tag mal auf was ehrliches.. "wie gehts Dir denn so? Meine Freundin hat ja auch,w ie ist das bei Dir?.." und von meiner Seite ein "darf ich das fragen? Was hattest Du da eigentlich für einen Unfall und was ist Dir passiert?"

Manchmal passt das einfach.. bei manchen weiss man, die Frage ist ehrlich.. und die anderen kriegen eben 08/15.

Netterweise: mit meinen Eltern brauch ich gar nicht über irgendwas sprechen. da wird immer gefragt "wie gehts" und die Antwort hat immer zu sein "gut".

Hat mich lange sehr angefressen. Mittlerweile- vergiss es einfach.

Das bringt nix.

Lass ich anderen halt ihren Seelenfrieden,d en ihnen fröhliche Verdrängung verschafft. Alles andere nimmt MIR meinen Seelenfrieden und da hab ich mittlerweile keine Lust mehr drauf, ich muss weder endlos gegen Windmühlen kämpfen noch wie ein hirnloser Sysiphos den Stein immer wieder wälzen.

Wie gesagt, und sonst- wenn Floskel, dann Floskel. Das bringen einem diverse USA-Aufenthalte auch mal bei. Und wenn man an die Kasse humpelt wie Entchen-Flügellahm: ein "hi, how are you" kriegt immer ein "Fine, and you?"

Ja, Reisen bildet  ;-)

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Ich finde wie sollten auf die Frage nach unserem Befinden nicht allzu kritisch reagieren - auch wenn sie als Floskel herüberkommt. Wir "MS-ler" sind chronisch krank und wissen hoffentlich damit umzugehen. 

Gesunde sind das oftmals nicht. Für sie ist eine nicht heilbare Krankheit wie MS sehr weit weg. Nicht im "relevant set" wie man so schön sagt. Daher sind sich viele unsicher, wie sie mit uns umgehen sollen.

Mit der Frage nach unserem Befinden zeigen sie ein gewisses Interesse und die Fähigkeit, die Krankheit nicht völlig zu ignorieren. Das ist mir weitaus lieber als wenn Bekannte die Straßenseite wechseln, um nicht mit dem Thema konfrontiert zu werden.

Letzteres ist mir bewusst noch nicht passiert, ich halte es aber für möglich. Selbst ein guter Freund sagte mir vor kurzem dass er nicht so recht weiß, welche Themen er bei mir lieber nicht ansprechen sollte.

Schade.

Gruß, Marcell

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Hallo Marcell,

ist doch schon mal gut, daß Dein Freund den Mut aufgebracht hat, Dich darauf anzusprechen! Er hat seine Unsicherheit zugegeben und sucht mit Dir nach Lösungsmöglichkeiten :) Vielleicht gibt es gar keine Themen, die er nicht ansprechen darf. Und wenn doch, sag es ihm. Er scheint jedenfalls keine "schönwetter-Freund" zu sein...?

GlG KarU

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