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Blume67

Durch was ist bei euch MS ausgebrochen?

34 posts in this topic

Hallo,

bei mir ist die MS 1997 4 Monate nach meiner Kaiserschnittgeburt

aufgetreten. Ich habe meine Tochter 6 Wochen zu früh bekommen, weil ich eine Schwangerschaftsvergiftung ( Gestose ) hatte.

Die erste Zeit mit meiner Tochter war sehr stressig. vielleicht ist dadurch die MS ausgebrochen??!! Oder war es die hormonelle Umstellung des Körpers??

Oder sogar beides??

Bis jetzt schlage ich mich ganz wacker. Bin zwar seit 2000 berentet ( hauptsächlich wegen massiver Fatigue ), aber ich laufe noch ohne Gehhilfe, Rollator oder Rolli.

Toi, toi, toi!!!

Meine Tochter ist inzwischen 17 und macht nächstes Jahr ihr Abi!!!

LG Labrador

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Guest

Hola,

bei mir war es eindeutig hoher Stress, ausgelöst durch mein berufsbegleitendes BWL Studium, von 2001 - 2006 

Ich musste in der Zeit jede Woche 2x 65 km hin und 65 km zurück fahren, um die Vorlesungen zu besuchen und  das mit einem Vollzeitjob! Im sommer 2005 standen die Abschlussprüfungen an, vor der Diplom-Phase. Ich musste für drei Klausuren (Dauer je 3 Stunden), die sinnigerweise alle in einer Woche stattfanden,  pauken, pauken, pauken. Die Durchfallquote lag bei über 60%, also enormer Erfolgsdruck. Im November dann meldete ich meine Diplomarbeit an und bekam plötzlich GF-Ausfälle vom Feinsten. Meine erste von 5 Sehnerventzündungen... Das Elend nahm seinen Lauf. Als ich dann im Mai 2006 mein Kolloquium hatte (mündl. Prüfung der Diplomarbeit), sah ich aus wie ein Mondgesicht, da ich bereits SNE Nr. 2 hinter mir hatte, nur noch 40% sehen konnte auf dem linken Auge und Kortison massenhaft im Körper hatte... Na ja, Ende vom Lied, ich habe mein Diplom sehr gut bestanden aber mein Augenlicht auf dem linken Auge letztlich eingebüßt.

Natürlich fragt man sich, wäre dieser Stress nicht aufgetreten, wäre die MS nicht aufgetreten? Es ist mühsam, also lebe ich so wie es mir  gegeben ist, und ich kann mich  nicht beklagen, mir geht es auch einäugig wirklich bestens, hoffe, dass es so bleibt!

LG Lernmaus

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Hallo,

Kann mich nur anschließen. Bei mir war es auch der Stress. Innerhalb von drei Jahren habe ich meine beste Freundin durch Krebs verloren. Passe auf ihre Kinder mit auf, habe selber drei.

Dann hat mein Mann sich mit der flex. die Finger fast abgesebelt. Mein Auto wurde komplett kaputt gefahren und der andere hat Fahrerflucht begangen. Und den Schub der meine Diagnose gebracht hat, war meine Tochter die einen Unfall hatte und operiert werden musste.Da bin ich zusammen gebrochen. Habe auch noch drei Jobs.

Bin überzeugt das es vom Stress kommt und durch die Psyche. Viele die einen sozialen Beruf haben oder hatten oder eben andere Schicksalsschläge und zu sozial oder sensibel sind bekommen irgendeine heftige Krankheit! Dazu zähle ich ( ms, krebs, Diabetes, Depressionen, Rheuma , mehr fallen mir jetzt gerade nicht ein).

Gute Nacht alle zusammen!

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Servus zusammen,

ich muss schon sagen, eure Geschichten haben mich großteils wirklich bewegt. Da komme ich mir schon fast ein wenig... wehleidig vor. Aber auch ich sehe (emotionalen) Stress als Auslöser. Zu der Zeit vor meiner Diagnose habe ich meinen Job verloren und nicht sofort einen Neuen bekommen. Hatte auch Geldprobleme und damit Sorgen. Meine Eltern haben sich nach über 35 Ehejahren getrennt und ich war als Mitbewohner im elterlichen EFH ganz nah dabei. Ich würden ihnen gegenüber dies niemals ansprechen. Aber sicher, es könnte der Auslöser gewesen sein. Alle "neurologische Auffälligkeiten" vor der Diagnose, die ich im nachhinein der MS zuordnen würde, geschahen in dem Zeitraum.

Grüße,

Christian

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Bei mir war der Auslöser kein Stress. Die Uni lief damals total leicht und es standen auch keine Prüfungen an (lag wohl am Wahlfach) :D  Ich hatte aber Probleme, seitdem ich zu meinem Freund gezogen bin, der noch bei seinen Eltern gewohnt hat. Dort gab es plötzlich Hund und Vögel und es war sehr, sehr viel staubiger als bei mir zuhause. Ich hatte dann kurz nach dem Umzug eine Art Erkältung, die dann aber nicht mehr richtig weg ging. Meine Nase lief danach einfach monatelang weiter --> ich bin gegen Hausstaub leicht allergisch. Ich bin dann nach nem halben Jahr zum Hautarzt und der hat dann eine Allergie gegen Hausstaubmilben und Gräser fest gestellt. Ich hab dann eine Desensibilisierung gegen Hausstaub bekommen, bei der man sich am Anfang 1 oder 2 x die Woche (weiss grad nicht mehr genau) sich eine Spritze geben lässt. Naja 2-3 Wochen später war ich nur noch müde und bin dann auch einmal von der Uni nach Hause gekommen und hab mich nur noch aufs Sofa geschmissen und lag 2-3 Stunden halb tot herum. Kurz darauf hatte ich meinen ersten und auch stärksten Schub. Und die im Krankenhaus haben sofort gesagt: "Die Desensibilisierung könnte ein Auslöser für MS sein und stoppen Sie sofort die Injektionen". Ich hatte aber wahrscheinlich vorher schon die MS, da ich noch alte Herde im Gehirn hatte bei der Diagnose und ich mich daran erinnern kann, dass mir mal 1-2 Jahre zuvor die Hand über 1-2 Tage leicht "eingeschlafen" war --> ich dachte damals ich hätte kurzfristig eine Durchblutungsstörung in der Hand gehabt. Also vielleicht hat die Desensibilisierung das Immunsystem in eine Art Alarmzustand versetzt und dann gings eben so richtig ab!

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Hi Blume,

Heute würde mich interessieren, was Du für Rückschlüsse gezogen hast, aus unserer Antworten? Was vermutest Du als Auslöser? Ich denke zwar immer noch, nach wie vor, dass der Stress der Auslöser war, aber nicht der Verursacher. Ich denke teils auch schon soweit, dass zumindest Ms und Krebs Krankheiten sind, die man in sich trägt (man hat sie oder nicht) und die dann irgendwann mal "ausbrechen".

Klar hatte ich Stress damals als die MS, ihre Fratze zeigte, aber soweit ich mich zurück entsinnen kann, sogar mein Kindesleben, war geprägt von Streß. Ob Dauerstress, momentaner heftiger Stress Auslöser sind, mag dahin gestellt sein. Aber irgend "wer" muss Schuld sein, ich schieb es bis zum gegenteiligen Beweis, mal da drauf.

Lg Silvie

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Hy Silvie!

Wenn ich ehrlich bin habe ich mir auch schon überlegt was bei mir in dieser Zeit los war als das ganze vor einem Jahr angefangen hat.

Es ist mir etwas unangenehm weil viele von euch ihre persönliche Geschichte erzählten und ich will euch auch noch sagen dass ich niemanden ausfragen wollte.

Mein Ziel war euch durch eure Erzählung euch selber zu entlasten also so eine Art was rauszulassen was belastet.

Wie du sagst Silvie Stress haben viele auch schon früher.

Ich glaube dass es bei mir ein unbewußter Stress war weil ich mich von einem Mann trennen wollte den ich eigentlich sehr liebe.

Das war bei meinem ersten Freund auch so nachdem ich mich nach einer On Off Beziehung von ihm trennte landete ich vor Beendung der Beziehung vorher noch in einer psychosomatischen Kur um das alles zu schaffen.

Scheint bei mir eine Schwachstelle zu sein.

GLG Blume67

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Bei mir waren es definitiv die Narkosen.

Stress hab ich immer wieder Mal, wer hat den nicht, aber es war nichts außergewöhnliches.

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Hi Blume,

Heute würde mich interessieren, was Du für Rückschlüsse gezogen hast, aus unserer Antworten? Was vermutest Du als Auslöser? Ich denke zwar immer noch, nach wie vor, dass der Stress der Auslöser war, aber nicht der Verursacher. Ich denke teils auch schon soweit, dass zumindest Ms und Krebs Krankheiten sind, die man in sich trägt (man hat sie oder nicht) und die dann irgendwann mal "ausbrechen".

Klar hatte ich Stress damals als die MS, ihre Fratze zeigte, aber soweit ich mich zurück entsinnen kann, sogar mein Kindesleben, war geprägt von Streß. Ob Dauerstress, momentaner heftiger Stress Auslöser sind, mag dahin gestellt sein. Aber irgend "wer" muss Schuld sein, ich schieb es bis zum gegenteiligen Beweis, mal da drauf.

Lg Silvie

Hallo an Blume, Silvie und alle anderen,

@Silvie,

ich sehe das genau so wie Du.

Bei mir war es definitiv Stress, der im August meinen Schub ausgelöst hat, was letztendlich zu der Diagnose MS führte. Derzeit bin ich mit einem weiteren ebenfalls durch Stress ausgelösten Schub krankgeschrieben zu Hause. Ich reagiere im Moment sehr empfindlich auf alles und werde schon nervös, wenn mein Mann hektisch ist. Mehrere Menschen gleichzeitig kann ich gar nicht aushalten. An meiner linken Kopfseite (in der linken Gehirnhälfte waren alles bisher aktiven Herde im MRT sichtbar) kann ich auch überhaupt keine Berührung ertragen.

Seit meiner Jugend war ich schon immer sehr empfindlich, was meinen Kopf betraf. Ich habe meine damals langen Haare immer offen getragen. Schon damals konnte ich es nicht ertragen, die Haare hochzustecken oder als Zopf oder Pferdeschwanz zusammenzuhalten, nicht einmal eine Mütze oder Kapuze aufsetzen. Mir ist oft genug gesagt worden, ich solle mich "nicht so anstellen".

Mir ist erst jetzt bewusst geworden, dass es da einen Zusammenhang geben muss. Wahrscheinlich hat die MS bereits seit dieser Zeit in meinem Kopf "gewartet" und ist letztendlich erst in einem Alter von über 50 durch Stress zum Ausbruch gekommen.

Liebe Grüße

Marita

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