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catrine

Psychopharmaka nach MS-Dianose??

14 posts in this topic

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn (18) hat im Dezember 2013 die Diagnose MS erhalten. Körperlich geht es ihm nach wie vor gut. Vorwiegend hat er kognitive Störungen. Nur psychisch geht es ihm nach eigener Aussage nicht gut. Er sieht keinen Sinn mehr im Leben, quält sich mit Fatique rum und muss täglich 5Uhr raus zur Arbeit (Altenpflegerlehrling).

Beim letzten Neurobesuch wurde dann Psychopharmaka verschrieben. Wenn man dann den Beipackzettel ließt wird einem ganz übel.....Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Krampfanfälle usw. usw...alles dass hatten wir gerade erfolgreich losbekommen. Kennt sich jemand von euch aus was man z.B. homöopathisch machen könnte. Hab von "Depressions-Globuli" gelesen...möchte nicht als erstes scharf schießen. Erst wenn nix anderes geholfen hat.

Würde mich freuen wenn Ihr Ideen oder Erfahrungen habt die uns helfen. Fühle mich als Mutter so schrecklich hilflos.

Schöne Woche Euch!! eure Catrine

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Hi catrine hab meine Diagnoye mit 23 bekommen. Ich kann mir gut vorstellen wie es einem geht.. Also ich kann dir/euch raten ne psycho therapie zu machen. Ich selbser hab zwar keine gemacht "leider". AD bekämpft nur die symptome aber nicht den eigentlichen Grund. Antidepressiva hab ich auch genommen am anfang weil ich total depri war und mich zurückgezogen habe. nw hatte ich gehabt wie schlafstörungen schwitzen etc. Nachm absetzen vings mir gut aber die symptome sind wieder da. Mein tipp: Niemals NW im beipackzettel lesen. so kann sich schnell eine angsstörung bilden (erfahrung...) Gegen fatique hilft nur aktiv sein. Und den Beruf würxe ich nach der Aus ildung direkt wechseln!! Is ja noch jung er kann ja eine neue ausbildung machen. Habe selbst meine mit 19 begonnen. lg

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Naja i h persönlich glaub nicht an homö aber schadrn tut es nicht. Nehme selbst pflanzliche sachen sicherheitshalber;)... Aber der glaube kann berge versetzen. (placebo) musst Ihm ja nicht sagen das es pflsnzlich ist. Und beobachten wie er sich entwickelt. Denke dann würde das bestimmt helfen

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Hallo Catrine,

ich kann mir als Mama sehr gut vorstellen, welche Sorgen du dir machst und wie leid dir dein Kind tut. Ich denke man kann unterstützend schon mit Globuli arbeiten, manchmal ist es aber in der Akutphase wirklich notwendig, eine kurze Zeit mit Stimmungsaufhellern zu arbeiten. Den Beipackzettel solltest du besser nicht lesen, er macht nur Angst. Viel wichtiger würde ich aber finden, dass dein Sohn eine begleitende Psychotherapie macht. Dass die Ängste aufgearbeitet werden und neue Perspektiven geschaffen werden und so ein junger Mensch Hoffnung am Horizont sieht und auch wieder Freude am Leben hat. Wenn man emotional jemandem so nahe steht, kann man das nur schwer vermitteln und der Erkrankte kann auch mit einer außenstehenden Person viel offener reden. Vielleicht solltet ihr das mal in Erwägung ziehen.

Ganz viel Kraft und positive Gedanken wünsche ich euch.

Alles wird gut, glg von Reini

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Hallo zusammen!

Ich nehme auch seit ein paar Jahren Psychopharmaka, die Diagnose kam 2000. Die Chemie wollte ich weglassen, aber die pflanzlichen Mittel haben nicht richtig gewirkt, und so bin ich wieder bei den herkömmlichen Tabletten (mit Chemie drin) gelandet. Das muß dann sicherlich jeder für sich herausfinden.

Alles Gute, viele Grüße

Bianka

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Moin catrine,

Johanniskraut hilft einigen bei Depressionen. Ein Heilpraktiker könnte euch sicher auch weiter helfen.

Alles braucht allerdings einige Zeit,bis es wirkt!!

Würde deinem Sohn eine Therapie oder Selbsthilfegruppe für junge Leute empfehlen!

LG Saja

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Hallo catrine,

aus eigener Erfahrung weiß ich das eine Gesprächstherapie nicht verkehrt ist. Hab damals selbst eine gemacht. Mittlerweile ist die jetzt schon 20 Jahre her und ich strebe eine zweite an. Nach 20 Jahren hat sich viel getan.

Meine Diagnose habe ich Nov 2013 bekommen aufgrund einer Gesichtslähmung.

Die ersten 4-5 Monate war ich psychisch sehr angeknackst.

Ich habe Stunden mit meiner Frau zusammen gesessen und über Dinge geredet an die ich früher nie dachte. Und das hat mir geholfen. Er hat Dich an seiner Seite und das ist schon viel wert. 

Homöopathie, " jeder wie er mag, Glaube vesetzt Berge". 

LG  Axel

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Danke an Euch alle für die lieben Worte. Tut echt gut. Psychotherapie lehnt er selbst leider ab...hatte für ihn schon einen Termin besorgt. Er wollte sich hingehen.

Inzwischen haben sich gestern die Dinge überschlagen. Zu seiner MS kommt wahrscheinlich noch eine Sarkoidose dazu. Zumindest ist der dazugehörige Blutwert (Interleukin 2 Rezeptor ) ziemlich erhöht. Nun kommen wieder Untersuchnungen. Weiß gar nicht merh wie ich ihm das noch vermitteln soll! Brings nich fetrtig zu sagen , da stimmt schon wieder was nicht. Hab Angst der bricht mir völlig zusammen.

Selbsthilfegruppe usw will er auch nich, nich mal sich im Internet mit welchen austauschn...klar ist man als Mama da zu involviert und kann vor eigenen Emotionen manchmal nich gut reagiern. Ich weiß.

Kann leider das Forum nich regelmäßig verfolgen, deshalb auch erst heute meine Reaktion auf Eure lieben Antworten.

Mal sehen was nun wird. Ich begreife nur nicht wie soviel auf einmal bei einem Menschen zusammen kommen kann. Er bemüht sich kämpft und das doch irgendwie auf verlorenem Posten... das zu sehen bricht mir quasi das Herz!!

Naja weiter kämpfen und hoffen versuch ich mir immer zu sagen, gelingt nur nich immer so gut.

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Liebe Catrine,

sei stark, dein Kind braucht dich! Dass es dir das Herz zerreißt, verstehe ich nur zu gut. Gemeinsam seid ihr stark, B Ä R E N S T A R K!!!!! Vielleicht ist er jetzt noch nicht offen für eine Therapie, bedränge ihn nicht, aber wenn der Moment passend ist, biete ihm diese Option an. Ich habe mich auch sehr lange dagegen gewehrt zum "Seelenklempner" zu gehen, wird ja auch oft von dummen Menschen belächelt. Aber für mich und meinen Mann war es die einzige Möglichkeit wieder Hoffnung zu finden!!

Ich wünsche dir und deinem Sohn ganz viel Kraft und bin überzeugt, es kommen auch für euch wieder bessere Tage.

PS: Wir hatten in der Praxis eine junge Patientin mit Sarkoidose, der es sehr gut ging und die ein ganz normales Leben führen konnte, und das ist schon viele Jahre her. Auch dort ist die Medizin schon viel, viel weiter gekommen.

Alles wird gut, gebt euch und den Krankheiten Zeit.

GLG von Reini

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Es ist zwar schon etwas her, aber ich würde gerne trotzdem noch etwas dazu sagen.

Ich habe 3 Jahre gebraucht um mich nun mit der Krankheit auseinanderzusetzen. Meine Mama hat am Anfang mich auch zu einem Therapeuten geschickt und ich konnte es trotzdem nicht so raus lassen und habe ziemlich schnell abgebrochen.  

Danach habe ich alles so für mich behalten und nicht viel darüber geredet.

Anfang des Jahres kam dann "endlich" die Depression durch ... meine Neurologin meinte auch, dass es mal Zeit wird das ich mich nun emotional damit auseinandersetze. Habe Medikamente gegen die Depression bekommen und auch relativ schnell abgebrochen, da die Nebenwirkungen zu groß waren und ich keine Wirkung wahrnahm. Nun will ich freiwillig mir wieder einen Therapeuten suchen und alles aufarbeiten.

Bei manchen geht das schneller und bei manchen dauert das eben. Ich glaube, dass dein Sohn sich erstmal mit sich und seinem Körper auseinandersetzen muss und irgendwann wird auch das Bedürfnis aufkommen sich Hilfe zu suchen.

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ja das stimmt war bei mir auch so hab immer abgeblockt wenn es um ms geht. sei es mama oder freundin. Mitlerweile fang ich mit dem thema sogar an und auch auf der Arbeit gehe ich damit gut um. Vor nem Jahr hätte ich alles in mich hinein gefressen.. Aber Nachtigall hat da echt recht... Nach über 2 jahren kann ich endlich offen darüber reden

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Hallo,

bin eigentlich auch immer ganz gut drauf. Freu mich über Marienkäfer (wenn die mir nicht grade wieder ein Beinchen stellen und ich fast auf die Nase falle), Blumen, Witze, Menschen usw. usw. Hab aber zur Zeit auch Momente, wo mir bange wird vor dem Winter, Dunkelheit (dann sitz ich wieder NOCH eher zu Hause drinnen wie so viele). Hab MS diagnostiziert seit 5 Jahren, aber sicherlich schon 10 Jahre Minimum auf dem Buckel. Nachdem ich bei euch schon Rat bekommen habe, geh ich jetzt zur Psychotherapie. Ist zwar kostenintensiv (die ganzen Taschentücher), aber es tut soooo gut. Wenn das Loch noch größer wäre, würd ich mich auch an die Tips halten und lieber Psychopharmaka nehmen.

Ich wünsch euch allen einen "hellen" Tag seelisch. Gemeinsam kriegen wir das gepackt. Danke euch!!!

Alles Liebe

Karola

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Hallo Karola,

bei meiner Psychotherapeutin waren die Taschentücher Bestandteil des Behandlungsplanes. ;)

Gegen den derzeit einsetzenden Lichtmangel (vor allem morgens) bin ich jetzt wieder dazu übergegangen, meine mobile Lichtdusche zu benutzen. Ein bisserl hilft es.

Mit noch weiteren pharmazeutischen Produkten tue ich mich schwer. Freunde und andere als gut ermittelte Dinge helfen eigentlich auch. Man muß nur selbst dran denken oder jemanden haben, der einen darauf hinweist.

Ich wünsche Dir und allen anderen, daß die Löcher nicht zu groß und/oder zu tief werden. Dann reichen die eigenen Haare zum Rausziehen.

Viele Grüße

Marga

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