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Morbus

ich brauche einfach mal einen Platz um alles loszuwerden...

6 posts in this topic

Hallo,

also mir geht es zur Zeit einfach mega schlecht. Ich erlebe gerade eine komische Zeit. Vor zwei Wochen mein erster richtiger Schub mit Kortison behandelt, übelste Nebenwirkungen. Durch den Schub konnte iich nicht mehr schreiben, habe deswegen mein Studium jetzt ein für alle mal abgebrochen. Durch die Fatique bin ich eh schon viel zu oft zu müde und kann kaum aus dem Haus. Ich habe auch Depressionen und dadurch hänge ich noch mehr durch. Ich habe ständig mit suizidgedanken zu kämpfen. Ich schaffe es oft nicht mich zusammenzureißen und will einfach nicht mehr.

Seit letzter Woche habe ich mega mäßige Schmerzen in der rechten Nierengegend. Ist aber wohl nicht die Niere sondern irgendwas anderes. Jetzt wurde ich gequaddelt und solle abwarten. Es ist alles komisch. Mit Pech ist es was gynäkologisches oder sonst was.

Kann so etwas auch vom Kortison kommen?

Mein Partner und ich wollten eigentlich versuchen schwanger zu werden. Aber durch die Hormone wurde der letzte Schub ausgelöst und deswegen solle ich jetzt lieber mal mit der BT anfangen. Ich habe Angst, totale Angst.

Alles läuft gerade aus dem Ruder. Kein Studium, keine Kinder, ständig müde und abgeschlagen. Ich habe kaum noch Kraft nach vorne zu blicken.

Wie macht ihr das? Wie kommt ihr klar im Leben? Wie geht ihr mit den gesundheitlichen Problemen um?

Hat jemand auch Depressionen und hat Tipps für mich?

Ok sorry, dass das so ein negativer Beitrag ist. Aber manchmal muss so was einfach mal raus.

LG und einen schönen Tag wünsche ich Euch;-)

sandra

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Hallo Sandra-

entschuldige Dich nicht für den Beitrag.

Wir sind doch nur hier um immer happy-happy zu lesen oder zu schreiben- "alles Sch*" gehört doch eben auch zum Leben.

Und wer Deinen Beitrag liest, kann ja eigentlich nur denken, ach du sch*, da kommt´s aber auch grad knüppeldicke. So viele Lebensträume, die da lle auf einmal platzen oder auf unbekannte Dauer verschoben werden dürfen.. wer rennt da noch durch die Gegend und singt juppheidiheida?

Das muss man erstmal alles verarbeiten.

Was mir beim Lesen durch den Kopf ging: eine Therapie? Nicht weil ich mein, "hat ne Klatsche".. sondern weil Du das ja irgendwie verknusen musst. Und da kann professionelle Hilfe schon sehr helfen.  Manchmal denk ich, alleine oder mit Unterstützung- man kommt am gleichen Ziel an. Aber "alleine" mag der Weg viel länger sein und die Durststrecken sind gruselig.

Hast Du mal mit einem Doc -evtl. auch nur ansatzweise- über Deine Situation geredet? Hausarzt.. Facharzt.. ein guter HA hat da auch ein offenes Ohr.

Das sind so meine ersten Gedanken zu Deinem Eintrag.. Ich wünsch Dir alles Gute- liebe Grüße

Simone

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Hallo Simone,

ich danke dir für deine Antwort.

Ja das Thema Therapie. Was soll ich sagen. Ich mache sowieso schon seit 2 1/2 Jahren und habe jetzt schon sehr viel Stunden gehabt. Alle Verlängerungen, die es gibt habe ich bekommen und jetzt kann ich erstmal nur noch einmal im Monat da hin. Ich habe mir schon überlegt eine andere Therapieform also tiefenpsychologie anstatt Verhaltenstherapie. Aber da bin ich mir nicht sicher. Und ja mein Neuro weiß von der Depression und davon dass ich öfter mal suizidale Krisen habe. Er hatte mich auch letztes Jahr in die Klinik eingewiesen, dort wo dann die MS festgestellt wurde. Anfang diesen Jahres war ich für drei Monate in stationärer Therapie aber alles hilft mir nicht wirklich, auch weil ständig neues dazu kommt und mir die Luft zum atmen fehlt...

Glaubst du es wäre gut nochmal eine andere Therapieform zu versuchen?

Nochmal danke für deine Antwort :-)

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oje klar ms ändert das ganze leben war bei mir nicht anderster. aber hey kopf hoch. Wieso suizid gedanken??denk dochmal an deinen Partner und geniesse jeden Moment mit ihm. Kinder? es gibt aucb adoption somit hilfst du sogar noch anderen und tust was gutes! Ja musst ja nicht unbedingt studieren es gibt ja genug was du ohne studium machen kannst Abi hast du ja im endeffekt kannst doch ne Ausbildung machen etc. Depris hat glsub fast jeder hm was gilft ist positiv denken.. sport etc. Wenn du so starke psychische probleme hast nimm nimm Antidepressiva.

Lg

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Hallo Morbus,

eine Verhaltenstherapie ist eher geeignet, um eingefahrene Denk- und Handlungsmuster zu ändern wie zB bei einem Waschzwang. Es geht weniger darum, warum es zu diesem Zwang kam oder warum man Depressionen hat, sondern darum, das Verhalten aktiv zu ändern. Sicher geht da aber das eine auch in das andere, deswegen würde ich nicht ausschließen, dass eine Verhaltenstherapie gar nicht helfen würde bei Depressionen. Habe damit aber keine Erfahrungen.

Allerdings sollte es nach 2,5 Jahren Therapie schon etwas gebracht haben, besonders, wenn du nach so langer Zeit einen Abstand von 4 Wochen für die Sitzungen als viel empfindest. Es kann helfen, die Therapieform zu wechseln, weil dann evtl. anders auf dich und deine Probleme eingegangen wird. Zusätzlich kann es helfen, den Therapeuten zu wechseln, um neue Sichtweisen und Eindrücke zu erhalten. Schließlich sind Therapeuten auch nur Menschen, die selbst gewisse Ansichten haben und Patienten auch ihren eigenen Stempel aufdrücken (nicht negativ gemeint).

Ich habe in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sehr gute Hilfestellungen erhalten, die mein Leben heute etwas leichter machen. Was mir noch immer hilft ist das radikale Akzeptieren, indem ich mich mit Situationen, die ich nicht ändern kann, abfinde. Ich habe MS - ich kann es nicht ändern und ich kann auch nicht vorher sagen, wie mein Verlauf sein wird. Also bringt es nichts, mir einen Kopf drüber zu machen, denn das wird in der Spirale nur dazu führen, dass es mir schlechter geht und das führt wieder nur dazu, dass es der MS schlechter geht. Das heißt nicht, dass ich keine schlechten Tage habe, in denen ich mich bemitleide, denn das ist genau so nötig, aber ich weiß, dass es eben weiter geht.

Wichtig ist nur, den passenden Therapeuten zu finden, was schwer sein kann. Hat man aber einen guten, ist eine Therapie Gold wert. Um den passenden auszutesten, hast du drei Probatorische Sitzungen pro Therapeuten, die von der Kasse übernommen werden, ohne, dass du die Therapie schon beantragst.

Grundsätzlich ist zu bedenken, dass wir mit MS ein höheres Risiko haben, an Depressionen zu erkranken, da unsere Gehirnchemie dazu neigt. Ich rate zu Antidepressiva aber nur, wenn sie eine Therapie begünstigen sollen, sonst würde ich von dem Zeug lieber die Finger lassen, aber das ist nur meine Einstellung.

Ich weiß, dass es schwer ist, während einer Depression positiv zu denken, besonders wenn man seine Zukunft neu planen muss. In der Depression fährt der Körper aufs Nötigste runter, weswegen man oft müde und antriebslos ist. Nimm das ruhig so hin und lass dich nicht zu sehr drängen. Wenn du einen ganzen Tag schlafen willst, dann schlaf eben den ganzen Tag, anscheinend brauchst du das dann. Es geht darum, dass du auf dich achtest und was du grade brauchst. Nur denk drüber nach, ob du dein Leben wirklich beenden möchtest oder ob du nur dem Leben nachtrauerst, was du dir für dich vorgestellt hast und was dir nun mit MS nicht mehr möglich erscheint.

Viele Grüße

ness

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Hallo,

du musst dich nicht entschuldigen für deine negativen Gedanken,die hat jeder einmal und die sind auch berechtigt.

Nur sollte irgendwann mal wieder nach vorne geschaut werden.

Ich denke auch eine Verhaltens oder Psychotherapie wäre nicht verkehrt.Mir hat eine Reha sehr gut geholfen auch die Gespräche mit anderen die betroffen sind haben mich weiter gebracht.

LG Ped

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