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Mäusken2609

Schwanger, MS , 70 KM Anfahrt zum Job und ein sehr stressiger Job

6 posts in this topic

Hallo zusammen, 

ich bin in der 7. + 2 Woche schwanger und mir gehen 1000 Sachen durch den Kopf. Im Moment geht es mir nicht soo gut. 

Habe seit 2 Wochen einen neuen Arbeitsplatz in der Firma und habe allein dorthin eine Anfahrt von 70 km je Strecke. Zudem ist die Arbeit dort sehr stressig. Arbeite bei einer Tageszeitung mit 7 Erscheinungstage und bin dort im Vertrieb tätig. Muss die Zusteller organisieren, Reklamationen bearbeiten und und und. Da ich erst seit 2 Wochen dort bin und ich mich vor Ort nicht mal auskenne, bin ich mit allem gerade ein bisschen überfordert. Die Kollegen nehmen auch keine Rücksicht und von den Überstunden mal abgesehen. Diensthandy ist natürlich auch vorhanden, somit 7 Tage die Woche 24 Std. erreichbar. 

Es ist meine 1.SS und habe eh schon mit der Fatique zu kämpfen und dann kommen noch die Überstunden hinzu und die Fahrtzeit. Und es ist keine Besserung in sicht. 

Am Donnerstag habe ich die erste Vorsorge Untersuchung und später auch noch eine Kontrolluntersuchung in der Uni Klinik Münster. 

ich fühle mich jetzt schon einfach fertig. Wie soll ich dass die nächsten Monate nur schaffen!?

Habt  ihr Erfahrungen mit MS und Schwangerschaft und einem sehr stressigen Job?! 

Liebe Grüße

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Hallo Mäusken,

ich habe keine Ahnung mit MS und Schwangerschaft. Ich hatte meine beiden Mädels schon als die Diagnose kam. A b e r : Ich weiß, wie es mit Stress und MS ist. Eine Weile könnte man ihn ja ertragen, aber dann häuft sich alles an, Unzufriedenheit es nicht in den Griff zu bekommen, dann kommen die ersten körperlichen Reaktionen, man rutscht immer weiter in die Misere und das tut unserem Körper nicht gut. Ich bin Krankenschwester. Musste oft allein auf Station sein. Es muss nicht so kommen , wie ich es beschrieben habe. Jeder ist da anders, aber bei mir war es so und viele haben mir da auch schon Recht gegeben. Wenn man darüber nachdenkt, klingt es auch schlüssig. Und wenn dann noch eine Schwangerschaft dazu kommt, wäre für mich die Sache klar. Ich würde mich immer für das Kind entscheiden. Meine Diagnose kam 99 und ich sollte sofort in Rente. Ich wollte nicht, ich wollte erst einmal sehen wie es geht. Habe beim ambulanten Pflegedienst angefangen und Dank guter Geschäftsführung auch bis jetzt  gut geschafft. Wäre ich aber schwanger gewesen, hätte ich dieses Experiment nicht gestartet.

Mein AG ist in Ordnung, aber wenn du jetzt schon so einen Stress hast, solltest du dir das überlegen. Was nutzt dem Kind eine Mutter die durch den Stress auf der Arbeit völlig fertig ist.

Es ist deine Entscheidung, die dir niemand abnehmen kann, aber überlege das ganze noch einmal. Wenn du irgend wie kannst, konzentriere dich auf das Kind und die kleine Familie. Wenn alles gut geht kannst du immer noch einen Minijob annehmen und dir etwas dazu verdienen. Egal wie du dich entscheidest, ich wünsche dir und deinem Kleinchen alles Liebe und Gute.

Liebe Grüße von der kleinen Hexe

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Hallo Mäusken,

ich bin sicher auch nicht die richtige Ansprechpartnerin, bei mir sind die Schwangerschaften ebenfalls gefühlte "Lichtjahre" her. Ich weiß allerdings, was Stress anrichten kann.

Da gerade in der ersten Zeit der Schwangerschaft das Risiko am größten ist und bei Dir der "Mutterschutz" gilt, kann ich Dir nur raten, die Schwangerschaft sofort Deinem Arbeitgeber / Vorgesetzten mitzuteilen. Vielleicht gibt es einen anderen Arbeitsplatz für Dich. Wenn nicht, dann solltest Du Dich krankschreiben lassen.

Denk jetzt erst einmal an Dich und an Dein Kind. Ich wünsche Dir für die Schwangerschaft alles Gute.

Liebe Grüße

Marita

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ganz ehrlich, ein 24/7 job kann nie der richtige sein! sogar große firmen, deren angestellte oft auch von zuhause zugang zum dienstlichen ps haben, schalten das ab 18.00 uhr mittlerweile ab, weil sie festgestellt haben, dass eine rreichbarkeit, rund-um-die-uhr, dem arbeitnehmer nicht guttut und letzten endes auch dem arbeitgeber nicht!

hoffe für dich, dass sich was anderes - speziell auch in bezug auf die schwangerschaft - ergibt und wünsch dir alles gute!

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Hallo,

Stress ist für Dich besonders jetzt pures Gift.

Spreche mit Deinem Arbeitgeber. Vielleicht kannst Du wieder umgesetzt werden. Ansonsten lasse Dich krankschreiben. Denke an Dich und Dein Baby.

Und mache nach der Arbeit Dein Diensthandy aus. Dich kann keiner zwingen, das Handy anzulassen, oder steht das in Deinem Arbeitsvertrag?

Wenn ich nach Hause gehe, mache ich immer mein Diensthandy aus!

Alles Gute

Nelke

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Hallo Mäusken,

ich könnte jetzt ganz viel dazu sagen.. 

Ich fass es mal sehr kurz: einen ähnlichen Highlife-in-Tüten-Job hatte ich früher auch. 

Kennst Du das Sprichwort, der Krug geht so lange zum Wasser bis er bricht?

Das geht erstmal gut.. beim einen so lange, beim anderen so lange.. und dann knackt´s.

Ich sag für mich- ich habe damals bis zu 80 Wochenstunden gearbeitet (ja, das geht) PLUS Rufbereitschaft jede Nacht blablabla.. und dann hats mich völlig zerlegt- also ich sag: ich hab die Kerze an 2 Enden angezündet.

Konsequenz war für mich sehr plötzlich und gar nicht schön.

Und die, die erwarteten, dass ich so reinhaute, die waren die ersten, die mir in den A* traten, als es mich zerlegte.

das war ne bittere Erfahrung. 

Und ich war quasi allein.

ich hatte kein Baby an Bord ;-)

Dauerstress und Hamsterrad ist für die MS nicht unbedingt das beste.. und für das Baby auch nicht.

Ich will nicht unken, nichts beschreien, ich will Dich nicht entsetzen, aber ein Gedanke: meine Cousine hatte einen sehr fordernden Managementjob bei einer Luftlinie. Kürzer treten war nie ihr Ding. Sie hat 5 (ja) Babies in den ersten 3 kritischen Monaten verloren, ich nenne es mal das Drama ihres Lebens. 

heute sagt sie sich, sie soll halt keine Mama sein.. und fragt sich manchmal, hätte ich auf die Ärzte hören sollen, die sagten mir mehrfach, ich fordere das Schicksal förmlich heraus,weil ich meinem Körper keine Ruhe gönne.

Ich hab echt überlegt, ob ich das hier schreibe.. es hört sich so grausam an (und war es auch). Aber denk dran, dein Körper hat im Moment für 2 zu funktionieren. Für Dich und Dein Baby. Das ist die Priorität. Ein Job ist auch wichtig, aber, hart gesagt: meinst Du, sie sagen danke, tut und leid, wenn da was schiefgeht? (meine Antwort hat 4 Buchstaben)

Was bedeutet *irgendeine* Entscheidung jetzt für Dich..

in den nächsten 10 Monaten..

in den nächsten 10 Jahren.

Eine Kollegin von mir hatte hier auch mal ein ähnliches Dilemma, obwohl die Chefs sie echt schonten.. Mrs. 150% eben, alle Erwartungen übertreffen.

Und wegen vieler Arzttermine bzgl. ihrer Schwangerschaft hatte sie uns gegenüber immer ein schlechtes Gewissen. Auch,w eil die 3. Kollegin deswegen dauernd motzte (nebenbei, die schwangere Kollegin hatte vorher schon eine Fehlgeburt).

Ich hab dann irgendwann, als sie wieder so hin und hergerissen war, zu der werdenden Ma gesagt: 

"Hey.. überleg mal. Das die Kollegin x meckert, das vergeht. Wenn irgendwas aus falscher Rücksichtnahme mit diesem Baby schiefgeht- das wirst Du nie vergessen. Was ist D I R wichtiger?"

______________

Ich weiss nicht.. versteht man,w as ich damit ausdrücken möchte?

Achte auf Dich, verlier Dich nicht. Der Preis könnte viel zu hoch sein.

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