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serafina

Auch neu hier!

19 posts in this topic

Liebes Forum,

ich möchte mich vorstellen!

Vorab: gesichert ist meine Diagnose noch nicht, das wird sie erst am 14.9 sein, wenn mein Neurologe wieder aus seinem Urlaub da ist. Jedoch sprichtt mein erster Schub (halbseitige Sensibiltätsstörungen) und die zahlreichen MS-typische Herde im Kopf, wovon einige auch auf Kontrastmittel anspringen, eine recht eindeutige Sprache. Mein Neurologe meinte die Lumbalpunktion von vorgestern diene nur zum Auschluss anderer noch seltenere Krankheiten. Erfahren habe ich das so ziemlich genau vor einer Woche.

Angefangen hat es am 18.7, plötzlich war meine rechte Körperhälfte ohne Gesicht so krass pelzig, es fühlte sich an, als würde wer anders mich berühren. Ich bin dann an dem Samstag zum Bereitschaftsarzt, der mich aber als Simulantin abstempelte und nach Hause schickte. Am Montag drauf war ich bei meinem Hausarzt, der mich sofort zum Neurologen verwies. Dort (bzw. beim Radiologen^^) wurden zwei MRTs von BWS und HWS angefertigt, ohne Befund, am 3.8. lautete die Diagnose, alles okay... Der Besuch beim zweiten Neurologe folgte letzte Woche Mittwoch, am gleichen Tag MRT vom Kopf und am nächsten Tag, die sehr wahrscheinliche Diagnose. Eine Achterbahnfahrt!

Am Samstag hatte ich Geburtstag, wurde 27 Jahre alt und da haben mich natürlich viele Freunde und Bekannte angerufen und gefragt wies mir so geht und ich konnte einfach nicht lügen. Ich habe ehrlich gesagt, was bei mir los ist und die meistens haben total gut reagiert. Viele meiner Freunde meinten, dass ich doch so ne starke Persönlichkeit habe und sie sich sicher sind, dass ich mit dem neuen ungewissen Schicksal fertig werden kann. Ich persönlich find sowas sehr motivierend. Ich habe mich somit für einen offenen Umgang entschieden, keinesfalls weil ich Mitleid möchte, aber ich denk mir auch, wenn sie jetzt damit nicht zurecht kommen, obwohl es mir super geht, werden sie es auch nicht wenn es mir schlechter geht. Für so "Feel-good"-Freunde hab ich persönlich schon lange keine Zeit mehr ;) Bislang komme ich ganz gut zurecht, klar so ein kleines Loch ist schon da, aber ich war nie der Mensch, der groß Zukunftspläne geschmiedet hat. Auch wenn ich Angst habe, dass vielleicht da draußen noch das größere Loch auf mich wartet..

Was mich aber sehr sehr verzweifelt ist meine berufliche Situation. Mein erster Schub hat sich vollkommen zurückgebildet ohne Medikamente und ohne Fehltagen. Ich liebe meinen Job, den ich nun fast ein Jahr schon ausüben darf. Er ist zwar stressig, aber ein sehr positiver Stress, was auch an einer tollen Abteilung liegt. In meiner Abteilung wissen alle davon, da ich ohne den Ratschlag einer Kollegin gar nicht nochmal zum Neurologen gegangen wäre.

Mein Vertrag läuft noch bis zum 15.9.16, danach wurde mir schon in Aussicht gestellt, dass darauf der Unbefirstete folgt, weil ich so gute Arbeit leiste. Nun zweifel ich stark, dass man mir als potentielle dauerkrankgeschriebene Arbeitsbiene den nun noch geben wird. Andererseits möchte ich zu meinen beiden Chefs ehrlich sein, ich hätte ein sehr schlechtes Gewissen, mir den Vertrag zu erschleichen indem ich unehrlich bin. Wir sind an die 50 Mitarbeiter, und haben eine sehr familäre Atmosphäre. Ehrlichkeit wird bei uns sehr hoch geschätzt, wenn jemand einen Fehler macht, der auch der Firma schadet, wird das sehr hoch angerechnet, wenn man dafür gerade stehen kann. Bei uns sind ein paar chronisch Kranke dabei, die es aber erst wurden, nach ihren etlichen Jahren bei der Firma. Am Tag der Diagnose meinte meine Kollegin, dass ich mir keine Sorgen machen braucht, dass bei uns niemand gefeuert wird wegen MS, aber bei mir gehts ja um verlängern :-/ Wie soll ich am besten vorgehen? Es kann ja sehr gut sein, dass ich die nächsten 20 Jahre oder so, noch super Arbeit leisten kann..

Naja das knabbert gerade am meisten an meinen Nerven (höhö, wie plötzlich diese ganze Redewendungen in einem anderen Licht stehen^^). Nebenbei informiere ich mich schon über die Möglichkeiten von Basistherapien usw.

Im großen und ganzen komm ich sonst ganz gut klar, habe aber Bedenken ob ich mir nicht was vormache.. Wann wusstet ihr, dass die Diagnose im inneren angekommen ist?

Liebe Grüße

assunta :)

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Moin assunta,

Herzlich willkommen in unserer Runde fühl dich wohl hier!!!

Schön dass du hier her gefunden hast,auf Fragen erhältst du hier immer Antworten!!

Beginne mit einer Therapie,die MS lässt sich heute schon gut behandeln! Ich könnte mir vorstellen,das es keine Probleme mit der Verlängerung oder Übernahme gibt,wenn du deine Arbeit weiter super machst und nicht Monate fehlst.

Auch ich gehe ganz offen mit meiner KH um. Im Mai bin ich in einem neuen Betrieb angefangen. Ich habe nicht von der MS von Anfang an erzählt,erst nach ca zwei Monaten mal erwähnt. War noch nicht einmal krank und mit der Arbeit klappt auch alles.

Mach dich nicht verrückt! Eines müssen bzw mussten wir (Betroffenen) alle lernen, RUHE und GEDULD!!!!

LG SANDRA

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Hallo Assunta

Willkommen im Forum :)

Bezüglich deiner Bedenken kann ich Dich sehr gut verstehen.

Meine persönliche Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt das zuviel privates im Beruf nicht gut tut. Etwas Abstnd sollte sein. Gerade was genau diese MS betrifft. Die Mitmenschen sind hier leider nicht immer im Bilde und sehen einen gleich im Rollstuhl.

Schön das Deine Kollegin meint das wegen MS nicht gleich jemand gefeuert wird. Letztendlich entscheidet über einen unbefristeten Arbeitsvertrag der Geschäftsführer und nicht die nette Kollegin mit der man evtl. ein Büro teilt.

Wenn Du wenig Symptome hast, kannst Du den Job gerade wenn er Dir viel Spaß bereitet, diese leichter vergessen oder zu Hilfsmittel greifen. Zu Beginn hatte ich extreme Konzentrationsstörungen und musste mir dementsprechend Notizen erstellen. Konnte mir nichts mehr merken.

Sehe positiv in die Zukunft und lass alles auf Dich zukommen. Starte die Therapie und beobachte die Entwicklung.

Wichtig ist positiv denken auch wenn es nicht immer leicht ist.

Die Diagnose ist bei mir noch nicht angekommen und aufgrund meiner mäßigen Symptome (im Vergleich zu anderen Betroffenen) Zweifel ich stark an der Diagnose.

Was definitiv in mir passiert ist ist das ich mehr Ruhe in mir haben soll. Ich mich nicht mehr so schnell aufregen soll da es mir absolut nicht gut tut. Desweiteren hab ich auch meine Ernährung umgestellt (schadet nie).

Alles wird gut :)

LG pamplelune

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Hallo assunta,

willkommen hier. Ich kann dir auch Mut machen. Bei mir wurde die Diagnose mit dem 2.Schub gesichert (2012). Seitdem spritze ich Copaxone, vertrage es ganz gut und habe seitdem keinen Schub mehr.

Anfangs hab ich auch ständig über den Rollstuhl nachgedacht, aber ehrlich gesagt wäre der bei mir nicht wirklich das Problem. Ich brauche Kopf und Hände - bis jetzt funktionieren sie ausreichend.  Ich versuche deshalb, mehr und bewußt im Hier und jetzt zu sein, zu genießen, was alles geht.

Da du in der Firma schon über MS gesprochen hast, kannst du dabei bleiben und mit verlässlicher Arbeit und Kollegialität, so wie bisher, bestimmt punkten. Und krank wird jeder mal, auch ohne MS.

Falls es "nur" ein befristeter Arbeitsvertrag wird, immerhin.

Also Kopf hoch !

LIebe Grüße

CArmen

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Vielen Liebe Dank für alle die super netten Antworten!! Das tut wirklich gut! :wub:

Mein Job ist schon was besonderes, den sehr sehr wenige Menschen überhaupt ausüben. Ich könnte ihn auch freiberuflich machen und im Rollstuhl wäre eigentlich kaum ein Problem, wichtig sind meine Ohren und meine Stimme ;)

Ein klarer Pluspunkt ist auch, dass wir eine "Kundin" haben, die ist um die 50 und lebt mit der Diagnose MS schon sehr sehr viele Jahre und hat keine Beeinträchtigungen. Ich denke, das ist ein gutes Beispiel! Meine Chefs würde ich nicht als Unmenschen bezeichnen, aber ich werd da nochmal Rücksprache mit meinen Kollegen halten. In meiner Abteilung bin ich mit Abstand die Jüngste, zwei von meinen Kolleginnen waren im Gesundheitsbereich früher tätig. Die eine als Krankenschwester, die mich dann auch zum zweiten Neurologen geschickt hat, ich glaub sie hat es von Anfang an "gewusst", was mir fehlt.

Auch sehr witzig war, dass ich beim ersten Neurologen, einen Arbeitskollegen getroffen habe, der seinen linken Arm nicht mehr spürt, der ist mit einem Bandscheibenvorfall "davon gekommen", muss aber jetzt auch regelmässig zur Krankengymnastik und das ist bei seiner Abteilung schon eher ein Problem (wärs aber bei mir nicht).

Die Ernährung muss ich wohl auch mal überdenken, aber da liest man SOOOO viel Widersprüchliches! Echt unglaublich! Ich hab mir trotzdem mal Rapsöl gekauft und dem Schweinefleisch hab ich auch mal lebe wohl gesagt,ess ich eh nicht gern.

Bei der Basistherapie beles ich mich schon brav. Mein Neurologe meinte auch, dass wir dann die Wahl gemeinsam treffen welches Mittel das richtige ist.

Was mich gestern aber sehr traurig gemacht hat, war mein bester Freund, er hat es vielleicht nicht so gemeint, aber es hat schon ziemlich gesessen. Derzeit habe ich einen Partner, schon seit 7 Jahren, bei uns ist es immer ne Achterbahnfahrt, er geht mit der Situation prima um. Bemüh mich sehr, dass ich ihn in meiner Diagnose auch nicht vergesse, mit seinen eigenen Bedürfnissen, das klappt zurzeit gut so. :)

Jedenfalls ist mein bester Freund gerade ziemlich eingeschränkt, weil er unter Panikattacken leidet und aus diesem Grund keine Freundin möchte. Ich wollte ihn aufheitern und meinte, dass ich wenn ich so denken würde wie er, nach meinem jetzigen Freund auch nie mehr einen finden werde. Und dann meinte er einfach total trocken, dann musst du dir auch jemanden suchen, der später vielleicht auch auf Hilfe angewiesen ist, gleich und gleich gesellt sich ja gerne. Da war ich irgendwie baff, keine Ahnung... Hat mich ziemlich runtergezogen.. Ich hatte immer die idealistische vielleicht auch naive Sicht, dass Liebe über sowas hinweg schaut und ich alle Eigenschaften eigentlich mitbringe, dass das möglich ist (das soll jetzt nicht arrogant klingen). Aber das hat mich schon ziemlich zum grübeln gebracht und ich hab das Gefühl, dass das Szenario für meinen Kopf gerade so frisch nach der Diagnose ein bisschen viel ist. Er hat versucht sich da noch rauszureden, aber da wars schon zu spät...

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Hallo Assunta,

herzlich :willkommen: bei uns im Forum auch von mir :)

Klar, man ist sehr sensibel mit einer so frischen Diagnose. Aber trotzdem, packe die Goldwaage lieber wieder weg. Es sind ja nicht nur unsere eigenen Empfindlichkeiten, die bei Gesprächen eine Rolle spielen. Deinem Freund geht es grad nicht so gut, er hat selber zu kämpfen. Vielleicht spiegelt sich in seinen Worten einfach nur seine eigene momentane Gedankenwelt.

Mach Dir nicht zu viele Baustellen auf einmal. Die Ernährung kannst Du natürlich umstellen, wenn Du Dich damit besser fühlst. Aber vorrangig ist, daß Du zur Ruhe kommst, wieder Boden unter den Füßen spürst.

Ganz liebe Grüße KarU

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Hallo Assunta,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier fühl dich wie zu Hause.

gruß MissSnoopy

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Liebe Karu,

ja das ist es wahrscheinlich meine eigene Sensibilität gepaart mit seiner. Ich bin ihm da auch echt nicht böse. Trotzdem ist es ein Gedanke, der jetzt so in meinem Kopf ist, aber eigentlich brauch ich mich damit erst auseinandersetzen, wenn ich Suche wäre und das bin ich ja gar nicht^^

Das ist auch diese ganze Sache mit dieser MS Diagnose, ich fühl mich gut, halt nur bissl schnell erschöpft, aber das war schon so seitdem es so heiß wurde. Und ich schlaf zurzeit auch sehr schlecht. Ich hoffe das legt sich bald wieder :)

Ach das mit der Ernährung wollte ich schon letztes Jahr auf gesünder umstellen, mir fehlte aber die Motivation, die ist jetzt da :)

Ich weiß, man kann nicht sicher sagen, wodurch ein Schub ausgelöst wird. Doch naja, ich hab 2 Wochen vor dem Schub die Pille danach genommen, nehme sonst eigentlich seit einem Jahr keine Pille mehr und hab seitdem auch ziemlich PMS, meine Ärztin riet mir Progesteron zu nehmen, doch jetzt trau ich mich irgendwie nicht, das in der zweiten Zyklushälfte zu nehmen.. Sollte ich das mit der Frauenärztin abklären oder mit dem Neurologen?

(Habe bislang noch gar nicht mit Progesteron angefangen, weil ich ja natürlich wollte, dass die Pille danach wirkt und ich nicht schwanger bin ;) dann hat das mit dem Pelzigsein angefangen, da hab ich es auch nicht begonnen..)

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Hallo Assunta,

auch von mir ein herzliches Willkommen hier fühl dich wie zu Hause.

gruß MissSnoopy

Dankeschön :)

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Liebes Forum,

ich bin gerade sehr sehr verunsichert! Vielleicht könnt ihr mir ja helfen!

Mein Neurologe ist ja noch bis zum 14.9 im Urlaub. Am 18. hatte ich die LP wovon ich bis Samstag im Bett lag, weil ich so kopfweh bekommen habe.

Am Montag fing ich wieder zum arbeiten an und alles war gut, nur lese ich hier in der Arbeit oft was ab und tippe, dafür muss ich meinen Kopf beugen. Dann vibriert es irgendwie so komisch am Bauch, Nacken bis zu den Oberschenkeln. Das ist mir vorher nie aufgefallen. Laut MRT von BWS und HWS (da wohl nur ein ganz kleiner) hab ich da keine Herde, deswegen kann es ja kein Lhermitte sein oder?

Schmerzen hab ich keine und sobald ich den Kopf wieder normal gerade halte, ist alles gut.

Sollte ich doch bei ner Klinik vorbei schauen? :-/ Oder ist das nicht so schlimm?

Liebe Grüße

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Ihr Lieben,

Ich bin so angespannt!

Morgen ist nun endlich der Neurologentermin nach 4 Wochen langem Warten.

Da sind dann endlich die Ergebnisse der Lumbalpunktion da, aber ich rechne sehr stark damit dass es MS sein wird. Glaub die 5 Kontrastmittel aufnehmenden Herde und die etlichen ohne Hunger auf Kontrastmittel, sind da recht eindeutig. Aber ich komme ganz gut zurecht bislang, wobei ich natürlich nicht weiß, wie das ist, wenn ich es ins Gesicht gesagt bekomme.

Wie lange dauert das eigentlich bis man dann mit der Basistherapie beginnt? Also klar, ich werd da schon überlegen und mir Zeit lassen bei der Entscheidung, aber müssen die meisten Medikamente erst bestellt werden, wie lange wartet man auf eine "MS-Schwester"? Kommt da bei jedem Basistherapiemedikament eine oder nur bei bestimmten Pharmaunternehmen?

Liebe Grüße

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Bei mir war es letztes Jahr auch sehr wahrscheinlich dass sich der Verdacht MS bestätigt. Trotzdem war es letztlich noch ein kleiner Schock als mir gesagt wurde, dass die Diagnose gesichert sei. Ein kleines Fünkchen Hoffnung hatte ich wohl doch noch dass es etwas anderes sein könnte. Aber insgesamt bin ich doch relativ gut klar gekommen, da war ich selbst von mir überrascht ;)

Wie schnell das mit der BT anläuft hängt vor allem davon ab wie dein Neurologe das händelt. Meiner hatte mir damals zwei Wochen Zeit gegeben mich zusätzlich zu seiner Beratung noch über Vor- und Nachteile der einzelnen BT zu informieren und mir zu überlegen womit ich wohl am Besten klar käme. Ich fand es sehr gut, dass er mich nicht einfach mit einer Entscheidung überfahren hat.

Die Medis sind meist von einem auf den anderen Tag in der Apotheke verfügbar. Falls du privat versichert bist solltest du dich vorher erkundigen ob die Apotheke dir evtl eine Rechnung schreibt und du später überweisen kannst.

Ob es für jedes Medi eine MS-Schwester gibt weiß ich nicht, aber ich denke bei denen die gespritzt werden schon. Manchmal erfolgt die Schulung auch durch die Arzthelferinnen beim Neuro.

Alles Gute für den Termin heute!

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Danke für deine Antwort Moma!

Also mein Termin war eigentlich ganz positiv, ne ganze Stunde hat er sich mein Arzt Zeit genommen um auf all meine Fragen zu antworten. Das fand ich klasse.

Klar, was ich auch versteh und bei vielen verurteilen würde, fand er es nicht so cool, dass ich schon so viel im Internet gelesen habe. Aber ich hab ja gar nicht so viel gelesen, um ihn irgendwie in Frage zu stellen, sondern einfach auch kluge Frage zu stellen. Außerdem ist ne Freundin ja vor zwei Jahren erkrankt und da hab ich noch bei weitem mehr gelesen, weil ich mich gar nicht auskannte. Und das war mir jetzt hier auch klar von Vorteil, sonst hätte ich wahrscheinlich nen totalen Kollaps gehabt.

Naja, also im Liqour sind diese Oligoklonalen Banden vorhanden und noch was anderes, was auf ne Entzündung rückschließen lässt. Es kann allerdings wohl trotzdem nicht von einer gesicherten MS gesprochen werden, weil diese zeitliche Dissemation fehlt. Dafür hab ich in 4 Monaten nochmal ein MRT. Wir haben lange abgewägt, welche Basistherapie nun die beste wäre und haben uns dann auf Copaxone geeinigt. Da sind mir persönlich einfach die wenigen Nebenwirkungen lieber. Nächste Woche kommt schon die MS Schwester zu mir nach Hause und dann gehts los.

Ich hoff so sehr, dass mein erster Schub noch lange ein Einzelkind bleibt.. aber naja der Arzt hat schon angedeutet, dass so viele kontrastaufnehmende Herde nicht immer eine gute Prognose zu lassen.. Aber ich versuch meine Lebensmut nicht zu verlieren, wenn es mir gerade doch schon gut geht :)

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Da hast du wirklich Glück dass dein Neurologe sich so viel Zeit genommen hat. Leider ist das nicht selbstverständlich.

Ich glaube die meisten Ärzte reagieren etwas allergisch auf Internet-Googelei. Aber wie du selbst sagst, auch mir geht es nicht darum ihm zu misstrauen oder mir irgendwelche Horrorgeschichten durchzulesen. Aber ich möchte mich zumindest halbwegs mit meiner unfreiwillig neuen Freundin auskennen.

Dann drück ich die Daumen dass du Cop gut verträgst. Ich hab's bisher nicht bereut. Anfangs Hautreaktionen aber nach ein paar Monaten fast nichts mehr.

Alles Gute!

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Liebe Moma75,

ja ich finds auch klasse, dass er sich da so viel Zeit genommen hat. Die Arzthelferinnen waren auch super nett und meinten sogar "schon fertig??" und er dann "ja frau xy hat sich schon prima informiert". Ich glaub er hat dann schon kapiert, dass ich einfach ein wissbegieriger Mensch bin und Dinge auch verstehen möchte.

Ich muss aber auch sagen, dass ich mit der Frau des Neurologen öfters zusammenarbeite und vielleicht krieg ich deswegen ne Extrabehandlung :D Aber soll mir ja recht sein :-P

Ich bin auch gespannt auf dieses Cop! Da mein erster Schub ja so harmlos war, dachte ich mir, ich versuch es erst mal mit einem Basismedikament, dass angenehmere Nebenwirkungen hat.

In München gibt es eine Selbsthilfegruppe für Neuerkrankte. Ich bin mir irgendwie unsicher, ob ich dahin gehen sollte. Bislang komm ich ganz gut zurecht und habe ein wenig Angst, dass vielleicht andere nicht so positiv mit der Krankheit umgehen und mich das irgendwie runter ziehen könnte. Wie sind da eure Erfahrungen?

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Hallo Assunta,

probiere es einfach aus. Du kannst zu der Selbsthilfegruppe hingehen, Dir die Leute angucken und deren Ansichten zu Gemüte führen und dann entscheiden, was Du weiter tun möchtest.

Der Austausch mit anderen kann immer spannend sein. Vielleicht ist jemand dabei, der von Deiner positiven Herangehensweise profitieren kann?

GlG KarU

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Moin Assunta,

zunächst einmal, auch von mir "Herzlich Willkommen" !!!

Dann zu Deiner Jobangst.... ich glaube nicht, das Deine MS ein Grund ist, Deinen Vertrag nicht zu verlängern bzw. ihn in einen unbefristeten zu wandeln !!!

Der Verlauf unserer Krankheit ist leider absolut NICHT vorhersehbar doch das weißt Du ja schon. Zwischen meinem 1. und meinem 2. Schub lagen, ungelogen, 14 Jahre.

14 Jahre in denen ich nur 1x im Jahr bei meinem Neuro war und..... wieder gegangen bin.

Diese Jahre war ich übrigens OHNE Basistherapie.

Von Dez. 2012 an habe ich Cop gespritzt und dieses im April 2014 wieder abgesetzt.

Seit September 2014 nehme ich jetzt Aubagio und bin sehr zufrieden nachdem die Nebenwirkungen sich gelegt haben.

Mach Dir keinen Kopf.... entspanne Dich..... alles wird gut *lächle*

Liebe Grüße und eine laaaaaaange schubfreie Zeit

wünscht Dir Ute

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Liebe KarU und Liebe Ute,

von der Hinsicht, dass ich vielleicht anderen Neuerkrankten mit meinem doch eher positiven Gemüt helfen kann, hab ich das noch gar nicht gesehen! Das ist ein guter Punkt! Ich werd mal eine eMail schreiben, ob man mit einem KiS da überhaupt hindarf^^

Und danke fürs gute Zureden wegen dem Job! Meine Kollegen wissen ja bescheid, nur halt die beiden Chefs nicht. Aber ich mach wirklich gute Arbeit und werd sehr gelobt von allen. Wären doof, wenn sie wenn anders nehmen^^ Er macht mir soviel Spaß und da möchte ich einfach erstmal bleiben. Ich war schon immer bissl wechselhaft und das ist das erste mal, dass es sich so anfühlt als wäre es einfach das richtige :) (wobei ich glaube, dass es viele richtige sachen gibt, und nicht nur eine^^).

14 Jahre, das ist bemerkenswert! Ich glaub da persönlich bei mir ja eher nicht so dran, bei soooo vielen Herden im Kopf, wo fünf Stück aktiv sind. Aber hilft jetzt auch nicht das irgendwie zu dramatisieren. Jetzt gehts mir gut :)

Was mir heute nicht so gefallen hat, war dass die Freundin die vor zwei Jahren an MS erkrankt ist, mir mitgeteilt hat, dass sie mit mir erstmal bzw. auf unabsehbarer Zeit keinen Kontakt möchte, weil sie nicht an die Krankheit erinnert werden möchte. Das hat irgendwie weh getan, weil ich durchaus auch über andere Dinge reden kann :-/ Aber ich muss das natürlich akzeptieren und möchte auch  nicht, dass es ihr durch mir schlechter geht. Ihre MS ist leider nicht so nett, sie hatte schon mehrere Schübe und nicht alle haben sich vollkommen zurückgebildet. Ich kanns ein wenig verstehen. Auch wenn ich es sehr schade finde.

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Hallo! Ich bin auch neu hier. Habe eigentlich keine 100% Diagnose auf MS. Habe CIS. Seit April dieses Jahres . Obwohl ich meiner Ansicht nach alle kreterien dafür erfülle. Ich werde wie ein MS Patient behandelt mit Copaxone und habe auch die typischen Symptome wie die Müdigkeit, kribbeln in den Händen mal mehr mal weniger. Meine Frage kennt das noch jemand ? Über antworten würde ich mich freuen. Lg Entschuldigung habe es in falsches thema geschrieben , aber ich kann sagen meine chefin weiß es und sie steht voll hinter mir genauso wie meine kollegen. Mein Arbeitsvertrag wird ab Dezember zu einem festen Vertrag umgewandelt. Das War auch meine größte Sorge. Das klappt bestimmt bei dir auch. Lg

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