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Brina_SaSa

MEINE VERLAUFENDE SCHWANGERSCHAFT UND MS

9 posts in this topic

Hallo ihr lieben,

ich melde mich mal nach langer Abstinenz wieder.

Hatte ja in einem anderen Thread mich ausgelassen zwecks Arbeit, Umzug und Schwangerschaft.

Ja was soll ich sagen, Schwangerschaft war alles andere als gut. die ersten drei Monate nur Übelkeit, erbrechen und und und... dann zur Reha zwecks MS und dort einen Schub gehabt (war ca. 6 Monat) und drei Tage Cortison (a 500mg) bekommen (nach Absprache mit dortigem Gynäkologe), was aber nicht angeschlagen ist.

Dann zurück in die Heimat, im 7. Monat erneuter Schub, wieder Cortison Behandlung (a 1000mg über drei Tage), auch nicht angeschlagen.

Mein Baby wurde via Kaiserschnitt geholt und PDA, um mich besser behandeln zu können bzw um auch MRT zu machen. PDA hat teilweise meine Symptome verbessert für die zeit wo diese in meinem Körper war (ca 2 1/2 Tage), danach haben sich meine vorherigen Schubsymptome verschlechtert. Muss sagen das alle Schübe bisher auf die Beine gegangen sind.

Wurde dann entlassen und einen Tag später in die nächste Klinik angemeldet weil Garnichts mehr ging mit laufen und Treppen steigen. MRT Bild hat fünf neue Herde im Rückenmark gezeigt, vier im Lendenwirbel Bereich und ein aktiver in der HWS. habe drei tage Cortison a 2000mg bekommen und siehe da es ist angeschlagen. oO  das ist jetzt vier Wochen her, und meine Symptome haben sich wieder verschlechtert. Habe aber eher extrem mit der Spastik zu tun. dagegen bekomme ich seit Montag Baclufen, aber habe das Gefühl das ich immer mehr versteife. Bekomme gleichzeitig auch Bobath Behandlung aber nur 2x die Woche. Am Montag nächste Woche fang ich mit Tysabri an. mal gucken wie das wirkt. Der JC-Virus ist bei mir positiv (wie sollte es auch anders sein) ICH HOFFE inständig das ich keine PML bekomme.

Meinem Baby geht's nach anfänglichen Schwierigkeiten super, er wächst und gedeiht so wie er soll. Das Cortison in der Schwangerschaft scheint ihm nichts angetan zu haben. Und nach Rücksprache mit dem Ärzteteam (Gynäkologie) hätte man in der Schwangerschaft auch MRT machen können. Falls bei euch die schwanger sind/werden wollen die Frage auftreten sollte.

Ich hatte vor Schwangerschaft als Basistherapie Tecfidera aber nur ca. drei Monate. Nun kann keiner sagen ob es nicht gewirkt hat oder ob ich von Anfang an schon eine sehr aktive MS habe.

Am Montag werde ich auch einen Rollator beantragen und eine Haushaltshilfe. Es fällt mir sehr schwer mich damit anzufreunden, aber es geht leider nicht anders. :( Sind deswegen heute auch sehr viele tränen geflossen.

Ich will euch Mädels die schwanger sind/werden wollen keine angst machen, aber ich bin ein Beispiel dafür wie eine Schwangerschaft mi MS auch verlaufen kann, ich wünsche echt keinem ;)

LG Brina

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Hallo Brina,

ich habe deinen Beitrag schon mehrmals gelesen und entschloss mich nun dir in meiner Pause zu antworten. :-)

Es macht betroffen. Punkt.

Dein Verlauf ist nicht ungewöhnlich. Schwierig, aber nicht ungewöhnlich.

Ich weiß, wovon ich spreche...6 Schübe seit Ende Januar. Allerdings war ich auch nicht schwanger...darin liegt natürlich ein gravierender Unterschied. :-)

Schwangerschaft bedeutet Stress für den Körper --> Stress bedeutet bei MS eine aktive Verschlechterung --> Dein Beitrag ist das Resultat der Komponenten.

Jede Träne von dir kann ein Stück Befreiung sein, aber gleichermaßen ein Ausdruck von Verzweiflung.

Warum erzähle ich dir Dinge, die du weißt? Da ich denke, dass es immer einen anderen Blickwinkel geben kann. Du hast das größte Wunder vollbracht, zu dem eine Frau fähig ist. Du hast ein wundervolles Kind zur Welt gebracht! Es ist gesund und du wirst es aufwachsen sehen!!

Erhole dich von dem Stress, genieße die neue Situation, die Zweisamkeit mit deinem Kind und freue dich an dem Wunder des Lebens.

Wenn du Hilfsmittel für dein Leben benötigst nimm Sie an mit dem Willen sie in absehbarer Zeit nicht mehr zu benötigen. Kämpfe wie eine Löwin um ihr Junges und glaube mit allem was du hast an das Leben! Du bist stark.

Du hast dein Kind zur Welt gebracht und bist auch in der Lage deine Situation zu verbessern oder zumindest zu meistern auf einem guten Level. Dafür benötigst du eine Positive Grundausrichtung.

Du wirst keiner Frau Angst machen. Du hast ein gesundes Kind zur Welt gebracht. Mehr wünschen sich angehende Mütter nicht. Dass nicht immer alles ohne Probleme abläuft, weiß jeder hier. Auch die Frauen, die sich ein Kind wünschen...trotz MS!

Also trockne deine Tränen, sehe die schönen Seiten des Lebens und freue dich darauf.

So, du stolze Mama...ganz liebe Grüße und nachträglich herzlichen Glückwunsch zur Geburt deines Kindes!

Dirk

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Liebe Brina,

auch ich bin zutiefst von Deinen Zeilen betroffen und einigermaßen geschockt. Puh!

Scheinst auch so ein Mensch zu sein, der immer "hier" ruft. Zudem scheinst Du eine der wenigen Ausnahmen zu sein, die während der Schwangerschaft Komplikationen mit der Ms aufweist. Das tut mir sehr leid für Dich. Himmelar... und Z ... !!!

Dirk das hast Du schön geschrieben, besser könnte es nicht sein! Tränchen zerdrück.

Für werdende Mütter mit Ms, ist Brinas Bericht nicht gerade beruhigend, doch eben muss es sein, zu unbekannt sind noch alle möglichen Schicksale.

Brina, ich hoffe einfach, dass in Zukunft Du mehr zu Ruhe kommst und dadurch auch die Schubaktivität zurück geht. Freue Dich aufs die Zukunft mit Kind und Partner. Drück Dich ganz feste.

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Hallo Ihr beiden,

danke für eure lieben Worte. Sie bauen mich auf. ;)

ich war zwischenzeitlich wieder im Krankenhaus, für zwei Wochen.

Hatte einen extremen Spastikanfall, sodass ich gar nicht mehr laufen konnte. Bin zur Tür gerobbt um Paketdienst (der mich dann auch einfach liegen lassen hat) und meiner Schwiegermama aufzumachen. Letztere hat dann auch 112 angerufen, die mich ins Krankenhaus gebracht haben.

Dort hab ich dann drei tage Cortison bekommen, und hat sich herausgestellt, das ich innerhalb vier Wochen zwei neue Herde entwickelt hab, die unter anderem für die extremen spastikanfälle verantwortlich waren.

Am dritten Cortison-tag wurde auch Blutplasmapherese bei mir angefangen. habe insgesamt 5 Einheiten bekommen.

Die plasmapherese ist gut angeschlagen, ich kann wieder laufen (zwar spastisch) und treppen steigen.

Mit Rollator komm ich ach sehr gut klar, benutzt ich wenn ich längere Strecken laufe.

Aber was mich richtig mitgenommen hat war, dass ich vier Tage praktisch Pflegefall war, mit Schieber und Duschhilfe und und und... das hat mich richtig fertig gemacht. Und das ich alle zwei tage nur mein Kind gesehen habe (durch die Plasmapherese).

Aber jetzt ist wieder alle gut, soweit. Rehasport und Physiotherapie sind angmeldet, das mir das garnicht wieder passiert. ;)

LG Brina

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Hey Brina,

jou, so muss das sein. :-) Das hört sich schon viel besser an!

Du bewegst dich in die richtige Richtung.

Die Reha und die Physio werden dir gut tun und deinen Zustand weiter verbessern.

Freue dich auf die Zukunft mit deinem Kind.

Lieben Gruß

Dirk

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Hallo Brina!

Habe deine Zeilen hier verfolgt und bin natürlich auch sehr betroffen, von dem was Du uns schreibst.

ich bin diejenige, die geschrieben hat, die Schwangerschaft verlief super und auch seit der Entbindung (ist jetzt bald 1 1/2 Jahre her) verhält die MS sich anständig. Wer hilft Dir jetzt bei den ganzen Aufgaben, die jeden Tag auf Dich warten? Wie schaffst Du das alles? Ich weiß ja im Moment sehr genau, was so ein kleines Kind bedeuted, bei all dem wirklich schönen, was es mit sich bringt :)

Bitte berichte uns weiter, wie es Euch geht.

LG Mares

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Hallo Mares,

Ich habe deinen Beitrag auch gelesen und hab mich für dich/Euch gefreut das es für euch gut gelaufen ist. Ich wünsche es echt auch keinem. ;)

Um deine Fragen zu beantworten: mein Freund war die Zeit zu hause wo ich im Krankenhaus war und hat papa-sohn-zeit gehabt. :) er wurde freigestellt von der Arbeit und bekommt für die Zeit einen Lohnausgleich von der Krankenkasse. Dafür musste ich einen Haushaltshilfe Antrag stellen bei der Kasse.

Ansonsten die alltäglichen Aufgaben mach ich soweit alleine. Ich nehme mir jeden Tag eine Aufgabe vor, wie z.B. Bad putzen, einmal komplett staubsaugen usw. Dadurch hab ich die ganze Woche Hausputz, aber ich bin Selbstständig und benötige keine Fremde Hilfe.

Bei arztbesuchen mit dem kleinen frage ich eine Freundin, die sozusagen auf Abruf ist, wenn ich Hilfe brauche. Die kommt dann auch zum Beispiel wenn ich meinen infusionstag mit tysabri habe und betreut den kleinen.

Ansonsten sind die Großserien da die helfen könnten, aber die meisten arbeiten davon noch selber.

Soweit klappt damals mit demmkleinen und mir und meinem Freund. :) habe zum Glück auch ein Baby was sehr genügsam ist. Das kommt glaub ich auch noch dazu. ;)

LG

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Hallo Brina!

Na, das hört sich ja gut an.Bei deinen Zeilen, macht man sich ja schon Gedanken, wie ihr Beide, also Baby und Du es schafft.

Mein Mann hat auch Erziehungszeit genommen und mich viel unterstützt. Gerade nachts, damit ich auch mal ein paar Stunden am Stück schlafen kann.

Aber jetzt geht die Kleine schon gerne in die Krippe und ich gehe wieder 20h/Woche arbeiten.Es macht auch Spass. :) Mir tut das Arbeiten gut und ich habe auch nette Kollegen.Ich habe auf Arbeit auch meine "alte"Stelle zurück bekommen. Da habe ich auch Glück gehabt.

Hoffentlich geht es Dir auch bald wieder besser.Das wünsche ich Dir!

LG Mares

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Hallo Mares,

es war ja nicht direkt Erziehungszeit die mein freund genommen hat. :D sondern eher Haushaltshilfe. ;) ist ja bissl was anderes.

wie es bei mir mit Arbeit weitergeht weiß ich jetzt noch nicht. Aber einen Stehjob wird ich wohl nicht mehr bewältigen können, wie vorher. Aber da mach ich mir Gedanken drüber wenn es soweit ist. ;)

LG

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