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Anja1984

Einsam unter vielen

40 posts in this topic

Hallo ihr lieben,

jedem geht es wahrscheinlich mal so.Gerade in der heutigen Gesellschaft, wo alles austauschbar und hektisch geworden ist..man fühlt sich allein.

So fühle ich mich, besonders ein paar monate nach der Diagnose MS (in der Phase bin ich gerade)

Aber ich merke einfach wie sich seit meiner Diagnose diesen Jahres immer mehr Menschen von mir distanzieren.Oder ich mich auch von Ihnen, das mag ich garnicht abstreiten.

Viele meiner Freunde sah ich nur zum Wochenende, teilweise weil sie viel arbeiten oder studieren.Und wenn dann am Wochenende heftig gefeiert wird bin ich seit längerem nicht mehr dabei.Mittlerweile werde ich schon garnicht mehr gefragt.

Das ist schade aber irgendwie kann ich es auch nachvollziehen.

Gibt es jmd der sich nach der Diagnose auch von vielen Leuten im Stich gelassen gefühlt hat?Wie kann man diese schwere einsame Zeit überstehen?

Ich habe neben der MS noch genaug Bausteine auf meinem Lebensweg verteilt und habe Angst dass Ich bald das letzte bisschen positive Energie verliere bzw frustriert werde.

Um dem zu entgehen arbeite ich hart an mir, aber durch Faktoren wie zb die Trennung meines Partners nach der  Diagnose MS, einer Borderline - Mutter, fühle Ich immer öfter eine schleichende Traurigkeit in mir.

Das Thema Depression ist mir gut bekannt denn leider brach ich Oktober 2012 zusammen, und durfte bis Mai diesen Jahres nicht arbeiten.

Gerade als ich in der Reha war, um mich auf meinen baldigen Berufseinstieg vorzubereiten, musste ich aufgrund des ersten Schubs in meinem Leben ins Krankenhaus.(Komplette rechte Seite war lahm).Zwei Monate später hatte ich bereits die Diagnose MS erhalten.

Seit 2 Wochen bewerbe ich mich wieder und hab morgen mein erstes Probearbeiten, ich bin so froh endlich wieder an diesem Punkt zu stehen, die MS hat mich nicht abgeschreckt.

Aber, es ist eher die Tatsache dass alles gerade zusammen kommt.Erst Depression, dann Trennung, Umzug, dann Mitleid und Beleidigungen und Demotivation von Freunden und Familien ertragen müssen, dann die lange Arbeitslosigkeit , der Tod meines Hundes...

Ich weiß , gerade jetzt wo ich bei bisher allen Bewerbungsgesprächen einen super Eindruck gemacht habe und zum hospitieren eingeladen wurde- mein Leben kann wieder schön werden..aber ich fühle einfach dass ich mich vielleicht ewig einsam unter vielen fühlen werde.Wie ein Alien dadurch dass ich kaum Menschen habe, die offen und einfühlsam reagieren können.

Ich merke wie befangen die Menschen reagieren und habe Angst niemals einen Partner zu finden bzw eine Familie zu bekommen.

PS Ich bin 31 Jahre, war 13 Jahre in einer Beziehung und von Beruf leidenschaftliche Erzieherin.

Gibt es evtl noch mehr Menschen wie mich da draussen?Nicht was das Alter oder den Beruf angeht aber auch welche die gerade besonders stark sein müssen oder einsam sind?

Frauen / Männer die Angst haben niemehr geliebt zu werden.Würde mich freuen von euch zu lesen.

ICH WÜNSCHE UNS VON GANZEN HERZEN dass wir alle- viele unvergesslich schöne Momente erleben werden trotz oder gerade deshalb dass wir immer wieder vor solche Prüfungen gestellt werden.

Liebe Grüße Anja

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Hallo Anja,

Gleich vorweg du bist nicht alleine. Allein das du hier angemeldet bist und deine Sorgen, Ängste und Gedanken hier und mitteilen kannst. Weil hier antwortet immer einer und baut dich auf. ;)

Mein tip für dich ( der mir auch geholfen hat) such dir einen Stammtisch mit Gleichgesinnten. Dann kannst du dich mit betroffenen austauschen. Oder du suchst dir hier Leute aus deiner Umgebung :)

Zu deinen Freunden: ich kenne das jedes Wochenende auf Piste sein und richtig abfeiern. Ich bin vor meiner Diagnose aber schon etwas ruhiger geworden. Lad sie dir doch mal zu dir nach Hause ein für einen spiele Abend zum Beispiel oder gemütlicher Fernseh Abend oder oder... Da gibt's viele Möglichkeiten man muss nicht nur auf Piste sein ;)

Kopf hoch du bist nicht allein ;)

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Hallo liebe Anja :)

Fühl dich mal ganz dolle gedrückt!

Ich weiß nicht ob sich das aufbaut aber bei mir gab es auch so eine lange Kette von blöden Situationen ...

Da war die ungewollte Kinderlosigkeit, 3 Jahre Hormonbehandlung usw, das einzige was ich dadurch bekam waren 2 riesen Tumore an den Eierstöcken. Also im März 2015 aufgeschnitten worden. Juni den ersten Schub und jetzt Oktober den 2ten und damit die Diagnose MS ....

Ich besitze nun zwar 4 eingefroren Blastozysten aber 1. Ist die Chance auf eine erfolgreiche Schwangerschaft recht gering und 2. Weiß ich nicht wie die MS verläuft und ob das einem Kind zumutbar wäre.

Ein Leben ohne Familie konnte ich mir nie vorstellen und jetzt sieht alles genau danach aus. Der Gedanke später einsam und alleine zu sein macht mir große Angst.

Zum Glück neige ich nicht zu Depressionen! Da musst du gut auf dich aufpassen.

Ich versuche jetzt immer mal mich zu belohnen. Wir haben uns z.B einen Welpen gekauft :) oder morgen kommen neue UGG Boots an.

LG

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Hidiho Anja,

vorab mal herzlich willkommen, schön dass du dich hier im Kreise der Erlesenen eingefunden hast.

Du fragst, ob du mit dem Gefühl allein bist, dass du allein bist?! Nö... ich glaube jeder denkende, empathische, fühlende Mensch kommt in seinem Leben immer mal wieder an Punkte, wo er glaubt, niemand könnte ihn/sie verstehen und er/sie wäre alleine. Wir Diagnostizierten bilden da keine Ausnahme und kommen, vermute ich, öfter mal an diese Punkte. Weil wir einfach noch etliches mehr durchmachen als die meisten Gesunden. Gerade MS hat die Eigenschaft, dass man es schwer erklären kann (wie soll ich Gefühle erklären, die ich selbst kaum verstehe), viele Wahrnehmungsveränderungen kann man kaum in Worte fassen und selbst unter Diagnostizierten sind die Wahrnehmungen ein und des selben ausgefallenen Nervens völlig unterschiedlich....

Was also tun?! Naja manche "Freunde" wird man ziehen lassen müssen, weil sie weder Willens noch in der Lage sind, mitfühlend zu reagieren und sich selbst auch mal hinten anzustellen. Manchen Freunden muss man Zeit lassen, muss viel erklären und sich auch damit konfrontiert sehen, dass manche Sachen nicht verstanden werden können. Und manchen Menschen muss man die Chance geben erst noch Freunde zu werden, trotz oder gerade wegen dieser Begleiterin.

Das mal erstmal zum allgemeinen. Nun zu dem ganz speziellen und persönlichen. Ich habe meine Siagnose schon über ein Jahrzehnt und bin gerade mal 28. Als ich sie bekam, war ich auf einem Auge blind und 2 Wochen im Krankenhaus. Meine beste "Freundin" hatte zu diesem Zeitpunkt Geburtstag und ich konnte natürlich leider nicht hin, also schrieb ich ihr eine Karte. Sie hat mir nie verziehen, dass ich zu diesem Geburtstag nicht anwesend war und ich ihr nie, dass sie mich weder im Krankenhaus noch danach besucht hat und dass sie nicht begriffen hat, was das für mich alles verändert hat. Damals lernte ich, gut hinzusehen, wen ich in meinem Leben haben möchte und auf was es wirklich ankommt.

Seitdem kamen viele Männer in mein Leben und alle mussten sich sofort mit meiner Krankheit konfrontiert sehen. Einige versuchten es und scheiterten an ihr, einige lebten damit und scheiterten an mir und Anfang des Jahres beschloss ich, einen Mann brauche ich nicht, mein Leben hat genug Tumult auch ohne einen Partner... naja was soll ich sagen, ein paar Monate später stolperte mein jetziger Partner in mein Leben. Auch er hatte die Chance zu gehen, gleich am Anfang, hat es aber gewagt und bisher nicht bereut auch wenn die Umstände schwer sind (wir leben in einer Wochenendbeziehung).

Was will ich sagen?! Es wird immer auch dunkle Stunden voller Einsamkeit geben und gerade mit MS muss man auch lernen mit sich selbst gut klar zu kommen, aber es werden auch immer wieder Lichter auftauchen, Menschen die uns lange oder kurz begleiten, die uns unterstützen, hinnehmen wie wir sind und sich an uns erfreuen. Bei manchen wird es irgendwann Zeit wieder Abschied zu nehmen, andere werden wir immer bei uns haben.

Ich wünsche dir viel Kraft für deinen Weg. Lass dir Zeit die Diagnose zu verarbeiten, lass den Menschen um dich Zeit die Diagnose zu verarbeiten und setze dich nicht unter Druck. Und wenn es nötig ist, lass zu, dass dir jemand die Hand reicht und dir hilft.

Liebe Grüße

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Ich danke euch für eure Antworten!

Es hat mir gut getan eure Gedanken lesen zu dürfen, sowie eure eigenen Erfahrungen und Lebenssituationen.Leider bin ich noch sehr frisch hier im forum würde mich aber freuen öfter von euch zu lesen.Das mit der Rubrik  Freunden hab ich hier noch nicht ganz kapiert, aber das wird schön

schönen abend ihr lieben

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Hallo Anja,

mir hilft in solchen Situationen sehr viel unserer örtlicher MS-Kreis (Selbsthilfegruppe). Dort sind Leute, die wirklich verstehen, was du hast und wie es dir geht - ohne dass du das viel erklären musst. Kann ich wirklich jeder/m nur zu raten.

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Hey Anja1984,

Ich selbst bin einer borderline Mama von zwei wunderbaren Kinder, beide sind nur 11 Monat auseinander darüber hinaus ist mein Sohn behindert. Auch ich habe ewig viele Bausteine in mein Leben gelassen und auch ich habe eine Trennung hinter mir und obwohl ( ich mit mein ex und dem Vater beider kinder) nicht mehr zusammen bin habe ich auch in der zeit wo ich mit ihm zusammen War alles allein machen müssen, er hat nichts gemacht ....

Die Diagnose MS habe ich seit April 2014

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Hallo Anja,

ich kann Dich nur zu gut verstehen. Wir beide haben die Diagnose wohl zu einem ähnlichen Zeitpunkt bekommen, ich bin jetzt im fünften Monat mit Cop 40 angekommen. Und ich bin in meinen 30ern, und ich arbeite beruflich mit Kindern.

Die diversen Baustellen kann ich sehr gut nachvollziehen, ich habe in den letzten fünf Jahren quasi meine komplette Familie beerdigen müssen, mit jedem Todesfall kam eine zusätzliche Verantwortung auf mich zu, bis ich irgendwann nicht mehr konnte und mit meinem ersten MS-Schub im Krankenhaus gelandet bin.

Ich finde die Situation mit dem Freundeskreis ähnlich belastend wie Du. Ich habe so sehr das Bedürfnis nach menschlicher Nähe und sozialem Beisammensein, aber bin oftmals einfach zu kaputt, um selbst an einem Spieleabend teilzunehmen. Und dann stellt man fest, dass man, wenn man zu oft absagt, irgendwann auch nicht mehr so oft gefragt wird, was einen dann zusätzlich belastet und dazu führt, dass man sich noch schlechter fühlt, und so wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die unweigerlich nach unten führt...Ich weiß noch, dass ich vor gar nicht allzu langer Zeit bei Freunden auf einer Feier war, und ein wirklich guter Kumpel sagt, dass er sich wirklich so freut, dass gerade ich es geschafft habe, zu kommen, da fühlte ich mich echt wie vor den Kopf geschlagen. Was sollte diese Betonung? Vor kurzem war es noch völlig normal, dass ich bei ihm zu Besuch war... Ich fühlte mich danach richtig fies allein, saß zwar noch zwischen Freunden, aber irgendwie war es, als hätte sich eine durchsichtige Wand zwischen uns geschoben. ich habe den Rest der Feier nicht mehr richtig miterlebt, es war mehr, als würde ich alles aus der Distanz beobachten, statt dabei zu sein.

Und dieses Gefühl ist seither irgendwie geblieben, als wäre ich nur noch Zuschauer im Leben anderer, statt selber eines zu führen.

Glücklicherweise habe ich einen ganz lieben Mann, den ich erst kürzlich geheiratet habe (wir waren vorher 19 Jahre zusammen, die meisten davon in Fernbeziehung). Das war oft nicht leicht, und wir hatten auch echt viele Krisen, aber wir haben unsere Beziehung nie aufgegeben uns uns immer wieder zusammengerissen, und das trägt jetzt Früchte. So möchte ich jetzt auch versuchen, alte Freundschaften, die eingeschlafen sind, wiederzubeleben, ganz nach dem Motto: wenn man nur am Ball bleibt, wird es irgendwann schon wieder werden. 

Ich muss mir auch selber eingestehen, dass ich in den letzten 10-15 Jahren wirklich keine gute Freundin gewesen bin. Ich habe mich oft zu selten bei Freunden gemeldet, Verabredungen immer wieder platzen lassen, auch telefonieren mag ich nicht mehr, das finde ich anstrengend.

Es ist zumindest ein Vorsatz für's neue Jahr, mal sehen, ob ich es diesmal schaffe, mich daran zu halten  ;) 

An Selbsthilfegruppen habe ich mich, ehrlich gesagt, noch nicht herangetraut, davor habe ich irgendwie Angst, kann aber nicht genau erklären, warum...

Also, lange Rede, kurzer Sinn: niemals aufgeben, niemals kapitulieren! Wer nicht kämpft, hat schon verloren! Hinfallen ist keine Schande, nur Liegenbleiben! B) 

Mehr Sprüche fallen mir jetzt nicht ein  :D , und auch wenn sie vielleicht abgedroschen sind, steckt meiner Meinung nach viel Wahres in ihnen.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft, gib' nicht auf!

GLG Silver

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Hallo Anja

Ich habe jetzt erst deinen Beitrag gelesen, und kann Dir nur Bestätigen das dies leider auch bei mir so war. Meine Diagnose MS wurde vor etwa 3 Jahre bestätigt, und natürlich bricht erst mal die ganze

Welt zusammen. In dieser Zeit leidet die Psyche und der Körper. Bei mir sieht man die Krankheit leider. Ich kann sehr schlecht laufen, habe Sehstörung am linken Auge und Taubheit in Finger und Füßen. Viele meiner Freunde sind damit auch nicht klargekommen, diese konnten mit MS überhaupt

nichts anfangen. Erklärungen haben auch nichts gebracht, aber was solls. Die wenigen Freunde die noch geblieben sind unterstützen mich aber voll und ganz, und dies ist mir wichtig. Die Depri habe nach ca. 3 Jahre mit Medikamenten und Psychotherapie gut hinbekommen. Nur meine Zweitdiagnose COPD ist auch nicht so lustig. Aber Ich lasse meinen Kopf nicht hängen. Da meine Frau noch dazu auch krank ist (nach einem Schlaganfall und Hörst. u. Tinitus, neues Hüftgelenk ectr.....) hören auch bei mir die Baustellen nicht auf. Als Resume möchte Ich Dir nur auf den Weg geben: Das Leben ist leider kein Zuckerschlecken und hält noch genug Überraschungen bereit.

Deßhalb Kopf hoch und lass Dich nicht Unterkriegen.

LG Enzian

PS: Ich bin ein Mittfünfziger und meine MS ist leider Progressiv (Toll nicht?????)

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Hi

Ich war auch lange alleine, weil ich mich immer mehr und mehr abgekapselt habe. Am Ende stand ich ganz alleine da. Doch irgendwann kam ein Schub und ich habe mich überwunden und bin auf die Suche nach einem Partner gegangen. Auf dieser Seite habe ich die Tipps gelesen und mich an einem Portal angemeldet und nach einiger Zeit auch jemanden gefunden.

Einen Partner zu haben mit dem man alles besprechen kann ich einfach Gold wert.

Liebe Grüße

Onis

Edited by Administrator
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Hallo Anja,

herzlich Willkommen. Ich war 61 als ich von meiner MS, die progressiv ist, erfahren habe. Für Unternehmungen draußen muss ich einen E-Rollstuhl benutzen. Ich wollte eigentlich keine Beziehung mehr eingehen. Und dann ist es doch passiert. Vor drei Jahren bin ich an einem Mann, der auch in einem E-Teil saß, mehr oder weniger vorbei geflitzt. Er sprach mich auf das schöne Wetter an und so kamen wir ins Gespräch. Im Laufe dieses Gespräches erzählte ich ihm dann dass ich mich mit meinem E-Teil noch nicht traue in die Straßenbahn zu fahren. Er wollte es mir zeigen wie es geht. Daraus hat sich dann eine Partnerschaft entwickelt.

Auch ich habe manchmal eine kl. depressive Phase. Mit meinem verstorbenen zweiten Mann habe ich gerne getanzt. Höre ich heute schöne Musik höre bei der man gut tanzen kann bin ich ab und zu auch traurig dass dies heute nicht mehr geht.

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So kann es auch manchmal gehen. Auch wenn es seine Schattenseiten hat, so ist es doch schön. 

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Hallo Anja,

tja ich bin auch ständig dabei einen Scheißhaufen nach dem anderen zu beseitigen und kaum ist einer weg kommt der nächste  - Krankheit, Kinder Sorgen etc. die ganze Bandbreite und diese Haufen haben sich seit ich die MS habe irgendwie magisch erhöht.

Freunde - sind schon lange nicht mehr da die haben sich schon zu Zeiten unserer Kinder verzogen wer will den schon kontakt mit ADHS /ADS Kindern.....

Und meine Stimmung derzeit hat sowas wie Endstimmung und Selbstmitleid ist gerade ein ungebetener hartnäckiger Gast der sich einfach nicht rausschmeisen lässt.

Mein Glück ist dass die MS mich in Ruhe lässt und ich bis auf wenige Malässen und Ausnahmen nicht eingeschränkt bin. Da bin jeden Tag dankbar für.

Und letzte Woche bei der Arbeit musste ich eine Kundin anrufen Sie hatte ein Problem, dachte noch im Absender oh Psychologin und am Ende des Geschäftlichen gesprächs fragte ich sie ob sie eine lange Warteliste hätte. dann sagte sie mir nein sie arbeite nur mit offenen Plätzen eben wer anruft und was frei wäre und ich hätte Glück. So hatte ich gestern meinen ersten Termin therapie beginnen

Und sie liegt so günstig in der City. Sie hat einen guten Ruf. Ein Lichtblick. Ich freu mich drauf.

Und letztendlich machen wir uns doch viel zu viel Gedanken was die anderen denken - wir sind für uns selber verantwortlich und nicht für die Dingsdas der anderen.

Mit dieser Denkweise bin ich schon in dicke Fettnäpfe getreten so von wegen ich bin halt nicht auf einen Geburtstag oder so ich hatte einfach keine Lust auf - du weißt du die da und der da haben dies und das....

Ich muss gar nichts und schon gar nicht wegen Tanta Martha an weihnachten bei Mutti essen.

LG

Klaraursula

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Hallo Anja,

ich fühle mich auch einsam unter Vielen... Habe seit wissentlich 17 Jahren MS, bin seit 29 Jahren mit meinem Mann zusammen. Wir haben zwei Kinder, 18 u.17 J.

Und es schaut so aus, dass wir uns trennen werden.... Scheidung ?....

Wir hätten am 17.9. unseren 23. Hochzeitstag. Heute habe ich auf eine Wohnungsanzeige geantwortet, es ist also alles offen. Die Situation ist für jeden scherzlich,für Kranke od.Gesunde. Aber bei der ganzen Sache steht mir jetzt erst Recht die MS im Weg und macht alles noch schwerer!

Drückt mir die Daumen und schickt mir bitte eine oder zwei Portionen Kraft und Hoffnung!!!

Liebe Grüße

noch ne Anja

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Hallo AML, aka "noch ne Anja".. Mensch, lass Dich mal drücken!

Ich schick Dir, wie meine englischen Freunde sagen würden, ganz viel "good karma"!

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ja zervus!

ich fühle mich verlassen einsam und betrübt!

habe im kommenden januar 4 jahre ms....

von mir haben sich auch alle abgewendet. ich denke sowieso ich bin misanthrop !

bin 41 und die hoffnung auf ne familie ist eben ne hoffnung. mit meiner

psychologin arbeite ich schon an meinen depressionen.....

ich habe die schnauze so voll von der ms. bin rentner und kann garnicht mehr

arbeiten!

(ich brauche keine stiefelspitze von irgendeinem chef im genick!)

zwei abgeschlossene berufe habe ich auch und die sind jetzt nen dreck wert.

immer wieder lande ich in diesem forum......

etwas elementares kann ich nicht wirklich dazu beitragen....

ich habe die schnauze so voll von der welt......

zu meiner mutter sagte ich schon":der krebs hätte mich strecken sollen!"

ich habe eh keinen auftrag mehr!

was verschont mich der herr und lastet mir dann ms auf!?

zu meiner psychologin habe ich gesagt ich bin "hoffnungsloser optimist"!

sie wünschte mir viele positive erfahrungen!

.... ich sag mal kopf hoch, die meisten kochen alle mit wasser.

"to give up is not an option!"

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Ehrlich gesagt, bin ich momentan auch in eine depriphase.

Ich arbeite zwarr noch halbtags, aber das kommt mir so sinnlos vor, angesichts der ganzen kaTautropfen und ich würde am liebsten alles hinschmeissen.

Aber hab noch zwei 20+ töchter. Wenn die nicht wären ...

Und wenn ich an die Zukunft denke, da bin ich höchstwahrscheinlich allein, wenn die Eltern mal nicht mehr sind.

Sch...aussichten

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hallo zusammen,

ich denke, wir Frauen haben auch so unseren ganz besonderen Spass alle 4 Wochen, da kommen die Depris doppelt und dreifach hoch.

Mir ging es auch vor ein paar Tagen superschlecht, seit gestern mache ich mir Gedanken, wie ich mir die nächsten Tage gestalten kann, wo kann ich mir eine kleine Freude machen, wo kann ich lachen, auch wenn es mir eigentlich oft zum heulen ist.

Wir wärs  - morgen ins Kino - findet Dorie? Ggf. alleine rein gehen.

Geschafft bekomme ich eh derzeit aber auch rein gar nichts, da kommt auch so richtig Stimmung auf, aber es läuft ja auch nichts weg.... Und dann am Montag wieder zur Arbeit mit sehr anstrengenden Menschen, die nicht unbedingt an dieser Stelle gebraucht werden.

Aber danach viellleicht einen Urlaub planen, ich bin bereits im Frühjahr 2018 angelangt. Demnächst habe ich MRT, hat mir früher auch nichts ausgemacht, heute muss ich mir mit irgend etwas Verrücktem einen Spass machen - Ablenkung schaffen, z. B. Luxusurlaub schnell buchen oder so etwas, wo man sich schon ewig drauf gefreut hat.

Problem - irgendwann wird das alles ein bisschen zu teuer und die Gefahr besteht, dass der Konsum als Ersatz für die Einsamkeit integriert wird.

Alles Gute

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Eure Antworten, eure Schicksale und Denkanstöße berühren mich und ich möchte jedem einzelnen von euch danken...von ganzem Herzen!Es tut mir leid, dass ich bisher nicht jedem einzeln geantwortet habe.

Zur Zeit habe ich mit meiner Depression schwer zu kämpfen, nachdem sich die Jobsuche durch die MS leider sehr verändert hat und ich langsam merke wie schwer es ist eine job mit ms zu bekommen.

(zb hatte mich zuerst beworben und die ms verheimlicht...dann kam leider ein neuer Schub dazu in der Zeit, in der ich zum Betriebsarzt musste.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits ne 90% Zusage des Kindergartens, den Elternbeirat und die Kollegen hatte ich bereits kennengelernt usw.

Als ich dann auch noch nach der Cortison Stoßtherapie meine zweite Plasmapherese bekam, und erstmal im Krrankenhaus lag, erhielt ich die Stellenabsage.Für mich brach eine Welt zusammen.

Danach beschloss ich offen mit der MS umzugehen und erstmal einen ein Euro Job als gelernte Erzieherin zu beginnen.Nach vier Wochen beendete ich diese Stelle, da über mich sehr gelästert wurde.Zb ich würde mir meine Schuhe auf dem Boden wie ein Kind anziehen und das würde komisch aussehen.allerdings konnte ich mir dort meine schuhe besser anziehen als auf einem Kindergarten stuhl, so empfand ich keine Schmerzen.Angesprochen wurde es nie, ich erfuhr es von meiner Jobvermittlerin.Auch wurde ein Ausflug gemacht und ich wunderte mich bereits, warum wir so rennen mussten.Wieder zurück hörte ich ne Kollegin zu ner anderen sagen"Die ist ganz normal mitgelaufen, also kann sie das doch"...Jetzt sitze ich hier, verunsichert, arbeitslos und depressiv.Dazu trauere ich meinem Ex sehr hinterher.Er war der letzte Mann, den ich gesund kennenlernen durfte und zu sehen wie er mit anderen Frauen spaß hat und mir keine träne nachweint- das macht mich unsagbar traurig.Manchmal ist mir alles zuviel und ich würde allem gern ein ende setzen aber solange meine mutter noch lebt, muss ich stark für sie sein.

also leider hat sich in der zeitspanne von dem ersten beitrag bis heute alles verschlechtert.Das wünsche ich niemandem.Jeder der gute Freunde hat ist reich.Ich habe keine Freunde mehr und falls jmd in diesem Forum auch total einsam ist, er/sie darf mir gerne schreiben. Ich durfte mir zwar schon oft anhören, dass ich durch die MS, die Depression und die Arbeitslosigkeit ein gewisses Niveau verloren habe aber wenn euch dass nicht stört, könnt ihr mir gerne schreiben.

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Och Anja fühle dich mal gedrückt.

Wenn du solch blöden Gefühle hast dann such dir bitte Hilfe.

Du glaubst nicht wie gut es einem tut einen Psychologen zu haben oder die schlechten Gedanken mit Happy-Pillen los zu werden. Wenn man sich und seine Psyche gut pflegt sieht man auch wieder viel mehr Chancen.

Wo kommst du eigentlich her?

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ich habe bereits einen Psychotherapeuten..Ich bin eine Zeit lang sehr stark gewesen nur langsam kann ich nicht mehr.aber davon kann wohl jeder irgendwie ein lied singen.Ich komme aus Rheinlandpfalz

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Hallo Anja,

dir ist großes Leid widerfahren erst die Diagnose und anschließend die schleichenden persönlichen Umstände die dir den glauben an das Leben rauben. Aber das Leben selbst mit der Diagnose MS ist lebenswert aber anders viele Dinge haben oder werden sich verändern, das tut weh ist aber nicht zu ändern. Ich selbst lebe seit sieben Jahren mit der Diagnose MS. Was deine Frage nach der Einsamkeit betrifft so kann ich dir sagen, dass es mir ähnlich ergangen ist nur mit dem Unterschied das ich meinen Freundeskreis aktiv verkleinert habe. Alle oberflächigen Beziehungen habe ich mit der Zeit beendet und nur die Freunde behalten die mir als Freunde wichtig sind, echte Freunde sind rar.

In einer Reha habe ich einen neuen Freund gewonnen was sicherlich recht selten ist. Wir treffen uns alle vier Wochen in Köln ( der schönsten Stadt zu leben ) und haben einen netten Abend in der Altstadt. In dieser Zeit wurde mir wichtig mit wenigen ( meiner Familie und Freunde ) einen guten Kontakt zu pflegen als mit vielen dicke Partys zu feieren, was unserer Gesundheit eh nicht gut tut.

Ich möchte dir raten zu überlegen:

Was für dich in Zukunft wichtig ist und was nicht.

Wer dir als Person wichtig ist und wer nicht.

Was du beruflich machen möchtest und was du noch Leisten kannst.

Mach aus der gefühlten Einsamkeit freie Zeit für dich Lesen, Sport, Familie was auch immer dir einfällt lebe es. Suche dir eineAaktivität als Ehrenamtler oder was auch immer dich erfüllen mag,

und du wirst sehen mit der Zeit ändert sich das Leben. Behalte deine Erinnerungen an die schönen Dinge die du erlebt hast aber sehe nicht zurück.

Ein Tipp von mir, wenn du dich bewirbst verheimliche die Krankheit nicht sondern sage bei Bewerbungen das du diese hast aber gut eingestellt bist und weitere Schübe nicht in Sicht sind.

Sage Ihnen "Mit einem befristeten Arbeitsvertrag ist deren Risiko bzgl. Ausfällen gering"  Aber du hast

dann eine Chanse im Leben dich neu beweisen zu können. Frage mal in diesen Forum wie andere das Sehen.

Für heute ist genug geschrieben.

Alles gute für dich.

Alfred

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Hallo Anja1984,

du hast mein großes Mitgefühl. Auch wenn dir das rein garnichts bringt. Denn nur du bist die Lösung, die du suchst. Niemand hier und niemand dadrausen, weder Mann noch Frau, kann dir dein Glück wiedergeben, auch wenn du das jetzt annimmst.

Neben der professionellen Hilfe, die du ja bereits in Anspruch nimmst, musst du lernen dir selbst dein größtes Glück zu sein. Das ist kein leichtes Unterfangen. Aber du kannst das schaffen. Tu dir selbst gute Dinge, suche dir ein Hobby, dass dich erfüllt und dich möglichst unter Leute bringt. Gönn dir selbst jeden Tag etwas Gutes, auch wenns nur ein guter Film oder ein leckeres Getränk in einem Cafe oder einer Bar ist. Irgendwann kommt der Punkt, wo du es nicht mehr bewusst machen musst, sondern es ganz von allein kommt.

Ich wünsche dir dafür viel Erfolg!

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