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Anja1984

Einsam unter vielen

40 posts in this topic

Hallo Anja1984,

ich schließe mich den bereits gegebenen guten Ratschlägen an...

Die erste Reaktion von mir auf die Diagnose MS, ich habe die Freundschaften reduziert/beendet, die mir nicht gut tun. Ein Buchtip meiner Psychologin: "Liebe dich selbst

und es ist egal wen du heiratest." Auch wenn ich all das in der Theorie schon ziemlich verinnerlicht habe, fällt mir die anstehende TRENNUNG doch ziemlich schwer, das ist das LEBEN und die Lektionen die ich zu lernen habe

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Ich bin echt berührt über eure Antworten.Ich werde euch ausführlicher antworten entweder heute oder morgen.Danke aber schonmal im vorraus, dass ihr euch die Mühe gemacht habt-guten start in euren tag!

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"Einsamkeit" ist ein Arsch.....

In meiner Umgebung wissen nur eine Handvoll Menschen von meiner Krankheit. Ich verheimliche es. Ich wäre bestimmt auch in ein Tiefes Loch gefallen, hätte mich mein bester freund nicht aufgefangen.  

Eine Beziehung hält nicht länger als 2 Wochen. Bisher war keine dabei, der ich mich anvertrauen konnte. Hab mich damit abgefunden irgendwann kein Partner mehr zu finden. Ms und famielie gründen.... das möchte ich keiner Frau und keinem Kind antun. Mag sein das es gut gehen kann. Aber im Moment kann ich mir das nicht vorstellen. 

Genug von mir.  Aufjedenfall haben wir alle mehr oder weniger Depris. 

Aber wie "Korti Sohn" schon schrieb. "Aufgeben ist keine Option"

Ich wünsche dir ,dass du stark bleibst Anja. 

Und dem Typen der dich sitzen lassen hat, dem sollen die Eier Abfallen. 😜

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Nebenbei - es gibt auch die absolute Einsamkeit in einer Ehe, eine echte Sch...., irgendwie vergeudete Lebenszeit,

aber wenn gewisse Umstände und ein Kind mit im Boot sitzen und es immer so schön heißt, dass Trennung oftmals einen Schub und ein negatives finanzielles Niveau bedeuten können, muss man schon gut schauen, dass man nicht auf der Strecke bleibt, aber einsam bleibt einsam, auch wenn es ein paar wirklich gute Freunde gibt, die man ja auch nicht überstrapazieren möchte  -

wie meinte mein Mann, ich könnte ja mal überlegen, ob ich nicht den mobilen Pflegedienst hinzuziehen will, wenn ich diese MS-Beschwerden hätte - ohne Worte - wo ist denn die Liebe geblieben ?

Ich bin fest überzeugt, dass irgendwann noch mal das große Glück anklopft mit einem Menschen, der Herz und Verstand hat und das alles Gute, was man selbst in die Welt mit gebracht hat, Jedem in irgendeiner Form wieder widerfährt. Wann und wie das geht, keine Ahnung, ich lass mich überraschen.  Alles Gute.

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Hallo,

 

ich habe hier ja schon etliches geschrieben, aber möchte Soza gern noch etwas sagen.

 

" Ms und famielie gründen.... das möchte ich keiner Frau und keinem Kind antun. " Sind deine Worte Soza, allerdings möchte ich dagegen einwenden, MS verhindert ja nicht, dass man lieben kann, dass man sich selbst geben kann.  Und wie der gute Ringelnatz schon sagte " Sei eingedenk,  daß Dein Geschenk Du selber bist. ".

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Guest

hallo!

ich stimme soza zu!

ich würde mich selber auch nicht nehmen, geschweige denn als "krüppel" kinder in diese kranke welt setzen.

... wenn man einmal an diesen punkt/diese emotion gelangt ist kommt man immer wieder zu diesem fazit.

(mir geht es halt so)

nichts desto trotz bemühe ich mich ne gute zeit zu haben.

 

mfg

(der troll aka korti sohn aka der fakeagent, "omnia vincit amor" "sapere aude")

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Gerade dieses eine Kind kann aber doch die Welt verbessern, kann so viel Liebe und Licht und Hoffnung rein bringen und uns Kranken bestimmt auch Freude, sind das nicht Chancen, die ansonsten genommen werden?

Bevor ich mich für mein Kind bzw. die Schwangerschaft entschied - mein Mann wollte keines, war meine einzige Besorgnis, das Kind könnte MS-bedingt einen Schaden erleiden oder künftig daran erkranken. Heute bin ich heilfroh, dass ich so einen Goldschatz habe, wenn auch nur vorübergehend, bevor er eigene Wege geht und die weite Welt erkundet. Aber ich versuche ihm alles Wichtige mitzugeben, damit er später mal sagen kann, das hat schon meine Mama damals gesagt und die hat es von ihrer Mama. Und vielleicht ist er gerade der Engel, der einem armen Menschen oder auch Tier mal helfen kann.

Das zählt doch im Leben - ich finde schon.

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Ich habe meinen Kinderwunsch aufgrund der MS auch begraben. Es käme mir einfach nicht richtig vor unter dieser Voraussetzung ein Kind in die Welt zu setzen  (egoistisch).

Mit meinen gesunden Freundinnen kann ich längst nicht mehr mithalten und bei Ihnen sehe ich zwar wie super toll es ist ein Kind zu haben, aber auch wieviel Arbeit es macht.

Ich fühle mich diesem (positiven) Stress nicht mehr gewachsen und ich hätte einfach zu große Angst meinem Kind nicht alles bieten zu können und ständig auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

Das Thema kommt zwischen mir und meinem Mann zwar immer wieder hoch, aber wir versuchen das Beste aus der Situation zu machen. 

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Ich denke, es wird bei Jedem unterschiedliche Meinungen geben, da unsere Behinderung unterschiedlich ausgeprägt ist.

Wer stark eingeschränkt ist, für den wird - so denke ich - klar sein, dass die Kraft für ein Kind nur mit einem entsprechend starken Partner klappen kann.

Wer sich selbst noch gut versorgen kann, wird sicherlich auch ein höheres Risiko eingehen, übrigens auch das, dass direkt nach der Schwangerschaft durchaus mit Schüben vereinzelt gerechnet werden muss, so mein damaliger Neuro. Ich bin das Risiko vor 13 Jahren eingegangen und habe es bis heute nicht bereut. Und natürlich hatte ich Superschübe danach, die ich vielleicht sonst nicht gehabt hätte.....

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Ich muss halt gestehen, für mich ist Einsamkeit nicht gleich ein Kind haben und Partnerschaft auch nicht.

Genügend Menschen, ob Mann oder Frau, wollen keine Kinder. Aus welchen Gründen auch immer, auch ohne chronische Krankheit. Warum sollte also ein Mann keine Frau finden, weil er keine Kinder möchte.

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Also ich liebe Kinder und Kinder lieben mich auch. Ich verbringen gerne auch Zeit mit meinen Neffen. Mach auch jeden Blödsinn mit denen. Im Tobeland hab ich vielleicht sogar mehr Spaß als die 😀

In jeden Mann steckt ja auch ein Kind. Der gedankt, dass ich das mit meinem Kind wahrscheinlich nicht machen kann, das hält mich davon ab selber Kinder auf die Welt zu setzten. 

Obwohl es auch einen Coolen und verlässlichen " Onkel" ( mein besten Freund) hätte. Der auch alles mit ihm oder ihr machen würde. Aber naja...

Abgesehen davon. Brauch ich auch noch eine Frau die das mitmacht 😀

 

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Hallo Soza,

ah ok jetzt verstehe ichs... klang erst anders und nun bin ich noch mehr verwirrt. Du hast geschrieben, dass du es keinem Kind und keiner Frau antun möchtest, aber auch, dass du dich einsam fühlst. Mir ist immernoch unklar, warum bei dir keine Beziehung länger als 2 Wochen hält, außer natürlich die mangelnde Ehrlichkeit bezüglich der MS.

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Es ist die Ehrlichkeit.

Wie schon gesagt, ich bin nicht offen mit der MS. Es wissen nur eine Handvoll Leute davon. 

Bin ich in einer "beziehung" Sag ich denen nur ,das ich Problem mit den Nerfen hab . Aber alles unter Kontrolle ist. Niemand kommt auf MS 😉

Wenn ich wüsste , dass sie damit umgehen bzw. es verstehen kann, würde ich es erzählen. Bisher hab ich die Erfahrung gemacht ,dass die Frau immer an erster Stelle stehen möchte. Wenn ich sage  "es geht mit nicht gut" bedeutet es bei den Frauen  "er möchte mich nur veraschen". Was dann wiederum Stress führt. 

Und wenn ich, mit dann die Wahl stellen. Sie oder meine Gesundheit. Zieht sie den kürzeren. Meist ist es nach 2 -3 Wochen. Ich könnte es natürlich auch in die Länge ziehen. Aber sobald mir klar wird , dass sie es nicht verstehen wird. Ziehe ich einen Schlussstrich. Es in die Länge zu ziehen würde es nur schlimmer machen. 

Noch kann ich alles verheimlichen. Außer einem leichten zucken am rechten Bein , fehlt es mir an nichts. Wenn mal ein Schub kommt, ist es gleich wieder mit Kortison geklärt. 

 

Naja .. vielleicht hab ich nicht die richtige getroffen oder ich bin einfach zu gut für diese Welt 😂 Ich denke daran wird es liegen 😜

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Darf ich jetzt mal so ketzerisch fragen, du siehst eine Frau und weißt sofort, dass sie deine Krankheit nicht verstehen würde?

 

Endweder ich bin einfach zu dumm oder zu naiv, aber ganz ehrlich, wenn du ihnen nie gleich die Wahrheit sagst, dann wundert es mich nicht, dass sie nicht bleiben oder dich nicht halten. Irgendwie wirkt es auf mich wie selbsterfüllende Prophezeiung, wenn ich quasi nichts sage und dann enttäuscht bin, wenn die Frau sich verarscht vorkommt, wenn sies dann nach ner Zeit rausfindet, bzw. du es ihr sagst. Vielleicht hilft da etwas Ehrlichkeit, dann sind die Frauen vielleicht auch garnichtmehr so "arschig".

Nur meine 2 Cent.

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Du hast du recht....

mein Problem ist, dass ich Angst hab, das sich meine Krankheit rum spricht. Ich mag es nicht, wenn mich jemand bemitleidet.

Sollte ich wieder mit meinem weißen Pferd ne Runde drehen. Und es ergibt sich etwas . Werde ich es ausprobieren.

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