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Sibbisilber

Tipps zu Psychischen Problemen nach Diagnose MS

12 posts in this topic

Hallo zusammen!

Ich hab mich gerade mal etwas umgeschaut und keinen allgemeinen Beitrag zu diesem Thema gefunden. Also mache ich es jetzt, da ich glaube, dass viele Leute solche Probleme nach der Diagnose MS haben. Inzwischen komme ich damit klar und erzähle euch wie ich das geschafft habe. Erstmal etwas zu meiner Person: Ich heiße Sebi (Sebastian), bin 32 Jahre alt und komme aus Frankfurt am Main. Die Diagnose MS kam bei mir im Oktober 2013. Anfangs war ich natürlich geschockt, denn ich dachte MS bedeutet für immer gelähmt oder blind zu sein. Euch ging es wahrscheinlich ähnlich. Das Wichtigste ist aber AKZEPTANZ und ABFINDUNG bezüglich der MS, denn wir haben Sie und das wird für immer und ewig so bleiben, egal was wir machen. Sich in sein Zimmer einzuschließen und in Selbstmitleid zu versinken oder Sachen durch die Gegend werfen bringt euch kein Stück vorran, es reitet euch nur noch tiefer rein und ist somit das Dämlichste was ihr machen könnt. Ihr müsst etwas positives finden das euch ablenkt und ihr nicht ständig an die MS denkt. Bei mir ist es die Musik (ich spiele auch Bass und Gitarre). Sie hat mir schon immer in schlechten Zeiten geholfen, vor Allem bei richtigen Tiefschlägen. Mit Hilfe der Musik ist es mir deutlich leichter gefallen die MS zu akzeptieren und damit besser klar zu kommen. Ich habe auch Epilepsie und die Musik hat mir damals schon sehr geholfen. Das klappt natürlich nicht bei Jedem. Ich möchte nur damit sagen, dass ihr etwas finden müsst um euch abzulenken. Das kann auch Sport oder ein anderes Hobby sein. Wenn ihr etwas gefunden habt, fällt es euch deutlich leichter nicht ständig an die MS zu denken und damit besser klar zu kommen. Meine Neurologin sagte mir auch, dass das der beste Weg ist, um im Kopf damit klar zu kommen. Ich habe in meinem Umfeld schon viele positive Resonanz bekommen bezüglich meiner Art mit der MS und der Epilepsie umzugehen.

Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Beitrag helfen konnte, auch wenn er sich teilweise sehr frustrierend anhört. Zum Schluss möchte ich noch eine Textzeile aus einem Lied schreiben, das mir sehr geholfen hat:

Nichts hat Bestand, nicht mal das Leid und selbst die größte Sch...

geht mal vorbei!

(Böhse Onkelz, Nichts ist für immer da)

Also: Kopf hoch, wir werden es schaffen damit klar zum kommen und ein möglichst niormales Leben führen!

Soviel von mir. Ich hoffe ich konnte euch ein wenig helfen.

Über ein Feedback würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße

Sebi

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hallo sebastian!

finde ich gut, das du mit klampfenspielen die ms kompensieren kannst !

musik hat mir auch immer geholfen.

ich kenne einen liedermacher der allerdings durch subversive texte etwas "traurige"

berühmtheit erlangt hat.

die texte sind wie gesagt nicht gesellschaftskonform aber er ist mein "freund"!

musik als kalkül zu haben verhindert das man dummheiten macht.

(heutzutage muß man trotzdem aufpassen!)

ich hatte angefangen mir in eigenregie, mit buch und cd gitarre zu lernen aber

mein linker arm hat ein eigenleben durch die ms bekommen und so hör ich

eben durch die bank alles im radio und von cd.

mfg

troll

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Hall Sebi,

ich kann dir nur absolut zustimmen!

Ich darf mich mit der MS zwar schon seit über 17 Jahren auseinandersetzen, aber auch heute gibt es immer wieder Zeiten und Momente, wo ich mich in Akzeptanz üben muss...

Und das klappt tatsächlich mit Ablenkung bzw. wenn man sich mit etwas Schönem beschäftigt. Auch für mich ist da Musik meistens das Mittel der Wahl, egal ob selbst gespielt, gesungen oder gehört, hilft alles :D

Also, mach weiter so!!!

Liebe Grüße

Ursi (übrigens auch aus Frankfurt)

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Hallo Sebastian. Das hast du echt toll geschrieben. Ich habe die Diagnose seit dem 16.7.15. Ich habe eigentlich gedacht, das ich damit jetzt einigermaßen mit klar komme. Ist aber nicht der Fall. Ich drehe im Moment echt am Rad. Mir ist schon seit Tagen wieder Übel. Das kommt von der Pysche. Bin auch im Moment sehr nah am wasser gebaut. Ich will einfach klar kommen und damit gut Leben. Denn die MS muss mit mir Leben und ixh nicht mit Ihr. Ich bestimme sie. Aber das ist immer leichter gesagt als getan. Wie seit ihr denn damit klar bekommen auser mit Musik? Hat eure MS einen Namen?

ich fühle mich oft alleine und hilflos, aber hier merke ich das ich nicht alleine bin :-).

Liebe Grüße Lisa :-)

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Hallo,

mir hat ablenken 0 geholfen daher gibt es jetzt Antidepressiva, Yoga, progressive Muskelentspannung und bald auch eine Gesprächstherapie.

Sich alleine damit auseinandersetzen gelinkt glaube nicht jedem.

LG

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Ich weiß seit 2010 von meiner MS. Bei mir ist es die Primär Progrediente. MS. Ablenkung bringt mir mein Laptop. und Musik. Da ich Rentnerin bin mache ich auch schon mal eine ausgedehnte Shoppingtour. Und dass obwohl ich draußen einen E-Rollstuhl benutzen muss.

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Ich weiß seit April 2015 von meiner MS, aber den ersten Schub hatte ich im Jahre 2006. Sämtliche Symptome hatte ich wiedererkannt..

Für mich war es bei der Diagnosestellung seltsam beruhigend, endlich hatte es einen Namen und die neun Jahre dazwischen waren großartig! Und warum sollte es sich jetzt ändern?! Ich bin nicht plötzlich kränker als vorher! Und ich warte nicht auf das was kommen kann, sondern ich lebe mein Leben...

Ich verdränge es nicht, aber ich gebe der MS kaum Platz in meinem Leben...dagegen ankämpfen hilft ja nicht. Ich mache das was ich ich kann, damit es solange wie möglich schubfrei bleibt und dazu gehört für mich auch die positive Einstellung..bin aber auch schon immer eine Frohnatur gewesen..

ZZt. geht es mir auch gut und ich weiß, dass es auch schwer werden kann..darauf warte ich aber nicht...

Das ist meine Art damit umzugehen....

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Also ich denke nicht ständig an ms. Bin auch der Meinung, das besser verarbeitet zu haben als viele andere. Trotzdem steht in drei Reha abschlussberichten irgend was vonnicht abgeschlossener krankheitsverarbeitung.

selbst wenn das so sein sollte: Warum wurde das nie thematisiert oder mir wege aufgezeigt.

ich habe viele Jahre lang konzertgitarre gespielt. Klappt nicht mehr. Lesen ist zu mühsam geworden. Malen etwas zu aufwendig.

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@Claudia

Bei meiner ersten Reha bin ich mit der Neuro-Psychologin überhaupt nicht klargekommen. Oder sie mit mir nicht, je nachdem. Zum Glück konnte man einen Ersatz finden, obwohl man da erst ziemliches Theater gemacht hat. Mit der zweiten hat es auf einmal geklappt.

Ob man die Krankheit abschließend bewältigen kann...? Man kann den Teil bewältigen, mit dem man aktuell zu tun hat. Ändert sich ja immer mal was. Dabei finde ich es wirklich schlimm, wenn man als Therapeut nicht genau da ansetzt. Einfach nur Bestandsaufnahme machen ist fies.

Als Außenstehender sagt es sich so leicht: Konzertgitarre! Das ist obercool! Aber ich wünsche Dir von Herzen, daß Du sie wieder mit Freude spielen kannst.

Ganz liebe Grüße KarU

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hallo,

hatte am Anfang der Diagnose auch das Gefühl,das packst du schon.

dann kam als erstes die kündigung,dann Reha wo mir zum ersten mal bewusst wurde,was MS bedeutet,durch die vielen Patienten mit MS.

Danach die Rente und jetzt hab ich doch ab und an so Panikatacken,vor Rollstuhl,Rolator usw.

Bin ein Mensch der alles Planen muss und auch immer ein Plan,A,B,C gibt aber bei der MS gibt es das nicht.

Wenn solche Gedanken auftreten hilft mir Sport,Ablenkung mit Freunden und die ganze Zeit mein Hund aber den gibt es leider nicht mehr.

Und ich habe eine gute Psychotherapeutin.

LG Ped

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hallo!

hab schon meine ersten 2 sitzungen in der gesprächstherapie hinter mir und es

folgen, sollten zumindest, einige weitere sitzungen mehr.

ich darf bei der dipl. psychologin, bzw. mach ich das, ankommen und sprechen.

psychisch bin ich durch das komische wetter ziemlich "down":

frau psychologin hört zu.

es ist ganz ungezwungen, vorurteilsfrei und unverbindlich!

mir helfen ihre denkansätze um wieder an schöne dinge im leben zu denken!

ich selber bin kaput.

wie zitierte das jemand aus dem forum hier: "....aufgeben ist nicht so mein ding!"

ich sag auch aufgeben ist keine option!

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Hallöchen!

Ich habe ES seit Herbst 2013 und komme gar nicht klar damit.

Geholfen hat mir lange Zeit nichts außer die Zeit selber die die Wunden heilten.

Im Moment geht es mir viel besser weil einfach Menschen da sind die einem Gott sei Dank immer wieder aufbauen wie meine Tochter ihr Freund usw.

Ich habe mich verändert aber nicht zum Vorteil.

Manche sagen ein Schicksalsschlag wäre eine Chance. Tut mir leid ich empfinde in meinem Fall nicht so.LG Blume

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