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bluemagic

Neu, alles neu und schwer zu akzeptieren...

8 posts in this topic

Hallo Ihr Lieben,  :neuhier:

ich möchte mich einmal hier ein wenig erleichtern, in der Hoffnung es hilft mir ein wenig.

Mein Werdegang: Im letzten Jahr ging es mir irgendwie schon nicht mehr so gut, da ich aber ein Mensch bin, der nicht sehr gerne Ärzte aufsucht, versuchte ich immer selbst wieder auf die Beine zu kommen. Bis dann gar nichts mehr ging. Es war alles nicht so wie sonst, mein Körper signaliesierte mir deutlich, dass da etwas nicht stimmt.

Erst Schmerzen im Rücken, dann kamen dazu noch Schmerzen im Fuß, dann an der Innenseite vom rechten Knie, dann kam die Taubheit in der linken Brustseite und drei Tage später war die ganze linke Seite Taub, ausgenommen der Arm.

Da ich Angst vor einem Schlaganfall hatte, ging ich am Samstag dann ins Krankenhaus, wartete 6 Stunden um die Aussage zu bekommen, wir haben hier keine Neurologische Abteilung, da können wir nichts machen, gehen sie mal Montag zum Hausarzt oder Neurologen. :(

Am Montag ging ich dann früh zum Hausarzt, der mir dann gleich ne Einweisung ins Krankenhaus in die Hand drückte und ich dann auch gleich in ein anderes Krankenhaus fuhr.

Dann die üblichen Untersuchungen CT, MRT und zum Geburtag die Lumbalpunktion. Dann die Diagnose einen Tag vor Weihnachten.... MS :huh:  

Ich komme bis zum heutigen Tag nicht damit klar.  <_<

Und auch in meinem Umfeld, werde ich nicht ernst genommen. Ich habe dann versucht nach 6 Wochen Krankschreibung wieder arbeiten zu gehen, dass ging aber richtig in die Hose. Drei Tage körperliche Arbeit und es ging gar nichts mehr. Ich bin dann zum Arzt und bin jetzt den Februar krankgeschrieben.

Und dann auch noch die Tatsache, dass keiner einen Ernst nimmt. Ich habe das Gefühl, ich bin körperlich am Ende. Kennt ihr das auch?? Kommt es vielleicht vom Tecfidera, dass ich seit fast 5 Wochen nehme?? Oder ist das normal bei MS??

Und dann habe ich auch noch einen fiesen Schwindel wenn ich laufe. Nachts durchschlafen kann ich auch nicht mehr. :huh: 

Mit meinem Partner kann ich auch nicht reden, bei ihm habe ich das Gefühl, dass er denkt ich spinne. An dem Tag als ich aus dem Krankenhaus kam, hatte ich gleich wieder alle Aufgaben im Haushalt für mich, Unterstützung hatte ich nicht. Kommt aber vielleicht auch daher, dass ich immer eine sehr starke Frau war, die auch wenn sie Schmerzen hat, noch zur Arbeit kraucht und immer einen Witz auf den Lippen hat, die Kollegen meinen, ich wäre voll der Sonnenschein und immer gut drauf. Bis vor kurzem konnte ich mich immer gut verstellen, aber irgendwie gelingt mir das überhaupt nicht mehr. Ich lache kaum noch.

Eine Partnerschaft sieht auch anders aus, manchmal denke ich in einer WG hat wenigstens noch jeder seine Aufgaben und nicht nur einer. Manche Tage reden wir maximal drei Worte miteinander.

Das belastet mich alles auch noch, dabei habe ich das Gefühl, ich werde langsam Depressiv. Oft liege ich abends im Bett und meine Gedanken kreisen dann darum, wie schön es doch wäre nicht mehr aufzuwachen.

Sorry, dass ich mich hier so ausgelassen habe, aber irgendwie hat es doch gut getan.

Liebe Grüße an Alle

Marlies

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Hallo Marlies,

oh je, das hört sich gar nicht so toll an. Fühl dich mal ganz doll gedrückt !

Und natürlich auch :willkommen: hier im Forum. Hier hat immer jemand einen Rat bzw. eine Antwort. Scheu dich also nicht zu fragen oder dich einfach nur mal aus zu kotzen !

Das mit dem Umfeld kenne ich zum Teil ( nach fast 18 Jahren MS geht es mir äußerlich recht gut, keine sichtbaren Beeinträchtigungen ).

Hast du versucht deinem Freund/Familie genau zu erklären, was MS bedeutet. Mit div.Begleiterscheinungen, die man haben könnte ?

Nimm deinen Freund doch das nächste mal zum Neuro mit, dann kann der Doc ihm vielleicht auch einiges verständlich machen.

Hast du auf Arbeit deine Diagnose mitgeteilt ( bist nicht dazu verpflichtet, solange sie die Arbeit nicht beeinträchtigt ) ?

Sprich mit deinem Doc, dass du eine Reha machst, das könnte dir selbst auch bei der Bewältigung helfen und du wirst sehen/lernen wo deine Grenzen liegen.

Hast du noch was von deinem Diagnose-Schub zurückbehalten ? Ist noch irgend etwas taub ?

Wenn du denkst, dass du depressiv wirst, rede mit deinem Neuro und lass dir eine Überweisung zum Psychologen geben ! Wir wollen doch, dass du am nächsten Morgen wieder aufwachst ;)

Darf ich fragen, was du beruflich machst und wie alt du bist ?

Auf jeden Fall solltest du dich in einer ruhigen Stunde mit deinem Freund hinsetzen und mit ihm über alles reden, auch was auf euch zukommen könnte ( nicht muss ) und ob er sich dem gewachsen fühlt.

Es kann jetzt natürlich sein, dass du die nächsten Jahre Ruhe hast und die MS sich nicht bemerkbar macht. Dann hast du Glück ( das Motto hier lautet *alles kann, nichts muss* ).

Dafür drück ich dir die Daumen !

Dass du momentan nachts nicht durchschlafen kannst könnte von deinem Unterbewusstsein kommen, weil du selber noch nicht alles verarbeitet hast und weil dein Umfeld dich nicht ernst nimmt.

Allerdings haben diese Schlafprobleme einige von uns ( nur nicht von Anfang an ).

:kopfhoch:

Ganz liebe Grüße

Zebra

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Guten Tag und herzlich willkommen Marlies.

Deine Diagnose ist noch sehr frisch, bis du sie verarbeitet hast, wird es noch dauern. Aber ich denke, es gibt mehrere Herausforderungen, die es anzugehen gilt.

1. Bist du denn fit entlassen worde? Hast du im KH Corti bekommen? Wurden deine Beschwerden dadurch besser? Hört sich für mich nicht so an, dann solltest du mit deinem Arzt darüber sprechen. Es ist definitiv nicht so, dass an die Diagnose bekommt und ab diesem Stichtag gehts bergab. Du gehörst definitiv noch behandelt und nicht nur krank geschrieben.

2. Depression... ja das kann gut sein, dass du eine depressive Phase hast. Ich rate dir, such dir psychologische Hilfe, der dir bei der Verarbeitung hilft. Das braucht Zeit, aber das wird wieder. Zur Not kann man vorübergehend auch mit Medikamenten helfen.

3. Beziehung... ich fürchte, dass du jetzt so unzufrieden bist, liegt daran, dass du es schon vorher warst. Manchmal braucht man nur einen Grund.

Ich wünsche dir alles gute und kann dir nur sagen, nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird!

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Hallo Zebra,

ja ich habe mit meinem Freund darüber gesprochen was sein kann aber nicht muss, aber das Problem liegt vielleicht darin, dass ich immer die Starke war und dass man nichts sieht. Ich bin halt so erzogen worden, auch mit dem Kopf unter dem Arm noch arbeiten zu gehen.

Ich arbeite in einer relativ kleinen Firma. 2 mal in der Woche mache ich ca.3 Stunden Büroarbeit und danach arbeite ich in einer Hortküche. Also die Küchenarbeit mache ich täglich. Die Diagnose habe ich dort mitgeteilt.

Von dem Schub habe ich ein Teil der Taubheit zurückbehalten. Ist aber Gott sei Dank nur noch am unteren linken Brustbereich.

Ach ja, ich bin schon 52 Jahre alt

Hallo Famous,

also ob ich als fit entlassen wurde, denke schon. Ich sollte mich nach dem Aufenthalt und den 5 Tagen Kortison beim Neurologen melden, um die Krankschreibung zu bekommen und für die Weiterbehandlung.

Meine Beziehung war vorher auch schon etwas schwierig, aber jetzt ist es noch schwieriger geworden. Ein Macho war er schon immer. ,-)

Ein ganz liebes Danke für eure Antworten

Liebe Grüße

Marlies

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Hallo Marlies,

erst mal auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum, fühl Dich hier gut aufgehoben.

Also ich habe Glück, mein Mann ist von Anfang an bei jedem Arztbesuch, ja sogar bei meiner MS Schwester, die mir das Spritzen gezeigt hat, dabei gewesen. Also mein Vorschlag nimm Deinen Partner doch mal mit zum Arztbesuch, vielleicht hilft es.

Schöne Grüße

renate1812

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Hallo Renate,

auch dir vielen Dank für die Antwort :-)

Das Problem dabei ist, dass die Termine meistens Vormittags sind und er arbeiten ist.

Aber ich finde es toll von deinem Mann, dass er so hinter dir steht. Den halte mal gut fest ,-)

Liebe Grüße

Marlies

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Hallo Marlies,

naja ob du fit warst, als du entlassen wurdest, musst du doch wissen. Waren deine Symptome danach weg?!

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Hallo Famous,

also ganz weg waren die Symptome nicht, das hat etwas gedauert.

Im Krankenhaus bin ich gehumpelt und das war ganz weg als ich entlassen wurde. Die Taubheit der linken Körperhälfte ging sehr langsam wieder zurück, ist jetzt aber fast ganz weg.

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