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kleineMaus

total genervt von Familie

11 posts in this topic

Bin gerade total genervt von meiner Familie...

Bin seit ein paar Wochen krank geschrieben, wegen Fatigue. Hin total kaputt, müde, keine Konzentration beim arbeiten,... ihr kennt das ja.

Bei der Frage "wie geht's dir" könnte ich gerade schon an die Decke gehen. Was meinen die denn nur weil ich zu Hause bin geht's mir blendend und alles verschwindet?

Was soll ich denn sagen das sie sich mal damit abfinden und ich mich nicht so genervt fühle?

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Hallo KleineMaus,

die lieben Verwandten können einem schon mal auf die Nerven gehen. Wahrscheinlich sind sie einfach "nur" unsicher und fragen deswegen immer wieder bei Dir nach. Ihnen ist bestimmt nicht bewußt, daß sie Dir damit auf den Keks gehen.

Was würdest Du Dir stattdessen von ihnen wünschen?

Das kann man gar nicht immer so einfach formulieren. Trotzdem, versuche es mal. Zum Beispiel "Mir würde es besser gehen, wenn du mir dort oder da helfen würdest". Vielleicht sind sie ja froh, wenn sie ihr Mitgefühl (das sie bestimmt haben) in etwas Praktisches verwandeln können.

:kopfhoch:  :durchhalten:

GlG KarU

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Hallo Kleinemaus

Da kann ich voll mit Dir mitfühlen. Ich bin teilweise dazu übergegangen zu sagen "Die Frage beantworte ich nicht mehr". Oder ganz allgemein "nachdem sich das sehr schnell ändern kann, läßt sich die Frage so nicht beantworten"....

Auf der anderen Seite hab ich auch Verständnis, denn es ist vielleicht die einzige Möglichkeit Interesse zu signalisieren und außerdem ist das eine sehr bekannte Floskel. Ehrlich gesagt haben wir das doch auch öfter gefragt, solange wir nicht selbst betroffen waren, oder? Also ich kenne das zumindest von mir und habe daraus gelernt sowas nicht mehr zu fragen....

Wahrscheinlich muss man da eine Antwort geben, die auf den Fragenden zugeschnitten ist, oder einfach mal sagen, das man diese Frage nicht mehr "haben kann". 

Ich habe dann oft erlebt das manche auch fragen "wie kann ich dann fragen, denn ich möchte es gerne wissen", da kann man sich auf jeden Fall selber was überlegen.

Liebe Grüße und viel Kraft Dir!!!

Renny

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Hm, schwierig finde ich. Für mich persönlich ist es ein Unterschied, ob die Frage "wie geht´s dir" nur als Floskel und Gesprächseinstieg verwendet wird oder ob sie auf ehrlichem Interesse und Anteilnahme beruht. Bei letzterem könnte ich die Frage nicht übel nehmen, denn wie soll sich sonst jemand erkundigen, der mir nahe steht und sich interessiert wie es mir geht ? Viel schlimmer fände ich, wenn es überhaupt niemanden interessieren würde wie es mir geht und alle so tun würden, als wäre nix.

Ich denke du musst für dich die Frage beantworten, was DU wirklich möchtest und dass dann versuchen deutlich zu vermitteln.

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Kleinemaus

 

Geh da raus, mach dein Ding, Lass dir nichts einreden! Lass dich nicht klein reden, das hier ist dein Leben!

 

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Hallo zusammen,

Bei der tollen Frage "wir geht's dir" sag ich nur noch "ja bin da" oder "war gerade beim Friseur" die Blicke von meinem gegenüber sind köstlich!!!!

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Es ist echt nervig wenn dann noch so schlaue Ratschläge kommen wie "du musst mehr Obst essen, das gibt Energie".... ja klar das wäre dann das Heilmittel für Fatigue, los geht's Vitaminbomben essen!

Oder wie wäre es mit "du musst ja auch mal wieder zum arbeiten gehen" ja kann ich machen, stellen die mir dann dort ein Bett auf?

Ach ja alles nicht so einfach. Ich kann es ja manchmal selbst nicht verstehen, aber jedes mal wie aus einer Repeatbox zu sprechen zerrt schon an den Nerven, zumal ich mich eh ungern wiederholen tue.

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Hallo KleineMaus,

hast Du es schon mal mit etwas Schriftlichem probiert? Den berühmten Text der Schweizerin? Oder Broschüren, die man hier auch bestellen kann. Es fehlt wohl am absoluten Grundverständnis... Klar, jeder beurteilt Situationen so, wie er sie kennt. Nur helfen die kleinen Hausmittelchen bei unserem Kaliber an Problemen nicht :blink:

:kopfhoch:   :durchhalten:

GlG KarU

PS: Wollte den Link einfügen, finde es aber grad mal wieder im Forum nicht. Also habe ich Dir den Text von meiner Blechnase hier rein kopiert

© by Lilly Sulzbacher

Die Autorin des Textes ist eine MS-betroffene Schweizerin

Geschrieben hat sie die Geschichte ursprünglich, um Nichtbetroffenen und allen Interessierten in leicht verständlicher Form die MS mit all ihren Tücken näher zu bringen.

"Gestatten, mein Name ist MS"

"Hallo!

Ich bin die MS. Mit vollem Namen heiße ich Multiple Sklerose. Aber die Abkürzung finde ich cooler. Ist so ähnlich wie mit dem JR aus "Dallas"; ich bin ebenso fies. Im Gegensatz zu dem Ölmulti habe ich sogar noch einen lateinischen Titel: Enzephalomyelitis disseminata. Trotzdem: MS passt schon.

Natürlich arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck, um mir auf die Schliche zu kommen. Gegenwärtig reparieren sie allerdings nur mehr als notdürftig die Schäden, die ich hinterlasse.

Ich bin ein wahres Genie, weil ausgesprochen wandelfähig und kreativ. Nicht umsonst nennt man mich auch „die Krankheit mit den tausend Gesichtern“.

Allgemein wirft man mich in einen Topf mit den chronischen Krankheiten.

Stolz bin ich Speziell darauf, dass gegen mich noch kein Kraut gewachsen ist. Weil nämlich niemand weiß, woher ich wirklich komme und warum ich mir gerade den Menschen aussuche, der mich dann ein Leben lang am Hals hat.

Denn ich plage den einen heftiger, den andern fast gar nicht, entzünde Sehnerven, lasse stolpern und wanken, führe zu Missgriffen, verwirre die Empfindungen, tanze mit manchen den "Zitterfox", mache schlapp oder auch steif, lasse bleierne Müdigkeit den Tag vermiesen. Ich vergälle das Liebesleben und zische da und dort mit einem mörderischen Schmerz durch die Glieder und Eingeweide und lasse die Blase ein Eigenleben führen.

Je nach Lust und Laune mische ich einen Symptom-Cocktail zusammen oder belasse es auch nur bei einer Widrigkeit. Ich bin da äußest flexibel.

Auch, was mein Bemerkbarmachen angeht. Ich komme oft schubweise daher, aber nicht immer, wobei mir der Überraschungseffekt ausgesprochen wichtig ist. Sehr gerne hinterlasse ich dann einen neuen Schaden oder auch zwei oder verstärke bestehende. Wenn ich ganz hinterhältig aufgelegt bin, stichele ich nur ein bisschen, grad so viel, dass es meinem Wirt nicht auffällt, aber genügend, damit er sich schleichend schlechter und schlechter fühlt. Und dann gibt's auch noch wenige Menschen, die mich derart langweilen, dass ich sie nur einmal heimsuche und danach nur mal so nebenbei vorbeischaue.

Ach, ihr wollt wissen, wie ich mein zerstörerisches Werk verrichte? Die Wissenschaft glaubt, dass eine Virusinfektion im Kindes- oder jugendlichen Alter eine Rolle für mein späteres Auftauchen spielen kann. Lassen wir sie in dem Glauben. Soviel sei verraten: Ich niste mich im Zentralnervensystem ein, befalle an verschiedenen Stellen (daher multipel) in Gehirn, an den Sehnerven und im Rückenmark die Schutzhüllen der Nervenfasern (das so genannte Myelin). Das führt dort zu Entzündungsherden und zu Vernarbungen (Sklerosen). Weil die Nervenfasern jetzt teilweise blank liegen oder hässliche Narben haben, leiten sie schlecht. Das wiederum löst diese unterschiedlichen Funktionsstörungen aus.

Die Schutzhüllen können sich, wenn überhaupt, nur teilweise regenerieren, darum bleiben oft die Störungen erhalten. Und mit jedem Schub sorge ich dafür, dass der Schaden etwas größer wird. Oder ich sehe' zu, dass die Entzündung schon gar nicht mehr nachlässt. Etwa zwanzig Prozent der Menschen, die ich heimsuche, zwinge ich früher oder später in den Rollstuhl. Man wird mit mir genauso alt wie ohne mich. Ansteckend? Gott bewahre! Dazu bin ich viel zu exklusiv. Darum lasse ich mich auch nur sehr, sehr ungern vererben.

Grundsätzlich mag ich lieber Jüngere und mir liegen Frauen mehr als Männer, darum befalle ich Frauen doppelt so oft. In jüngster Zeit finde ich auch immer häufiger Gefallen an Jugendlichen und sogar Kindern. Meine bevorzugte Heimat sind die gemäßigten Klimazonen; ich mag es eher kühl. Speziell wohl fühle ich mich in Skandinavien, wohingegen mir die Hitze des Südens absolut nicht behagt. Auch Japan ist mir nicht sympathisch.

Ach, es gibt so viel von mir zu erzählen! Dauernd entdecke ich selbst neue Seiten an mir. Was Wunder, kriegt man mich nicht zu fassen. Die Ärzte rücken mir neuerdings mit Interferonen zu Leibe. Schmeckt scheußlich! Drum lass ich mich bei den Menschen, die solches Zeugs spritzen, weniger oft blicken. Oder lass mal das Piesacken ganz sein. Aber wirklich sicher vor mir machen die Chemiekeulen auch nicht - kommt ganz auf meine Tagesform an.

Diese Tagesform ist mein Geheimnis."

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"GESTATTEN MEIN NAME IST MS"

_______________________________

Die wohl genialste Erklärung der MS. Ich möchte Euch dies hier nicht vorenthalten. Es trifft den Nagel auf den Kopf:

© by Lilly Sulzbacher

Die Autorin des Textes ist eine MS-betroffene Schweizerin

Geschrieben hat sie die Geschichte ursprünglich, um Nichtbetroffenen und allen Interessierten in leicht verständlicher Form die MS mit all ihren Tücken näher zu bringen.

"Gestatten, mein Name ist MS"

"Hallo!

Ich bin die MS. Mit vollem Namen heiße ich Multiple Sklerose. Aber die Abkürzung finde ich cooler. Ist so ähnlich wie mit dem JR aus "Dallas"; ich bin ebenso fies. Im Gegensatz zu dem Ölmulti habe ich sogar noch einen lateinischen Titel: Enzephalomyelitis disseminata. Trotzdem: MS passt schon.

Natürlich arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck, um mir auf die Schliche zu kommen. Gegenwärtig reparieren sie allerdings nur mehr als notdürftig die Schäden, die ich hinterlasse.

Ich bin ein wahres Genie, weil ausgesprochen wandelfähig und kreativ. Nicht umsonst nennt man mich auch „die Krankheit mit den tausend Gesichtern“.

Allgemein wirft man mich in einen Topf mit den chronischen Krankheiten.

Stolz bin ich Speziell darauf, dass gegen mich noch kein Kraut gewachsen ist. Weil nämlich niemand weiß, woher ich wirklich komme und warum ich mir gerade den Menschen aussuche, der mich dann ein Leben lang am Hals hat.

Denn ich plage den einen heftiger, den andern fast gar nicht, entzünde Sehnerven, lasse stolpern und wanken, führe zu Missgriffen, verwirre die Empfindungen, tanze mit manchen den "Zitterfox", mache schlapp oder auch steif, lasse bleierne Müdigkeit den Tag vermiesen. Ich vergälle das Liebesleben und zische da und dort mit einem mörderischen Schmerz durch die Glieder und Eingeweide und lasse die Blase ein Eigenleben führen.

Je nach Lust und Laune mische ich einen Symptom-Cocktail zusammen oder belasse es auch nur bei einer Widrigkeit. Ich bin da äußest flexibel.

Auch, was mein Bemerkbarmachen angeht. Ich komme oft schubweise daher, aber nicht immer, wobei mir der Überraschungseffekt ausgesprochen wichtig ist. Sehr gerne hinterlasse ich dann einen neuen Schaden oder auch zwei oder verstärke bestehende. Wenn ich ganz hinterhältig aufgelegt bin, stichele ich nur ein bisschen, grad so viel, dass es meinem Wirt nicht auffällt, aber genügend, damit er sich schleichend schlechter und schlechter fühlt. Und dann gibt's auch noch wenige Menschen, die mich derart langweilen, dass ich sie nur einmal heimsuche und danach nur mal so nebenbei vorbeischaue.

Ach, ihr wollt wissen, wie ich mein zerstörerisches Werk verrichte? Die Wissenschaft glaubt, dass eine Virusinfektion im Kindes- oder jugendlichen Alter eine Rolle für mein späteres Auftauchen spielen kann. Lassen wir sie in dem Glauben. Soviel sei verraten: Ich niste mich im Zentralnervensystem ein, befalle an verschiedenen Stellen (daher multipel) in Gehirn, an den Sehnerven und im Rückenmark die Schutzhüllen der Nervenfasern (das so genannte Myelin). Das führt dort zu Entzündungsherden und zu Vernarbungen (Sklerosen). Weil die Nervenfasern jetzt teilweise blank liegen oder hässliche Narben haben, leiten sie schlecht. Das wiederum löst diese unterschiedlichen Funktionsstörungen aus.

Die Schutzhüllen können sich, wenn überhaupt, nur teilweise regenerieren, darum bleiben oft die Störungen erhalten. Und mit jedem Schub sorge ich dafür, dass der Schaden etwas größer wird. Oder ich sehe' zu, dass die Entzündung schon gar nicht mehr nachlässt. Etwa zwanzig Prozent der Menschen, die ich heimsuche, zwinge ich früher oder später in den Rollstuhl. Man wird mit mir genauso alt wie ohne mich. Ansteckend? Gott bewahre! Dazu bin ich viel zu exklusiv. Darum lasse ich mich auch nur sehr, sehr ungern vererben.

Grundsätzlich mag ich lieber Jüngere und mir liegen Frauen mehr als Männer, darum befalle ich Frauen doppelt so oft. In jüngster Zeit finde ich auch immer häufiger Gefallen an Jugendlichen und sogar Kindern. Meine bevorzugte Heimat sind die gemäßigten Klimazonen; ich mag es eher kühl. Speziell wohl fühle ich mich in Skandinavien, wohingegen mir die Hitze des Südens absolut nicht behagt. Auch Japan ist mir nicht sympathisch.

Ach, es gibt so viel von mir zu erzählen! Dauernd entdecke ich selbst neue Seiten an mir. Was Wunder, kriegt man mich nicht zu fassen. Die Ärzte rücken mir neuerdings mit Interferonen zu Leibe. Schmeckt scheußlich! Drum lass ich mich bei den Menschen, die solches Zeugs spritzen, weniger oft blicken. Oder lass mal das Piesacken ganz sein. Aber wirklich sicher vor mir machen die Chemiekeulen auch nicht - kommt ganz auf meine Tagesform an.

Diese Tagesform ist mein Geheimnis."

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hallo kleine maus

evtl wäre ja mein beitrag obendran was für dich und die familie
hilft bestimmt auch vielen anderen neulingen und die wo nx wissen darüber bestimmt damit besser klar zu kommen

liebe grüsse gabi
schönen freitag

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Hallo Gabi,

irgendwie hatten wir den gleichen Gedanken ;)

Schönen Freitag :)

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