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dagmar71

Partnerschaft und MS

9 posts in this topic

Hallo,

ich bin neu hier. 

Mein Mann leidet seid 1999 / 2000 an MS, die ersten Jahre konnte er recht gut damit umgehen.dann kann die Wende. Mein Mann versuchte mit allen Mitteln die MS zu bekämpfen ( durch Fasten, verschiedene Diäten usw..) so schlug die Krankheit zu.  Das alles hat unsere Beziehung sehr belastet, wie gehen andere Paare damit

Würde mich freuen über euere Rückmeldungen :)

Liebe Grüsse 

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Hallo Dagmar,

erstmal natürlich herzlich willkommen hier im Forum :D

Ich glaube, mit solchen Diagnosen wird jede Beziehung auf eine harte Probe gestellt.

Meine hat es damals leider nicht überstanden. Wobei das mehr daran lag, dass mein Exmann mich mit allem immer alleine gelassen hat. Meine Diagnose bekam ich im Februar 1998 und im selben Jahr ging dann auch meine Ehe in die Brüche.

Mein jetziger Mann hat mich ja schon mit MS kennengelernt und hat mittlerweile auch noch eine weitere Diagnose mit mir durchgestanden.

Er begleitet mich möglichst zu allen Untersuchungen (MRTs, Darmspiegelungen usw.) und will auch so immer wissen, wie es mir geht.

Das allerdings ist auch nicht immer einfach: Erstens musste ich aufgrund meiner vorherigen Erfahrungen erstmal lernen, überhaupt so offen über mein Befinden zu reden. Und zweitens lässt sich halt auch nicht alles immer so erklären, dass ein anderer es versteht (habe auch oft mit Depressionen zu tun).

Aber insgesamt ist Offenheit einfach ganz wichtig. Ich habe auch eine Weile gebraucht, meinem Mann klar zu machen, dass so Aussagen wie "du musst dies tun" oder "du darfst jenes nicht tun" usw. nicht sehr hilfreich sind.

Ich denke die Anstrengungen deines Mannes zeugen nur von seiner Hilflosigkeit. Daher solltest du ihm ehrlich sagen, wie du dich dabei fühlst. Und ihr könnt euch gemeinsam belesen und informieren, was man tatsächlich tun kann. Am wichtigsten ist, dass du dich stressfrei und wohl dabei fühlst und das müsste eigentlich auch dein Mann verstehen.

Alles Gute und liebe Grüße

Ursi

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Herzlich Willkommen in unserer Runde. So wie fast jeder mit MS hatte ich auch so meine Tiefpunkte. Als ich meine Diagnose erfuhr war ich gerade ohne Partner. Ich habe mir die Zeit genommen alles zu lesen was ich über diese Krankheit fand. Ich konnte mich zurückziehen wenn ich es wollte oder eben auch in Gesellschaft sein. Zwei Jahre nach der Diagnose musste ich für draußen einen E-Rolli benutzen.

Dann habe ich dann meinen jetzigen Partner kennen gelernt der auch im E-Rollstuhl sitzt. Auch wenn er meine Situation nicht immer versteht so lässt er mich doch gewähren.

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Hallo Dagmar

Auch von mir ein herzliches Willkommen hier - finde ich super mutig von Dir, das Du Dir hier Hilfe holst. DAUMEN HOCH.

Bei mir war es so das ich mich im Juli 2004 befreundet habe und im Oktober die Diagnose bekam - das war dann gleich die Chance die Beziehung zu "testen"  ;).(Haben im April 2005 geheiratet). 

Mein Mann (damals Freund) entschied sich mit mir da durch zu gehen und das tut er, mit allen Höhen und Tiefen!!!

Das schlimmste für mich war und ist es teilweise immer noch, als Betroffene selber damit klar zu kommen, das der Kopf will, aber der Körper das nicht immer macht was der Kopf sagt. :( 

Da braucht es Zeit und Durchhaltevermögen. Kann mir vorstellen, das es einem Mann hier noch schwerer fällt, damit umzugehen (vor allem wenn man gewohnt ist sehr Kopf orientiert zu leben).

Was mir hilft ist, das er meine Versuche zum größten Teil unterstützt und mich ermutigt auch wenn es nicht so läuft wie ich es mir vorstelle. Und zum anderen das er mir immer wieder signalisiert das er zu mir steht, egal ob Sieg oder Niederlage. Was auch gut tut, ist das ich reden kann aber nicht muss und das ist sehr entspannend.

Viel Kraft Dir und das "richtige Gespür" für Deinen Mann.

Liebe Grüße

Renny

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Hallo,

ich kann Dir nur sagen das jeder mit seiner Diagnose anders umgeht.Das heißt:Damals als ich meine Diagnose bekommen habe,habe ich mir auch manchmal gewünscht mein freund würde mit mir mehr darüber reden,ich bin so ein Mensch ich brauche viel Informationen und gehe sehr offen mit allem um (auch mit negativen Themen)

Aber als er seine Krebs Diagnose bekommen hat,habe ich gemerkt das er soviel gar nicht wissen will aus Angst und weil es seine Art ist so was zu bewältigen.Ich dagegen habe wieder viele Informationen gesammelt.

Ich will damit sagen, lass ihn das so machen wie er damit klar kommt.Sage ihm das er mit Dir reden kann und denke auch an Dich!!

Gruß Antonia 

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Danke für euere Rückmeldung, :) 

Ja, es stimmt, man muss die Krankheit annehmen. Was ist wenn man es nicht kann?

Liebe Grüsse

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Hallo Dagmar,

auch von mir  :willkommen: !

Alleine die Tatsache, dass du jetzt hier im Forum bist, zeigt, dass Du noch nicht ganz aufgegeben hast. Dein Mann und Du, Ihr seid jetzt ja schon sehr lange mit dem Thema MS zugange.

Wie bist Du denn bislang mit seiner MS umgegangen? Hast Du selber Bücher zu dem Thema gelesen? Wie offen seid Ihr denn damit umgegangen, habt Ihr überhaupt viel darüber gesprochen oder es eher ignoriert? Und wer von Euch beiden kann die Krankheit nicht akzeptieren, Du oder Dein Mann?

Ich bin der MS-Typ, der auch viel liest und viel ausprobiert, mein Mann ist darüber auch nicht immer glücklich, wenn ich wieder mit einer neuen Ernährungs-Idee ankomme. Wir reden aber ganz offen darüber und versuchen, Kompromisse zu finden, das klappt ganz gut. Solange man die Kommunikation aufrecht erhält, ist nichts verloren.

Rede mit Deinem Mann und frag' ihn, warum er die Dinge tut, die er tut. Lies die Bücher, die er liest. Manchmal ist man als MSler ja etwas emotional, und dann ist es gut, wenn man auf der Sachebene diskutieren kann. Und so zeigst Du Deinem Mann, dass du ihn mit seiner Erkrankung ernst nimmst. Dinge auszuprobieren ist ein Verarbeitungsmechanismus, der einem das Gefühl der Kontrolle zurückgibt. 

Wenn Ihr Probleme habt, zu kommunizieren, nehmt Hilfe in Anspruch. Eine Paartherapie kann hilfreich sein, und auch für Dich solltest Du überlegen, ob Du nach so langer Zeit der Begleitung eines schwer kranken geliebten Menschens mal jemanden brauchst, der sich nur um Dich und Deine Belange kümmert. Da kann ein Therapeut sehr hilfreich sein! Vergiss' Dich nicht !!!

Viele liebe Grüße

Silver

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Hallo,

mein Mann kann überhaupt nicht mit der Krankheit umgehen, er geht immer wieder davon aus , sie würde in einem halben Jahr verschwinden ( das denkt er seid über sieben Jahren :( ) obwohl er sie solange hat. Deshalb geraten wir immer öfters aneinander. 

Wie kann /soll man damit umgehen?

Gruß

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Wie war den der zeitliche Ablauf genau?

Für mich hört sich das folgendermaßen an (bitte korrigiere die falschen Hypothesen):

1999/2000 kam die MS. Die ersten Jahre lief alles gut, die MS hat sich kaum bemerkbar gemacht und Ihr habt Euer Leben gelebt. (In dieser Phase habt Ihr beide der MS Deines Mannes nicht sonderlich thematisiert, da sie sich ruhig verhalten hat).

Dann kam ein schwerer Schub, und der hat alles verändert.

Deinem Mann ist klar geworden, dass er die MS nicht weiter ignorieren kann und bemüht sich seither, verschiedene Dinge auszuprobieren (Ernährung etc.). 

Er ist der Meinung, dass das alleine ausreicht, um die MS zu beruhigen, und da bist Du nicht der gleichen Meinung. Du hältst seine Beschäftigung mit Diäten etc. für nicht ausreichend, um der Erkrankung zu begegnen, und hättest gerne, dass er sich medikamentös behandeln lässt (Basistherapie). Du hast Angst, dass er wichtige Schritte nicht geht und sich stattdessen mit unwichtigen Dingen beschäftigt, die ihn nicht wirklich weiterbringen, und er so ein Voranschreiten der MS begünstigt. Kommt das so ungefähr hin?

Denn ich verstehe nicht, was genau Dich stört, die Beschäftigung mit Diäten etc. ist ja eine Beschäftigung mit der MS, und diese steht im Widerspruch zu der Ignoranz, die Du beschreibst.

LG Silver

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