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Rehtse

Schwerbehinderten Ausweis überhaupt noch möglich?

16 posts in this topic

Hallo ihr lieben,

Ich hab mal eine Frage.

Es geht um den Schwerbeschädigten Ausweis. Ein Freund von mir der auch MS hat sagte das man einen Ausweis nur noch bekommt wenn man 50% Behinderung hat. Aber allein die Diagnose nur 30% bringt.

Ist das richtig? Und wie kann man sonst so einen Ausweis bekommen?

Ich hab Ms seit 11/2012 und eigentlich wollte ich nie einen Ausweis weil ich mich dann noch kränken fühlen würde. Aber es hilft dir auch, hab ich gehört.

Was wisst ihr darüber und wie würdet ihr Handeln?

Vielen Dank für eure Antworten.

Lieben Gruß Esther

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Hallo,

wenn du keine Einschränkungen hast,kann es sogar sein das es keine 30% gibt.

Kommt immer drauf an.

30% bringen nur bei der Steuer was ansonsten könntest du dich gleichstellen lassen,wenn dein Arbeitsplatz gefähret wäre.

Kommt immer drauf an was du für Einschränkungen hast.

LG Ped

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Hallo Rehtse,

nur vorab: Schwerbeschädigten-Ausweise gibt es heute so gut wie gar nicht mehr. Schwerbeschädigt sind Menschen, deren Erwerbsfähigkeit aufgrund kriegsbedingter Ereignisse um mindestens 50 Prozent beeinträchtigt ist.

Für chronisch kranke Menschen gibt es die Schwerbehinderten-Ausweise. Allerdings benötigt man einen Grad der Behinderung von mindestens 50, um so einen Ausweis zu bekommen.

Nur allein für die Diagnose MS bekommst Du seit etlichen Jahren keinen Ausweis mehr. Das Versorgungsamt hat irgendwann auch mitbekommen, dass es einigen MS Patienten durch die frühe Diagnosestellung in den ersten Jahren noch so gut geht, dass sie die Anforderungen für einen Schwerbehinderten-Ausweis nicht erfüllen.

Gib bei einer Suchmaschine einfach mal das Wort "Schwerbehindertenausweis" ein, da bekommst Du eine Flut an Informationen und Antwort auf Deine Fragen.  

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hallo esther!

ich habe früh den grad von 50% schwerbehinderung bekommen. ich war 18 jahre jung und

mußte dann auch nicht zur bundeswehr (war früher noch wehrpflicht!) und wurde eben ausgemustert! ( 50 % auf seelische erkrankung ).

.... in dem sinne hat mir der SBA geholfen.

steuerlich wurde es für mich erst interessant ( AUCH VON DEN EINTRITTSPREISEN IM

HALLENBAD ) als ich krebs bekam und ich einen GdB von 80 % bekam.

( nicht empfehlenswert krank zu werden!)

...nur nebenbei "krankheit als weg" ist ein buch....

ich hab immer vollzeit gearbeitet bis zur diagnose "ms"!

ich habe jetze 70 % GdB unbefristet!

( bin in therapie und versuche mein möglichstes )

ALLES GUTE!

gruß

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Ok, danke. Mir hatte neulich eine Ms Schwester gesagt man könnte den aufgrund der Diagnose auch schon so bekommen. Allerdings geht es mir auch noch gut, insofern brauche ich ihn nicht. Es war nur sehr interessant. Aber wenn man den eh nicht bekommt, Hoffe ich einfach das ich ihn auch nie brauchen werden.

Ich wünsche dir auch alles Gute! Und vielen Dank für eure schnellen Antworten.

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zum einen sind es ja auch keine prozent, sondern grad, zum andern hat dir die ms schwester da das wohl erzählt, was bis vor rund 10 jahrn gültigkieit hatte. --- besserwissermodus aus!!

es gelten nicht die diagnosen, sondern die anhaltenden einschränkungen

wenn du unter einem gdb von 50 bist, kannst du aber gleichstellung beantragen. ein ganz unscharfes schwert, wenn der arbeitsplatz in gefahr ist! leider taugt das nicht wirklich viel. aber auch schon mit dem zettel, wo drauf steht "gdb 30" hast du paar euro steuerfreibetrag.

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also da kann ich Claudia nur zustimmen, nur wegen einer Diagnose gibt's heute nix mehr - die Zeiten sind schon lang vorbei. Es zählen einzig und allein tatsächliche Behinderungen. Ich hab nen SBA und würd ihn zurück geben, wenn ich damit auch meine Behinderung abgeben könnte.

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Es ist zwar richtig, das es allein auf die Diagnose MS offiziell nichts mehr gibt.. aber jeder der nicht ganz dumm ist sollte die 30 erreichen.

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Hallo an alle!

Bin neu hier und fühle mich durch mein zuständiges Versorgungsamt benachteiligt.

Ich bin 30 Jahre alt, bin seit über 21 Jahren Typ1-Diabetiker und im Mai 2014 wurde die MS bei mir festgestellt.

Meinen ersten Antrag auf Schwerbehinderung habe ich aufgrund des Diabetes in 2008 gestellt. Damals hab ich 30% bekommen. Damit kann man, bis auf eine Gleichstellung, nichts weiter in Anspruch nehmen. Den steuerlichen Freibetrag mit 30% bekommt man erst, wenn man in Verbindung mit der Behinderung eine Rente bezieht, dauernde Einbußen der körperlichen Beweglichkeit hat oder die Behinderung auf einer typischen Berufskrankheit beruht (§33b, Abs. 2, Satz 2 EStG). Also ein Schuss in den Wind.

Im Winter 2014 hab ich wegen der MS einen Antrag auf Erhöhung des GdB gestellt. Hab dann mit insgesamt 70% gerechnet (Diabetes 30% und MS 40%). Dies hat mein behandelnder Arzt auch so vermutet. Als der Bescheid im Januar 2015 dann kam, standen da aber nur 50% drin. Hab mich damit dann auch zufrieden gegeben.

Bei einem späteren Kontrolltermin in der Klinik habe ich von einer Krankenschwester mitbekommen, dass es ab dem Frühjahr 2016 neue "Regeln" für die Beurteilung des GdB gelten: z. B. werden Krankheiten nicht mehr zusammengerechnet, sondern es zählt nur noch die höher zu bewertende Krankheit (Diabetes 30%, MS 40%). Wenn ich jetzt also erneut einen Antrag auf Erhöhung des GdB stellen würde, würden die vom Versorgungsamt mich wieder runter auf 40% setzen!?  Denn natürlich hat man jetzt den Kündigungsschutz, den extra Urlaub und den steuerlichen Freibetrag. Aber bei 70% GdB ist der steuerliche Freibetrag eben nochmal um 320 € höher.

Wie kennt Ihr das bzw. wie sind eure Erfahrungen in dieser Sache?

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Ist man durch mehrere Gesundheitsschäden beeinträchtigt, werden die einzelnen GdB-Werte nicht einfach summiert, um zum Gesamt-GdB zu gelangen. Ausgehend von dem größten GdB-Wert gibt es eine Faustformel, um bei Mehrfach-Beeinträchtigungen den Grad der Behinderung berechnen zu können: Während der höchste Wert voll zählt, fließt das zweite Beschwerdebild nur noch zu 50 Prozent und das dritte mit 33 Prozent in die Berechnung mit ein.

Faustformel: Höchster GdB-Wert + (½ * zweitgrößter GdB-Wert) + (1/3 * drittgrößter GdB-Wert) usw.

Quelle: http://gesundheit.germanblogs.de/ar...chnen-sich-die-schwerbehinderungsprozente.htm
 

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komisch, claudia erklärt lang und breit das es keine prozente mehr gibt, und das schon seit jahren.

das von einen grad von 50 oder einen grad von 60 usw. gesprochen wird oder einen grad der behinderung von 50 usw.

aber keinen interessiert es.....schade!

und schon die nächste antwort spricht wieder von prozenten!

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Wie schon gesagt wurde: keine prozent. Nicht einfach addieren. Und es zählen nicht diagnosen sondern einschränkungen.

Wenn du die nicht hast, bist du mit gdb 50 wirklich gut bedacht worden

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Ich sehe es wie Claudia. Wenn man schon überlegen muss, wofür man vielleicht ein paar Pünktchen mehr bekommen könnte, dann hat man schon echt ein Luxusproblem.

Ja, OK, ich kann jetzt mit meinen 60GdB + einem G für 70 Euronen im Jahr kreuz und quer kostenlos mit Bus und Bahn durch Deutschland tuckeln. Echt super... Und wenn ich vielleicht noch gucken würde, ein "B" zu bekommen, dann könnte mein Mann auch noch kostenlos mitfahren...

Ganz ehrlich: Ich danke dem lieben Gott jeden Morgen, dass es mir so gut geht, dass ich keine 70% habe oder kein "B" . Und auch mein "G" würde ich gerne herschenken, wenn ich die Beeinträchtigungen mitschenken dürfte.

Mit den 30% bin ich vorher 17 Jahre gut gefahren, hatte so gut wie keine Beeinträchtigungen.

Die große Kunst bei dieser Krankheit ist meiner Meinung nach, zufrieden zu bleiben, mit dem, was man noch hat und dankbar zu sein für das, was man noch kann. Und sich nicht bekümmern mit all den schrecklichen Eventualitäten, von denen einige in Zukunft kommen werden, aber längst nicht alle. Wie war das: Hinfallen. Aufstehen. Krone richten. Weitergehen.

Liebe optimistische Grüße!

mocridh

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ich seh das genauso wie Claudia und mocridh, du schreibst nur von Diagnosen aber nichts von irgendwelchen Behinderungen/Beeinträchtigungen. Ich denke da bist du mit 50 GdB ganz gut bedient.

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Hi, dito wie bei einigen Anderen:

Auf Diagnose alleine gibts keinen Grad der Behinderung. Dafür müssen Einschränkungen da sein.

Sagte mir mein 1. Neuro, ist allgemein so.

Da man mit d er MS oft schon Einschränkungen hat, kann es natürlich gleich zu einem dem entsprechenden GdB kommen. Muss aber nicht.

Ich hatte anfangs z.B. 20. (gleichgewicht+ taube Finger)

Ab 30 kann man sich arbeitsrechtlich gleichstellen lassen.

Ab 50 beginnt die Schwerbehinderung, für die dann auch ein Ausweis ausgestellt wird.

Aufgerechnet wird nicht, also nicht z.B. MS 50°, Depression 50°= 100° Gesamt.

Auch ein Kumpel,d er früher bei Berufsgenossenschaft arbeitete, sagte: GdB gibts für konkrete Einschränkungen, nicht für die reine Diagnose.

Morcridhs letzten Absatz möchtre ich rot umkringeln, Blümchen dran und Bienchen summen!

LG

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