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Alltag mit MS: Auch Angehörige brauchen Unterstützung

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Die Diagnose MS markiert einen tiefen Einschnitt im Leben – und das nicht nur bei den Betroffenen selbst. Auch die Angehörigen sind plötzlich mit vielen Fragen konfrontiert.

Zunächst betreffen diese meist die Krankheit an sich: Was ist Multiple Sklerose, wodurch kommt es zu dieser Erkrankung – und wie wird sie behandelt? Später rückt dann vermehrt die zukünftige Perspektive in den Vordergrund: Wie schnell wird die Multiple Sklerose voranschreiten? Wird meine Hilfe irgendwann unersetzlich sein? …und an wen kann ich mich wenden, wenn mir alles zu viel wird?

MS: Die Krankheit mit den 1.000 Gesichtern

Multiple Sklerose ist in mehrfacher Hinsicht eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Denn in manchen Fällen schreitet die Erkrankung so langsam voran, dass ein Betroffener im Alltag selbst nach Jahrzehnten kaum beeinträchtigt ist. Bei anderen Menschen mit MS machen sich hingegen bereits kurz nach der Diagnose deutliche Einschränkungen bemerkbar. 

Optimistisch bleiben und offen reden

Aus einem unterstützenden Angehörigen kann im Laufe der Zeit also durchaus ein pflegender Angehöriger werden. Doch da der Verlauf der MS bei jedem Menschen unterschiedlich ist, kann zwar vieles eintreten – aber nichts muss. Angehörige sollten deshalb versuchen optimistisch in die Zukunft zu schauen. Ein offener und ehrlicher Umgang mit der Erkrankung sowie den damit verbundenen Veränderungen kann Partnerschaften sogar stärken und Familien enger zusammenschweißen. 

Wichtig: ein Netzwerk, das dem Helfer hilft

Dennoch bedeutet das Leben mit MS auch für die Angehörigen zusätzliche Belastungen sowie Verpflichtungen – und das kostet Energie. Wichtig ist deshalb ein funktionierendes Netzwerk aus verlässlichen Verwandten und Freunden, die regelmäßig Aufgaben übernehmen oder auch mal spontan einspringen können, wenn Not am Mann ist. Trotz allem bleiben die direkten Angehörigen natürlich am meisten gefordert – und sind mit so mancher Situation auch überfordert, gerade wenn sich neue körperliche und geistige Beeinträchtigungen bemerkbar machen.

Eigene Bedürfnisse und Beschwerden erkennen

Bei aller Fürsorge ist es für Angehörige deshalb wichtig, die eigenen Bedürfnisse nicht zu vergessen und auch auf den eigenen Körper zu hören. Denn wer über längere Zeit mehr leistet, als er kann, ist irgendwann erschöpft und ausgebrannt. Daher sollten Angehörige ihre persönlichen Grenzen akzeptieren und auf eigene Beschwerden reagieren, bevor die Belastung zu stark wird. Das gilt insbesondere auch für vermeintlich geringe gesundheitliche Veränderungen wie Nervosität, Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen: Wer das Gefühl hat, der Situation nicht mehr gewachsen zu sein, erste Anzeichen einer depressiven Verstimmung an sich bemerkt oder von Ängsten geplagt wird, sollte sich ärztlichen Rat suchen.

Weitere wichtige Informationen zum Thema liefert die Broschüre „Diagnose MS - Ratgeber für Angehörige“, die zum kostenfreien Download zur Verfügung steht. 

Wer sich mit anderen Angehörigen austauschen möchte, findet im Aktiv mit MS Forum unter www.aktiv-mit-ms.de/forum eine Anlaufstelle. 

 


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