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Auch moderates Training beeinflusst die MS positiv

BERLIN (Biermann) – Regelmäßiger Sport sorgt dafür, dass der Körper Substanzen freisetzt, die den Fettstoffwechsel ankurbeln, die Stimmung heben und vor chronischen Entzündungen im Körper schützen.

Menschen mit Herzinsuffizienz oder eingeschränkter Mobilität können jedoch nicht so intensiv trainieren, um diese positiven Effekte auch für sich zu nutzen. Eine aktuelle Studie Berliner Wissenschaftler zeigt nun, dass diese Menschen von sogenanntem Hypoxietraining – also Training unter Sauerstoffmangel, dafür aber mit verminderter Intensität – profitieren können.

Ursprünglich stammt das Hypoxietraining als sogenanntes Höhentraining aus dem Leistungssport. Den in 1500 bis 4000 m Höhe verminderten Sauerstoff-Partialdruck gleicht der Körper durch die verstärkte Bildung roter Blutkörperchen aus, wodurch die Kapazität des Blutes, Sauerstoff aufzunehmen und zu transportieren, zunimmt und damit die Leistungsfähigkeit steigt. Im Flachland kann der Sauerstoffmangel durch Barokammern oder Atemmasken simuliert werden. 

Eine solche Barokammer nutzten auch Anja Mähler vom Max Delbruck Center für Molekulare Medizin, Berlin, und Kollegen für ihre Studie, an der 34 Menschen mit schubförmig-remittierender Multipler Sklerose (MS) teilnahmen. Diese absolvierten über vier Wochen hinweg dreimal pro Woche für jeweils eine Stunde entweder ein hypoxisches oder ein normoxisches (normale Sauerstoffzufuhr) Laufbandtraining. Zu den vor und nach der Trainingsphase erhobenen Untersuchungsparametern zählten immunologische und metabolische Marker, die Gehfähigkeit sowie depressive Symptome der Studienteilnehmer.

Dabei zeigte sich, dass sich durch das Sportprogramm sowohl die Fitness als auch die Stimmung der Studienteilnehmer deutlich verbesserten, und das sowohl unter hypoxischen als auch unter normoxischen Bedingungen. Unterschiede zwischen den Trainingsregimen zeigten sich hingegen bei immunologischen und metabolischen Parametern. So verbesserte sich unter normalen Sauerstoffbedingungen das Verhältnis von entzündlichen und regulierenden Immunzellen (Th17/Treg), während hypoxische Bedingungen die Fettverbrennung und damit den gesamten Energiestoffwechsel ankurbelten. 

Insgesamt stütze ihre Studie aber die bisherigen Hinweise darauf, dass moderates Training die Faktoren günstig beeinflusst, die über den Verlauf einer MS bestimmen, schlussfolgern die Autoren. Dabei sei das Sportprogramm der Studie selbst unter hypoxischen Bedingungen für die Teilnehmer „gut machbar“ gewesen. Und nicht zuletzt hätten die positiven Erfahrungen während der Studie dazu geführt, dass viele Teilnehmer auch nach Abschluss der Untersuchung sportlich aktiv blieben.

Quelle: Front Immunol 2018;9:2819. 



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