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Dem Mikrobiom auf der Spur

dem Microbiom auf der Spur
Im menschlichen Darm leben an die 1000 Bakterienarten. Diese spielen nicht nur eine wichtige Rolle bei der Verdauung oder bei der Stärkung des Immunsystems. Wissenschaftler vermuten, dass sie auch eine erhebliche Auswirkung auf unser Wohlbefinden und die Entstehung von Autoimmunerkrankungen haben.

Wenn Wissenschaftler vom Mikrobiom sprechen, meinen sie die Summe aller den Menschen bewohnenden Bakterien. Vermutlich geht ihre Zahl in die Milliarden. Zusammen wiegt dieses bakterielle Ökosystem an die anderthalb Kilogramm.

Erst in den vergangenen Jahren ist deutlich geworden, welch wichtige Rolle diese Mikroorganismen spielen und welchen Einfluss sie auf den Menschen nehmen – im positiven wie auch im negativen Sinne.

So unterstützt das Darmmikrobiom den Menschen bei der Verdauung, indem Bakterien Nahrung in verwertbare Teile zerlegen. Auch ein Hauptteil unseres ImmunsystemDas Immunsystem ist ein komplexes System von Zellen und Zellfunktionen in einem Lebewesen. Es dient der Abwehr von fremden Substanzen und Krankheitserregern. spielt sich im Darm ab. Eine gesunde Darmflora verhindert nämlich, dass Schädlinge in den Körper gelangen. Gerät dieses Gleichgewicht etwa infolge von Stress oder bestimmten Medikamenten aus den Fugen, hat das erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit.

Neurologische Erkrankungen im Fokus

Gerade im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen rückt auch die Erforschung des Darmmikrobioms immer mehr in den Blick. Zugrunde liegen dabei Beobachtungen, dass solche Krankheiten oftmals zusammen mit einem Ungleichgewicht des Darmmikrobioms auftreten.

Interessant sind dabei die Ergebnisse aus einem Experiment mit genetisch veränderten Mäusen. Unter sauberen, aber nicht keimfreien Bedingungen entwickeln die Tiere eine MS-ähnliche Autoimmunkrankheit (EAE). Ist die Umgebung allerdings keimfrei, bleiben die Mäuse gesund. Sobald man sie aber mit der Darmflora gesunder Vergleichstiere besiedelt, zeigen die Mäuse bald Zeichen dieser MS-ähnlichen Erkrankung. Daraus ziehen die Wissenschaftler den Schluss, dass das Darmmikrobiom zumindest bei Mäusen eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Autoimmunerkrankungen spielt.

Die Zukunft bleibt spannend

Momentan arbeiten Wissenschaftler daran, herauszufinden, ob solche Beobachtungen aus dem Tierexperiment auch auf den Menschen übertragen werden können. Solange die Wissenschaft jedoch keine handfesten Beweise liefern kann, gilt auch weiterhin, dass die Wirkung von Diäten auf den Verlauf der MS fraglich bleibt. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung ist jedoch immer empfehlenswert.



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