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Antikörper im Blut könnte MS schon Jahre vor Ausbruch verraten

PHILADELPHIA/MÜNCHEN (Biermann) – Wissenschaftler der Technischen Universität München haben im Blut von Menschen mit MS einen AntikörperAntikörper werden von so genannten B-Lymphozyten gebildet. Sie bilden mit einem Antigen, für das sie spezifisch sind, einen so genannten Antigen-Antikörper-Komplex. Durch diese Komplexierung werden verschiedene Abwehrmechanismen aktiviert. entdeckt, der bereits lange Zeit vor dem Auftreten der ersten Symptome nachweisbar ist. Dies geht aus einer aktuellen Studie hervor, die auf dem Jahreskongress der American Academy of Neurology vorgestellt werden soll.

"Sollten sich unsere Ergebnisse in größeren Studien bestätigen lassen, könnten sie dabei helfen, die Multiple Sklerose bei einer Untergruppe von Betroffenen früher zu diagnostizieren", sagte Dr. Viola Biberacher. Könnte die neurologische Störung diagnostiziert werden, bevor erste Symptome auftreten, könnten diese besser behandelt, vielleicht sogar verhindert werden, ist die Forscherin optimistisch. "Unsere Ergebnisse zeigen auch, dass die Entwicklung des Antikörpers schon vor der klinischen Manifestation der MS einsetzt, was darauf hindeutet, dass er auch eine Rolle dabei spielt, wie sich die Störung entwickelt."

Für die Untersuchung hatten die Forscher Proben von 16 zum Zeitpunkt der Spende gesunden Blutspendern, die später eine MS entwickelten, mit 16 Proben von Personen verglichen, die keine Autoimmunstörung bekamen. Die Proben waren zwei bis neun Monate vor Auftreten der ersten Symptome entnommen worden.

In ihrer Studie konzentrierten sich die Forscher auf einen Antikörper gegen den Kaliumkanal KIR4.1. Dass dieser Ionenkanal ein wichtiges Ziel der Immunantwort bei MS sein könnte, hatten die Forscher schon vor zwei Jahren entdeckt.

Dabei fanden sie bei keiner der langfristig gesunden Probanden die speziellen Antikörper. Von den Blutproben der späteren MS-Betroffenen waren sieben positiv, zwei grenzwertig und sieben negativ.

In einem nächsten Schritt untersuchten die Forscher Blutproben der MS-betroffenen Studienteilnehmer, die bis zu sechs Jahre vor sowie nach Ausbruch erster Symptome gewonnen worden waren. Dabei zeigte sich, dass die Antikörper bereits mehrere Jahre vor den ersten Symptomen nachweisbar waren, die Konzentration des Antikörpers variierte jedoch während der vorklinischen MS-Phase.

Die Forscher wollen die Ergebnisse nun an einer größeren Studiengruppe bestätigen und bestimmen, wie viele Jahre vor der Erstmanifestation der MS die Entwicklung der Antikörper einsetzt.


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