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Atrophie des Thalamus und des CIS von MS

OAK BROOK (Biermann) – Eine Abnahme des Volumens des Thalamus, der einen wichtigen Bereich des Zwischenhirns darstellt, scheint das Fortschreiten eines klinisch isolierten Syndroms (CIS) zur Multiplen Sklerose besser vorherzusagen als die Akkumulation von Läsionen im Gehirn. Dies geht aus einer Mitteilung der Radiologischen Fachgesellschaft der USA (RSNA) hervor.

In der darin vorgestellten Studie hatten Forscher an 216 Personen mit CIS den Zusammenhang zwischen einer Atrophie des Thalamus und Auftreten einer klinisch eindeutigen MS untersucht. 

"Eine der Hauptgründe für unsere Studie war, dass wir verstehen wollten, welche Regionen des Gehirns das Auftreten eines neuen Schubes am besten vorhersagen können", erklärte Dr. Robert Zivadinov vom Buffalo Neuroimaging Analysis Center an der Universität Buffalo.

Deshalb unterzogen die Forscher die Studienteilnehmer im Abstand von null, sechs, zwölf und 24 Monaten vier Untersuchungen im Magnetresonanztomographen (MRT). Nach zwei Jahren hatte sich das CIS bei 92 Teilnehmern (42,6 %) zu einer klinisch manifesten MS entwickelt. Die Abnahme des Thalamus-Volumens und eine Volumenzunahme in den lateralen Ventrikeln waren dabei die einzigen MRT-Parameter, die mit dieser Entwicklung eindeutig und unabhängig verknüpft waren.

"Diese Ergebnisse zeigen erstens, dass eine Atrophie des Thalamus mit einer MS assoziiert ist", sagte Zivadinov. "Und zweitens zeigen sie, dass die Thalamus-Atrophie ein besserer Prädiktor für das Entstehen einer MS ist als die Akkumulation von T2-gewichteten und kontrastmittelverstärkten Läsionen."

Die Forscher glauben nun, dass die Bestimmung des Volumens von Thalamus und lateralen Ventrikeln dabei helfen könnte, die Personen zu identifizieren, die ein hohes Risiko haben, dass sich das CIS zur MS entwickelt. "Die Atrophie des Thalamus ist ein idealer Marker im MRT, da sie schon in sehr frühen Stadien festzustellen ist", sagte Zivadinov abschließend.


Quelle: RSNA, 23. April 2013

 

 

 


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