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Augentest als Maß für temperaturempfindliche Symptome

DALLAS (MedCon) – Ein Anzug, der MS-Patienten kühlt oder wärmt, und eine schmerzlose Messung der Augenbewegungen könnten dabei helfen, den bislang mysteriösen Zusammenhang zwischen Körpertemperatur und der Schwere von MS-Symptomen zu untersuchen.

Wissenschaftler der University of Dallas hatten das so genannte Uhthoff-Phänomen untersucht, also die vorübergehende Verschlechterung neurologischer MS-Symptome bei einer Erhöhung der Körpertemperatur (z.B. bei Fieber, heißen Bädern oder in der Sauna).

Auch andere Symptome der MS, wie FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus. oder Probleme mit der Koordination, verschlechtern sich bei den meisten Patienten mit Multipler Sklerose durch hohe Temperaturen. Obwohl das Uhthoff-Phänomen schon lange bekannt ist, gab es bislang keine Möglichkeit, seine Schwere objektiv zu messen oder zu erklären, wie es mit der Körpertemperatur zusammenhängt.

Nun konnten Dr. Elliot Frohman und seine Kollegen zeigen, dass mit einer Zunahme der Körpertemperatur auch die Schwere einer Störung der Augenbewegung zunimmt. Wenn Personen mit dieser Störung schnell von einem Objekt zum nächsten schauen, bewegt sich ein Auge langsamer als das andere. Normalerweise bewegen sich aber beide Augen gleich schnell.

„Diese Störung der Augenbewegung könnte stellvertretend für andere temperaturabhängige Symptome erfasst werden, die schwerer zu messen sind – beispielsweise Fatigue, geistige Verwirrung oder Blasenprobleme“, erklärte Frohman.

Für ihre Untersuchung benutzten die Wissenschaftler einen Ganzkörperanzug, in dem Wasser zirkulierte und mit dem sie die Körpertemperatur der Testpersonen beeinflussen konnten. Mit einem pillenähnlichen Thermometer, das die Studienteilnehmer herunter schluckten, maßen sie die Körperkerntemperatur, die Augenbewegungen hielten sie mit Hilfe einer Infrarotkamera fest. An der Studie nahmen acht MS-Patienten mit Störungen der Augenbewegung, acht MS-Patienten ohne diese Störung und acht gesunde Kontrollpersonen teil.

Durch warmes Wasser stieg die normale Körpertemperatur der Studienteilnehmer um ein halbes Grad Celsius an, kaltes Wasser kühlte die Teilnehmer um ein halbes Grad ab.

Dabei verschlechterte sich bei Patienten mit gestörter Augenbewegung durch den Anstieg der Körpertemperatur die Differenz zwischen den Geschwindigkeiten, mit denen sich beide Augen bewegten. Abkühlung führte zu einer besseren Synchronisierung der Augenbewegung.

Die Überwachung dieser Störung könnte ein sensibles Instrument sein, um herauszufinden, wie empfindlich ein Patient für andere temperaturabhängige Symptome ist. Außerdem könne dadurch die Wirksamkeit einer Therapie überprüft werden, sagte Frohman.

Quelle: Neurology 2008; 70: 1098-1106



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