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Autoantikörper im Blut sagen Entwicklung bei Sehnerventzündung voraus

NEW YORK (Reuters Health) – Patienten mit immer wieder auftretender Entzündung des Sehnervs (optische Neuritis), in deren Blutserum der Autoantikörper Neuromyelitis optica-Immunglobulin G (NMO-IgG) nachweisbar ist, haben ein hohes Risiko für eine schlechte Entwicklung ihres Sehvermögens und das Auftreten einer Neuromyelitis optica (Devic-Syndrom).

Das Forscherteam aus Wissenschaftlern der Mayo-Klinik in Rochester, Minnesota und Scottsdale, Arizona, merkt weiter an, dass NMO-IgG ein Biomarker für das Devic-Syndrom und rezidivierende transverse Myelitis sei. "Eine immer wieder auftretende Entzündung des Sehnervs kann eine Multiple Sklerose oder Neuromyelitis optica ankündigen, aber auch als einzelnes Syndrom auftreten."

Dr. Brian G. Weinshenker und Kollegen hatten 34 Patienten untersucht, die sie auf NMO-IgG getestet hatten und die vor der Untersuchung zwei oder drei Episoden einer Sehnerventzündung ohne zufrieden stellende Diagnose einer MS oder Neuromyelitis optica durchlebt hatten. Von den Studienteilnehmern waren 14 NMO-IgG-serumpositiv und 20 NMO-IgG-serumnegativ.

Dr. Weinshenker von der Mayo-Klinik Rochester und Kollegen fanden heraus, dass ein Fünftel der Patienten mit wiederkehrender optischer Neuritis NMO-IgG-positiv waren. Alle NMO-IgG-positive Patienten hatten mindestens eine Attacke mit Sehschärfe im betroffenen Auge von weniger als 20/200 (p = 0,05).

Nach durchschnittlich 8,9 Jahren hatten sechs von zwölf Patienten (50 %), die unter wiederkehrender Sehnerventzündung litten und NMO-IgG-positiv waren, immer noch Episoden einer Myelitis und erfüllten die DiagnosekriterienAspekte, deren Vorhandensein für eine Diagnose gefordert werden. Derzeit werden für die Diagnosestellung der MS die so genannten McDonald-Kriterien herangezogen. Die Poser-Kriterien aus den 80er Jahren sind mittlerweile nicht mehr gebräuchlich. für das Devic-Syndrom. In der Gruppe der serumnegativen Patienten war es einer von 15 (7 %).

Übereinstimmend mit früheren Studien hatten die NMO-IgG-positiven Patienten ein schlechteres Sehergebnis als die NMO-IgG-negativen Patienten (p = 0.02).

Im Editorial der Zeitschrift schreibt Dr. Gavin Giovannoni vom Royal London Hospital, dass er, basierend auf den Ergebnissen dieser und anderer Studien und vorausgesetzt, Tests auf NMO-IgG seien weitgehend verfügbar, "für eine routinemäßige Untersuchung auf NMO-IgG oder Anti-APQ4-AntikörperAntikörper werden von so genannten B-Lymphozyten gebildet. Sie bilden mit einem Antigen, für das sie spezifisch sind, einen so genannten Antigen-Antikörper-Komplex. Durch diese Komplexierung werden verschiedene Abwehrmechanismen aktiviert. bei Patienten mit wiederkehrender oder bilateraler Sehnerventzündung, mit schlechter Genesung von einseitiger isolierter optischer Neuritis, längsausgedehnter Transverser Myelitis oder unerklärten akuten Syndromen des Hirnstamms oder des Hypothalamus mit entsprechenden Veränderungen des Sehvermögens" plädiere.

Quelle: Neurology 2008; 70: 2192-2193, 2197-2200.


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