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Behandlung der MS: Je früher, desto besser

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CALIGARI (Biermann) – Je früher bei Multipler Sklerose (MS) eine immunmodulierende oder immunsuppressive Behandlung aufgenommen wird, desto nachhaltiger ist der Schutz vor einer MS-bedingten Behinderung. Dies geht aus einer Beobachtungsstudie italienischer Wissenschaftler an mehr als 3000 MS-Betroffenen hervor.

Dazu erfassten die Wissenschaftler die Zeitspanne, bis die Studienteilnehmer einen EDSSDie EDSS (Expanded Disability Status Scale), auch als Kurtzke-Skalasiehe EDSS bekannt, ist eine Skala zur Erfassung von neurologischen Ausfällen. Dabei werden die Stufen 0-10 unterschieden: Die Stufe 0 entspricht keiner Behinderung. Es werden insbesondere die Gehfähigkeit sowie acht weitere Funktionssysteme bewertet, z.B. bedeutet EDSS 2.0 leichte Behinderung in einem funktionellen System, EDSS 4.0 gehfähig ohne  Hilfe und Ruhepause für mindestens 500m und während 12 Stunden aktiv trotz relativ schwerer Behinderung. EDSS 6.0 bedeutet gehfähig für etwa 100m mit einseitiger oder zeitweiliger Unterstützung (Gehhilfe). Auf Stufe 9 ist der Betroffene hingegen vollständig pflegebedürftig. 10 bedeutet Tod durch MS. Eine detaillierte Übersicht zum EDSS finden Sie auf der Seite der DMSG.-Wert von 3 beziehungsweise 6 erreichten, und setzten dies mit dem Zeitpunkt der Aufnahme einer Therapie nach der Diagnosestellung in Zusammenhang.

Dabei zeigte sich, dass MS-Betroffene, die eine immunmodulierende (IMT) beziehungsweise immunsuppressive (IST) Therapie erhielten, ein 94 (IMT) beziehungsweise 73 (IST) Prozent niedrigeres Risiko hatten, einen EDSS-Wert von 3 zu erreichen als unbehandelte Studienteilnehmer. Das Risiko, einen EDSS-Wert von 6 zu erreichen, war unter IMT um 86 Prozent geringer.

Wurde die immunmodulierende Behandlung vor Erreichen des EDSS-Wertes von 3 aufgenommen, war das Risiko für einen EDSS-Wert von 6 um 91 Prozent geringer als ohne Therapie, bei Aufnahme der Therapie nach Erreichen des kritischen Wertes um 75 Prozent. Bei einer IMT, die erst bei einem EDSS-Wert von 3 aufgenommen wurde, war das Risiko für einen EDDS-Wert von 6 mehr als viermal so hoch wie bei einem früheren Therapiebeginn.

„Immunmodulierende oder -suppressive Medikamente zögern die langfristige Behinderung von MS-Betroffenen hinaus, und das therapeutische Zeitfenster ist relativ groß. Dennoch gilt: Je früher, desto besser, aber spät ist immer noch besser als nie“, fassten die Autoren ihre Studienergebnisse zusammen.



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