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Bei MS fehlen Neurosteroide im Gehirn

EDMONTON (Biermann) – Neueste Forschungsergebnisse kanadischer Wissenschaftler deuten darauf hin, dass Menschen mit Multipler Sklerose eine Gruppe von Botenstoffen im Gehirn fehlt, die Nervenzellen dabei helfen, sich zu regenerieren. Die Forscher hoffen nun, neue Therapiewege beschreiten zu können.

Wie Dr. Christoph Power und seine Kollegen von der Universität von Alberta in der Zeitschrift "Brain" berichten, haben sie beim Vergleich der Gene von MS-Betroffenen und gesunden Kontrollpersonen entdeckt, dass Erstere in der weißen Substanz des Gehirns deutlich niedrigere Spiegel eines bestimmten Hormons bilden als die Gesunden. Einen ähnlichen Befund erhielten sie auch bei der Untersuchung von Mäusen mit künstlich ausgelöster MS.

Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass das entsprechende Hormon, das Neurosteroid Allopregnanolon, angstlösend und antiepileptisch wirkt und im Gehirn eine wichtige Rolle bei der Zellkommunikation sowie bei Reparaturprozessen spielt.

Nun konnten die Wissenschaftler nachweisen, dass die Gabe von Allopregnanolon bei Mäusen mit MS die Entzündungen im Gehirn sowie Schäden an Nervenausläufern und der Myelinschicht reduzierte sowie neurologisch bedingte Verhaltensstörungen besserte.

Die Forscher sind nun optimistisch, dass Allopregnanolon und möglicherweise auch ähnliche Substanzen als Biomarker für die Multiple Sklerose eingesetzt werden könnten.



Quelle: Brain 2011, 134: 2703-2721


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