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Bestandteil von Safran könnte bei MS Gehirnzellen schützen

EDMONTON (Biermann) – Wissenschaftler der University of Alberta haben in dem Gewürz Safran einen Inhaltsstoff entdeckt, der zur Therapie neuroinflammatorischer Erkrankungen wie der Multiplen Sklerose eingesetzt werden könnte. Der orangerote Farbstoff Crocin "übt in Gehirnzell-
kulturen und anderen Modellen der MS einen schützenden Effekt aus. Er verhindert die Schädigung von Zellen, die im Gehirn MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. bilden", sagte Dr. Chris Power, einer der verantwortlichen Forscher. Myelin bildet die Isolierschicht um die Nerven, die bei MS zerstört wird, was letztlich zur Neurodegeneration führt.

Power und sein Team hatten beobachtet, dass Entzündungen und eine bestimmte Art von Zellstress eng miteinander verbunden sind und letztlich zur DemyelinisierungUnter Demyelinisierung versteht man die Schädigung sowie den Verlust von Myelin (= Substanz, die Axone und Nervenzellkörper schützt und isoliert). von Nervenzellen beitragen. In Experimenten, die die Wissenschaftler durchführten, unterdrückte der Einsatz von Crocin sowohl Entzündungsreaktionen als auch diese bestimmte Art von Zellstress. In den verwendeten MS-Labormodellen und Zellkulturen konnten sie so neurologische Schädigungen verringern.

"Es sind noch viele Fragen offen, wie Crocin diese neuroprotektive Wirkung entfaltet, dennoch zeigt unsere Forschung eine potenzielle Rolle der Substanz in der Behandlung neuroinflammatorischer Erkrankungen auf", sagte Power. Bis zu ersten Untersuchungen bei Menschen sei es zwar noch ein weiter Weg, doch die Entdeckung sei vielversprechend, betonte er.


Quelle: J Immunol. 2011 Nov 1;187(9):4788-99.



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