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Bluthochdruck, Depression und andere chronische Störungen begleiten häufig die MS

Eine aktuelle Studie zeigt, dass Menschen, bei denen MS festgestellt wird, häufig auch unter anderen Krankheiten leiden. Besonders häufig sind die Patienten von Bluthochdruck, Diabetes oder Depressionen betroffen.

WINNIPEG (Biermann) – Personen, bei denen erst vor kurzem eine Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert wurde, zeigen häufig noch eine Reihe anderer chronischer Störungen, wie eine aktuelle Studie in „Neurology” zeigt.

„Es stellt sich die Frage, ob für die MS und die anderen Störungen die gleichen Risikofaktoren gelten. Und sollte dies so sein, ob es nicht Möglichkeiten gibt, das Risiko dafür zu reduzieren“, erklärte Dr. Ruth Ann Marrie von der Universität von Manitoba in Winnipeg, Kanada. Schließlich hätten Studien gezeigt, dass die MS bei Personen, die auch andere chronische Störungen zeigen, rascher voranschreite. Entsprechend wichtig sei es, diese zu erkennen und zu behandeln, erklärte die Studienautorin.

Für ihre Untersuchung hatten die Forscher die gesundheitliche Verfassung von mehr als 23.000 MS-Betroffenen zum Zeitpunkt der Diagnose mit der von mehr als 110.000 Kontrollpersonen verglichen. Zu den dabei erfassten Komorbiditäten gehörten Bluthochdruck, Diabetes, hohe Cholesterin-Werte, Herzerkrankungen, chronische Lungenerkrankungen, Epilepsie, Fibromyalgie, entzündliche Darmerkrankungen, Depression, Angststörungen, bipolare Störung und Schizophrenie.

Es zeigte sich, dass mit Ausnahme erhöhter Cholesterinspiegel alle chronischen Störungen bei MS-Betroffenen häufiger auftraten als bei den Kontrollpersonen, am häufigsten jedoch die Depression. Von dieser psychischen Störung waren in der MS-Gruppe 19 Prozent der Personen betroffen, während in der Kontrollgruppe nur neun Prozent der Teilnehmer die Diagnose erhielt.

Darüber hinaus fanden die Forscher bei vielen Komorbiditäten eine ausgeprägte Geschlechterverteilung: So war der Anteil der Männer, die neben einer MS noch einen überhöhten Blutdruck zeigten, um 48 Prozent höher als bei Männern ohne MS (22 % vs. 15 %). Bei Frauen war der Gruppenunterschied deutlich kleiner (14 % vs. 12 %). Männer mit MS zeigten auch überproportional häufiger Diabetes, Epilepsie, Depression und Angststörungen als Frauen mit MS. Bei letzteren waren hingegen Lungenerkrankungen häufiger als bei Männern mit MS.

„Eine mögliche Ursache für diese Ergebnisse könnten gemeinsame Risikofaktoren für die genannten Störungen sein: Rauchen, Übergewicht, niedrige Vitamin-D- und Omega-3-Fettsäure-Spiegel beeinflussen die Schwere der MS und könnten auch auf die anderen Störungen Einfluss nehmen“, schlussfolgerte Dr. William B. Grant vom Sunlight, Nutrition and Health Research Center in San Francisco, Kalifornien, in einem die Studie begleitenden Editorial.

Wichtig für die Interpretation der Ergebnisse sei auch, dass die Studienteilnehmer bei der Diagnose der MS vergleichsweise alt waren. Entsprechend höher sei auch ihr Risiko für die untersuchten Begleiterkrankungen, schränkte Grant die Allgemeingültigkeit der Ergebnisse ein.



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