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Das sollten Sie wissen …

 

Laut wissenschaftlicher Studien haben die Hormone Testosteron und Östrogen einen Einfluss auf den Verlauf der Multiplen Sklerose. Frauen mit MS berichten häufig über hormonelle Schwankungen und müssen für sich selber eine geeignete Form der Verhütung finden. Während der Menopause gilt es dann für Frauen mit MS, der hormonellen Umstellung gut zu begegnen. Hormone steuern alle für die Erhaltung unseres Lebens notwendigen Prozesse. Die Sexualhormone nehmen hier eine besondere Stellung ein. Sie regulieren Vorgänge, die mit der Sexualität zu tun haben, aber auch viele andere Vorgänge im Körper. Mitunter treten zyklus- und phasenbedingte Hormonschwankungen auf. Für MS-Betroffene stellt sich in diesen Phasen die Frage, ob es sich um einen Schub oder um Symptome handelt, die hormonell gesteuert werden.

 

MS und Hormone – Geschlechtsunterschiede

2005 entdeckten italienische Forscher, dass die Hormone Testosteron und Östrogen den Verlauf der MS beeinflussen können. Gleichzeitig vermuteten sie, dass der ungleiche Hormonspiegel bei Frau und Mann eine Ursache für das unterschiedliche Auftreten und den unterschiedlichen Verlauf der MS bei beiden Geschlechtern sein könnte.

Frauen sind häufiger und früher von der MS betroffen, wohingegen die Multiple Sklerose bei Männern schneller voranschreitet und die Symptome stärker ausgebildet sind. Auch haben von MS betroffene Frauen einen vergleichsweise hohen Testosteronwert. Bei den Männern fiel auf, dass diejenigen mit den höchsten Östrogenwerten die stärksten Nervenschäden aufweisen.

 

Menstruation und deren Auswirkungen auf die MS

Schon seit Längerem wird der Einfluss hormoneller Schwankungen bei Frauen mit MS beobachtet. So berichten viele Frauen von zyklischen Änderungen ihrer MS-Symptome: Kurz vor der Periode verschlechtern sich Symptome wie Schmerzen, FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus., Schwäche in Beinen und Armen sowie Blasenschwäche. Sobald die Blutungen begonnen haben, verbessern sie sich jedoch wieder.

Eine Verschlechterung der Symptomatik ist für jede/n MS-Betroffenen ein Alarmsignal. Denn es stellt sich für sie die Frage: Ist es ein Schub oder nicht? Deshalb sollten Frauen, die eine Verschlechterung der Symptome in der prämenstruellen Phase beobachten, auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten.

Anti-Baby Pille bei MS?

Viele Frauen fühlen sich mit der Einnahme einer geeigneten Anti-Baby-Pille besser. Sie ermöglicht eine bequeme Verhütung und vermindert die typischen Menstruationsbeschwerden, wie depressive Verstimmungen, Bauch- und Rückenschmerzen sowie Müdigkeit. Allerdings kann die Wirkung der „Pille“ durch verschiedene Medikamente beeinflusst werden, und sie birgt ein erhöhtes Thromboserisiko. Da MS-Betroffene häufig diverse Medikamente einnehmen und aufgrund einer Behinderung in ihrer Bewegung eingeschränkt sein können (erhöhtes Thromboserisiko), ist die Pille nicht immer das beste Verhütungsmittel.

Alternative Verhütungsmittel für Menschen mit MS

Für eine Empfängnisverhütung sollten dann andere Mittel, wie etwa die Spirale oder die Dreimonatsspritze, mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Bei der Spritze können Nebenwirkungen wie unerwünschte Gewichtszunahme und Veränderungen der Regelblutung auftreten. Meist bleibt die Regel ganz aus, so dass das Eintreten der Fruchtbarkeit erheblich verzögert werden kann.
Bei der Spirale sind unregelmäßige Blutungen eine häufige Nebenwirkung. Kondome oder Diaphragma als weitere Option zur Verhütung eignen sich aufgrund ihrer Handhabung nicht für Menschen mit MS, die unter TremorZittern von Körperteilen, insbesondere der Hände/Finger. oder Schwäche in den Händen leiden.

Wechseljahre, Menopause, Klimakterium

Die Phase der hormonellen Umstellung, die die Fruchtbarkeit der Frau beendet, bezeichnet man auch als so genannte Wechseljahre. Sie tritt gewöhnlich im Alter von Mitte Vierzig bis Mitte Fünfzig ein. Die Östrogenproduktion kommt nun völlig zum Stillstand.

Typische Symptome der Wechseljahre können sein:

  • Hitzewallungen

  • Schweißausbrüche

  • Schlafstörungen

  • Schwindel

  • Herzjagen

  • Haarausfall

  • Harninkontinenz

  • Rasche Ermüdbarkeit

  • seelische Verstimmungen

  • Reizbarkeit

  • Wassereinlagerungen

  • Gewichtszunahme

  • Osteoporose


Obwohl die Symptome wieder nachlassen, sobald sich der Körper hormonell umgestellt hat, und sie auch medikamentös gelindert werden können, können sie insbesondere für eine MS-betroffene Frau sehr belastend sein.

Frauen mit MS in den Wechseljahren

Das Hormon Östrogen ist am Knochenaufbau entscheidend beteiligt. Durch den Östrogenmangel in den Wechseljahren kann es zu Osteoporose mit vermehrten Knochenbrüchen kommen. Bei Frauen mit MS ist es möglich, dass sich das Osteoporoserisiko aufgrund von erfolgten oder noch folgenden Kortisonstoßtherapien zusätzlich erhöht. Auch kann es, bedingt durch eine mögliche Behinderung, eher zu schmerzhaften Stürzen mit Knochenbrüchen kommen.

Hormonersatztherapie bei MS: Ja oder nein?

Für MS-betroffene Frauen in den Wechseljahren ist es besonders wichtig, dass die Lebensqualität nicht leidet. Ist man stark beeinträchtigt, sollte man eine Hormonersatztherapie (HET) erwägen. Dadurch wird das Risiko, an Osteoporose zu erkranken, gesenkt. Zudem gehen Symptome wie Schweißausbrüche, Schlafstörungen und Depressionen zurück. Aufgrund ihrer langfristigen Nebenwirkungen ist die HET allerdings umstritten: Das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Thrombose und Brustkrebs ist leicht erhöht. Deshalb sollten Sie eine HET auf jeden Fall mit Ihrem Arzt besprechen. Um das Osteoporoserisiko zu senken, sollte zudem auf eine calciumreiche Ernährung und ausreichend Bewegung geachtet werden, wenn dies die MS zulässt.

Es ist ratsam, dass Frauen mit MS schon vor Einsetzen der Wechseljahre mit dem behandelnden Arzt über vorbeugende Maßnahmen sprechen. Insbesondere, wenn viele Kortisonstoßtherapien durchgeführt wurden.

Sexualhormone haben einen Einfluss auf den Verlauf der Multiplen Sklerose. Vor allen Dingen mit Blick auf Verhütung und die Wechseljahre sollten Frauen mit MS ein offenes Gespräch mit ihrem behandelnden Arzt suchen.


Quellen:
www.nationalmssociety.org
www.dmsg.de
www.innovations-report.de




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