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Den Therapieerfolg vorhersagen

den therapieerfolg vorhersagen

WÜRZBURG (Biermann) – Der Wirkstoff Fampridin ist zur Verbesserung der Gehfähigkeit bei Multipler Sklerose (MS) zugelassen, wirkt allerdings nur bei weniger als der Hälfte der Patienten. Um unnötige Behandlungsversuche zu vermeiden, haben Mediziner der Neurologischen Uniklinik Würzburg jetzt eine Methode entwickelt, den Behandlungserfolg vorherzusagen.

Das Team um Dr. Daniel Zeller und Dr. Mathias Buttmann hatte an 20 MS-Betroffenen mit Gehstörungen mit Hilfe der transkraniellen Magnetstimulation den Zusammenhang zwischen der Leitgeschwindigkeit motorischer Nervenbahnen und dem Ansprechen der Gangstörung auf Fampridin untersucht. Zusätzlich bestimmten die Wissenschaftler vor Behandlungsbeginn und am Tag 14 der Einnahme des Medikaments die Gehgeschwindigkeit der Studienteilnehmer.

Ihre Ergebnisse sind eindeutig: "Mit Hilfe der Magnetstimulation lässt sich bereits im Voraus sagen, ob Fampridin bei dem jeweiligen Patienten eine Verbesserung der Gehfähigkeit bewirkt", erklärte Zeller.

So fanden die Wissenschaftler einen signifikanten Zusammenhang zwischen der Leitgeschwindigkeit in der Nervenbahn und der Änderung der Gehgeschwindigkeit während der Einnahme von Fampridin: Je deutlicher die Leitgeschwindigkeit vor der Therapie verlangsamt war, desto besser sprachen die Patienten auf das Medikament an. Darüber hinaus war die durchschnittliche Leitgeschwindigkeit vor Therapiebeginn in der Gruppe der Therapie-Ansprecher signifikant geringer als bei denjenigen Patienten, die nicht auf Fampridin ansprachen.

Zusammengefasst zeigte die Studie: Allen Patienten mit einer normalen Leitgeschwindigkeit brachte die Einnahme von Fampridin keine Verbesserungen der Gehgeschwindigkeit. Sollten sich diese Ergebnisse im Rahmen einer größeren Studie bestätigen, könnten Neurologen mit Hilfe der Magnetstimulation die Chancen eines Therapieversuches mit Fampridin künftig bereits im Voraus abschätzen und dadurch unnötige Behandlungsversuche vermeiden, sind die Forscher optimistisch.



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