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Der Progression auf der Spur – Neues vom ECTRIMS-ACTRIMS in Boston

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BOSTON (Biermann) – In diesem Jahr trafen sich europäische und US-amerikanische MS-Experten gemeinsam zum weltgrößten Multiple-Sklerose-Kongress in Boston. In mehr als 1000 Vorträgen und Posterpräsentationen stellten die Wissenschaftler neue Forschungsergebnisse vor, darunter auch aktuelle Erkenntnisse zu den Ursachen und Biomarkern der MS-Progression.

So stellten beispielsweise Dr. Victoria Leavitt (Manhattan Memory Center, New York) und Kollegen eine Studie vor, in deren Rahmen sie die durchschnittliche Körpertemperatur (gemessen mit einem Ohrthermometer) von 111 Personen mit MS und 85 Personen ohne die neurologische Störung verglichen.

Körpertemperatur spiegelt entzündliche MS-Prozesse wieder

Dabei zeigte sich, dass die Studienteilnehmer mit schubförmig remittierender MS eine durchschnittlich höhere Körpertemperatur hatten als die Kontrollpersonen und Teilnehmer mit sekundär-progressiver MS. Die Wissenschaftler schlussfolgerten daraus, dass die höhere Temperatur die entzündlichen Prozesse im Gehirn widerspiegeln könnte, die bei der schubförmigen MS ablaufen. Allerdings müssten noch weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um herauszufinden, ob die Körpertemperatur Hinweise darauf liefern kann, wann die MS vom schubförmig remittierenden Verlauf zum sekundär progredienten Verlauf voranschreitet.

Begleiterkrankungen fördern MS-Progression

Dass die MS-Progression auch von Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herzerkrankungen beeinflusst zu werden scheint, postulierte Dr. Ruth Ann Marrie (Universität von Manitoba) und bezog sich damit auf eine Studie aus dem Jahr 2010, bei der sie und ihre Kollegen die Krankenakten von rund 9000 Personen ausgewertet hatten. Dabei zeigte sich, dass Bluthochdruck, Diabetes oder Herzbeschwerden sowie ähnliche Begleiterkrankungen bei MS-Betroffenen mit einem deutlich erhöhten Risiko für ein Voranschreiten der Behinderung in Zusammenhang standen. Marrie rief dazu auf, entsprechende Begleiterkrankungen bei Menschen mit MS konsequent zu behandeln und damit den Verlauf der MS positiv zu beeinflussen.

Cholesterin als Progressionsmarker

Dr. Charlotte Teunissen (VU University Medical Center Amsterdam) betonte in ihrem Vortrag, dass Cholesterin nicht nur ein wichtiger Bestandteil des bei der MS beeinträchtigten MyelinAls Myelin bezeichnet man die Hüll- und Isoliersubstanz der Nervenfasern, die aus Lipiden und ProteineEiweiße besteht. Sie umgibt Nervenzellkörper und Axone und fördert die schnellere Weiterleitung einer Information. Im Zentralen Nervensystem wird es von OligodendrozytenGliazellen im ZNSZentralnervensystem, die Myelin im zentralen Nervensystem bilden., im peripheren Nervensystem von den Schwann-Zellen gebildet. ist, sondern auch als nützlicher Biomarker für die MS-Progression eingesetzt werden könnte. So korrelierten in der von Teunissen vorgestellten Studie hohe Cholesterinspiegel im Blut mit den klinischen Anzeichen der MS-Progression wie einer verminderten Dicke der Nervenzellschicht in der Retina des Auges. Und auch die Spiegel des Cholesterin-Abbauproduktes 24S-hHydroxycholesterol standen mit dem Volumen des Gehirngewebes und der MS-Progression in engem Zusammenhang. Im Mausmodell der MS veränderten sich darüber hinaus die Spiegel des Abbauproduktes vor dem Auftreten klinischer MS-Symptome, wie Teunissen und Kollegen in Boston erklärten.

 

 


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