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Die Geburt und die Zeit danach

Eine Entbindung verläuft bei Frauen, die von MS betroffen sind, in der Regel ähnlich wie bei gesunden Frauen. Von einer Hausgeburt sollte jedoch Abstand genommen werden. Damit die Geburt reibungslos und schnell verläuft, sollte sich die werdende Mutter zuvor mit Atemtechnik und entsprechender Gymnastik vertraut machen. Setzen Sie Arzt und Hebamme auf jeden Fall davon in Kenntnis, dass Sie von MS betroffen sind. So können eventuell notwendige, erleichternde Vorkehrungen getroffen werden, z. B. für den Fall, dass Ihnen die Kraft beim Pressen ausgeht oder Sie während der Geburt schneller ermüden als eine gesunde Frau. Eventuelle Vollnarkosen oder PDA (Periduralanästhesie) bei der Geburt werden im Allgemeinen gut vertragen.

Stillen mit MS

Nach der Geburt muss individuell abgewogen werden, ob das Baby gestillt oder ihm die Flasche gegeben werden soll. Dann könnte die medikamentöse Therapie sofort wieder aufgenommen werden. Es ist allgemein bekannt, dass Stillen einen positiven Effekt auf die Mutter-Kind-Beziehung hat. Das Baby behält für die ersten Monate einen Schutz gegen Infektionen. Auch Allergien treten bei gestillten Babys seltener auf. Zudem ist das Stillen für die Mutter sehr praktisch, da die Nahrung immer vorhanden ist.

Aber auch die heutige Flaschennahrung enthält alles, was ein Baby für eine gesunde Entwicklung braucht. Deshalb sollte jede Frau in Absprache mit ihrem behandelnden Arzt abwägen, ob die Stillzeit evtl. zugunsten eines früheren Therapiewiederbeginns verkürzt werden sollte.

Eine MS-Betroffene, deren MS vor und eventuell während der Schwangerschaft aktiv war, wird sich wahrscheinlich eher für die "Flasche" entscheiden und bald nach der Entbindung ihre Therapie wieder aufnehmen.

 

Depression

Junge Mütter leiden häufig kurz nach der Geburt unter einer Depression – der sogenannten Wochenbettdepression. Sie fühlen sich schlapp, sind aufbrausend, ängstlich und weinerlich. Einige wenige erkranken an der postnatalen Depression. Sie ist gravierender als die Wochenbettdepression.

Neben Symptomen wie Schuldgefühlen, innerer Leere, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen können auch ein Desinteresse am eigenen Kind oder übertriebene Fürsorge für dieses auftreten. Die postnatale Depression kann jedoch erfolgreich mit Medikamenten behandelt werden.

Bei MS ist das generelle Risiko, an einer Depression zu erkranken, hoch. Es gibt nach heutigem Kenntnisstand allerdings keine Anzeichen dafür, dass von MS betroffene Mütter eher zu einer Depression nach der Geburt neigen als gesunde.

 

FatigueTypisches MS-Symptom: Es zeichnet sich durch sehr schnelle Ermüdbarkeit sowie körperliche und geistige Erschöpfbarkeit des Betroffenen aus.

Direkt nach der Geburt fragt sich die Mutter häufig, wie so ein kleines Baby so viel Zeit in Anspruch nehmen kann. Es bedarf Wochen, ja sogar Monate, bis sie ihre normale Konstitution wiedererlangt hat. Jedes auch noch so pflegeleichte Baby entzieht der Mutter Schlaf. Ihre Mahlzeiten werden unterbrochen oder fallen komplett weg, die Schmutzwäsche verdoppelt sich.

Bei einer MS-Betroffenen kommt zudem als zusätzliche Belastung die für MS typische Fatigue hinzu. Die Konsequenz: Man benötigt Hilfe von der Familie, von Freunden, einer Tagesmutter oder auch einer Haushaltshilfe.


Mütter mit MS unterscheiden sich während Schwangerschaft, Geburt und der Zeit danach nicht wesentlich von gesunden Frauen. Dennoch sollten Arzt und Hebamme von der MS wissen. Frauen, die mit Fatigue belastet sind, sollten sich für die Zeit nach der Geburt um häusliche Unterstützung bemühen.




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